Gurken DVDs

Eine DVD ist natürlich qualitativ besser als ein Videofilm. Trotzdem gibt es einige Gurken-DVDs, die sich aus der Masse der ansonsten guten Scheiben hervorheben. Dabei liegt es nicht daran, dass diese Filme wenig oder keinen Bonus haben, sondern das die einfach schlampig auf den Markt geworfen wurden. Außerdem werde ich hier meinen Senf zu Filmen abgeben, die mir einfach nicht gefallen bzw. die mich enttäuscht haben.

Auch die FSK-Freigabe spielt eine entscheidende Rolle. Geschnittene bzw. gekürzte DVDs fallen für mich auch schon in die Gurken-Kategorie.

Hier eine Auswahl von meinen Favoriten. Ich hoffe, ich muss die Liste nicht allzu oft aktualisieren... ;-)


Navy SEALS vs. Zombies

Navy SEALS vs. Zombies (Universum)  

Ich habe den Film bereits unter Film & TV (Action-Filme) abgehandelt, muss aber hier noch mal darauf eingehen, weil der Film einfach so mies ist und man das nicht vergessen sollte.

Zombies sind in, kein Thema. Was hier aber durch die Straßen von Louisiana läuft ist irgendwas, aber kein Zombie. Man erfährt von einem Virus, der an Menschen getestet worden ist, und von einem geheimen Labor, in dem nur eine Frau arbeitet (was wohl an den geringen  Produktionskosten liegt). Um es kurz zu machen: Keiner weiß gar nichts! Die Zombies sind extrem schnell und greifen alles an (natürlich). Gähn...

Kommen wir zu den Soldaten. Diese werden zum Teil von echten Navy Seals gespielt. Was sagt mir das? In Kampfszenen verhalten sich diese Typen mit ihren Spielzeuggewehren absolut echt. Vom schauspielerischen Aspekt her darf man also nix erwarten, außer kernige One-Liner und Vollbärte. Tricktechnisch gesehen ist der Streifen unterste Schublade. Selbst eine stinknormale Hubschrauber-Explosion sieht richtig scheiße aus. In einer Nebenhandlung wird die Geschichte eines Frischling-Seals und seiner schwangeren Freundin erzählt. Das ist nett aber völlig unnötig, den man hat zu keinem Zeitpunkt irgendeine Sympathie für den Mann. Es ist einem so wie so egal, wer ins Gras beißt. Am Ende opfert sich ein Seal heroisch, um die anderen zu retten. Da kam mir schon der Kotzreiz hoch, so elendig schlecht war diese Schnulz-Szene.

Schauspielerisch kann nur einer überzeugen - nicht! Michael Dudikoff, der Action-Held aus den 80ern ("American Fighter", "Platoon Leader"), hatte zwischen 2002 und 2013 eine lange Pause gemacht, jetzt ist er wieder im Geschäft (und keiner weiß warum). Regie bei diesem Machwerk führte Stanton Barett. Der hat sich als Nascar-Fahrer und Stuntman einen Namen gemacht, "Navy SEALS vs. Zombies" ist seine erste Regiearbeit. Mehr sage ich dazu nicht.

Klar, was soll man von so einer Billig-Produktion erwarten? Es gibt aber andere Filme, die mit wenig Geld gemacht wurden, und die trotzdem noch irgendwie Spaß gemacht haben. Der zählt dazu nicht. Also Finger weg!


Attack from the Atlantic Rim

Attack from the Atlantic Rim (EuroVideo)  

Die Billig-Film-Schmiede Asylum hat wieder zugeschlagen. Passend zum Kinostart vom Blockbuster "Pacific Rim" (18.7.2013) legt uns unser Lieblingsproduzent den Angriff aus einem anderem Ozean an Herz: "Attack from the Atlantic Rim".

Irgendwelche Dinos sind aus ihren Eiern im Ozean geschlüpft und zerstören alles, was ihnen vor die Flinte kommt. Das größte Vieh nimmt sich Manhattan vor. Die Menschheit hat praktischerweise riesige Kampfroboter in petto, so genannte Bots, die von Piloten im Inneren gesteuert werden. Also kämpfen Blue, Red und Green gegen die Dinos und treten ihnen kräftig in den ... du weißt schon.

Man kann von so einem Film nichts erwarten, das ist mir klar. Natürlich hat Trash immer einen gewissen Unterhaltungswert, aber bei "Atlantic Rim" (Originaltitel) muss man als Zuschauer schon sehr viel hinnehmen. So konnte ich den Film nicht in einem Stück anschauen und musste nach knapp 40 Minuten eine Pause machen, um mich von dem Bullshit erstmal zu erholen. Es gibt keine gute Szene in dem Film, die Darsteller sind (natürlich) total talentfrei und bei den Dialogen kräuseln sich die Nackenhaare. Immerhin gibt ein paar CGI-Effekte, die aus Geldmangel sehr kurz ausfallen. Die Saurier sehen eher lustig als fürchterlich aus und die Bots erinnern einen pausenlos an Spielzeug-Roboter. Meine Lieblingsszene ist die mit dem Hauptwaffenaktivierungsknopf: Kurz mal im Fußraum einen Schalter umgelegt und schon hat der Bot ein Schwert (oder ähnliches) in der Hand. Das ist doch eine Super Sache.

Das Ende ist von "Avengers" geklaut und einige Einstellungen sind 1:1 von "Bad Boys" abgekupfert. Das ist aber halb so wild, denn dem Film kann man nicht mehr helfen, er ist einfach grottenschlecht. "Pacific Rim" kenne ich bislang noch nicht, aber er kann nur eine Million mal besser sein.


Dinocroc vs. Supergator

Dinocroc vs. Supergator (Sunfilm)  

Da steht den Freunden des Tierhorrors ein neues, trashiges Highlight ins Haus: "Dinocroc vs. Supergator". Low-Budget Regisseur Jim Wynorski, der schon unter zahlreichen Synonymen Filme gemacht hat wie "The Devil Wears Nada" oder "Alabama Jones and the Busty Crusade" hat sich wieder mal übertroffen. Er vereint die Monster der Filme "Dinocroc" (2004) und "Supergator" (2007) und jetzt kann der gespannte Zuschauer endlich miterleben, welches Monster stärker ist. Die gesamten Schauspieler in dieser amerikanischen TV-Produktion sind allesamt Knallchargen. Man hat es aber irgendwie geschafft David Carradine („Kill Bill“) zu verpflichten. Der 2009 in Bangkok verstorbene Mime ist der einzig bekannte Schauspieler in diesem schlimmen Machwerk. Wahrscheinlich war er schon geistig umnebelt, denn unter normalen Umständen hätte er sich für so einen Streifen nicht hergegeben.

Es ist relativ einfach, die Sache auf den Punkt zu bringen: "Dinocroc vs. Supergator" ist ein absoluter Billig-Film in allen Belangen, er ist schlecht, mies gemacht, unspannend und all das, was man eigentlich nicht haben will. Trotzdem gibt es Leute – so wie ich – die sich so was anschauen, und das aus gutem Grund. Man kann schön über den Film ablästern, man amüsiert sich über die hanebüchenen Szenen und man ist sich hinterher einig, (wieder mal) einen der schlechtesten Filme der Welt gesehen zu haben. Trash-Fans verstehen mich!


1 1/2 Ritter

1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (Warner)  

Til Schweiger hat sich gemausert: Nach seinen Debüt in der "Lindenstraße" und Filmen wie "Manta Manta" haut er mittlerweile sehr gute Sachen heraus. Sein größter Erfolg ist natürlich "Keinohrhasen", der im Kino und auf DVD abgeräumt hat. Also waren alle gespannt darauf, was uns der gute Til nach diesem Monstererfolg auftischt: Es wurde eine Komödie "1 ½ Ritter" , die die Ritterzeit so richtig auf die Schippe nehmen sollte. Doch leider ist diese Gagansammlung ein totaler Rohrkrepierer. Es gibt zwar jede Menge Gags und Kalauer, aber irgendwie zünden nur ganz wenige. Einzig Rick Kavanian, der ehemalige Bully-Paraden-Spezi, hat ein paar nette Sprüche parat, aber das war's dann auch.

Schweiger hat eine Menge Gaststars aus Funk und Fernsehen in seinen Film eingebaut, die in Kurz-Auftritten für Stimmung sorgen sollen. Aber auch das geht in die Hose, ebenso wie die Anspielungen auf die Neuzeit mit McDrive, Boy-Group und Migrationshintergrund. Erschwerend für mich ist außerdem, dass Thomas Gottschalk eine Rolle spielt, denn ich kann den Wetten-dass-Moderator nicht ab. Die DVD hingegen ist sehr gut gelungen: Bild und Ton sind gut, es gibt nette Extras. Aber was hat man von einer guten Umsetzung, wenn der Film so schrottig ist ?


Hydra

Hydra - The Lost Island (Sunfilm, FSK 16)  

Man kann sich nur wundern, welcher Trash heutzutage noch gedreht wird. Keine Story ist zu blöd, kein Schauspieler zu mies und keine Special-Effects zu schlecht um sie nicht in einem Machwerk mit dem Titel "Hydra - The Lost Island" zu verwursten. Hier wurde eine Geschichte zusammen gemischt, die man so noch nie gesehen hat: Zum einen nehme man eine Menschenjagd a la "Graf Zaroff", dann ein antikes Monster (die Hydra) und ein bisschen Geschichtsunterricht auf einer verlassenen Insel - schon hat man einen knapp 90-minütigen TV-Film, der in Deutschland leider als DVD erschienen ist. Der Streifen ist völlig sinnfrei und reine Zeitverschwendung, jeder Dialog ist dämlich, die Handlung völlig Banane und selbst die Spezialeffekte sind für eine 2008-Produktion unterste Schublade. Komischerweise ist "Hydra" recht blutig, wenn es um die Verspeisung der Opfer geht - auch als FSK 16-Version. Das macht der Film aber nicht besser. Ich schaue ja gerne man trashige Streifen, aber diesen hier kann man getrost in die Tonne kloppen.


Anaconda 3 - Offspring

 

Anaconda 3 - Offspring (Sony, keine Jugendfreigabe)  

Was soll man von einem Film erwarten, in dem David Hasselhoff die Hauptrolle spielt und der Regisseur einige Steven Seagal-Streifen verbrochen hat? Die Antwort ist klar, aber manchmal schaue ich mir bewußt schlechte Filme an, um einfach meinen Spaß zu haben. Das funktioniert bei Anaconda 3 leider nicht. Dieses üble Machwerk ist in Rumänien entstanden. Da fragt man sich natürlich, wie es die Riesenschlangen dahin verschlagen hat. Sie werden dort in einem geheimen Labor gen-manipuliert, damit man irgendwie ein Gegenmittel gegen Krebs und Alzheimer daraus schöpfen kann. Hort sich blöd an, ist es auch. Natürlich brechen 2 Schlangen aus und ca. 80 Minuten lang werden diese auf billigste Weise durch rumänische Wälder gejagt. Jetzt kommt Hassel The Hoff ins Spiel, denn er spielt den coolsten Schlangenjäger diesseits von Bukarest. Also jagt er auf völlig diffuse Weise die Schlangen, die natürlich nach und nach sein Team verspeisen. Wie soll man auch gegen Anacondas eine Chance haben, die schneller als D-Züge unterwegs sind und dazu noch einen Stachel (!) als neue Waffe haben? Tja, dumm gelaufen. Ich hab beileibe nichts gegen Tier-Horror, und in diesem Genre gibt es auch einige wirklich gute Filme, aber Anaconda 3 gehört da definitiv nicht zu.

Um es kurz zu machen: Anaconda 3 besticht durch heftige Splatter-Einlagen, in denen Körperteile zermatscht und Köpfe rollen - das sind die Highlights des Films. Der Rest besteht aus mega-schlechten Schlangen-CGI-Aufnahmen, Knallchargen-Schauspielern, idiotischen Dialogen und schwachsinniger Handlung. Immerhin: Es wird auch einen vierten Anaconda-Film geben, aber diesmal ohne Hassel The Hoff - da haben wir ja noch mal Glück gehabt.


Wicker Man

 

Wicker Man (Warner, FSK 16)  

Nachdem ich den Film gesehen hatte, habe ich mich folgendes gefragt: Wie kann sich ein Schauspieler wie Nicholas Cage für so einen Film hergeben? Im Kino lief der Film sehr kurz, die Kritiken waren vernichtend. Knapp 4 Monate nach Kinostart kam die DVD heraus. Da ich mich von miesen Kritiken nicht abschrecken lasse, habe ich mir den Film angeschaut. Zuerst die tragische Geschichte mit dem Unfall auf dem Highway - okay. Aber sobald Cage (Edward Malus) auf die Insel kommt, wird der Streifen zum Langweiler erster Klasse. Völlig uninspiriert tapert Cage auf der Insel herum, mal zu Fuß, mal per Fahrrad. Die Suche nach dem vermeidlich verschwundenen Kind ist völlig spannungsfrei und unglaubwürdig. Schließlich wird er - [Achtung: Spoiler] - von den Frauen geopfert: In dem "Wicker Man" (Weiden Mann) wird er nach alter Sitte verbrannt. Das war's. Schade war's um ihn nicht, denn wer so blöd ist, der hat es nicht anders verdient. Über die DVD-Umsetzung gibt es übrigens nix zu meckern. Die ist nach heutigen Standards okay.

Der Film ist ein Remake von einem englischen Film, den kein Schwein gesehen hat. Das ist vielleicht auch gut so. Immerhin hat die Filmbranche reagiert: "Wicker Man" wurde 2007 für 5 Goldene Himbeeren nominiert, aber leider ging der Film leer aus. Großer "Gewinner" war übrigens Sharon Stones "Basic Instinct 2".


Deadhunter

 

Deadhunter: Sevillian Zombies (Screenpower, FSK 18)  

Wer jetzt denkt, er hätte den schlechtesten Film aller Zeiten gesehen, der sollte sich mal "Deadhunters: Sevillian Zombies" anschauen. Der Film ist ein billiges Machwerk von Julián Lara, dem spanischen Ed Wood der Neuzeit. Lara (Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion) hat einen lieblosen Streifen heruntergekurbelt, der jeder Beschreibung spottet. Alles an diesem Film ist schlecht: das Bild hat Super-8-Niveau, die Schauspieler sind keine, eine Handlung ist nicht vorhanden, die Special-Effects - wenn man sie so nennen kann - sind unbeschreiblich mies, usw.

Natürlich kann man jetzt einwerfen, dass der Film reinster Trash ist. Das mag wohl stimmen, aber selbst bei den  eingefleischtesten  Trash-Fans dürfte mit den Zombies aus Sevilla keine Freude aufkommen. Die 74 Minuten ziehen sich hin wie Kaugummi und man ist wirklich froh, wenn der Film endlich zu Ende ist.

Eine Sache fand ich übrigens besonders witzig: Der originale spanische Ton ist in Dolby Digital 2.0 abgemischt, er klingt allerdings wie eine Aufnahme mit einem alten Cassetten-Rekorder. Die deutsche DVD bietet den Film in Dolby Digital 5.1 - ich weiß nicht, warum man das gemacht hat...


Spione wie wir

 

 

 

 

 

Spione wie wir (Warner, FSK 12)  

Diesmal geht es nicht um den Film, sondern um die wirklich miese DVD-Umsetzung !

"Spione wie wir" war Mitte der 80er eine erfolgreiche Komödie von John Landis, der mit Dan Aykroyd und Chevy Chase die entsprechenden Top-Darsteller hatte. Ende September 2005 brachte Warner den Film auf DVD heraus, und was die sich dabei gedacht haben, ist mir schleierhaft.

Es gibt eine deutsche und eine englische Tonspur, beide nur Mono. Okay, der Film ist knapp 20 Jahre alt, aber etwas mehr (Stereo!) hätte doch drin sein können. Das Bild ist 4:3, und das ist noch die gute Nachricht. Jede alte VHS-Cassette hat ein besseres Bild als diese DVD. Das Bild ist verrauscht, schmutzig, voller Artefakte, kurzum: es ist total mies. Wer Untertitel sucht, der wird nicht fündig, denn es gibt keine. Und zum Menü, das aus einer (!) Tafel besteht, kann ich nur sagen: Schämt euch !

Von einem Anbieter wie Warner erwarte ich mehr. In der heutigen Zeit ist so eine Veröffentlichung eine Frechheit für jeden DVD-Sammler. Da sind auch die 9,99 Euro rausgeschmissenes Geld. Bei diversen Billiganbietern, die drittklassige Filme auf Wühltischen verschleudern, kann so eine "Qualität" mal vorkommen, aber nicht bei einem Major-Anbieter und so einem Film.


Full Metal Yakuza

 

 

 

Full Metal Yakuza (MIB, FSK 16 oder 18)  

Mit diesem Film ist es ist eine Wissenschaft für sich. In Deutschland existieren vier unterschiedliche DVD-Fassungen von Full Metal Yakuza, eine davon ist gut, die anderen drei sind Schrott. Unter Reviews habe ich die einzig wahre Version von Asian Film Network, die wirklich uncut ist, besprochen. Hier mein Hohn und Spott für die übrigen Versionen:

Einen Takashi Miike Film als 16er Version rauszubringen ist ganz schön mutig und total dämlich. Dann ist es geschickter, die 16er Version als 18er zu tarnen und dann noch unter einem anderen Logo auf den Markt zu schmeißen. So hat es MIB getan, denn die angebliche FSK 18-Version mit 100 Min. Lauflänge ist in Wirklichkeit eine geschnittene 16er Version, die dann natürlich nur knappe 90 Minuten löppt. Auf dem Cover wird diese DVD unter AFN präsentiert, auf der DVD erkennt man das MIB-Logo wieder. Immerhin hat MIB auch eine Uncut-Version rausgebracht, nur leider ist diese Version immer noch geschnitten: Zwar nur knapp eine Minute, aber dem Fan werden die geschnippelten Szenen trotzdem fehlen - ich sage nur: Kopf ab und Zweiteilung!

Wer mehr wissen will, der sollte sich mal in Ruhe die Seite http://www.schnittberichte.com anschauen.

Ich kann nur sagen, dass man als Käufer verarscht wird. Wer soll sich den in diesem Dschungel noch zurechtfinden. Erst nach intensiver Internet-Recherche bin ich schlauer geworden, doch leider zu spät, denn vorher hatte ich mir eine Gurkenversion schon zugelegt.


House of the Dead

House of the Dead (Kinowelt, FSK 18)  

Ich hab mir den Film aus meiner Stammvideothek ausgeliehen und den Film geschaut. Danach wollte ich mir den Bonus nicht mehr antun. Den Film muss ich unter Gurken aufführen, weil der Streifen an sich eine Frechheit ist. Okay, der Film basiert auf dem gleichnamigen Sega-Videospiel und von da her kann man ja nicht allzu viel erwarten. Aber was Regisseur Uwe Boll daraus gemacht hat ist schon die Härte. In Kurzform: Miese Schauspieler, mieses Drehbuch (war überhaupt eins vorhanden), miese Kopien von Matrix-Trickeffekten...es war einfach alles mies. Und dann spielt sogar der alte U-Boot-Käpt'n Jürgen Prochnow mit. Wie haben die den denn für den Film gewinnen können, geht es dem schon so dreckig, dass er sich für viertklassige Trasher zur Verfügung stellt ??

Ich kann nur folgendes empfehlen: DVD mit Freunden anschauen und ablästern - so ist der Film einigermaßen zu ertragen ! :-)


Nummer 5 lebt

Nummer 5 lebt! (Splendid, FSK 6)  

Diese DVD ist eine Frechheit! Der Kinoerfolg aus dem Jahre 1986 hat eine bessere DVD-Umsetzung verdient. Zuerst fällt einem das magere Billig-Menü auf: Hier kann man lediglich zwischen Film und Kapitelanwahl auswählen. Der Film ist auf der DVD im Format 1:66, obwohl er in 2:35 gedreht wurde. Der Ton ist nur in deutsch verfügbar, jedoch immerhin in Dolby Digital 5.1. Und das war's ! Es gibt keine englische Tonspur, von Bonus ist weit und breit nichts zu sehen (nur einige Trailer), Untertitel gibt's natürlich auch nicht.

Fazit: Der Film hat eine solche miese Umsetzung nicht verdient. Höchstens als Billig-DVD könnte man schwach werden und den Streifen kaufen, doch bei einem Ladenpreis zwischen 18 - 24 Euro fällt das auch flach.

 


Zombie 1

 

Zombie 1 (Bertucci Film Entertainment, FSK 16)  

Der Urvater der Zombiefilme: George Romero´s Zombie (Dawn Of The Dead) von 1978 ist seit November 2001 auf DVD zu haben. Der Herausgeber hat keine Mühen gescheut und den Film als Langversion (ca. 140 Min.) veröffentlicht. Doch wegen dem andauernden Streit mit der BSP um die Freigabe musste man Kompromisse eingehen: So ist Zombie als FSK 16 Version erschienen. Laut Booklet wurden "die Schnitte bis auf wenige Ausnahmen minimal gehalten und bewegen sich im Bereich von drittel Sekunden". So weit so gut.

Für mich ist diese DVD eine Gurke, und das ist schnell erklärt: Es sind Schnitte vorhanden und die sind keinesfalls minimal. Und jetzt mal ehrlich: Wenn ich mir schon einen Zombie-Film ansehe, dann will ich auch alles sehen. Ist zwar eine löbliche Sache, dass man den Film veröffentlich hat, doch ohne richtigen Splatter kann man den getrost vergessen ! Das gleiche gilt nebenbei auch für Zombi 2+3, die ebenfalls in einer FSK 16 Version zu haben sind.

 


Battle Royale

Battle Royale (Kinowelt, FSK 18)  

Die DVD von Kinowelt kann sich sehen lassen: Nett animiertes Menü, Bild (1.85:1) ist okay, Ton (deutsch + japanisch in DD 5.1) ist gut, dazu noch eine Art Making Of (über 1 Stunde) + Pressekonferenz (11 Min.) + Interview mit dem Regisseur. Alles in allem eine Runde Sache zumal der Film auch noch die FSK 18 Freigabe hat.

Trotzdem ist die Scheibe eine Gurken-DVD! Warum ? Weil die deutsche Fassung um glatte 8 Minuten geschnitten wurde. Ich kenne die ungeschnittene Japan-Version und im Vergleich dazu kann man die vorliegende deutsche Fassung in die Tonne kloppen. Vor allem wurden nicht nur diverse Gewalt-Szenen gekürzt, sondern vorwiegend Einblendungen und Kommentare. Zum Beispiel sieht man nach jeden "Ableben" eines Schülers eine Einblendung. Diese zeigt den Namen des Toten und wie viele Schüler noch am Leben sind (43 to go). In der deutschen Version sieht man dieses nicht. Ein weiteres Beispiel: Takeshi Kitano liest die Liste der gestorbenen Schüler über Lautsprecher vor, damit die restlichen Überlebenden einen Überblick haben. Auch das sucht man auf der DVD vergebens.

Fazit: Der Film ist Geschmackssache (mir gefällt er) - aber in so einer geschnittenen Version ist der ehrlich gesagt ein Hohn !


Python (Cineplus, MAWA, FSK 16)

Eine genmanipulierte Riesenpython, knapp ein halber Güterzug lang, setzt eine kalifornische Kleinstadt in Angst und Schrecken. Der Schrecken geht eher von der lächerlichen Umsetzung des Drehbuchs (!) und den wenig erbaulichen Special-Effects aus. Obwohl der Film 2000 produziert wurde sind die Tricks wohl dem knappen Budget zum Opfer gefallen. Immerhin kann der Film einige halbwegs bekannte Schauspieler - vorwiegend in Nebenrollen - aufweisen: Casper van Dien (Starship Troopers), Robert Englund (Freddy Krüger) oder Playmate Jenny McCarthy. Die DVD an sich passt sich dem Niveau des Films an: Relativ scharfes 4:3-Bild, Sound immerhin in DD 5.1 und 2.0 - natürlich deutsch.

Aber wie schon "Time Barbarians" (s.u.) ist der Streifen exzellent für einen DVD-Abend geeignet: Einfach Gehirn abschalten und ablästern...Pizza und Bier kommt bestimmt gut dabei !! :-)


Dead Zone (Astro/Laser Paradise, FSK 18)

Dead Zone ist für mich eine sehr gute Umsetzung des gleichnamigen Romans von Stephen King. Christopher Walken spielt einen Lehrer mit hellseherischen Fähigkeiten, der durch Berührung die Zukunft erkennen kann. So weit, so gut. Wie gesagt, der Film an sich ist hier nicht das Thema, es geht um die Umsetzung auf DVD. Laser Paradise bringt vorwiegend FSK 18-Versionen auf den Markt, die meistens durch magere DVD-Umsetzung hinsichtlich Bild und Ton auffallen. Bei Dead Zone haben die sich überhaupt nicht angestrengt: Das Bild ist einfach schlecht und kann als VHS-Kopie deklariert werden. Der Ton - nur deutsch - ist Linear PCM 48/16...mehr brauche ich wohl nicht zu sagen. Immerhin gibt es als Bonus den Kinotrailer - kurioserweise in englisch. Fazit: Bei der schlechten Umsetzung macht selbst ein guter Film keinen Spaß mehr !

 


Time Barbarians (Troma, Retro-Edition, FSK 18)

Kurz zum Inhalt: Ein Conan-Verschnitt namens Doran (groß, muskulös, blond) verliert in seinem Königreich (ein Wald mit 8 Untertanen) seine geliebte Königin Lystra - brutal hingemeuchelt vom bösen Manorak (Steven Seagal Light). Dieser flieht mit Hilfe eines magischen Kristalls in die Gegenwart - sprich: Los Angeles 1990. Doran folgt Manorak natürlich dorthin und rechnet mit ihm ab. Nebenbei lernt Doran in L.A. seine neue Königin kennen. 

"Time Barbarians" liegt in der sogenannten "Retro-Edition" vor - der Name allein ist schon Programm. Es ist schon erstaunlich, wie billig man Filme produzieren kann. "Time Barbarians" ist ganz sicher kein B-Film, sondern eher zwischen F und G anzusiedeln. Natürlich besticht die DVD durch ein unscharfes 4:3 Bild und blechernen Mono-Ton. Aber das trübt den Filmgenuss wenig. "Time Barbarians" ist reinster Trash den man sich am besten volltrunken antut...ernsthaft kann man sich diesen Streifen nicht geben.


From Dusk Till Dawn (UFA, FSK 16)

Die erste DVD-Fassung dieses Kultfilms habe ich nie gesehen, denn warum sollte ich mir eine um 17 Minuten gekürzte Version ansehen. Außerdem ist der Film nur im 4:3-Format auf DVD kopiert worden. 

Dem Himmel sei Dank gibt es seit kurzem eine neue Version von BMG als Deluxe-Edition. Hier kann man sehen, wie gut man den Film als DVD umgesetzt hat.

 

 


Last Boyscout (Warner, FSK 16)

Der Bruce Willis-Streifen "Last Boyscout" war schon immer einer meiner Lieblings-Actionfilme. Leider ist die DVD nur in der gekürzten Fassung erhältlich. Komplette Sequenzen sind rausgeschnitten, wie z.B. die Machst-du-das-nochmal-dann-töte-ich-dich-Szene! Erschwerend kommt noch hinzu, dass die DVD bildmäßig ziemlich schlecht ist - eigentlich ungewöhnlich für Warner.

 

 

 


True Romance (VMP, FSK 16)

Tony Scotts Werk gehört auch zu meinen Lieblingsstreifen. Jetzt habe ich ihn mir als DVD zugelegt, obwohl ich nur schlechtes über den Streifen gehört hatte. Warum ich sie gekauft habe? Was macht man nicht alles, wenn der Preis stimmt.  Und siehe da: Ich bin erstaunt, wie gut die angeblich schlechte Bildqualität ist! Also wenn noch die englische Originalsprache mit auf der DVD wäre, hätte ich gar nichts auszusetzen. Die 18er Version kann man sich zulegen...von der geschnittenen 16er würde ich natürlich die Finger lassen.

 

 


F/X - Tödliche Tricks (MGM, FSK 16)

Seit September 2000 ist F/X auf DVD zu haben. Im Gegensatz zu vielen erfreulichen DVDs der letzten Zeit ist diese leider nicht gerade berauschend. Der Film ist vom Bild her noch gerade okay (aufgeblasene 4:3 Version), der Ton ist mager: Deutsch und englisch in Stereo, Französisch in Mono. Als Bonus gibt´s nur den original Kino-Trailer. Durch die Bond Edition ist man von MGM besseres gewohnt. Der Film ist meiner Ansicht nach lohnenswert, aber ob man sich den auch kaufen soll...