5 Sterne

Ich habe mal alle Filme, die ich mit (5 Sterne) bewertet habe, hier aufgelistet. Die 5 Sterne beziehen sich auf den Film selber, nicht auf die DVD-Qualität. Also kann man sich hier meine Lieblingsfilme anschauen. Allerdings ist die Liste nicht komplett, denn es gibt noch einige Streifen, die mir sehr gut gefallen haben, die aber noch in der Warteschleife sind. Die Filme habe ich mal etwas "anders" geordnet.

Nebenbei: Ich erwarte nicht, dass ihr meine Meinung teilt. Ihr wisst ja: Geschmack macht einsam... ;-)

Yippee-ki-yay, Schweinebacke
       

     

Hier steht Action im Vordergrund. Die Mutter aller Action-Blockbuster ist "Stirb langsam". 1988 hat Bruce Willis alias John McClane den Nagatomi-Tower in "Stirb langsam" gestürmt, dieser Megaerfolg hat das Action-Genre revolutioniert. Es folgten immer schnellere, härtere und bombastischere Filme - aber kaum einer kommt an das Original ran. Umso erstaunlicher für mich, dass mir der 4.Teil des "Stirb langsam"-Franchise so gut gefallen hat. Klassiker des Genres sind natürlich auch "The Rock" (mit dem Duo Connery / Cage) und "Con Air", in dem es wiederum Nicholas Cage krachen lässt. Der finnische Regisseur Renny Harlin hat in "The Long Kiss Goodnight" seine damalige Frau Geena Davis als Actionheldin losgelassen. "True Lies" von James Cameron lässt Arnold Schwarzenegger als besten Nicht-Bond gut aussehen. Tom Cruise hat 3 "Mission Impossible"-Filme gemacht, und ausgerechnet im dritten Teil zündet er ein wahres Action-Feuerwerk ab. "Die Wildgänse kommen" von 1978 ist ein Klassiker und der beste Söldner-Film ever. Was Richard Burton, Richard Harris, Roger Moore und Hardy Krüger im afrikanischen Dschungel anrichten, dass ist schon aller Ehren wert. Mel Gibson und Danny Glover sind die Hauptdarsteller in "Lethal Weapon" (1987). 3 weitere Teile folgten, alle sind Perlen des Action-Genres, aber Teil 1 ist der härteste.

Science-Fiction und Zeug
         

       

Von Außerirdischen über verrückte Wissenschafter, von Riesen-Spinnen bis zum Tag des jüngsten Gerichts - das Sci-Fi-Genre ist vielschichtig, und muss nicht zwangsläufig was mit Weltraum zu tun haben. Dreimal ist hier Arnold Schwarzenegger vertreten. Diese Filme sind knallharte Action-Filme, aber eben nicht von dieser Welt. In "Predator" (1987) kämpft Arnie als Dutch Schaefer gegen einen außerirdischen Krieger im südamerikanischen Dschungel. Einige Sequels folgten, aber der erste Predator ist halt der beste. In "Total Recall" schickt Regisseur Paul Verhoeven Arnold (als Douglas Quaid) auf den Mars. Und in "Terminator 2" spielt Arnie seine bekannteste Rolle, natürlich die des Terminators: Und er kam auch wieder...

Ganz anders sieht es bei "Uhrwerk Orange" und "Soylent Green" aus. Beide Filme beschreiben eine negative Utopie, mal als Einzelfall des Droogs Alex, mal als Gesellschaftskritik der Massenbevölkerung und der daraus resultierenden Essensknappheit. Auch in "Minority Report" (2001) sieht die Zukunft im Jahr 2054 nicht gerade rosig aus, ebenso wie in Ridley Scotts Meisterwerk "Blade Runner" aus dem Jahr 1982. Harrison Ford jagt als desillusionierter Ex-Cop synthetische Menschen, genannt Replikanten. 1981 macht Kult-Regisseur John Carpenter einen Film, der 1997 spielt: "Die Klapperschlange". Ganz Manhattan ist ein Gefängnis, nur Snake Plissken (Kurt Russell) kann den Präsidenten aus der Hölle befreien.

Stanley Kubrick hat 1968 einen Meilenstein des Genres geschaffen: "2001: Odyssee im Weltraum". Auch wenn ich den Film nicht verstehe, es ist ein visuelles Fest mit den legendären Raumschiff-Szenen zur Musik von der schönen, blauen Donau. Christopher Nolan hat als Batman-Regisseur die Kassen klingeln lassen, also durfte er bei Warner "Inception" machen. Die hatten sich von dem komplizierten Sci-Fi-Streifen nicht viel versprochen, aber der Film hat richtig Kasse gemacht - die Fans danken es ihm.

       

Außerirdische sind ein Thema bei "Aliens", "Independence Day" und "Das fünfte Element" - in ganz unterschiedlicher Form. "Aliens" ist die Fortsetzung von Ridley Scott "Alien". War "Alien" noch ein großartiger Horror-Film, so ist James Camerons Fortsetzung ein adrenalingetränkter Action-Militär-Streifen, der von vorne bis hinten Spannung pur bietet. In Roland Emmerichs "Independence Day" hätten Außerirdische fast die Erde eingenommen, doch Will Smith und Jeff Goldblum hatten was dagegen. ID4 ist bestimmt kein anspruchsvoller Film und einige Szenen sind stark überzogen, doch ich zähle ihn zu meinen Lieblingsstreifen. Genau so wie Luc Bessons "Das fünfte Element". Es muss nicht immer Hollywood sein, obwohl Bruce Willis in dem Film die Hauptrolle spielt. Die Mischung aus Sci-Fi, Action und Comedy ist kaum zu toppen. "Starship Troopers" (1997) von Paul Verhoeven ist recht umstritten, aber für mich ist die Sache klar: Die Troopers sind ein Highlight des Sci-Fi-Genres. Der Film strotzt nur von legendären Zitaten, die Trickeffekte sind super und die Einspielungen a la "7.Sinn" runden das Gesamtbild ab.

Und zum guten Schluss: Der beste Film von allen in dieser Kategorie ist "Matrix". Die Wachoski-Brüder haben mit der Matrix einen Film geschaffen, der seit 1999 alles in den Schatten stellt. Die Optik, die Effekte, die Schauspieler, die Story - alles ist erste Sahne. Wobei: Sind wir vielleicht alle in der Matrix? Sheldon Cooper (aus "Big Bang Theory") hat die Antwort: "Nein, sind wir nicht, denn dann wäre das Essen besser!"


Schwarz / Weiss
     
Das witzige an schwarz-weiß Filmen ist, dass das DVD-Cover meistens in Farbe ist. Na ja, kann man wohl besser verkaufen, schätze ich. Alle genannten Filme sind zwar in s/w, aber sie sind sehr unterschiedlich. "Die Spur des Falken" ist ein Film noir von 1941 mit Humphrey Bogart in der Rolle des Sam Spade. Es ist Bogarts Durchbruch und eine seiner besten Rollen. "Wege zum Ruhm" (1957) ist einer der besten Anti-Kriegsfilme aller Zeiten, ein Frühwerk von Stanley Kubrick mit Kirk Douglas in der Hauptrolle. Ein kleiner Raum ist vollgepackt mit 12 verschiedenen Leuten, der Film spielt nur in diesem Zimmer, aber er fasziniert den Zuschauer: "Die 12 Geschworenen" (ebenfalls 1957) von Sidney Lumet lebt von der Besetzung (allen voran Henry Fonda) und dem brillanten Drehbuch. Eine total überdrehte Komödie ist "Eins, zwei, drei" (1961) von Billy Wilder. James Cagney ist C.R.MacNamara, der Leiter der Coca-Cola-Filiale in Berlin. Was da in seinem Büro an normalen Wahnsinn abgeht, dass weiß nur er und seine Sekretärin, Fröhlein Ingeborg (Lilo Pulver). Und wenn dann noch Horst Buchholz als Jungkommunist Otto Piffl ins Spiel kommt, dann ist endgültig das Chaos perfekt.

   

Eine Komödie und eine Hommage an die schwarze Serie der 40er Jahre - all das vereint "Tote tragen keine Karos" mit Steve Martin aus dem Jahr 1982. Der Original-Ton ist hier Pflicht. Das Erstlingswerk von Kevin Smith heißt "Clerks": Für schlappe 27.000 Dollar hat Smith einen Klassiker des Indie-Kinos geschaffen. Tagsüber hat er noch in dem Laden gearbeitet, nachts darin seinen Film gedreht. Das ist der volle Einsatz in New Jersey 1994. Auch hier gilt: Der Original-Ton kommt besser! Gene Wilder schreibt das Drehbuch, Mel Brooks hilft ihm dabei und die beiden machen zusammen "Frankenstein Junior" (1974). Der Kultfilm lebt von der herrlichen Komik von Dr. Fronkensteen und seinem genialen Assistenten Igor, gespielt von Marty Feldman. "Sin City" gehört hier auch rein, aber ich habe ihn unter "Comic" eingeordnet. (s.u.)


Der Schrecken schleicht durch die Nacht
       
Horrorfilme gibt es wie Sand am Meer, aber in meine Liste haben es nur 4 Stück geschafft. Diese sind dann auch eher dem klassischen Horror zuzuordnen. "Der weisse Hai" war Steven Spielbergs Durchbruch als Blockbuster-Regisseur. Der Film hat 1975 ganze Generationen geschockt, heute wird der wohl eher als harmlos eingestuft. Das ist kein Wunder, wenn man Filme wie "Saw" oder "Hostel" kennt. Doch die Mutter alles Hai-Filme punktet auf der ganzen Linie: Top Besetzung, Top Spannung, Top Unterhaltung - was will man mehr. 1986 hat David Cronenberg ein Remake von "Die Fliege" ins Kino gebracht. Seine neue Fliege - der Alptraum einer neuen Generation - hat damals richtig geschockt, und auch heute noch ist der Streifen nichts für schwache Gemüter. Ohne CGI-Effekte hat Chris Walas ein Fliegen-Monster erschaffen, das sich sehen lassen kann. Jeff Goldblum wird von Brundle zu Brundle-Fliege, und die Transformationssequenzen waren damals das beste, was machbar war.

Stanley Kubrick ist einer der besten Regisseure aller Zeiten, viele seiner Filme sind legendär. So auch der 1980 entstandene Horrorfilm "Shining" nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King. Jack Nicholson spielt Jack Torrance, der im verschneiten Overlook-Hotel dem Wahnsinn verfällt. Die Blicke und Gesten, die er da abliefert, sind seitdem sein Markenzeichen geworden. "The Frighteners" ist zwar Horror, aber eigentlich mehr Komödie. Peter Jackson hat 1996 schon angedeutet, was tricktechnisch machbar ist und hat das schließlich bei der "Herr der Ringe-Trilogie" perfektioniert. Schade, dass Hauptdarsteller Michael J.Fox durch seine Parkinson-Krankheit (an der er seit 1991 leidet) seine Schauspiel-Karriere beenden musste. Ich hab ihn immer sehr gerne gesehen. John Carpenter drehte 1978 für kleines Geld einen Horrorfilm, der das komplette Genre veränderte: "Halloween". Minimalistisch, ohne Blut und mit nervenaufreibenden Soundtrack mauserte sich der Low-Budget-Streifen zu einem Blockbuster, der vor allem Jamie Lee Curtis bekannt machte. Es gab einen ganzen Sack  Fortsetzungen und Neuverfilmungen, aber keiner kann dem Carpenter-Original das Wasser reichen. Leider gibt es von dem Film keine würdige DVD, die meisten Umsetzungen sind schlichtweg Schrott.


Comic
       
Von den "X-Men"-Filmen habe ich nur 2 auf DVD bewertet: Teil 1 bekam 4 Sterne, Teil 2 sogar 5. Ich weiß noch, dass mir der erste Teil der X-Men im Kino gar nicht toll gefallen hat, erst später habe ich die Filme dann gewürdigt. Heute ist "X-Men 2" (2002) eine astreine Comic-Verfilmung für mich. Auch von Spider-Man sind mehrere Teile gedreht worden, die ersten beiden fand ich toll, der erste Teil ist für mich der beste von allen. Die Entwicklung des Peter Parker (Tobey Maguire) vom normalen Schüler zum Superhelden ist eine Offenbarung. "Spider-Man" (2001) ist eine der besten Comic-Verfilmungen ever.

"Sin City" (2005) ist da ein ganz anderes Kaliber. Den düsteren Comic-Stil von Frank Miller hat Regisseur Robert Rodriguez in einem schwarz-weiß-Film gewürdigt, der es in sich hat. Mit Stars gespickt erzählt der Episodenfilm die knallharten Geschichten von Bullen, Gangstern und Freaks. Der Streifen ist heute schon ein Meilenstein des Genres. Der beste Film im Jahr 2010 war für mich "Kick-Ass". Der Film von Regisseur Matthew Vaughn ("Layer Cake") ist leider unter Wert im Kino gelaufen, doch der wahre Comic-Fan weiß den Film zu würdigen. Es ist die geniale Mischung aus harter Action, grotesken Gewaltszenen und trockenem Humor der den Film so einzigartig macht. Da muss schon ein Engländer ran um so einen Film zu machen. Ein Comic, das ich vorher nicht kannte, war "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" (2010). Im Kino ist der Film untergegangen, was ich persönlich schade finde, denn er hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Egal, mir hat es gefallen, wie Scott (Michael Cera) gegen die Ex-Liebhaber von Ramona (Mary Elizabeth Winstead) kämpft.


Lachen bis der Arzt kommt
       
Natürlich ist "The Big Lebowski" die beste Komödie, was sage ich denn, der beste Film aller Zeiten. Wer meine Seite kennt, der weiß, warum. "Die Ritter der Kokosnuss" ist neben "Das Leben des Brian" (noch nicht bewertet) der beste Film der britischen Komiker-Truppe Monty Python. Die Kernszene ist zweifellos das Duell zwischen König Arthus und dem Schwarzen Ritter. Wer die Szene kennt, der erinnert sich gerne an Sprüche wie "Ist doch nur eine Fleischwunde" oder "Einigen wir uns auf Unentschieden". Zwei Ableger von den Pythons, John Cleese und Michael Palin, haben 1988 ein weiteres Highlight zustande gebracht: "Ein Fisch namens Wanda". Die Komödie ist von der ersten bis zur letzten Minute super, und man kann verstehen, warum Kevin Kline als Otto den Oscar als bester Nebendarsteller bekommen hat. Otto ist übrigens italienisch für acht. Ein ganz anderes Kaliber ist "Verrückt nach Mary" von den Farrelly Brüdern, der auf DVD auch als Special Edition incl. einer Langversion erschienen ist. Einige Gags sind hart an der Kotzgrenze, doch die guten Darsteller (Ben Stiller und Cameron Diaz) tragen die völlig absurde Liebesgeschichte bis zum Happy-End. Das einzig schlechte am nächsten Film ist der deutsche Verleihtitel: "Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone" (1986). Der doofe Titel soll erinnern, dass die Macher (Jim Abrahams, David & Jerry Zucker) schon für "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" verantwortlich waren. Im Original heißt "Mrs. Stone" nur "Ruthless People", was den Film schon sehr gut beschreibt. Die Entführung von Mrs. Stone (Bette Midler) ist der Auslöser für einige absurde Handlungen, die sich schließlich am Ende des Films auf irgendeine seltsame Weise aufklären. Allein Bill Pullman, der in einer Nebenrolle einen gewissen Earl spielt, ist sein Geld schon wert. Stichwort: Sein Passfoto.

     

In "Wayne's World" (1992) sind Wayne (Mike Myers) und Garth (Dana Carvey) die unumstrittenen Stars des Films. Allein schon die Fahrt im AMC Pacer zur Musik von Queen: Bohemian Rhapsody ist ein Highlight des Films. John Landis hat eine Menge gute Komödie abgeliefert, aber "Die Glücksritter" von 1983 ist sein bestes Werk. Die tolle Besetzung lässt kein Auge trocken: Dan Aykroyd (Elwood Blues) braucht man nicht vorzustellen, ebenso wenig wie Eddie Murphy, der hier in seinem zweiten Kinofilm auftritt. Jamie Lee Curtis kann auch lustig, wie auch die erfahrenen Altdarsteller Don Ameche und Ralph Bellamy (Randolf und Mortimer). Selten wurde die Welt der Warentermingeschäfte so lustig dargestellt wie hier. Und wenn ich daran denke, wie Aykroyd als betrunkener Weihnachtsmann den kompletten Lachs mitgehen lässt, dann habe ich keinen Appetit mehr. "Zurück in die Zunkuft" ist natürlich eine Komödie, aber es steckt noch viel mehr in dem Film: Science-Fiction, Action und jede Menge Anspielungen auf die Zukunft, die einfach genial sind ("Niemand auf der Welt hat 2 Fernseher"). Früher sind Zeitreisen immer sehr weit in die Zukunft oder Vergangenheit gesprungen, doch niemand hat die Zeit besucht, in der sein Vater mal Teenager war. Das sind zufällig die 50er Jahre, und das ist Potential für jede Menge Gags. Legendär ist natürlich die Zeitmaschine selber, denn Doc Brown hat sich gedacht "Wenn ich schon eine Zeitmaschine, dann auch mit Stil" und baute sie in einen DeLorean (incl. Flux-Kompensator).


Zieh, Fremder!
   
Nur 3 Western habe ich die Höchstwertung gegeben, es gibt aber noch weitere, die ich noch nicht bewertet habe - ich sage nur "Der schwarze Falke" mit John Wayne oder "Butch Cassidy & The Sundance Kid" mit Newman / Redford. "Erbarmungslos" ist ein Spätwestern von und mit Clint Eastwood. 4 Oscars bekam der Film verliehen, er war der beste Film des Jahres 1992, Eastwood wurde als bester Regisseur ausgezeichnet. Der Spaghetti-Western überhaupt ist "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968). Sergio Leone schuf ein zeitloses Meisterwerk mit Henry Fonda, Claudia Cardinale und Charles Bronson. Das musikalische Thema von Ennio Morricone kennt jeder, vor allem die Mundharmonika-Sequenz. "Die glorreichen Sieben" ist ein klassischer Hollywood-Western der 60er, so hat man sich die Cowboys und Revolverhelden vorgestellt, so hat Hollywood seine Stars erschaffen. Yul Brunner, Steve McQueen, Horst Buchholz, Charles Bronson, Robert Vaughn, Brad Dexter und James Coburn - das sind die 7 Darsteller. Kurios: Ausgerechnet der Deutsche Horst Buchholz spielt den Mexikaner (!) Chico.

Spocht
   
Sport ist bekanntlich Mord, aber Sportfilme haben bei mir einen recht hohen Stellenwert. Vor allem die Amis kommen immer wieder mit Base-, Basket- oder Football-Filmen daher, die in Deutschland meistens schlecht laufen, doch für mich sind die immer sehenswert. So ist auch "Schlappschuss" (1977) der beste Eishockey-Film ever. Wer den Film gesehen hat, der kennt auch die Hanson Brüder oder Ogy Ogilthorpe. Leider ist die deutsche DVD neu synchronisiert worden, doch der Film ist darüber erhaben. "Feld der Träume" (1988) ist ein ganz anderes Kaliber. Kevin Costners Drama ist ein wunderschöner Film, in dem Baseball eine entscheidende Rolle spielt. Sonst würde er auch nicht sein Feld unterpflügen und ein Baseball-Feld bauen, denn "wenn du es baust, werden sie kommen." Deutsche Filme haben es bei mir nicht leicht, doch bei "Das Wunder von Bern" (2003) mache ich gerne mal eine Ausnahme. Sönke Wortmann erzählt die ergreifende Geschichte von Matthias, dessen Vater aus der Kriegsgefangenschaft kommt. Matthias ist ein Fan von Helmut Rahn und wir werden Zeuge davon, wie die Deutsche Nationalmannschaft Weltmeister wird. Da bleibt kein Auge trocken.

Hochspannung garantiert
     
Ein Klassiker unter den Suspense-Filmen von Meister Alfred Hitchcock ist "Der unsichtbare Dritte" von 1959. Cary Grant spielt den Werbefachmann Roger Thornhill, der irrtümlich für einen Spion gehalten wird und so in jede Menge gefährliche Situationen kommt. Die Top-Szene des Films: Cary Grant wird von einem Flugzeug auf einem Kornfeld angegriffen. Nochmal Alfred Hitchcock: Einer seiner besten Filme ist "Das Fenster zum Hof" (1954) mit James Stewart und Grace Kelly. Jahrzehntelang war dieser Thriller nicht zu sehen, erst in den 80ern nach Hitchcocks Tod kam der Film wieder ins Kino. Für mich war es damals ein Highlight, dieses Meisterwerk auf der großen Leinwand zu sehen. Michael Mann hat einige Top-Filme gemacht (siehe auch "Heat" unter Gangster), aber "Collateral" (2004) sticht daraus noch hervor. Jamie Foxx als Taxifahrer fährt Tom Cruise, der endlich mal den Bösen spielen darf, durchs nächtliche Los Angeles. Mit hochauflösenden Kameras gedreht vermittelt der Film einen atemberaubenden Eindruck der Metropole. "Blue Velvet", das Meisterwerk von David Lynch, beeindruckt ebenso durch seine Visualität. Sein Kinohit von 1986 wirf zwar einige Fragen auf, ist aber nicht so kompliziert wie spätere Filme des Regisseurs. Auf jeden Fall hat er die Kleinstadt-Atmosphäre auf den Punkt getroffen und auch das Abdriften in die Welt des Bösen.

   

Auch "Memento" (2000) ist ein hartes Brett. Der spätere Dark-Knight-Regisseur Christopher Nolan erzählt seine Geschichte in umgekehrter Reihenfolge, und da muss man schon schauen, dass man storymäßig am Ball bleibt. Die DVD bietet übrigens ein Feature, mit dem man den Film chronologisch schauen kann. David Fincher gehört mittlerweile zu Hollywoods Top-Regisseuren. Mit "Zodiac" (2006) erzählt er die Geschichte um den Serienmörder Zodiac akribisch genau und hält sich dabei vorwiegend an Tatsachen. Die gute Besetzung mit Jake Gyllenhaal, Robert Downey Jr. und Mark Ruffalo machen den packenden Thriller zu einem Highlight. Kathryn Bigelow, die 2010 als erste Frau den Regie-Oscar gewinnt, legte mit "Strange Days" 1995 einen Film ab, der sich gewaschen hat. Die Silvesterfeier zum Millennium wird für Lenny Nero (Ralph Fiennes) eine gefährliche Angelegenheit, denn er sucht verzweifelt einen Mörder, der es auf seine Ex-Freundin (wunderbar schlampig Juliette Lewis) abgesehen hat. Im Kino wirkte der Streifen dank der unglaublichen Bilder-Wucht fast magisch.


Sprichst du mit mir?
           
Hier kommt alles rein, was zum Oberbegriff 'Gangsterfilm' gehört. Mafiosi stehen gerne im Mittelpunkt von Regisseur Martin Scorsese. "Good Fellas" (1990) gehört zu seinen besten Filmen, natürlich wieder mit Robert DeNiro in der Hauptrolle. Den Oscar als bester Nebendarsteller bekam aber Joe Pesci für die Darstellung des cholerischen Tommy. DeNiro ist auch im nächsten Film mit dabei, denn in "Heat" (1995) von Michael Mann spielt er den Gangster McCauley, der im Großraum L.A. spektakulären Raubzüge durchführt. Sein Gegner ist auch ein Hollywood-Schwergewicht: Al Pacino ist Lt. Hanna, und er bringt ihn schließlich zur Strecke. Kurios: Die beiden haben nur eine gemeinsame Szene in einem Restaurant, aber man sieht sie nie zusammen im Bild, die Kamera zeigt immer nur eine Person.

Ein knallharter Gangster-Thriller ist David Cronenbergs "A History Of Violence" (2005). Viggo Mortensen holt seine Vergangenheit ein, als Ex-Verbrecher hat er sich anonym zur Ruhe gesetzt, doch durch die Medien wird das Syndikat wieder auf ihn aufmerksam. Toll ist die Anfangssequenz der Killer, die aus einem Motel auschecken. Mel Gibson hat in "Payback" (1998) ebenfalls Probleme mit dem Syndikat: Porter verlangt seinen Anteil, nachdem ihn sein bester Freund verraten und fast getötet hat. Der Film ist auf DVD auch als Special Edition erschienen, und diese Version hat einen komplett anderen Schnitt und ist so wesentlich härter als die Kinoversion. Das Ende ist auch neu. "Brother" ist ein knallharter japanischer Yakuza-Film von Multitalent Takeshi Kitano. Diesmal spielt sein Film nicht ausschließlich in Japan, Hauptdarsteller Yamamoto (Beat Takeshi himself) verschlägt es nach Los Angeles, wo er mit der heimischen Mafia diverse Probleme ausdiskutieren muss. "Reservoir Dogs" (1992) ist Tarantinos Erstlingswerk. Viel brauche ich dazu nicht zu sagen, die Fans kennen Mr. Pink und das Gespräch über Madonnas 'Like a Virgin'.

     

Kommen wir nun zu zwei Gangster-Filmen, die eher durch schwarzen Humor auftrumpfen. Mein Lieblingsfilm aus Dänemark ist "In China essen sie Hunde" (1999). Regisseur Lasse Spang Olsen hat einen extrem trockenen Film geschaffen, der genau auf meiner Wellenlänge liegt. Kim Bodnia ist Der Harald, und was Der Harald im Film von sich gibt, das ist einfach nur super. Als Der Harald hört, dass sein Vater vor 9 Jahren gestorben ist, stellt er fest: "Dann hat der ja gar nicht mitgekriegt, das wir Fußball-Europameister geworden sind." Quentin Tarantino ist ein erhabener Regisseur, doch sein Werk "Jackie Brown" wird meiner Meinung nach gerne unterschätzt. Dabei ist der Film ein absolutes Meisterwerk, in dem (mal wieder) Robert DeNiro mitspielt. Doch DeNiro hat nicht die beste Rolle, vielmehr ist "Jackie Brown" ein Vehikel für Samuel L. Jackson, der als Ordelle die Fäden in der Hand hält. Für "Departed - Unter Feinden" (2006) hat Regisseur Martin Scorsese endlich seinen Oscar gewonnen, und das zu recht. Mit gewohnt hervorragender Besetzung (Nicholson, DiCaprio, Damon, Wahlberg) erzählt der Altmeister eine Gangster-Cop-Story vom Feinsten.


Drama und mehr
       
Der exzentrische Regisseur Michel Gondry hat 2004 eine Liebesgeschichte / Tragikomödie gedreht, die es in sich hat: "Vergiss mein nicht!" oder im Original "Eternal Sunshine of the Spotless Mind". Joel (Jim Carrey in einer seiner besten Rollen) erfährt, dass seine Freundin Clementine (Kate Winslet) die Erinnerungen an ihre turbulente Beziehung hat löschen lassen. Er macht es ihr nach, aber die Sache klappt nicht. Ein ganz anderes Kaliber ist "Boogie Nights" (1997) von Paul Thomas Anderson. Es ist Burt Reynolds Comeback als Schauspieler, denn in der Rolle des Porno-Produzenten Jack Horner geht der ehemalige Actionheld vollkommen auf. Mark Wahlberg als Dirk Diggler steuert den Rest dazu. Dramatisches spielt sich auch in New York City ab: In "Wall Street" (1987) zeichnet Oliver Stone das Bild einer Gesellschaft, in der Macht und Geld die neuen Götter sind. Gordon Gecko (brillant und Oscar-prämiert: Michael Douglas) ist ein skrupelloser Geschäftshai, der über Leichen geht und keine Gnade kennt. Charlie Sheen betet ihn an, doch er kriegt noch rechtzeitig die Kurve. Marc Foster hat 2006 einen Film gedreht, den man auch Michel Gondry hätte zuschreiben können: "Schräger als Fiktion". In seiner stärksten Rolle muss Will Farrell als Steuerbeamter Harold Crick feststellen, dass er sein Leben nicht selbst bestimmt, sondern eine Romanautorin in ihrem neusten Buch ihm alles vorgibt. Dumm ist nur, dass sie ihren Helden immer sterben läßt. "Die Farbe des Geldes" (1987) ist die Fortsetzung von "Haie der Großstadt" (1961). Aus dem jungen, ungestümen Eddie Felson (Paul Newman) ist ein reifer Geschäftsmann geworden. In Tom Cruise sieht er sich selber und das Potential, Viel Geld zu gewinnen. Legendär ist die Kameraführung (Billard-Shot) des Deutschen Michael Ballhaus.

     

Immer wieder tauchen Filme der Coen-Brüder bei meinen Lieblingsstreifen auf. Auch wenn "The Big Lebowski" mein Lieblingsfilm ist, "Fargo" kommt nur knapp dahinter. Die Story um Jerry Lundegaard (William H. Macy), der seine Frau entführen lässt, und schließlich von der Polizistin Marge Gunderson (Frances McDormand) überführt wird, ist schräg, humorvoll, dramatisch, brutal und schlichtweg genial. "Local Hero" hingegen ist einfach ein sehr schöner Film, der einem eindringlich klar macht, dass materieller Reichtum nicht wirklich wichtig sind. In diesem schottischen Dorf ist es egal, ob man zu Hause einen Porsche fährt, hier sind andere Dinge entscheidend. Burt Lancaster ist hier in einer seiner letzten Rollen zu sehen. "Mulholland Drive" ist dramatisch, aber auch mysteriös und schwer verständlich. Ich habe den Film nicht wirklich verstanden, bin aber davon fasziniert. David Lynch versteht es einfach, einen in seinen Bann zu ziehen.


Für Autofreaks
     
Autos spielen in vielen Filmen eine Rolle, ich erinner gerne an "Christine" oder Herbie aus "Ein toller Käfer". Bei mir haben Bandit (Burt Reynolds) und Sheriff Buford T.Justice (Jackie Gleason) die Nase ganz weit vorne. "Ein ausgekochtes Schlitzohr" (1977) zelebriert das Duell zwischen dem schwarzen TransAm von Bandit und dem Polizeiwagen vom Sheriff Justice. Auch in "Blues Brothers" (1980) spielt eine Bullenschaukel eine entscheidende Rolle, denn das ist neue Blues-Mobil. Elwood und Jake Blues (Aykroyd und Belushi) sind im Auftrag des Herren unterwegs. Die finale Autoschlacht in Chicago macht jeden Schrotthändler glücklich. Mein Lieblingsspruch (unter vielen): "Wir haben hier beides: Country und Western". George Lucas hat Jahre von "Star Wars" mit "American Graffiti" (1973) einen Film hingelegt, der die 50er Jahre in einer amerikanischen Kleinstadt glorifiziert. Da cruisen Millner, Steve oder Froschauge (bzw. Terry, der Tiger) durch die Stadt, essen was bei Mels Drive-In und versuchen Mädels aufzureißen. Vor allem die pissgelbe Karre von John Millner ist Falfa (Harrison Ford) ein Dorn im Auge, Curt schließt sich widerwillig den Pharaohs an und Terry kauft eine Flasche Old Harper. Okay, bei "Taxi Driver" steht sein Taxi nicht im Mittelpunkt, aber es ist ein Auto, also passt es schon. Robert DeNiro spielt Travis Bickle, ein Vietnamveteran, ein Außenseiter, der sich als Taxifahrer der Nachtschicht mit allerlei kaputten Typen rumschlagen muss. Schließlich kümmert er sich um die junge Prostituierte Iris (Jodie Foster), aber es endet nicht gut für ihn. Martin Scorsese hat mit "Taxi Driver" 1976 ein Meisterwerk geschaffen.

Abenteuer jedweder Art
   
Abenteuer ist immer so eine Sache. Meist spielen Abenteuer-Filme an exotischen Orten in vergangenen Zeiten. Peter Jackson hat 2005 "King Kong" gedreht. Das Original von 1933 ist ein Klassiker, Peter Jackson hat ein würdiges Remake hingelegt. Die neue Tricktechnik hat es ermöglicht, solche herausragenden Sequenzen wie den Kampf King Kongs gegen die Tyranno-Saurier zu machen. Auch die letzten Sequenzen in New York sehen traumhaft schön aus. Er ist der bekannteste Professor der Welt: Indiana Jones hat bislang vier Filme ins Kino gebracht, sein Erstling "Jäger des verlorenen Schatzes" (1981) ist mein Lieblingsfilm. Hier stimmt einfach alles: Action, Humor, Drama, Nazi-Chergen und die Bundeslade - alles zusammen in einem Film, was will man mehr. Und Harrison Ford ist zwar Han Solo, aber als Indiana Jones ist er noch besser. "Troja" (2004) ist Wolfgang Petersons CGI-Spektakel über den Trojanische Krieg, den man nicht zu wörtlich nehmen sollte. Vielmehr steht das Duell der Hauptdarsteller Brad Pitt (Archilles) und Eric Bana (Hector) im Vordergrund. Es gibt auch viele negative Kritiken über "Troja", aber für mich ist das ein Top-Sandalen-Film. Es gibt einige gute Seefahrer-Filme, vorwiegend mit Piraten, aber "Des Königs Admiral" (1951) von Raoul Walsh mit Gregory Peck als Captain Horatio Hornblower ist eine Macht. So einen Kapitän wünscht man sich, wenn man als Matrose anheuert.

Musik
   
In diesen Filmen spielt die Musik die erste Geige. "Walk The Line" (2005) erzählt die frühen Jahren von Country-Legende Johnny Cash, dem Man in Black. Joaquin Phoenix hätte für seine Darstellung des Johnny Cash einen Oscar verdient, gewonnen hat aber Reese Witherspoon als June Carter. Auch wenn einige schmutzige Sachen nicht erwähnt wurden, so ist der Streifen ein absoluter Top-Film. Alan Parker hat 1991 mit vielen Laiendarstellern einen Musikfilm gemacht, der authentischer nicht hätte sein können: "The Commitments". Der junge Jimmy Rabbitte bastelt sich als Manager eine irische Soul-Band zusammen, die es in sich hat. Leider ist der Erfolg nur kurz, aber dafür heftig. Jeder sollte sich mal Dublin-Soul geben. Unter 'Auto' habe ich bereits die "Blues Brothers" gewürdigt, man sollte sie aber trotzdem hier noch mal erwähnen. Der Film ist gespickt mit Soul- und Blues-Größen, u.a. James Brown, Aretha Franklin, Ray Charles oder John Lee Hooker. Allein die Musikstücke sind legendär, aber gegen Comedy, Autoverfolgungsjagden und überzogene Action ist auch nichts zu sagen.

Gezeichnet oder animiert
   
"Der König der Löwen". Hakuna matata - das ist die Kernaussage von Disneys 32. abendfüllenden Spielfilm. 2003 erschien eine Doppel-DVD, die kein Auge trocken ließ. 2011 wurde dann der König auf Blu-ray (und 3D) nachgelegt. Mir reicht die platte Version, denn schon damals sah der Film verdammt gut aus. Seit meiner Kindheit kenne ich die "Aristocats". Das ist mein Disney-Lieblingsfilm von den gezeichneten Werken, der mir noch besser gefallen hat als "Dschungelbuch". Abraham de Lacey Giuseppe Casey Thomas O'Malley trifft auf die reiche Rassekatze Duchesse und ihre Kinder - das ist einfach herrlich. "Kung Fu Panda" ist einer der Animationsfilme, der nicht nur durch hervorragendes Bild besticht, er bietet auch eine Vielzahl von Gags, natürlich auch wegen Hape Kerkelings Synchronisation. Es gibt viele gute Animationsfilme, aber der Panda ist mein Lieblingsfilm.

(Anti)krieg
     
Nur 3 Kriegs- bzw. Antikriegsfilme kann ich hier anbieten, doch so bald ich Zeit habe, kommt hier "Apocalypse Now" oder "Letters from Iwo Jima" rein. Stanley Kubrick hat im Grunde nur gute Filme gemacht, und so wundert es nicht, dass hier sein "Full Metal Jacket" (1987) mit 5 Sternen bewertet wurde. Private Paula wird in der Grundausbildung fertig gemacht, Private Joker schafft es nach Vietnam. Der Krieg ist unerbittlich, an einem Scharfschützen beißen sich die Marines die Zähne aus. "Wege zum Ruhm", ebenfalls von Stanley Kubrick, habe ich bereits unter 'Schwarz / Weiss' gewürdigt, er sollte aber hier noch einmal auftauchen. Oliver Stone hat mit "Platoon" Filmgeschichte geschrieben. Er verarbeitete seine persönlichen Vietnam-Erfahrungen und schaffte einen eindringlichen Film, der den Oscar als bester Film 1986 gewann. Stone selber bekam im gleichen Jahr den Regie-Oscar.

Action + lustig = gute Mischung
       

 

Viele Filme mischen unterschiedliche Genre, man muss sich dann entscheiden, wo man sie einordnen will. Hier sind die Filme, die zwar sehr actionreich sind, aber auch einen guten Schuß Humor bieten. So wie "Midnight Run - 5 Tage bis Mitternacht" von 1988. Regisseur Martin Brest lässt Robert DeNiro als Kopfgeldjäger los, um den flüchtigen Mafia-Buchhalter Jonathan Madukas (Charles Grodin) zu erwischen. Er hat ihn bald geschnappt, doch der Rückweg von NY nach LA wird sehr beschwerlich. Nick Nolte ist der harter Bulle Jack Cates, der in San Fransisco keinen Spaß versteht. Gut, dass ihm der Knacki Reggie Hammond (Eddie Murphys erste Filmrolle) zur Seite gestellt wird. Als Duo sind die beiden unschlagbar, Regisseur Walter Hill haut mit "Nur 48 Stunden" einen perfekten Buddy-Movie raus. Jeff Goldblum und Michelle Pfeiffer sind auch ein nettes Paar, in "Kopfüber in die Nacht" (1984) erlebt Buchhalter Ed Okin eine unvergessliche Nacht in LA mit der wunderbaren Frau Pfeiffer. Von Elvis-Imitatoren über Auftragskillern bis hin zum persischen Geheimdienst, Ed Okin wird diese Nacht nicht so schnell vergessen. Ein sehr souveräner Streifen ist "Ocean's Eleven" (2001) von Steven Soderbergh. Die Eleganz des Hauptdarsteller-Duos George Clooney und Brad Pitt trägt den Film über einen spektakulären Casino-Raubin Las Vegas von ganz alleine. Nie war 'Clair de Lune' schöner als vor dem Bellagio. "Desperado" (1995) von Robert Rodriguez ist schwer einzuornen: Auf der einen Seite gibt es furiose Actionsequenzen und blutige Ballerorgien, auf der anderen Seite coole Dialoge und eine ungewöhnliche Lovestory zwischen Banderas und Hayek. Die Collector's Edition bietet ein Double Feature mit "El Mariachi" - super Idee!

Meine Favoriten bei den James Bond Filmen: "Goldfinger" (1963) und "Der Spion, der mich liebte" (1977). "Goldfinger" ist Sean Connerys bester Bond, der erste mit seinem legendären Aston Martin DB5. "Der Spion, der mich liebte" ist Roger Moores Highlight, er fährt den wasserdichten Lotus Esprit. In beiden Filmen sind deutsche Mimen Bonds Gegenspieler: Gerd Fröbe und Curt Jürgens. Im Jahre 2000 wurde die TV-Serie "3 Engel für Charlie" fürs Kino verfilmt. Die neuen Engel Cameron Diaz, Lucy Liu und Drew Barrymore lassen es so richtig krachen. Der Film ist total überzogen und ein großes Musikvideo mit Actioneinlagen - ich liebe es! 1973 gewann "Der Clou" 7 Oscars - u.a. als Bester Film. Die Gangsterkomödie überzeugt mit drei hervorragenden Schauspielern: Paul Newman, Robert Redford und Robert Shaw. Der intelligent inszenierte Betrug ist perfekt in Szene gesetzt, die Ragtime Musik von Scott Joplin ist ein Klassiker.