Kino 2008

Hier werde ich alle Kinofilme aus 2008 vorstellen, die ich selber im Kino gesehen habe. Da ich relativ oft ins Kino gehe, werden hier am Ende des Jahres so ca. 70 Filme stehen. Neben den üblichen Daten wie Stab, Schauspieler und Film-Info schreibe ich kurz meine Meinung über den Streifen nieder. Unter DVD-Potential könnt ihr lesen, wie ich den Film als (kommende) DVD einstufe und ob ich mir den zulegen würde.

Hier geht's zum Kinojahr  2006 / 2007 / 2009 / 2010 / 2011 / 2012 / 2013 / 2014 / 2015 / 2016 / 2017

Der Tag, an dem die Erde stillstand

Der Tag, an dem die Erde stillstand   

Regie: Scott Derrickson. Darsteller: Keanu Reeves (Klaatu), Jennifer Connelly (Helen Benson), Kathy Bates (Regina Jackson), Jaden Smith (Jacob), John Cleese (Professor Barnhardt), Jon Hamm (Michael Granier)

Inhalt: Auf der ganzen Welt tauchen fremdartige Sphären auf, die global für Unruhen und Panik sorgen. Mit ihnen erscheint Klaatu, Repräsentant einer mächtigen Allianz von fremden Planeten, die die Erde und die Menschheit schon seit geraumer Zeit beobachten. Eilig stellt die US-Regierung ein Team von Wissenschaftlern zusammen, um das Rätsel der Erscheinungen aufklären und sich einer möglichen Bedrohung stellen zu können. Unter ihnen ist auch die Biologin Helen, die nach und nach das gesamte Ausmaß von Klaatus Auftrag als "Freund der Erde" begreift.

Mein Eindruck: Das lang erwartete Remake des gleichnamigen Films von 1951 kann mit dem Original nicht mithalten. Natürlich wurde die Handlung der Zeit angepasst, und auch die Zerstörung ist gewaltiger als früher, aber die Weltuntergangsstimmung kommt nicht richtig auf. Keanu Reeves spielt Klaatu ohne große Mimik, Jennifer Connelly überzeugt als Wissenschaftlerin und Mutter und Jaden Smith - Will Smiths Sohn - spielt einen richtigen Kotzbrocken. Alles ganz nett, aber - wie gesagt - ohne wirklich zu fesseln. Ich glaube, dass Sci-Fi-Fans auf ihre Kosten kommen, der Rest wohl eher nicht.

DVD-Potential: Wie ich mich kenne, werde ich mir die DVD doch zulegen.

Kinostart: 11.12.2008
Sci-Fi
103 Min.
FSK: 12
gc013
 
Mein Schatz, unsere Familie und ich

Mein Schatz, unsere Familie und ich   

Regie: Seth Gordon. Darsteller: Vince Vaughn (Brad), Reese Witherspoon (Kate), Robert Duvall (Howard), Sissy Spacek (Paula), Jon Voight (Creighton), Jon Favreau (Denver), Mary Steenburgen (Marilyn)

Inhalt: Alle Jahre wieder lassen sich Kate und Brad kreative Ausreden einfallen, um Weihnachten nicht bei ihren Familien verbringen zu müssen, sondern stattdessen einen ausgedehnten Urlaub irgendwo weit weg. Doch in diesem Jahr scheitert der Plan und sie haben keine andere Wahl. Also beginnt für sie der Marathon aus vier Familienfesten, da die Eltern jeweils geschieden sind. Eine Zeit der Peinlichkeiten, schlimmen Erinnerungen, aber auch Erleuchtungen über die eigene gemeinsame Zukunft beginnt.

Mein Eindruck: "Four Christmasses", so der viel passendere Originaltitel, ist eine Komödie mit Top-Besetzung. Neben den beiden Hauptdarstellern Vince Vaughn und Reese Witherspoon sieht man eine Menge von gestandenen Hollywood-Mimen, u.a. Robert Duvall, Jon Voight oder Sissy Spacek. Die sorgen auch dafür, dass diese lockere Komödie nicht zu seicht gerät und wenigstens etwas Tiefgang mitbringt. Doch so richtig kann der Streifen nicht überzeugen, zu wenig Gags zünden, die Lacher sind überschaubar. Immerhin verzichtet Regisseur Seth Gordon auf typische Weihnachts-Gefühlsduseleien, eben weil unser Hauptdarsteller-Pärchen das Fest der Liebe gar nicht feiern will, und schon gar nicht mit der Familie. Von da her kann man sich den Film ruhig mal im Kino geben, aber man sollte nicht allzu viel erwarten.

DVD-Potential: Ist zwar ganz nett, aber die DVD ist nicht zwingend notwendig.

Kinostart: 4.12.2008
Komödie
88 Min.
FSK: 6
gc012
 
Vicki Cristina Barcelona

Vicki Cristina Barcelona   

Regie: Woody Allen. Darsteller: Scarlett Johansson (Cristina), Rebecca Hall (Vicky), Javier Bardem (Juan Antonio), Penélope Cruz (Maria Elena), Patricia Clarkson (Judy Nash), Kevin Dunn (Mark Nash), Chris Messina (Doug)

Inhalt: Die beiden Amerikanerinnen Vicky und Cristina verbringen die Sommerzeit gemeinsam in Barcelona. Vicky ist verlobt, Cristina ungebunden und auf der Suche nach Abenteuer. Schon nach kurzer Zeit lernen sie den charismatischen Maler Juan Antonio kennen, der sich kürzlich von seiner psychotischen Frau Maria getrennt hat. Er zeigt Interesse sowohl an Vicky als auch Cristina, doch nur letztere lässt sich voll darauf ein. Sie genießt die Leidenschaft, bis Maria wieder auf der Bildfläche erscheint und sich eine gefährliche Dreiecksbeziehung entwickelt.

Mein Eindruck: Woody Allen hat eine neue Lieblings-Stadt: Barcelona. Die Hauptstadt von Katalonien ist natürlich der Star seines neuen Films. Sein "Vicky Cristina Barcelona" ist eine leichte Komödie mit dramatischen Einflüssen, denn die Irrungen und Wirrungen der Liebe bringen nicht allen das Glück. Scarlett Johansson ist nach "Match Point" und "Scoop" schon zum dritten Mal bei einem Woody Allen Film dabei, richtig gut ist aber die Newcomerin Rebecca Hall als Vicky. In ihrer Rolle ist sie hin und hergerissen von den Gefühlen zu dem Maler Juan Antonio. Dieser wird übrigens von Javier Bardem, dem Serienkiller mit der komischen Frisur aus "No Country For Old Men", hervorragend in Szene gesetzt. Besetzung stimmt, Drehbuch stimmt, aber seine beiden London-Filme haben mir persönlich besser gefallen. Trotzdem ist Barcelona einen Blick ins Kino wert.

DVD-Potential: Woody Allens Loblied auf Barcelona wird den Weg in meine Sammlung finden.

Kinostart: 4.12.2008
Komödie, Drama
96 Min.
FSK: 6


 

 
Death Race

Death Race   

Regie: Paul W.S. Anderson. Darsteller: Jason Statham (Jensen Ames), Joan Allen (Warden Hennessey), Ian McShane (Coach), Tyrese Gibson (Machine Gun Joe Mason), Natalie Martinez (Elizabeth Case), Max Ryan (Pachenko)

Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2012. Der ehemalige Rennfahrer Jensen Ames sitzt zu Unrecht im Gefängnis, weil er seine Frau ermordet haben soll. Als die letzte Hoffnung auf Freiheit zu verschwinden scheint, bekommt er von der äußerst brutalen Gefängnisleiterin ein Angebot: Er soll bei einem Rennen mitfahren, bei dem es nur eine Regel gibt: Es ist nichts verboten. Wer aus diesem Rennen als einziger Überlebender heraus geht, ist danach ein freier Mann.

Mein Eindruck: Ich bin angenehm überrascht! Eigentlich hatte ich von dem Remake von "Frankensteins Todesrennen" (im Original halt "Death Race") gar nichts erwartet, doch der Film war nicht übel. Natürlich ist die Handlung total platt, und das Drehbuch wird keinen Oscar gewinnen, ebenso wenig wie die Darsteller, aber der Film ist nie langweilig und sehr unterhaltsam. Man sollte allerdings auf Machosprüche und Gehabe stehen, die Logik ausschalten und einfach den Streifen genießen. Denn was Regisseur Paul W.S. Anderson ("Resident Evil") hier abliefert, ist Action und Adrenalin pur. Die 3 Rennen sind gut in Szene gesetzt, der Ton ist brachial und die Spannung wird hochgehalten. Jason Statham spielt seine gewohnte, schweigsame Rolle und an seiner Seite macht Newcomerin Natalie Martinez eine gute Figur - so oder so. Hinsetzen, alles hinnehmen, Film genießen - Adrenalinjunkies kommen so auf ihre Kosten.

DVD-Potential: Och, warum eigentlich nicht...

Kinostart: 27.11.2008
Action
105 Min.
FSK: 18
gc011
 
New York für Anfänger

New York für Anfänger   

Regie: Robert B. Weide. Darsteller: Simon Pegg (Sidney Young), Kirsten Dunst (Alison Olsen), Jeff Bridges (Clayton Harding), Megan Fox (Sophie Maes), Gillian Anderson (Eleanor Johnson), Danny Huston (Lawrence Maddox)

Inhalt: Als der Brite Sidney Young zum renommierten New Yorker Magazin SHARPS geholt wird, scheint sein Traum von Anerkennung und einem Leben in der High Society in Erfüllung zu gehen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass er sich dabei selbst im Weg steht. Er lässt kein Fettnäpfchen aus und schafft es zielsicher jedem auf die Nerven zu fallen. Seinem Boss, wie seiner Kollegin Alison Olsen. Dabei ist sie der einzige Rückhalt, den er in dieser fremden Welt hat.

Mein Eindruck: "How to Lose Friends & Alienate People" - das ist der Originaltitel, und der wäre viel passender - aber auch schwer auszusprechen. Der deutsche Titel "New York für Anfänger" ist zu harmlos, denn diese Komödie hätte einen bissigeren Titel verdient. Denn der Brite Simon Pegg ("Shaun of the Dead") mischt die Schicki-Micki-Szene in New York ganz schön auf - und es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen. Sehr schön ist auch die Rolle vom "Dude", Jeff Bridges: Als Chef des Sharps-Magazine - in Wirklichkeit ist "Vanity Fair" gemeint - macht er einen super Eindruck. Kirsten Dunst hingegen bleibt etwas blass. Auf jeden Fall hat Proll Sidney, der in jedes Fettnäpfchen tritt, die Lacher auf seiner Seite. So legt er Motörhead als romantische Musik auf, grölt volltrunken Enge-land auf einer Gartenparty oder tötet (aus Versehen) den Chihuahua eines kommenden Filmsternchens. Aber im Endeffekt ist er der einzig "normale" Mensch in einer Scheinwelt aus Glamour und Arschkriechern.

DVD-Potential: Kein Thema, die DVD wird gekauft.

Kinostart: 27.11.2008
Komödie
111 Min.
FSK: o.A.
gc010

 

 
The Strangers

The Strangers   

Regie: Bryan Bertino. Darsteller: Scott Speedman (James Hoyt), Liv Tyler (Kristen McKay), Glenn Howerton (Mike), Gemma Ward (Dollface), Laura Margolis (Pin-Up Girl), Kip Weeks (Maskenmann)

Inhalt: Nach einer Hochzeit übernachten Kirsten und James in einem entlegenen Sommerhaus. Dort werden sie nach kurzer Zeit von einem maskierten Trio heimgesucht, das sie nach allen Regeln der Kunst terrorisiert. Das Pärchen muss schließlich all seinen Überlebenswillen aufbringen, um die Nacht zu überleben.

Mein Eindruck: "The Strangers" ist ein ordentliches Kinodebüt von Regisseur Bryan Bertino. Der Streifen hat einige Stärken, aber leider auch einige Schwächen. Die FSK hat dem Film eine 18er-Wertung gegeben, blutige Szenen sind aber Mangelware. Dafür gibt es einige wohldosierte Schockmomente und gruselige Kameraeinstellungen, wie z.B. wenn Liv Tyler den Maskenmann im Hintergrund (siehe Poster) nicht sieht. Auch der Einsatz der Musik - und da meine ich die Schallplatten, die öfters abgespielt werden - ist sehr nervenaufreibend. Die beiden Hauptdarsteller sind gut, wobei Liv Tyler wirklich zu Höchstform aufläuft. Trotzdem kann der Streifen nicht komplett überzeugen, denn dafür lutscht sich der Terror so langsam aus. Die Spannung bricht zwischendurch ab und kann nicht über den kompletten Film aufrecht gehalten werden. Das Ende ist auch so eine Sache, aber ich will hier nicht zu viel verraten. Trotzdem: Anschauen kann man sich "The Strangers" allemal.

DVD-Potential: Mal sehen...ich weiß noch nicht so recht.

Kinostart: 21.11.2008
Thriller, Horror
85 Min.
FSK: 18
gc09

 

 
Max Payne

Max Payne   

Regie: John Moore. Darsteller: Mark Wahlberg (Max Payne), Mila Kunis (Mona Sax), Beau Bridges (BB Hensley), Chris 'Ludacris' Bridges (Jim Bravura), Donal Logue (Alex Balder), Chris O'Donnell (Jason Colvin), Olga Kurylenko (Natasha Sax)

Inhalt: In den dunkelsten und gefährlichsten Ecken New Yorks ist ein Außenseiter unterwegs, ein Cop des Drogendezernats auf der Suche nach den Mördern seiner Familie. Auf der Suche nach Rache wird Max Payne zum Hauptverdächtigen am Mord seines Partner und einer unschuldigen Frau. Um sich selbst zu entlasten, muss er nicht nur das Geheimnis hinter den brutalen Morden herausfinden, er muss sich auch Mächten zum Kampf stellen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen.

Mein Eindruck: "Max Payne" war die größte Enttäuschung in diesem Kinojahr! So hart muss ich es formulieren, denn was uns da Regisseur John Moore ("Das Omen", 2006) auftischt ist Langeweile pur. Dabei hatte ich mich auf die Verfilmung des gleichnamigen Videospiels schon gefreut, meine Erwartung war auch recht hoch. Doch schon von Beginn an kommt der Streifen nicht in Fahrt: Die Darsteller sind enttäuschend, die Handlung fade, es passt einfach nichts zusammen. Und wer Action sehen will, der muss ungefähr bis zur Hälfte des Films warten, dann geht es endlich mal ab - ich meine die Schießerei im Büro. Natürlich hab ich nichts gegen eine Charakterzeichnung, nur Rumgeballer bringt es auch nicht. Mark Wahlberg als Max Payne überzeugt mit seiner stoischen Art nicht, seine Trauer nervt im Laufe des Films immer mehr. Einen kleinen Pluspunkt muss ich allerdings erwähnen: Das verschneite, nächtliche New York macht keinen schlechten Eindruck - aber das allein reicht nicht.

DVD-Potential: Ne ne ne ne ne ne ne ne ne ne ne.

Kinostart: 21.11.2008
Action
99 Min.
FSK: 16
gc08

 

 
Der Mann, der niemals lebte

Der Mann, der niemals lebte   

Regie: Ridley Scott. Darsteller: Leonardo DiCaprio (Roger Ferris), Russell Crowe (Ed Hoffman), Mark Strong (Hani), Golshifteh Farahani (Aisha), Oscar Isaac (Bassam), Ali Suliman (Omar Sadiki), Alon Aboutboul (Al-Saleem)

Inhalt: Er ist der beste Mann des US-Geheimdienstes: Als erfahrener Agent bewährt er sich selbst in brenzligen Situationen, die keiner seiner Kollegen überlebt. Doch wenn Roger Ferris' Tarnung einmal auffliegt, ist er ein Mann ohne Identität - dann hängt sein Leben von jener unpersönlichen Stimme ab, mit der er über eine abhörsichere Telefonleitung Kontakt hält. Der mit allen Wassern gewaschene CIA-Mann Ed Hoffman führt Krieg - per Laptop im Wohnzimmer seines Einfamilienhauses: Er dirigiert jede von Ferris' Bewegungen selbst dann noch, wenn der beim Einsatz im Kugelhagel Deckung sucht.

Mein Eindruck: Ridley Scott ist eine Bank. Seit "Gladiator" (2000) ist er wieder dick im Geschäft und seine Filme haben eine Qualität, die seinesgleichen sucht. Ich erwähne hier nur "American Gangster" oder "Black Hawk Down". Jetzt hat er mit seinem Lieblingsdarsteller Russell Crowe einen Polit-Thriller gemacht, der in allen Belangen überzeugt. Crowe spielt den unspektakulären Ed Hoffman, einen Geheimdienst-Chef, der im Hintergrund die Fäden zieht. Sein bester Mann ist Roger Ferris, den Leonardo DiCaprio hervorragend spielt. Ferris ist der Mann vor Ort, der Agent, der die Drecksarbeit für seinen Chef erledigt. Ridley Scott bringt die Terror-Jagd im Nahen Osten  geballt herüber: Tolle Schauplätze, gute Action, spannende Intrigen - es fehlt an nichts. Die 128 Minuten sind nie langweilig und man kann nie voraussagen, was als nächstes passiert. Im Original heißt der Film übrigens "Body of lies" und der gefällt mir besser als der deutsche Verleihtitel. Aber mehr hab ich nicht zu meckern.

DVD-Potential: Kein Thema: Die DVD wird gekauft.

Kinostart: 21.10.2008
Polit-Thriller
128 Min.
FSK: 16
gc07

 

 
Krabat

Krabat   

Regie: Marco Kreuzpaintner. Darsteller: David Kross (Krabat), Daniel Brühl (Tonda), Christian Redl (Müllermeister), Robert Stadlober (Lyschko), Paula Kalenberg (Kantorka), Anna Thalbach (Worschula), Hanno Koffler (Juro), Charly Hübner (Michal)

Inhalt: Während des Dreißigjährigen Krieges: Der 14-jährige Waisenjunge Krabat beginnt eine Lehre in einer abgelegenen Mühle. Doch schon bald kommt Krabat hinter ein dunkles Geheimnis: Die Mühle ist ein Hort der unseligen Schwarzen Magie. Anfangs ist er fasziniert von dem geheimnisvollen und mächtigen Meister, der Gesellschaft der elf Müllersburschen und besonders von der Magie.

Mein Eindruck: Noch ein Nachzüglerfilm für mich: "Krabat" läuft schon seit 5 Wochen im Kino und ich war jetzt erst drin. Das hat damit zu tun, weil ich sehr skeptisch war, ob mir der Film überhaupt gefällt. Und nebenbei fand ich den Trailer auch nicht so prickelnd. Jetzt hat mich der Film eines besseren belehrt. Ich muss leider zugeben, dass mir der Streifen gut gefallen hat. Schöne düstere Atmosphäre, gute Darsteller, eine spannende Story - der Film bietet eigentlich alles. Das Buch von Otfried Preußler kenne ich nicht und deshalb nehme ich den Film so wie er ist. Natürlich wurde noch eine Prise Harry Potter zugegeben, aber das nehme ich in Kauf. By the way: Für Kinder kann ich den Film nicht empfehlen, denn der ist oftmals sehr düster.

DVD-Potential: Mal schauen. Bei Nice Price werde ich wohl schwach.

Kinostart: 9.10.2008
Fantasy
120 Min.
FSK: 12
gc06
 
Das Lächeln der Sterne

Das Lächeln der Sterne   

Regie: George C. Wolfe. Darsteller: Diane Lane (Adrienne Willis), Richard Gere (Dr. Paul Flanner), Christopher Meloni (Jack Willis), Viola Davis (Jean), Becky Ann Baker (Dot), Scott Glenn (Robert Torrelson), Pablo Schreiber (Charlie Torrelson)

Inhalt: Der Arzt Dr. Paul Flanner macht sich auf den Weg zu seinem Sohn Mark, um sich nach langem Streit wieder mit ihm zu versöhnen. Auf dem Weg legt er einen Zwischenhalt in einem kleinen Küstenstädtchen in North Carolina ein. Dort lernt er die unglücklich verheiratete Adrienne kennen. Sie verbringen gemeinsam das Wochenende und es entwickelt sich eine Romanze, die ihre beiden Leben für immer verändern soll.

Mein Eindruck: Zuerst mal muss ich mich über den unpassenden deutschen Verleihtitel auslassen: "Das Lächeln der Sterne" hört sich zwar schön an, hat aber überhaupt nix mit dem Film zu tun. Im Original heißt der Streifen übrigens "Nights in Rodanthe". Wir haben es hier mit einer Edel-Schnulze zu tun, die sehr tragisch ist und nebenbei kein Klischee auslässt. Richard Gere und Diane Lane treffen zu dritten Mal nach "Cotton Club" und "Untreu" in einem Film aufeinander. Beide spielen ihre Rollen gut, auch wenn die Handlung außer viel Tränen nicht viel hergibt. Immerhin: Es gibt sehr schöne Bilder von North Carolinas Stränden und der schroffen Natur. Ein Tipp noch am Schluss: Fürs Kino reichlich Taschentücher einpacken.

DVD-Potential: Auch diesmal ist die Sache klar: Den Film kaufe ich mir auf DVD nicht.

Kinostart: 16.10.2008
Drama
97 Min.
FSK: 6
gc05
 
Ein Quantum Trost

Ein Quantum Trost   

Regie: Marc Foster. Darsteller: Daniel Craig (James Bond), Olga Kurylenko (Camille), Mathieu Amalric (Dominic Greene), Judi Dench (M), Jeffrey Wright (Felix Leiter), Gemma Arterton (Strawberry Fields), Giancarlo Giannini (Mathis)

Inhalt: Nach dem tragischen Tod von Vesper Lynd, jener Frau, in die James Bond sich erst verliebte und dann von ihr betrogen wurde, ist der Geheimagent auf der Suche nach Antworten. Von Mr. White erhoffen sich er und seine Vorgesetzte M zu erfahren, wer genau hinter der Organisation steckt, die Vesper erpresst hat. Durch einen Verrat innerhalb des MI6 gelingt White jedoch noch während des Verhörs die Flucht. Über den Maulwurf in den eigenen Reihen gelangt Bond nach Haiti, wo er durch die schöne Camille direkt zu Dominic Greene, einem mysteriösen Geschäftsmann, geführt wird.

Mein Eindruck: Ich bin doch in den neuen Bond gegangen, obwohl mir "Casino Royale" überhaupt nicht gefallen hat. Das liegt übrigens an meiner Gold Card (nicht Gold Finger), die ich seit geraumer Zeit habe. Nachdem ich den Film erstmal hab sacken lassen, komme ich zu folgendem Schluss: Der Streifen ist gar nicht so schlecht, aber für mich ist das kein Bond. Bond-Filme müssen so sein wie die von Roger Moore: Ich will Schurken, die die Welt bedrohen und in riesigen Kommandozentralen residieren, ich will die Gimmicks von Q, ich will Martini geschüttelt, nicht gerührt. Das ist meine Bond-Welt und mit dem neuen Stil kann ich wenig anfangen. Als Action-Film an sich ist der Streifen mit dem dämlichsten 007-Titel aller Zeiten passabel. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

DVD-Potential: Nein, danke.

Kinostart: 6.11.2008
Action
106 Min.
FSK: 12
gc04

 

 
Mirrors

Mirrors   

Regie: Alexandre Aja. Darsteller: Kiefer Sutherland (Ben Carson), Paula Patton (Amy Carson), Cameron Boyce (Michael Carson), Erica Gluck (Daisy Carson), Amy Smart (Angela Carson), Mary Beth Peil (Anna), John Shrapnel (Lorenzo Sapelli), Jason Flemyng (Larry Byrne)

Inhalt: Ben Carson ist Polizist, doch nach einer fatalen Fehleinschätzung, die einen Kollegen das Leben kostete, musste er den Beruf an den Nagel hängen. Von seiner Familie entfernt er sich seither zunehmend. Um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, nimmt er eine Stelle als Nachtwächter eines Kaufhauses an. Das Gebäude wurde nach einem Brand geschlossen. Während seiner Touren durch das alte Gemäuer, fallen Carson die unversehrten Spiegel auf, in denen sich seltsame Dinge abspielen. Bald lassen ihn diese nicht mehr in Ruhe und er muss, um seine Familie zu retten, die Wahrheit dahinter aufdecken.

Mein Eindruck: "Mirrors" ist mal wieder ein Remake eines japanischen Horrorfilms, den ich nicht kenne und deshalb habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Für mich ist der Streifen mit Kiefer Sutherland gelungen. Regisseur Alexandre Aja ("The Hills Have Eyes") hat die Spannung gut dosiert und setzt hier und da Schockeffekte ein - manchmal auch ziemlich blutig. Die Atmopsphäre des abgebrannten Kaufhauses ist gut gelungen und auch Kiefer Sutherland ("24") liefert eine ordentliche schauspielerische Leistung ab. Es ist die typische Ausgangsposition: Sutherland spielt einen am Boden zerstörten Cop, dem man seine unglaublichen Begegnungen nicht abkauft, und so muss er sich allein gegen alle behaupten. So hat es auch schon Hitchcock gerne gemacht. Wie gesagt, mir hat der Film trotz kleinerer Schwächen gefallen. Ein Highlight des Genres ist er aber nicht.

DVD-Potential: Mal schauen, wie günstig die DVD angeboten wird.

Kinostart: 30.10.2008
Mystery-Thriller
111 Min.
FSK: 18
gc03

 

 
Willkommen bei den Sch'tis

Willkommen bei den Sch'tis   

Regie: Dany Boon. Darsteller: Kad Merad (Philippe Abrams), Dany Boon (Antoine Bailleul), Zoé Félix (Julie Abrams), Anne Marivin (Annabelle Deconninck), Philippe Duquesne (Fabrice Canoli), Guy Lecluyse (Yann Vandernoout), Line Renaud (Antoines Maman)

Inhalt: In Nordfrankreich ist es immer kalt, die Menschen dort sind immer unhöflich und den Dialekt, "Sch'ti" genannt, versteht man überhaupt nicht. Das denkt zumindest der Postbeamte Philippe, bis er dorthin strafversetzt wird. Er hatte versucht seiner depressiven Frau Julie zuliebe eine Versetzung an die Cote d'Azur zu erschummeln. Leider geht das schief und er wird in ein kleines Dorf namens Bergues in Nordfrankreich versetzt. Dort lernt er seine neuen Arbeitskollegen kennen und stellt langsam aber sicher fest, dass seine Vorurteile doch nicht so ganz richtig gewesen sind.

Mein Eindruck: Diese französische Komödie kam für mich aus dem Nichts. Ich hatte bis kurz vor Kinostart noch nie was drüber gehört, jetzt kenne ich den Film und auch den erstaunlicher Hintergrund. "Willkommen bei den Sch'tis" ist die erfolgreichste Komödie in Frankreich aller Zeiten - sie hat den Louis de Funés Film "Die große Sause" vom Sockel gestoßen. Das hat niemand diesem kleinem Filmchen zugetraut, da könnte ich wetten. Ich bin kein Freund von französischen Filmen und gerade bei Komödien muss man auf der Hut sein: Die Franzosen haben oftmals einen ganz anderen Humor als wir Deutsche. Aber die Sch'tis sind kein Thema, die kann ich jedem ans Herz legen. Außerdem tut es ganz gut, einen nicht-amerikanischen Film zu sehen, der auch mal richtige Leute zeigt und nicht so extrem stereotyp ist. Die deutsche Synchro ist übrigens sehr gut gelungen, Christoph Maria Herbst ("Stromberg") spricht die Kunstsprache der Nordmänner hervorragend.

DVD-Potential: Ich bin kein Frankreich-Film-Freund, aber hier könnte ich schwach werden.

Kinostart: 30.10.2008
Komödie
106 Min.
FSK: o.A.
gc02

 

 

 
Wall-E

Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf   

Regie: Andrew Stanton. Deutsche Synchronstimmen: Timmo Niesner (Wall-E), Markus Maria Profitlich (Kommandant), Luise Helm (Eve), Joachim Kerzel (Otto), Hans-Jürgen Dittberner (Shelby Forthright), Ulrike Stürzbecher (Bordcomputer)

Inhalt: 700 Jahre sind vergangen, seitdem die Erde in der Apokalypse versunken ist. Seither hat der kleine Haushaltsroboter Wall-E brav die ihm verordneten Arbeiten verrichtet und Wolkenkratzer-hohe Türme von Schutt errichtet. Seine Routine gerät aus den Fugen, als ein Raumschiff landet und den modernen weiblichen Androiden Eva auslädt, die nach Leben suchen soll.

Mein Eindruck: Der neuste Streich von Pixar ist wieder mal gelungen. Nach der Ratte aus "Ratatouille" kommt jetzt ein kleiner Roboter in die Kinos, der menschlicher ist als man denkt. Wall-E, eine Mischung aus "Nummer 5 lebt" und die kleinen Robotern aus "Lautlos im Weltall", verrichtet seine Arbeit, aber nach einigen 100 Jahren ist er gar nicht mehr der Roboter, der er einmal war. Er lebt alleine auf der Erde und er ist einsam. Nur eine kleine Schabe begleitet ihn zu seinem alltäglichen Gang zur Arbeit. Man muss neidlos zugeben, dass die Animation der verlassenen, zugemüllten Welt hervorragend gelungen ist. Auch Wall-E selbst ist kein Thema. So ein Thema kann man nur als Animationsfilm ins Kino bringen. Aber das verblüffende ist, dass dieser kleine Roboter mehr Gefühle zum Ausdruck bringen kann als viele menschliche Darsteller - und ich meine nicht Steven Seagal! Die Love-Story zwischen Wall-E und Eva geht richtig ans Herz, und das macht den Charme des Filmes aus. Obwohl alles aus dem Computer kommt, überzeugt der Film gerade von der menschlichen Seite - verrückt, aber wahr.

DVD-Potential: Kein Problem, Wall-E sollte den Weg in meine Sammlung finden, auch wenn es nicht so eilt

Kinostart: 25.9.2008
Action, Comic, Fantasy
98 Min.
FSK: o.A.
gc01

 

 
Hellboy 2: Die goldene Armee

Hellboy 2: Die goldene Armee   

Regie: Guillermo del Toro. Darsteller: Ron Perlman (Hellboy), Selma Blair (Liz Sherman), Doug Jones (Abe Sapien), James Dodd (Johann Krauss), Jeffrey Tambor (Tom Manning), Luke Goss (Prinz Nuada), Anna Walton (Prinzessin Nuala), John Hurt (Professor Trevor 'Broom' Bruttenholm)

Inhalt: Als ein seit langem bestehender Waffenstillstand zwischen der Menschheit und dem unsichtbaren Reich des Fantastischen gebrochen wird, bricht die Hölle auf Erden los. Der Rädelsführer erweckt dabei eine scheinbar unaufhaltsame Armee von Kreaturen zum Leben, die unsere Welt heimsuchen. Keine Frage, dass hier das streng geheime "Bureau for Paranormal Research" eingeschalten werden muss und so ist es nun an Hellboy und seinen Getreuen Liz und Abe, die Sache wieder gerade zu biegen.

Mein Eindruck: Über 4 Jahre nach dem ersten Teil läuft nun Hellboy 2 im Kino an. Ich muss sagen, er hat mir gut gefallen. Vor allem die Ausstattung hat es mir angetan, denn man merkt, dass sich Regisseur Guillermo del Toro schon bei "Pans Labyrinth" ausgetobt hat. Wir tauchen ab in die Welt der Trolle, entdecken mystische Stätten und lernen den letzten Waldgott kennen. Natürlich erinnert uns das stark an Harry Potter, und auch die goldene Armee hat was vom dritten Teil der Mumie, aber alles in allem kann der Streifen 2 Stunden lang unterhalten. Natürlich spielt Ron Pearlman als Hellboy die Rolle seines Lebens. Sein Ego ist größer, sein Humor trockener und seine Stärke gewaltiger als alles andere zusammen. Gut gefallen hat mir sein neuer Vorgesetzter, der Deutsche (!) Johann Krauss - mit ess-ess. Er und Hellboy liefern sich schöne Wortgefechte und noch einiges mehr...

DVD-Potential: Läuft! Auch der zweite Teil von Hellboy wird gekauft.

Kinostart: 16.10.2008
Action, Comic, Fantasy
120
Min.
FSK: 12

 

 

 
Der Baader Meinhof Komplex

Der Baader Meinhof Komplex  

Regie: Uli Edel. Darsteller: Martina Gedeck (Ulrike Meinhof), Moritz Bleibtreu (Andreas Baader), Johanna Wokalek (Gudrun Ensslin), Bruno Ganz (Horst Herold), Simon Licht (Horst Mahler), Jan Josef Liefers (Peter Homann), Alexandra Maria Lara (Petra Schelm), Heino Ferch (Horst Herold Assistant), Nadja Uhl (Brigitte Mohnhaupt)

Inhalt: Mit unbändiger Wut und todbringenden Methoden rebelliert eine Gruppe von jungen Aufständischen in den 70er Jahren in Deutschland gegen "den neuen Faschismus" - wie sie ihn nennen. Angeführt vom kriminellen und jähzornigen Andreas Baader, der schwäbischen Pfarrerstochter Gudrun Ensslin und der untergetauchten Journalistin Ulrike Meinhof sorgt die Rote Armee Fraktion für Angst und Schrecken im Land. Sie verübt Sprengstoffattentate und Anschläge auf Mitglieder der deutschen Führungsschicht. Als die Gründer der RAF gefasst und verurteilt werden, versucht die zweite Generation der Vereinigung, ihre Anführer mit drastischen Aktionen freizupressen.

Mein Eindruck: Baader Meinhof ist nicht gerade ein leicht verdauliches Thema und der Film läuft 2 1/2 Stunden - aber die vergehen wie im Flug. Ich war überrascht, wie gut mir der Streifen von Uli Edel gefallen hat. Penibel erzählt er die Geschichte der RAF von 1967 (Besuch des Schah von Persien in West-Deutschland) bis 1977 (Ermordung von Schleyer). Man sollte sich allerdings ein wenig mit der Materie beschäftigt haben, denn es gibt überdurchschnittlich viele Sprechrollen und dementsprechend viele Charaktere. Die Darsteller sind allesamt hervorragend und sehen den Originalen - wie ich finde - sehr ähnlich. Die drei Hauptakteure Gedeck, Bleibtreu und Wokalek haben starke Auftritte, als deren Gegenpol liefert Bruno Ganz ebenfalls eine Glanzleistung ab. Die Atmosphäre der 70er Jahre ist sehr gut eingefangen und die Schauplätze wirken sehr authentisch. Alles in allem kann ich den Film nur weiterempfehlen.

DVD-Potential: Bei der DVD werde ich bestimmt schwach, aber der Preis muss stimmen.

Kinostart: 25.9.2008
Drama
150
Min.
FSK: 12

 

 

 
Eagle Eye

Eagle Eye  

Regie: D.J. Caruso. Darsteller: Shia LaBeouf (Jerry Shaw), Michelle Monaghan (Rachel Holloman), Rosario Dawson (Zoe Perez), Michael Chiklis (Verteidigungsminister Callister), Anthony Mackie (Bürgermeister William Bowman), Ethan Embry (Agent Toby Grant), Billy Bob Thornton (Agent Thomas Morgan)

Inhalt: Uni-Abbrecher Jerry erhält eines Tages einen anonymen Anruf auf seinem Handy. Eine Frauenstimme gibt Befehle, und wenn Jerry nicht spurt, wird er ins Gefängnis wandern. Als Druckmittel findet Jerry gleich mal eine Menge Waffen und Sprengstoff in seiner Wohnung vor, dann platzt auch schon das FBI durch die Tür. Mit Hilfe der mysteriösen Frau am Telefon kann Jerry zwar fliehen, befindet sich aber nun als Schachfigur zwischen den Fronten des FBI und einer scheinbar allmächtigen Terrororganisation.

Mein Eindruck: "Eagle Eye" gehört zu den Filmen, die im Kino sehr gut rüberkommen. Das liegt daran, dass der Actionkracher von der ersten Minute an ein sehr hohes Tempo vorlegt und den Zuschauer sofort in seinen Bann schlägt. Zugegeben, einige Verfolgungsjagden sind extrem schnell geschnitten, aber das verstärkt nur den Eindruck dieses hektischen Streifens. Shia LeBeouf spielt sich langsam in die erste Riege von Hollywood hoch, denn nach "Transformers" und den vierten Indiana-Jones-Film ist er wieder in einem Action-Blockbuster dabei. Michelle Monaghan, die Film-Frau von Tom Cruise in "Mission Impossible 3", arbeitet auch hart an ihrer Karriere. Das steht uns noch einiges bevor. "Eagle Eye" ist trotz einiger Unzulänglichkeiten nicht so flach wie viele andere Filme seines Genre und deshalb weiß er zu gefallen. Und wie gesagt, auf der großen Leinwand kommt der Streifen extrem cremig herüber.

DVD-Potential: Der Action-Kracher wird den Weg in meine Sammlung finden.

Kinostart: 9.10.2008
Thriller
117
Min.
FSK: 12

 

 
Burn after reading

Burn after Reading  

Regie: Ethan Coen, Joel Coen. Darsteller: George Clooney (Harry Pfarrer), Frances McDormand (Linda Litzke), John Malkovich (Osborne Cox), Brad Pitt (Chad Feldheimer), Tilda Swinton (Katie Cox), Richard Jenkins (Ted Treffon), David Rasche (CIA Officer), J.K. Simmons (CIA Superior)

Inhalt: Chad und Linda arbeiten im Fitnessstudio. Eines Tages finden Sie eine CD mit Geheimdienstinformationen in der Umkleide. Da Geld natürlich immer knapp ist, beschließen die beiden, den Eigentümer, einen gewissen Osborne Cox, zu erpressen. Der Ex-Agent hat aber weit mehr auf der Pfanne als die beiden Vorturner, und zugleich keinen Schimmer, wieso es überhaupt eine CD mit seinen Aufzeichnungen gibt. Schon bald entspinnt sich ein immer schneller drehender, blutiger Reigen paranoider Washingtoner Agenten und Möchtegern-James Bonds.

Mein Eindruck: Nach ihrem Oscar-prämierten "No Country For Old Men", der Ende Februar angelaufen war, kommt jetzt schon der neuste Streifen der Coen-Brüder in die deutschen Kinos. Diesmal präsentieren die Brüder eine Komödie, aber auch hier gibt es Opfer, denn nicht jeder Darsteller überlebt den Film. Die Handlung ist typisch für die Coens, die wieder mal ihren schrägen Humor voll auskosten. Die Handlung wiederzugeben ist sehr schwierig, denn es gibt viele Handlungsstränge, die sich im Laufe des Films verbinden. Eins führt zum anderen, und meistens kommt nichts gutes dabei heraus. Die Besetzung ist großartig, ich schätze mal, dass sich die Darsteller um die Rollen gerissen haben. Brad Pitt spielt einen ziemlichen Volltrottel, und er hat richtig Spaß an der Rolle. Den besten Auftritt hat aber J.K.Simmons (Spider-Man 1-3): Er kommt zwar nur zweimal im Film vor, aber diese beiden Auftritte haben es in sich.

DVD-Potential: Die Coen-Brüder sind wieder voll im Geschäft, die DVD ist Pflicht.

Kinostart: 2.10.2008
Komödie
95
Min.
FSK: 16

 

 
Tropic Thunder

Tropic Thunder  

Regie: Ben Stiller. Darsteller: Ben Stiller (Tugg Speedman), Jack Black (Jeff Portnoy), Robert Downey Jr. (Kirk Lazarus), Brandon T. Jackson (Alpa Chino), Jay Baruchel (Kevin Sandusky), Nick Nolte (Four Leaf Tayback), Matthew McConaughey (Rick Peck), Tom Cruise (Les Grossman)

Inhalt: Bei den Dreharbeiten zum Antikriegsfilm "Tropic Thunder" in Südostasien werden die Schauspieler nichts ahnend zu Hauptdarstellern in einem echten Drogenkrieg. Als die Filmemacher genug von den Allüren der Macho-Primadonnen haben, setzen sie sie kurzerhand im Dschungel aus, und während auf einmal echte Kugeln um sie herumfliegen, glauben die Stars aus Hollywood, sie hätten es mit einer wirklichkeitsnahen Drehtechnik und versteckten Kameras zu tun.

Mein Eindruck: Ben Stiller ist in "Tropic Thunder" Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion - und er hat einen wirklich guten Film zustande gebracht. Dabei bin ich überrascht, wie hart seine Komödie geworden ist, und deshalb ist die FSK 16-Freigabe nicht verwunderlich. Gerade die Szene, in der der Regisseur das Zeitliche segnet und Tugg Speedman (Stiller) seinen abgetrennten Kopf in der Hand hält, ist nichts für schwache Gemüter. In vielen Dingen ist "Tropic Thunder" richtig fies geworden, und gerade die gnadenlose Welt des Showbusiness nimmt Stiller das ein und andere Mal richtig aufs Korn. Mein persönlicher Liebling ist Tom Cruise, der als Produzent Les Grossman komplett gegen sein Image anspielt. Er sieht mit seiner Halbglatze und seinem Bart dem alten Stromberg ("Läuft") sehr ähnlich, nur ist Cruise noch ein vielfaches gemeiner, skrupelloser und gnadenloser. Ich wette, er hat richtig Spaß mit dieser Rolle gehabt. 

DVD-Potential: Die DVD wird den Weg in meine Sammlung finden.

Kinostart: 18.9.2008
Komödie
106
Min.
FSK: 16

 

 
Zohan

Leg dich nicht mit Zohan an  

Regie: Dennis Dugan. Darsteller: Adam Sandler (Zohan), John Turturro (Phantom), Emmanuelle Chriqui (Dalia), Nick Swardson (Michael), Lainie Kazan (Gail), Ido Mosseri (Oori), Rob Schneider (Salim)

Inhalt: Zohan (Adam Sandler) ist der beste Top-Agent des israelischen Mossad und im ganzen Land als "Der Zohan" berühmt. Mit ihm sollte sich besser keiner anlegen, denn er ist einfach unschlagbar gut - sowohl im Nahkampf als auch bei Frauen. Dennoch täuscht Zohan eines Tages seinen eigenen Tod vor, um endlich das tun zu können, wovon er schon immer geträumt hat: nach New York ziehen und Hair-Stylist werden! Gesagt, getan. Prompt geht auch seine Zweitkarriere durch die Decke und Zohan findet in seiner neuen Chefin, der schönen Salonbesitzerin Dalia (Emmanuelle Chriqui), seine erste große Liebe.

Mein Eindruck: Ich bin wirklich überrascht, wie gut mit der Zohan gefallen hat. Der Film scheint ja ganz gut zu laufen, denn er ist schon in der 5.Woche im Kino und es ist noch kein Ende in Sicht. Adam Sandler hat mit "Leg dich nicht mit Zohan an" seinen besten Film abgeliefert. Ich kenne einige von seinen Komödien, und die sind meistens wirklich mau. Aber Zohan ist irgendwie anders. Natürlich ist der Streifen extrem flach, ebenso wie die Witze zotig sind. Aber Sandler trifft bei mir genau den Nerv. Mir gefällt es eben, wenn Zohan den Frauen die Haare seidig glänzend schneidet, er mit seinem Kumpel Katzi-Sack spielt oder wenn er auf ex eine Flasche Fizzy Bubbelech trinkt. Tja, da kann ich nur noch sagen: Lass knacken!

DVD-Potential: Die DVD wird gekauft, Disco Disco!

Kinostart: 14.8.2008
Komödie
112
Min.
FSK: 6

 

 
Babyslon A.D.

Babylon A.D.  

Regie: Mathieu Kassovitz. Darsteller: Vin Diesel (Toorop), Mélanie Thierry (Aurora), Michelle Yeoh (Schwester Rebeka), Gérard Depardieu (Gorsky), Charlotte Rampling (Hohepriesterin), Lambert Wilson (Darquandier), Mark Strong (Finn)

Inhalt: In der nahen Zukunft wird der Söldner Toorop von Mafiaboss Gorsky beauftragt, eine junge Frau innerhalb von 6 Tagen von Russland nach Amerika zu eskortieren. Begleitet werden sie dabei von Schwester Rebecca, die darauf besteht Toorop auf seiner Mission zu helfen. Schnell wird klar, dass Aurora etwas Besonderes an sich hat und der Auftrag kein Kinderspiel werden wird.

Mein Eindruck: Mathieu Kassovitz, der Regisseur von "Die purpurnen Flüße" oder "Gothika" und Schauspieler in "Die fabelhafte Welt der Amelie" oder "Das fünfte Element", hat mit seinem neuen Film nicht den großen Wurf gelandet. Optisch ist der Streifen gut gelungen, der schmutzige Look passt zur kaputten Situation in der Zukunft. Auch die Action kommt nicht zu kurz. Und Vin Diesel, der schon zum Kassengift mutiert ist, versucht sich wieder in der 1.Liga zu etablieren. Leider kann die Handlung nicht fesseln, auch die Auflösung ist enttäuschend und hinterlässt mehr Fragen als Antworten. Je länger der Streifen läuft, desto langweiliger wird er. Der einzige Lichtblick ist Gérard Depardieu: Er spielt den Mafia-Boss so wunderbar fies, ihn möchte ich nicht in einer dunklen Nacht begegnen.

DVD-Potential: Nee, der Film hat nicht überzeugt. Allerdings wird die DVD von Bild und Ton her bestimmt nicht schlecht werden.

Kinostart: 11.9.2008
Action, Sci-Fi
101
Min.
FSK: 16

 

 
Wanted

Wanted  

Regie: Timur Bekmambetov. Darsteller: James McAvoy (Wesley), Morgan Freeman (Sloan), Angelina Jolie (Fox), Terence Stamp (Pekwarsky), Thomas Kretschmann (Cross), Common (Waffenschmied), Kristen Hager (Cathy)

Inhalt: Der 25-jährige Wesley Gibson ist ein Taugenichts, dessen Leben vor sich hin dümpelt. Doch eines Tages findet er heraus, dass sein schon lange tot geglaubter Vater kürzlich ermordet wurde und zudem Mitglied einer Organisation von Auftragskillern war. Eben diese Gruppe tritt in Gestalt der schönen Fox an ihn heran und bietet ihm eine Ausbildung an, um seinen Vater zu rächen. Während Fox und der Kopf der Organisation, ein Mann namens Sloan, ihn trainieren, entwickelt er ungeahnte Kräfte, Reflexe und Schnelligkeit.

Mein Eindruck: Ich hatte mich schon auf "Wanted" gefreut, weil der Trailer massive Hoffnung auf einen extrem coolen Film geweckt hat. Mit dem Ergebnis bin ich - mit Abstrichen - zufrieden. Der Streifen ist eine Action-Orgie erster Kajüte, die Special-Effects und Actionsequenzen sind atemberaubend. Auch die Besetzung ist gut, aber machen wir uns nichts vor: Ohne Angeline Jolie gäbe es deutliche Abzüge in der B-Note. Sie spielt die Auftragskillerin "Fox" so lässig und cool, da schmilzt einem das Maple Walnut (ein Eis von Möwenpick) in der Hand. Angeblich sollte Tom Cruise diese Rolle übernehmen. Das kann ich mit jetzt, nachdem ich den Film gesehen habe, überhaupt nicht vorstellen. Von den Sachen, die mir nicht gefallen haben, führe ich hier nur den Webstuhl an. Die Methode, über Tuchherstellung Todeslisten zu verschicken finde ich etwas dämlich - um es nett auszudrücken. Aber okay, man kann nicht alles haben. Dünne Story, tolle Action, ich kann damit leben.

DVD-Potential: Jepp, Wanted werde ich mir auf DVD zulegen.

Kinostart: 4.9.2008
Action, Comic
110
Min.
FSK: 18

 

 
Mensch, Dave!

Mensch, Dave!  

Regie: Brian Robbins. Darsteller: Eddie Murphy (Dave Ming Cheng), Elizabeth Banks (Gina Morrison), Austin Myers (Josh Morrison), Gabrielle Union (No. 3), Scott Caan (Officer Dooley), Ed Helms (No. 2), Kevin Hart (No. 17), Mike O'Malley (Officer Knox)

Inhalt: Um ihren Planeten zu retten, verwendet eine Crew von Mini-Aliens ein ganz besonderes Raumschiff. Nämlich eines, das wie ein menschlicher Körper geformt ist und sich auch so verhalten soll. Doch leider tauchen bereits beim ersten Kontakt mit echten menschlichen Wesen Probleme in den Verhaltensweisen des Raumschiffs auf, die erst Stück für Stück optimiert werden müssen. Als diese Nachbildung eines Menschen sich auch noch mit einer Erden-Frau einlässt, wird es richtig schwierig für die kleinen Aliens.

Mein Eindruck: Die Zeiten, als Eddie Murphy noch gute Filme gemacht hat, sind lange vorbei. Sein letzter Film "Norbit" hat in den USA noch knapp 100 Millionen Dollar eingespielt, "Mensch, Dave!" ist an der Kinokasse verreckt. Allerdings hatte der Streifen gegen "The Dark Knight" und "Hellboy 2" nicht den Hauch einer Chance. Abgesehen davon ist der neue Eddie Murphy Film auch wirklich nichts besonderes. Die meisten Gags sind höchstens was für Kinder - wie eigentlich der ganze Film. Deswegen kommt bei den Erwachsenen keine Stimmung auf. Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch, und mehr ist auch nicht rausgekommen. Was soll man machen, wenn kaum was im Kino löppt...

DVD-Potential: Diesmal ist es eindeutig: Mensch, Dave! kaufe ich bestimmt nicht

Kinostart: 28.8.2008
Komödie
91
Min.
FSK: 6

 

 
The Dark Knight

The Dark Knight  

Regie: Christopher Nolan. Darsteller: Christian Bale (Bruce Wayne/ Batman), Heath Ledger (Joker), Aaron Eckhart (Harvey Dent), Michael Caine (Alfred), Maggie Gyllenhaal (Rachel Dawes), Gary Oldman (Det. Lt. James Gordon), Morgan Freeman (Lucius Fox)

Inhalt: Gemeinsam mit Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent und Lieutenant James Gordon versucht der im Fledermauskostüm agierende Milliardär Bruce Wayne dem Verbrechen in Gotham City Einhalt zu gebieten. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich ein psychotischer Superverbrecher auf - der Joker. In seiner wahnhaften Vision möchte er die Stadt in Chaos und Anarchie stürzen und Batman scheint der einzige, der ihn stoppen kann.

Mein Eindruck: Die Vorschusslorbeeren waren enorm, aber "The Dark Knight", die Fortsetzung von "Batman begins", hat in den USA alle Rekorde gebrochen. Schon am ersten Wochenende spielte der Film über 155 Mio. Dollar ein, so viel wie kein anderer Streifen überhaupt. Ich hab mich auch auf den Film gefreut, denn der neue, ernste Batman-Stil gefällt mir sehr gut. Und ich bin nicht enttäuscht worden: "The Dark Knight" ist von vorne bis hinten atemberaubend. Die Story ist top, die Darsteller allesamt erste Sahne und im Kino kommt Bild und Ton gewaltig rüber. Der verstorbene Heath Ledger, der als Joker brilliert, gibt dem Film noch einen speziellen Kick. Vielleicht wird er sogar posthum für einen Oscar nominiert, und von mir aus könnte er den auch gerne bekommen. 

DVD-Potential: Keine Frage, diese Batman-Fortsetzung wird natürlich gekauft.

Kinostart: 21.8.2008
Action, Comic
152
Min.
FSK: 16

 

 
Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers

Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers  

Regie: Rob Cohen. Darsteller: Brendan Fraser (Rick O'Connell), Maria Bello (Evelyn O'Connell), Jet Li (Imperator Han), John Hannah (Jonathan Carnahan), Michelle Yeoh (Zi Yuan), Luke Ford (Alex O'Connell), Isabella Leong (Lin)

Inhalt: Der zweite Weltkrieg ist gerade vorbei und seit dem letzten Abenteuer von Rick und Evelyn O'Connell, gemeinsam mit ihrem damals neunjährigen Sohn Alex, sind elf Jahre vergangen. Mittlerweile ist dieser erwachsen und wie seine Eltern ein Abenteurer. In China kommt es zur großen Familienzusammenführung, an der auch Evelyns Bruder Jonathan beteiligt ist. Zusammen müssen sie den einst gemeinsam mit seiner furchterregenden Armee in Terrakotta gebannten und jetzt wieder auferstandenen Drachenkaiser besiegen, der versucht die Welt unter seine Herrschaft zu bringen.

Mein Eindruck: Ich hatte im Vorfeld gesagt, dass der 3.Teil der Mumie einer der schlechtesten Filme des Jahres werden könnte. Nach dem Film habe ich meine Meinung geändert, denn die neue Mumie ist gar nicht mal so schlecht. Einige Sequenzen - und das sind die in denen es ordentlich zur Sache geht - sind recht unterhaltsam. Über diverse Handlungslücken sehe ich großzügig hinweg, allerdings sind mir 2 Sachen unangenehm aufgefallen: Mario Bello ("The Cooler", "Coyote Ugly") ist eine gute Schauspielerin, aber als Ersatz für Rachel Weisz kann sie in keinster Weise überzeugen. Das zweite Ärgernis sind die Yetis, die wirklich KACKE aussehen. Der Rest ist bekannt, aber spätestens wenn man den Kinosaal verlässt hat man den Film auch vergessen.

DVD-Potential: Diese Fortsetzung braucht kein Mensch, aber die DVD kommt bestimmt gut rüber (in Bild & Ton)

Kinostart: 7.8.2008
Action, Abenteuer
112
Min.
FSK: 12

 

 
Akte X - Jenseits der Wahrheit

Akte X - Jenseits der Wahrheit  

Regie: Chris Carter. Darsteller: David Duchovny (Fox Mulder), Gillian Anderson (Dana Scully), Amanda Peet (Dakota Whitney), Billy Connolly (Pater Joe), Alvin 'Xzibit' Joiner (Agent Drummy), Mitch Pileggi (Walter Skinner)

Inhalt: Als in Virginia einige Frauen verschwinden, sieht alles nach einem Massenmörder aus. Beweise oder gar eine Spur fehlen jedoch. So bringt ein durchgedrehter Geistlicher die Polizei auf die Fährte von einer Reihe mysteriöser medizinischer Experimente, die mit dem Verschwinden der Frauen in Zusammenhang stehen könnten. Doch das FBI komm nicht weit. Deshalb braucht man Unterstützung von zwei Ex-Agenten, die sich mit paranormalen Ereignissen bestens auskennen: Mulder und Scully.

Mein Eindruck: Das erste Manko: Benjamin Völz, langjährige Synchronstimme von David Duchovny in den X-Akten, spricht Fox Mulder nicht. Er hat - laut 20th Century Fox - zu hohe Gehaltsforderungen gestellt. Völz hingegen bemerkt dazu: "Ich habe keine Lust mehr, Megamovies zu Minipreisen zu synchronisieren." Auf jeden Fall kann die neue Stimme (Johannes Berenz) nicht überzeugen - was natürlich keinen wundert. Das zweite Manko: Der Film kommt nicht richtig aus den Pötten. Ich will nicht die Story verraten, aber diese ist weder spannend noch mysteriös, und es gibt zu viele langatmige Szenen, die den Streifen einfach nicht nach vorne bringen. Da gibt es unzählige TV-Folgen, die wesentlich besser sind als dieser 2.Kinofilm. Die X-Akten haben leider kein Format für die große Leinwand. Aber es gibt auch was positives: Was mich am meisten gefreut hat, war der Kurzauftritt von Skinner - immerhin.

DVD-Potential: Auf DVD kann ich darauf verzichten.

Kinostart: 24.7.2008
Thriller, Mystery
105
Min.
FSK: 16

 

 
Get Smart

Get Smart  

Regie: Peter Segal. Darsteller: Steve Carell (Maxwell Smart), Anne Hathaway (Agent 99), Dwayne "The Rock" Johnson (Agent 23), Alan Arkin (Chef von CONTROL), Terence Stamp (Siegfried), Terry Crews (Agent 91), David Koechner (Larabee), James Caan (Präsident der USA)

Inhalt: Maxwell Smart ist Agent 86 bei CONTROL, einer Behörde, die organisierte Kriminalität und insbesondere die Machenschaften der Verbrecherorganisation KAOS bekämpft. Doch wo er hinkommt, sorgt der tollpatschige Agent selbst für Chaos. Als KAOS die Identitäten der CONTROL-Agenten Stück für Stück aufdeckt, hofft Smart, dass er endlich mit Agent 23, dem Superstar der Behörde zusammenarbeiten darf. Aber stattdessen muss er mit der hübschen und klugen Agentin 99 vorlieb nehmen, da außer seiner nur ihre Identität geheim geblieben ist. Gemeinsam müssen sie nun die Welt vor einer Übernahme durch KAOS retten.

Mein Eindruck: Als Kind hatte ich früher gerne die Wiederholungen von Minimax gesehen. Die Agentenserie war so richtig schön durchgeknallt und Maxwell Smarts Schuhtelefon war legendär. In der Neuverfilmung übernimmt Steve Carell (Jungfrau (40), männlich, sucht...) die Rolle von Agent 86 und ich muss sagen, er macht seine Sache nicht schlecht. Ihm zur Seite stehen immerhin Anne Hathaway, The Rock und Oscar-Preisträger Alan Arkin. Die Handlung ist vorhersehbar, die Gags auch, aber immerhin hat die Neuverfilmung einen gewissen Unterhaltungswert. Ich hatte mir weniger von "Get Smart" versprochen, von da her bin ich noch gut weggekommen.

DVD-Potential: Diese harmlose Komödie ist bestimmt kein Pflichtkauf. Dann lieber der alte Serie...

Kinostart: 17.7.2008
Komödie, Action
110
Min.
FSK: 12

 

 
Der unglauliche Hulk

Der unglaubliche Hulk  

Regie: Louis Leterrier. Darsteller: Edward Norton (Bruce Banner), Liv Tyler (Betty Ross), Tim Roth (Emil Blonsky), William Hurt (Gen. Thaddeus 'Thunderbolt' Ross), Tim Blake Nelson (Samuel Sterns), Christina Cabot (Major Kathleen 'Kat' Sparr), Ty Burrell (Dr. Leonard Samson), Lou Ferrigno (Security Guard)

Inhalt: Durch biochemische Experimente verstrahlt, führt der Wissenschaftler Bruce Banner ein Leben im Abseits. In seinem Körper ruht eine unbändige Kraft, die nicht mehr zu kontrollieren ist: Bei jedem Anflug von Wut mutiert er zu Hulk, einem gewaltigen, grünen Monster. Jegliche Suche nach einem Gegenmittel verlief bis dato erfolglos und die Zeit wird immer knapper. Denn General Ross ist ihm mit seinem gesamten Militärapparat auf den Fersen, um diese Kräfte für seine Zwecke brutal auszunutzen. Doch Banner gibt nicht auf, kämpft um ein Leben ohne Superkräfte und mit Ross' Tochter Betty, die sich unsterblich in den Wissenschaftler verliebt hat.

Mein Eindruck: Der neue Hulk ist keine Fortsetzung von Ang Lees "Hulk" aus dem Jahre 2003. Vielmehr hat die neugegründete Produktionsgesellschaft Marvel Studios nach "Iron Man" die zweite, hauseigene Comic-Verfilmung auf den Markt gebracht. Und die ist im Vergleich zum 2003er viel besser gelungen. Mit Edward Norton hat man einen guten Bruce Banner-Darsteller gefunden, auch wenn Herr Norton sich später von dem Film distanziert hat. Mit Tim Roth alias Abomination hat Hulk auch einen würdigen Endgegner gefunden. Sehr gut hat mit die erste Hälfte des Film gefallen, die zweite ist geprägt durch viele Special Effects, weil hier die Zerstörungskraft des Hulks im Vordergrund steht. Der Endkampf war für mich schon des Guten zu viel, deshalb gibt's dafür Punktabzug. Trotzdem hat mich der Streifen überzeugt. Ich muss anmerken, dass ich die FSK 16 Version gesehen habe, die in einigen Kinos läuft. Da bin ich auch heilfroh, denn der 2 Minuten kürzere FSK-12-Hulk muss extreme Schnitte (besonders im Endkampf) aufweisen.

DVD-Potential: Der neue Hulk wird auf DVD gekauft - fettich.

Kinostart: 10.7.2008
Comic, Action
114
/ 112 Min.
FSK: 16 (oder 12)

 

 

 
Kung Fu Panda

Kung Fu Panda  

Regie: Mark Osborne, John Stevenson. Original Synchronstimmen: Jack Black (Po), Dustin Hoffman (Shifu), Angelina Jolie (Master Tigress), Jackie Chan (Master Monkey), Lucy Liu (Master Viper), Ian McShane (Tai Lung)

Inhalt: Pandabär Po macht in China eine Ausbildung zum Nudelsuppen-Meister. Doch in Wirklichkeit möchte er viel lieber ein berühmter und starker Kung-Fu Kämpfer werden, obwohl sein pummeliges Äußeres und seine Naschsucht vehement dagegen sprechen. Doch Po hat Glück: Eine Prophezeiung hat ihn als "Erwählten" ausgemacht, als einzigen Retter für das Tal des Friedens und als letzte Hoffnung im Kampf gegen den machtgierigen Schneeleoparden Tai Lung.

Mein Eindruck: "Kung Fu Panda" ist rundherum gute Kinounterhaltung. Allerdings haben es die Amis besser als wir, denn in den Staaten läuft der Film auch in 3D, und ich kann mir nur entfernt vorstellen, wie gut das aussieht. In der deutschen Version synchronisiert Hape Kerkeling den Po, und er macht seine Sache gut - ich war zuerst etwas skeptisch. Die anderen Synchronsprecher sind auch nicht schlecht, aber wenn man sich die US-Schauspieler anschaut, die im Original ran durften (siehe oben), dann kriegt man schon Tränen in den Augen. Ansonsten ist die Animation (wieder mal) ein Brecher, die Action- und auch die lustigen Sequenzen sind perfekt gemacht. Viel mehr gibt es nicht zu sagen, man sollte sich dem Panda hingeben.

DVD-Potential: Beim Kauf dieser DVD kann man nichts falsch machen.

Kinostart: 3.7.2008
Animation
92
Min.
FSK: 6
 
You Kill Me

You Kill Me  

Regie: John Dahl. Darsteller: Ben Kingsley (Frank Falenczyk), Tea Leoni (Laurel Pearson), Luke Wilson (Tom), Dennis Farina (Edward O'Leary), Philip Baker Hall (Roman Krzeminski), Bill Pullman (Dave), Marcus Thomas (Stef Krzeminski)

Inhalt: Als seine Alkoholkrankheit zunehmend sein Gemüt sowie seine berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, wird der Auftragskiller Frank Falenczyk von seinem Boss nach San Francisco geschickt. Dort wird er von Dave beaufsichtigt, der Frank nicht nur zu den Anonymen Alkoholikern schickt, sondern ihm auch einen Job im Bestattungsinstitut verschafft. Als er auch noch die scharfzüngige Laurel kennen lernt, scheint sich alles zum Besten zu wenden. Wenn da nicht der Alkohol wäre.

Mein Eindruck: Auf den letzten Drücker habe ich noch John Dahls "You Kill Me" im Kino gesehen. Immerhin hat sich der Film, der während der EM gestartet ist, bis heute gehalten - und ich bin froh drum. Der Streifen ist genau mein Kaliber, ich mag schräge kleine Filme mit unorthodoxer Handlung. Ein Auftragskiller, wunderbar gespielt von Ben Kingley, muss sich von seiner Alkoholsucht bei der AA befreien, damit er seinen Job wieder ordentlich ausüben kann. Das ist doch mal eine nette Ausgangsposition. Im Beerdigungsinstitut, wo er zeitweise arbeitet, lernt er Laurel (Tea Leonie) kennen. Ihre Art fasziniert ihn, die beiden finden zueinander, weil beide eben kein normales Leben führen. Der Film pendelt zwischen Komödie und Drama, zwischen coolen One-Linern und offen Geständnissen. Ab und an hatte man das Gefühl, dass man noch mehr aus der Geschichte hätte machen können, doch im Endeffekt bin ich mit "You Kill Me" sehr zufrieden.

DVD-Potential: Genau mein Kaliber, die DVD wird gekauft.

Kinostart: 12.6.2008
Komödie, Thriller
92
Min.
FSK: 16

 

 
Doomsday

Doomsday - Tag der Rache  

Regie: Neil Marshall. Darsteller: Rhona Mitra (Eden Sinclair), Bob Hoskins (Bill Nelson), David O'Hara (Michael Canaris), Alexander Siddig (PM John Hatcher), Craig Conway (Sol), Chris Robson (Steve Miller), Malcolm McDowell (Dr. Marcus Kane)

Inhalt: In Schottland bricht ein Virus namens "Reaper" aus und befällt einen Großteil der Bevölkerung. Um eine Ausweitung auf andere Länder zu verhindern, wird eine Mauer um die kontaminierten Gebiete der Insel errichtet. 30 Jahre später vermutet man, das Virus sei komplett ausgerottet. Doch als plötzlich in London wieder ein Fall auftritt beschließt die Regierung eine Elitetruppe in die kontaminierten Zonen zu schicken um Nachforschungen anzustellen. Doch dort ist auch nicht alles ausgestorben.

Mein Eindruck: Regisseur Neil Marshall ("The Descent") hat mit "Doomsday" einen Film abgeliefert, der gnadenlos von anderen Streifen abkupfert - und das macht richtig Laune. "Die Klapperschlange", "Mad Max", "28 Days Later", "Aliens", "Rocky Horror Picture Show" oder "Excalibur" sind nur einige der Filme, die er zitiert. An der Auswahl merkt man schon, dass Marshall kein Kind von Traurigkeit ist. Und auch wenn "Doomsday" sehr ernst daherkommt, Genre-Freunde werden daran ihren Spaß haben. Hauptdarstellerin Rhona Mitra kann übrigens locker mit Milla Jovovich ("Resident Evil 1-3") oder Kate Beckinsale ("Underworld 1+2") mithalten, sie ist an Coolness kaum noch zu überbieten. Nett sind die Kurzauftritte von Bob Hoskins und Malcolm McDowell. "Doomsday" hat leider kein Kinopotential, mehr als eine Woche wird er sich nicht halten. Aber gottseidank gibt es noch die DVD-Ecke...

DVD-Potential: Kein Thema, den Film werde ich mir zulegen.

Kinostart: 3.7.2008
Horror, Thriller
108
Min.
FSK: 18

 

 
Hancock

Hancock  

Regie: Peter Berg. Darsteller: Will Smith (John Hancock), Charlize Theron (Mary Embrey), Jason Bateman (Ray Embrey), Jae Head (Aaron Embrey), Eddie Marsan (Red), David Mattey (Man Mountain)

Inhalt: John Hancock ist ein Superheld, der mit übermenschlichen Kräften ausgestattet ist, gegen Kugeln immun ist und fliegen kann. Aber er ist auch faul, unfreundlich und verursacht Chaos, wohin er kommt. Als sein Ansehen in der Öffentlichkeit den Tiefpunkt erreicht, engagiert er einen PR-Berater, um sein Image aufzubessern. Doch dann beginnt Hancock eine Affäre mit dessen Ehefrau.

Mein Eindruck: Der zweite Blockbuster von Will Smith in diesem Kinojahr: "I am Legend" fand ich nicht so prickelnd, "Hancock" hat mich dagegen auf der ganzen Linie überzeugt. Dabei bietet der Streifen nicht nur Special-Effects und Comic-Action, sondern auch jede Menge Tiefgang. Denn im letzten Drittel erfahren wir, wer Hancock überhaupt ist bzw. wo er herkommt. Allerdings muss ich zugeben, dass mir die erste Hälfte besser gefallen hat: Hier ist Hancock noch der übellaunige, saufende und menschenverachtende Anti-Superheld, der im Endeffekt gute Dinge tut, aber bei den Menschen von L.A. nur gehasst wird. Kein Wunder, dass er nur als Arschloch angesprochen wird. Eines ist schade: Man hat einige gute Gags bereits im Trailer gesehen - aber das passiert bei vielen Filmen.

DVD-Potential: Hier ist alles im Lack, die Special-Edition (hoffe ich) wird gekauft.

Kinostart: 3.7.2008
Action, Drama
92
Min.
FSK: 12
 
Bank Job

Bank Job  

Regie: Roger Donaldson. Darsteller: Jason Statham (Terry Leather), Saffron Burrows (Martine Love), Stephen Campbell Moore (Kevin Swain), Daniel Mays (Dave Shilling), James Faulkner (Guy Singer), Alki David (Bambas), Michael Jibson (Eddie Burton), Richard Lintern (Tim Everett)

Inhalt: Obwohl der Autohändler Terry wegen seiner Familie keine krummen Dinger mehr drehen will, kann er dem Angebot der attraktiven Martine nicht widerstehen. Sie plant den Schließfachraum der Lloyds Bank in der Londoner Baker Street leer zu räumen, wo Bargeld und Juwelen im Wert von mehreren Millionen Pfund lagern. Martine verschweigt ihren Helfern jedoch, dass sich in einem der Schließfächer politisch brisante Informationen befinden, die einen Skandal lostreten würden, in dem sowohl die britische Regierung als auch die königliche Familie keine gute Figur machen würden.

Mein Eindruck: "Bank Job" ist ein gutgemachter Krimi, der die 70er Jahre in England gut in Szene setzt. Jason Stratham, der als "Transporter" seine bekannteste Rolle ablieferte, spielt diesmal einen ruhigen Typ, der mit seinen Kumpels einen großen Fischzug abzieht. Dabei steht die Spannung nicht im Vordergrund, obwohl es beim Einbruch die ein oder andere brenzlige Situation gibt. Vielmehr fasziniert der Film deswegen, weil sich die Räuber nicht nur mit der Polizei rumschlagen müssen, auch die Unterwelt, der Geheimdienst und hohe Würdenträger sind an der Beute interessiert. Der Streifen basiert auf wahren Begebenheiten und ist deshalb schon interessant.

DVD-Potential: Sieht gut aus, Bank Job wird gekauft.

Kinostart: 19.6.2008
Krimi
112
Min.
FSK: 12

 

 
The Eye

The Eye  

Regie: David Moreau, Xavier Palud. Darsteller: Jessica Alba (Sydney Wells), Parker Posey (Helen Wells), Alessandro Nivola (Dr. Paul Faulkner), Rade Serbedzija (Simon McCullough), Fernanda Romero (Ana Christina Martinez), Rachel Ticotin (Rosa Martinez)

Inhalt: Die Konzert-Violinistin Sydney Wells hat als Kind bei einem Unfall das Augenlicht verloren und lässt sich nun mittels einer Hornhauttransplantation die Sehfähigkeit wiederherstellen. Kurz nach der Operation beginnt sie plötzlich Geister und übernatürliche Dinge zu sehen, was sie zunächst als postoperatives Phänomen abtut. Doch als die schrecklichen Bilder kein Ende nehmen, beginnt sie Nachforschungen anzustellen und versucht die Identität ihres bisher unbekannten Spenders herauszufinden.

Mein Eindruck: "The Eye" ist ein Remake des gleichnamigen thailändischen Gruselschockers von den Pang-Brüdern. 6 Jahre später haben die französischen Regisseure Moreau und Palu den Film für den US-Markt herausgebracht. Ich kenne das Original nicht, kann mir aber vorstellen, dass es der bessere Film ist. Das US-Eye ist für mich ein recht schwacher Schocker, der sehr langsam in Fahrt kommt. Hauptdarstellerin Jessica Alba ist nicht so schlecht, der Rest der Besetzung ist unbekannt und keiner von denen kann irgendwelche Akzente setzen. Fazit: "The Eye" muss man nicht gesehen haben.

DVD-Potential: Kurz und bündig: Diesen Film kaufe ich nicht.

Kinostart: 29.5.2008
Horror
98
Min.
FSK: 16
 
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels  

Regie: Steven Spielberg. Darsteller: Harrison Ford (Indiana Jones), Karen Allen (Marion Ravenwood), Cate Blanchett (Agentin Spalko), Shia LaBeouf (Mutt Williams), John Hurt (Harold "Ox" Oxley), Ray Winstone (George "Mac" McHale), Jim Broadbent (Charles Standforth)

Inhalt: Das neueste Abenteuer beginnt 1957 mitten im kalten Krieg: Als Professor Jones nach Hause ans Marshall College zurückkehrt, muss er feststellen, dass er in Schwierigkeiten steckt: Der mit Indy eng befreundete Dekan des Colleges (Jim Broadbent) erklärt ihm, dass die jüngsten Aktivitäten des Professors Verdacht erregt haben - die US-Regierung besteht darauf, dass Indy seinen Lehrstuhl verliert. Auf dem Rückweg lernt er den jungen Rebellen Mutt (Shia LaBeouf) kennen. Obwohl Mutt auf den Archäologen sauer ist, macht er ihm dennoch einen attraktiven Vorschlag - falls Indy ihn bei einer persönlichen Mission unterstützt, könnte er einen der spektakulärsten Funde in der Geschichte der Archäologie machen: den mysteriösen Kristallschädel von Akator, den von alters ebenso faszinierende wie grauenerregende Legenden umranken.

Mein Eindruck: Als ich vor Jahren hörte, dass es einen neuen Indiana Jones-Film geben soll, habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt. Immerhin sah der Trailer dann gar nicht so übel aus. Jetzt habe ich den Film gesehen und muss sagen: Der Streifen überzeugt nicht. Es ist zwar alles so, wie man das aus den Indy-Filme her kennt, aber irgendwie kommt keine richtige Stimmung auf. Auch die Gags sitzen nicht. Sicher gibt es eine Unmenge Anspielungen auf die Vorgänger-Filme und Filmklassiker (wie z.B. Shia LeBeouf kommt als junger Brando mit seinem Motorrad angefahren, Indy besucht die Lagerhalle aus Teil 1 mit der Bundeslade, u.s.w.), doch auch das bringt den Film nicht wirklich weiter. Für mich passt die Sache mit dem Außerirdischen (okay, ich hab's verraten) nicht mit den "üblichen" Indiana Jones-Abenteuern zusammen. Auch Cate Blanchett bleibt ausgesprochen blass in ihrer Rolle. Und eins ist klar: Die Nazis waren immer schon die besseren Gegner, da kommen die Russen nicht mit... ;-)

DVD-Potential: Im Grunde kann man den Film ruhig liegen lassen. Da ich aber die ersten 3 auch habe...

Kinostart: 22.5.2008
Abenteuer
122
Min.
FSK: 12

 

 

 

 

 
Brügge sehen...und sterben?

Brügge sehen...und sterben?  

Regie: Martin McDonagh. Darsteller: Colin Farrell (Ray), Brendan Gleeson (Ken), Ralph Fiennes (Harry), Clémence Poésy (Chloe), Thekla Reuten (Marie), Jérémie Renier (Eirik), Eric Godon (Yuri)

Inhalt: Die Auftragskiller Ray und Ken werden nach einem Auftragsmord von ihrem Chef Harry ins belgische Brügge geschickt, um sich von dem schweren Job erholen. Während Ray die mittelalterliche Stadt zunehmend auf den Keks geht, findet Ken Gefallen an der malerischen Stadt. Mit der Zeit wird die geplante Erholung zur Farce, als die Beiden in gefährliche Konflikte mit Einheimischen, Touristen und einem Filmdreh geraten, durch die sich ihre Ansichten bezüglich Leben und Tod grundlegend ändern.

Mein Eindruck: "Brügge sehen...und sterben?" (im Original "In Bruges") ist ein kleiner, feiner englischer Streifen, ganz in der Tradition von "Bube Dame König grAs" - alllerdings nicht so abgedreht. Die Darsteller sind sehr gut, allen voran Colin Farrell als deprimierter Auftragskiller, dem Brügge mächtig auf den Sack geht. Das Zusammenspiel zwischen Farrell und Brendan Gleeson, der seinen älteren, erfahrenen Partner spielt, klappt hervorragend. Gerade die Unterschiedlichkeit der Beiden führt zu sehr seltsamen Dialogen und Weisheiten. Vor allem Gnome haben es Ray (Farrell) angetan. Auch Ralph Fiennes, der diesmal einen ziemlichen Drecksack spielt, weiß zu gefallen. Ich glaube nicht, dass der "ewige Gärtner" schon mal so einen fiesen Part gespielt hat. Neben den schrägen Szenen gefällt der Streifen in melancholischen Momenten, immer wieder untermalt von der großartigen Altstadt in Brügge.

DVD-Potential: Kein Thema, der Reiseführer über Brügge wird gekauft.

Kinostart: 15.5.2008
Schwarze Komödie
107
Min.
FSK: 16

 

 
Love Vegas

Love Vegas  

Regie: Tom Vaughan. Darsteller: Cameron Diaz (Joy McNally), Ashton Kutcher (Jack Fuller), Rob Corddry (Hater), Lake Bell (Tipper), Jason Sudeikis (Mason), Treat Williams (Jack Fuller Sr.), Queen Latifah (Dr. Twitchell), Dennis Farina (Banger)

Inhalt: Jack und Joy sind in Las Vegas, dem größten Nährboden für Dummheiten und abgefahrene Ereignisse. Jack, weil er gerade gekündigt und Joy, weil sie verlassen wurde. Beide suchen Spaß, doch als sie am nächsten Morgen mit einem Ring am Finger aufwachen, ist es damit auch vorbei. Als zu allem Überfluss Jack auch noch einen drei Millionen Dollar Jackpot knackt, beginnt eine grausige Zeit mit "Zwangsehe" und jeder Menge Gemeinheiten. Schließlich möchte jeder von Beiden möglichst gut aus der Sache herauskommen und am besten die vollen drei Millionen behalten. Also muss der jeweilige Gegenpart irgendwie vertrieben werden. Oder etwa doch nicht?

Mein Eindruck: "Love Vegas" ist eine nette Komödie mit romantischen Zügen, aber auch mit einigem schrägeren Humor. Es ist jedem vorher klar, dass sich Cameron Diaz und Ashton Kutcher am Ende kriegen, auch wenn es am Anfang so gar nicht danach aussieht. Die Beiden sind so unterschiedlich, unterschiedlicher geht es gar nicht. Cameron Diaz als karrieregeile Brokerin und Ashton Kutcher als liebenswerter Loser spielen ihre Rollen ganz ordentlich. Der Film hat seine stärksten Szenen, wenn der Rosenkrieg zwischen ihnen so richtig abgeht. Leider hat man schon einige Gags im Trailer gesehen (z.B. wie Kutcher in die Spüle pinkelt) und deshalb halten sich hier die Lacher in Grenzen. Sehenswert ist der Streifen aber auf jedem Fall.

DVD-Potential: Für kleine Kohle werde ich schwach.

Kinostart: 8.5.2008
Komödie
99
Min.
FSK: 6

 

 
Speed Racer

Speed Racer  

Regie: Andy & Larry Wachowski. Darsteller: Emile Hirsch (Speed Racer), John Goodman (Pops Racer), Susan Sarandon (Mom Racer), Christina Ricci (Trixie), Matthew Fox (Racer X), Christian Oliver (Snake Oiler), Benno Fürmann (Inspector Detector)

Inhalt: Angst ist ein Fremdwort für den jugendlichen Speed Racer (Emile Hirsch). Der geborene Rennfahrer prescht mit dem eigens von seinem Vater Pops Racer (John Goodman) entwickelten Boliden Mach 5 über den Asphalt und bewahrt damit das Vermächtnis seines verstorbenen Bruders Rex. Als er illegalen Siegabsprachen großer Industrieller wie Firmenchef Royalton auf die Spur kommt, verbündet er sich mit seinem Rivalen Racer X.

Mein Eindruck: An diesem Film werden sich die Geister scheiden: "Speed Racer" ist ein kunterbuntes Knallbonbon, eine rasante Rennfahrergeschichte im Comicstil, eine total überzogene Achterbahnfahrt auf der Überholspur. Ich kann nur sagen: Mir hat es gefallen. Und auch wenn die Rennsequenzen extrem künstlich sind, irgendwie hat die ganze Sache was. Kurios: Der Film kann sehr gute Schauspieler aufweisen. Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon für so einen Streifen hergeben würde?  Auch John Goodman und Christina Ricci können ihren Charakteren, die lediglich im grünen Raum agieren mussten, eine gewisse Tiefe geben. Wie gesagt, ich kann mit dem neusten Streich der Wachowski-Brüder ("Matrix") gut leben, aber einige Leute werden diesen Film garantiert hassen.

DVD-Potential: Na ja, was soll ich schreiben, ich werde mir die DVD zulegen.

Kinostart: 8.5.2008
Action, Comic
130
Min.
FSK: 12

 

 
Tödliche Entscheidung

Tödliche Entscheidung  

Regie: Sidney Lumet. Darsteller: Philip Seymour Hoffman (Andrew 'Andy' Hanson), Ethan Hawke (Henry 'Hank' Hanson), Albert Finney (Charles Hanson), Marisa Tomei (Gina Hanson), Rosemary Harris (Nanette Hanson), Aleksa Palladino (Chris Lasorda), Brian F. O'Byrne (Bobby Lasorda)

Inhalt: Andy, Geschäftsführer eines Wirtschaftsprüfungsunternehmens, ist glücklich verheiratet und führt dank seines stattlichen Einkommens ein extravagantes Leben. Als ihm jedoch wegen seines exzessiven Drogenkonsums das Geld ausgeht, beginnt er das Vermögen seiner Firma zu veruntreuen. Da ihm die Steuerprüfer langsam aber sicher auf die Schliche kommen, überredet er seinen Bruder Hank zu einem waghalsigen Plan, um seinen finanziellen Engpass zu beseitigen: Er will den Juwelierladen seiner Eltern ausrauben.

Mein Eindruck: Altmeister Sidney Lumet, Jahrgang 1924, hat gezeigt, dass er immer noch für einen zeitgemäßen Film gut ist. Der Regisseur von "Angriffsziel Moskau", "The Verdict", "Hundstage" oder "Mord im Orient Express" hat für sein neustes Werk (im Original: Before the Devil Knows You're Dead) eine hervorragende Besetzung gefunden. Wieder einmal zeigt Philip Seymour Hoffman seine Wandlungsfähigkeit. Noch vor kurzem habe ich ihn in "Die Geschwister Savage" als Literaturprofessor gesehen, jetzt spielt er einen erfolgreichen, kalten Unternehmer, dem sein Leben aus den Händen gleitet. Ethan Hawke ("Training Day", "Gattaca") spielt die Rolle des jüngeren Bruders, einem Loser, eben so gut. Das Beste am Film ist die ungewöhnliche Erzählstruktur: Die Handlung wird in Rückblenden aus verschiedenen Perspektiven wiedergegeben und erst am Ende erkennt man die furchtbaren Ausmaße des Verbrechens.

DVD-Potential: Ich bin mir ziemlich sicher: Die DVD wird gekauft.

Kinostart: 10.4.2008
Thriller, Drama
117
Min.
FSK: 16

 

 
Iron Man

Iron Man  

Regie: Jon Favreau. Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark / Iron Man), Terrence Howard (Jim Rhodes), Jeff Bridges (Obadiah Stane), Gwyneth Paltrow (Virginia 'Pepper' Potts), Leslie Bibb (Christine Evert), Shaun Toub (Yinsen)

Inhalt: Als der Rüstungsindustrielle und Multimilliardär Tony Stark in Afghanistan der US-Armee seine neue Waffe präsentiert, gerät sein Konvoi in einen Hinterhalt und er selbst in Gefangenschaft. Seine Entführer sperren ihn in eine Werkstatt und fordern ihn auf, für sie eine todbringende Waffe zu entwickeln. Sie haben jedoch nicht mit seinem Einfallsreichtum gerechnet, denn der Tüftler baut sich einen schusssicheren Komplettanzug mit Feuerwerfen und macht seinen Peinigern Feuer unterm Hintern. Zurück in der Heimat perfektioniert Starks seine Erfindung. Es ist die Geburtsstunde des Iron Man.

Mein Eindruck: Nach längerer Zeit hat mich ein vermeintlicher Blockbuster-Film endlich mal wieder überzeugt. Mir hat "Iron Man" von Anfang bis Ende sehr gut gefallen. Vor allem der schräge Humor hat mich überzeugt, der vor allem vom exzentrischen Tony Stark rüberkommt. Robert Downey Jr., der in Hollywood schon abgeschrieben schien, liefert als eigenwilliger  Milliardär eine starke Darstellung. Einen anderen als ihn kann ich mir als Tony Stark / Iron Man gar nicht vorstellen. Und auch die Leistungen von Jeff Bridges (Der Dude!) und Gwyneth Patrow ("Shakespeare in Love") passen sich dem hohen Niveau der Comic-Verfilmung an. "Iron Man" ist die erste Comicverfilmung, die Marvel selbst produziert hat. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich freue mich schon auf Iron Mans Kurzauftritt in dem zweiten Hulk-Streifen.

DVD-Potential: Diesmal ist es einfach: Iron Man wird zu 100% gekauft.

Kinostart: 1.5.2008
Action, Comic
123
Min.
FSK: 12

 

 
Die Geschwister Savage

Die Geschwister Savage  

Regie: Tamara Jenkins. Darsteller: Laura Linney (Wendy Savage), Philip Seymour Hoffman (Jon Savage), Philip Bosco (Lenny Savage), Peter Friedman (Larry), David Zayas (Eduardo), Gbenga Akinnagbe (Jimmy), Cara Seymour (Kasia)

Inhalt: Der an Demenz leidende Lenny Savage lebt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Doris in Seniorenparadies Sun City. Als Doris überraschend verstirbt, sind plötzlich ihre beiden Kinder Wendy und Jon in der Pflicht und müssen sich um ihren Vater kümmern. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, da die beiden wegen Vorkommnissen in ihre Kindheit kaum noch Kontakt zu ihrem Vater haben. Deshalb kommt es zu einem Aufeinandertreffen, das alte Wunden wieder aufreißt.

Mein Eindruck: Der Film behandelt ein sehr unangenehmes Thema: Wie verhält man sich, wenn ein Elternteil ins Heim muss und man jahrelang keinen Kontakt mehr zu dieser Person hat. Regisseurin Tamara Jenkins hat dieses heikle Thema behutsam aufgearbeitet und das Ergebnis überzeugt in allen Belangen. Vor allem ist es ihr gelungen, den typischen Hollywood-Kitsch rauszulassen. Außerdem hat sie mit Laura Linney und Philip Seymour Hoffman zwei hervorragende Schauspieler gefunden, die völlig in ihren Rollen aufgehen und absolut glaubhaft wirken. Ihr Zusammenspiel ist hervorragend, und die kleinen, schrägen Momente geben dem Film trotz des ernsten Themas eine heitere Note. Kurzum: Top-Film mit Top-Besetzung, der zu Unrecht bei den Oscars links liegen gelassen wurde.

DVD-Potential: DVD-Potential ist vorhanden, auch wenn der Stoff nicht ganz ohne ist.

Kinostart: 24.4.2008
Drama
114
Min.
FSK: 12

 

 
21

21  

Regie: Robert Luketic. Darsteller: Jim Sturgess (Ben Campbell), Kevin Spacey (Prof. Micky Rosa), Kate Bosworth (Jill Taylor), Aaron Yoo (Choi), Liza Lapira (Kianna), Jacob Pitts (Jimmy Fisher), Laurence Fishburne (Cole Williams)

Inhalt: Aufgrund seiner guten Ergebnisse als Mathematikstudent am renommierten MIT, erhält Ben Campbell ein verlockendes Angebot. Sein Mathematikprofessor Micky Rosa will Ben in sein sechsköpfiges Black Jack Team aufnehmen, das er im Kartenzählen professionell ausbildet. Denn Rosa hat eine Formel entwickelt, mit der es möglich ist, alle Las Vegas Casinos um Millionen Dollar zu erleichtern. Nach einigen erfolgreichen Runden Black Jack schöpft jedoch auch die Security der Casinos Verdacht und nimmt die Spur von Rosa und seinem Expertenteam auf.

Mein Eindruck: Immer mehr Spielfilme werden in Las Vegas gedreht ("Ocean's 13", "Glück im Spiel", demnächst "Love Vegas"), weil sich das Spielerparadies sehr gut in Szene setzen lässt. Der Streifen basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt die Story von 5 Collegeschülern (inklusive Professor), die durch Kartenzählen die Casinos abzocken. Kartenzählen ist grundsätzlich nicht illegal, aber die Casinobetreiber sehen solche Leute nicht gerne an ihren Tischen. Sobald man erwischt wird, fliegt man raus (und das ist noch der beste Fall). Der Film ist ordentlich gemacht und wird schnittig erzählt. Kevin Spacey als erfahrener Darsteller verleiht dem Film eine gewisse Seriosität, seine jungen Mitspieler sind - abgesehen von Kate Bosworth - unbekannt, was aber dem Film nicht schadet. Schön anzusehen ist der Kontrast vom drögen Uni-Leben im verschneiten Boston im Vergleich zur rauschenden Party in der Glut von Las Vegas.

DVD-Potential: Für kleine Kohle wird der Film auf DVD gekauft.

Kinostart: 10.4.2008
Zocker-Drama
123
Min.
FSK: 12
 
Street Kings

Street Kings  

Regie: David Ayer. Darsteller: Keanu Reeves (Det. Tom Ludlow), Forest Whitaker (Captain Jack Wander), Hugh Laurie (Captain James Biggs), Chris Evans (Det. Paul Diskant), Martha Higareda (Grace Garcia), Cedric The Entertainer (Scribble), Jay Mohr (Sgt. Mike Clady)

Inhalt: Tom Ludlow ist Polizist beim Los Angeles Police Department und hat sich durch eigenwillige und kompromisslose Ermittlungen zahlreiche Feinde gemacht. Während einer Geiselnahme zieht er die Aufmerksamkeit des Ermittlers Biggs auf sich, der fortan nur auf den geeigneten Moment wartet um Ludlow abzuservieren. Als Ludlows Kollege Washington getötet wird, gerät er als plötzlich Hauptverdächtiger in den Focus der Ermittlungen. Vom Fall suspendiert macht sich Ludlow nun auf eigene Faust auf die Suche der Mörder. Dabei findet er heraus, dass der Mord der Anfang eines weit reichenden Korruptionsskandals beim LAPD zu sein scheint.

Mein Eindruck: "Street Kings" basiert auf einer Story von James Ellroy, und das allein bürgt schon für Qualität. Doch leider kann der Film die hohen Erwartungen, die ich vorher hatte, nicht ganz erfüllen. Ich sehe Keanu Reeves als Schauspieler sehr gerne, aber seine Rolle als böser/guter Cop kaufe ich ihm diesmal nicht ab. Ansonsten bietet der Streifen die bekannten Zutaten: Gute Cops wollen böse Cops aus dem Verkehr ziehen, die Polizei ist durch und durch korrupt, Manipulation ist an der Tagesordnung. Wie gesagt, die Abkehr von Reeves zur dunklen Seite hat mich nicht überzeugt. Handwerklich kann man über den Film nicht meckern, ein Highlight ist der Streifen aber nicht.

DVD-Potential: Als alter Keanu-Reeves-Fan werde ich mir die DVD zulegen.

Kinostart: 17.4.2008
Thriller, Drama, Action
107
Min.
FSK: 18
 
Juno

Juno  

Regie: Jason Reitman. Darsteller: Ellen Page (Juno MacGuff), Michael Cera (Paulie Bleeker), Jennifer Garner (Vanessa Lorring), Jason Bateman (Mark Loring), J.K. Simmons (Mac MacGuff), Allison Janney (Bren MacGuff), Olivia Thirlby (Leah)

Inhalt: Die 16-jährige Juno wird von ihrem Klassenkameraden Bleeker ungewollt schwanger und steht nun vor einer schwierigen Entscheidung. Dank der Unterstützung ihrer Eltern und ihrer besten Freundin Leah wird ihre jedoch schnell klar, dass sie das Kind zur Adoption freigeben wird. Dafür scheint keiner besser geeignet als das Ehepaar Loring, das seit Jahren auf eine Adoption wartet und ein perfektes Leben führt. Während der Monate der Schwangerschaft lernt Juno die Adoptiveltern besser kennen und muss dabei feststellen, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Mein Eindruck: "Juno" ist die zweite Regiearbeit von Jason Reitman ("Thank You For Smoking") und die ist ihm sehr gut gelungen. Für die Drehbuchautorin Diablo Cody gab es sogar einen Oscar 2008. An der Kasse hat die Indie-Produktion auch abgeräumt, und das ist kein Zufall. Denn in dem Film stimmt alles: Hervorragende Darsteller, trockene Dialoge, schräge Story. Aber der Film ist nur deshalb so gut gelungen, weil Hauptdarstellerin Ellen Page ("X-Men 3") alle in den Schatten stellt. Ich behaupte jetzt schon mal, dass Juno MacGuff ihre beste Rolle aller Zeiten sind wird.

DVD-Potential: Hier ist der Fall klar: "Juno" wird gekauft.

Kinostart: 20.3.2008
Komödie, Drama
96
Min.
FSK: 6
 
Untraceable

Untraceable  

Regie: Gregory Hoblit. Darsteller: Diane Lane (Agent Jennifer Marsh), Billy Burke (Detective Eric Box), Colin Hanks (Agent Griffin Dowd), Joseph Cross (Owen Reilly), Mary Beth Hurt (Stella Marsh), Peter Lewis (Richard Brooks), Tyrone Giordano (Tim Wilks), Tim De Zarn (Herbert Miller)

Inhalt: Die FBI-Agentin Jennifer Marsh ist einem brutalen Serienkiller auf der Spur, der sich die Sensationsgier der heutigen Gesellschaft zunutze macht. Der brutale Killer überträgt seine Morde nämlich per Video-Stream live im Internet und lässt seine Opfer mit jedem weiteren Besucher schneller und brutaler sterben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der nicht nur in der realen Welt sondern vor allem im Internet stattfindet.

Mein Eindruck: "Untraceable" ist ein zeitgemäßer Thriller: Ein Serienmörder tötet seine Opfer nicht selber, er lässt die Internetuser sein blutiges Werk vollenden. Je mehr Besucher seine Seite anklicken, desto schneller stirbt das Opfer. Der Cyber-Killer nutzt den Voyeurismus der Internet-Community aus. Der Film ist ordentlich in Szene gesetzt, die Darsteller sind durchweg gut besetzt, die Spannung kann sich über den gesamten Film halten. Schwächen gibt es natürlich auch (der Killer ist den Agenten immer mindestens 3 Schritte voraus), aber das tut der Unterhaltung keinen Abbruch.

DVD-Potential: Wie ich mich kenne, kaufe ich den Film (aber lieber günstig).

Kinostart: 3.4.2008
Thriller
101
Min.
FSK: 16
 
Daddy ohne Plan

Daddy ohne Plan  

Regie: Andy Fickman. Darsteller: Dwayne Johnson (Joe Kingman), Madison Pettis (Peyton Kelly), Kyra Sedgwick (Stella Peck), Roselyn Sanchez (Monique Vasquez), Morris Chestnut (Sanders), Hayes MacArthur (Kyle Cooper), Jamal Duff (Clarence Monroe), Paige Turco (Karen Kelly)

Inhalt: Der erfolgreiche Quarterback Joe Kingman genießt sein Junggesellendasein in vollen Zügen und lässt keine gute Party aus. Doch als eines Tages seine ihm unbekannte achtjährige Tochter auftaucht, die scheinbar aus seiner letzten Ehe hervorgegangen ist, ist das entspannte Junggesellenleben vorbei. Auch seine Agentin Stella ist ihm in dieser verzwickten Situation keine große Hilfe, da sie ebenfalls nichts mit einem Kind anzufangen weiß.

Mein Eindruck: "Daddy ohne Plan" ist eine typische Disney-Komödie. Das Thema ist altbekannt und wurde schon dutzendmal aufbereitet: Ein erfolgreicher Junggeselle (The Rock) wird ohne Vorwarnung Vater und muss sich mit seinem aufmüpfigen Sprössling (süß: Madison Pettis) rumschlagen. Natürlich verändert sich sein Leben trotz kleiner Rückschläge zum Positiven und dem Happy-End steht nichts mehr im Wege. Obwohl das Thema ausgelutscht ist hat mir der Film gefallen. Das liegt vor allem an der guten Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern. Actionstar The Rock zeigt hier seine komödiantischen Fähigkeiten, die er schon bei "Be Cool" erfolgreich eingesetzt hat. Und die Kleene Medison Pettis braucht nur ihre Kulleraugen einzusetzen, dann ist alles klar.

DVD-Potential: Ich bin nicht abgeneigt, mir die DVD zuzulegen, aber Nice-Price wäre nicht schlecht.

Kinostart: 27.3.2008
Komödie
110
Min.
FSK: o.A.
 
Abgedreht

Abgedreht  

Regie: Michel Gondry. Darsteller: Jack Black (Jerry), Mos Def (Mike), Danny Glover (Mr. Fletcher), Mia Farrow (Miss Falewicz), Melonie Diaz (Alma), Irv Gooch (Wilson), Chandler Parker (Craig), Arjay Smith (Manny)

Inhalt: Jerry beschließt eines Tages, das örtliche Kraftwerk zu sabotieren, das er für seine langjährigen Kopfschmerzen verantwortlich macht. Doch statt gelungener Rache wird er magnetisiert. Mit diesem Magnetfeld "bewaffnet", besucht er seinen besten Freund Mike, der gerade in der Videothek von Mr. Fletcher aushilft, und löscht so aus Versehen alle Videos im Laden. Um zu verhindern, dass Ms. Falewicz ihrem guten Freund Mr. Fletcher etwas von dem Chaos berichtet, das sie in seinem Laden angestellt haben, beschließen die Beiden, die Filme einfach selbst nachzudrehen.

Mein Eindruck: Auf Filme von Michel Gondry freue ich mich besonders, weil kaum jemand - außer sein Kumpel Charlie Kaufman - so schräge Filme macht. Diese Mal hat er sich aber etwas zurückgehalten, denn "Abgedreht" ist eher sein normalster Film. Trotzdem ist er ihm gut gelungen. Auch wenn ich den Film als "normal" einstufe, die Handlung trägt klar die Handschrift von Gondry. Das sieht man vor allem an den "geschwedeten" Filmen, die man leider nur auszugsweise sehen kann. Die Darsteller sind allesamt gut, das Drehbuch ebenso, alles in allem ist "Abgedreht" (im Original "Be kind, rewind") eine gute Komödie, die aber bestimmt nicht jedermanns Sache ist.

DVD-Potential: Da ich Michel Gondry Filme immer gut finde, wird auch diese DVD gekauft.

Kinostart: 3.4.2008
Komödie
101
Min.
FSK: o.A.
 
Jumper

Jumper  

Regie: Doug Liman. Darsteller: Hayden Christensen (David), Samuel L. Jackson (Roland), Diane Lane (Mary Rice), Jamie Bell (Griffin), Rachel Bilson (Millie), Michael Rooker (William Rice), Tom Hulce (Mr.Bowker)

Inhalt: Als David Rice herausfindet, dass er sich überall hin teleportieren kann, sieht er dies als eine Gabe und genießt die neue "Reisefreiheit". Schließlich muss der jedoch feststellen, dass er nicht der Einzige sog. Jumper ist und dass es bereits seit Tausenden von Jahren Menschen mit dieser genetischen Abnormalität gibt. Im gleichen Atemzug findet er heraus, dass es ebenfalls Menschen gibt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Jumper zu töten. Um diesen zu entrinnen tut er sich schließlich mit einem anderen Jumper namens Griffin zusammen.

Mein Eindruck: Die erste Viertelstunde hat mir noch gefallen, denn da erfahren wir, wie Jung-David seine Jumper-Qualitäten entdeckt. Der Rest ist Schweigen. Die Trickeffekte können sich sehen lassen, aber das ist für mich das einzig positive an dem ansonsten schlappen Streifen. Trotz schneller Schnitte und Action wirkt der Film extrem langatmig und konzeptlos. Ich wäre im Kino fast eingeschlafen. Die Charaktere sind extrem eindimensional, die Story einfallslos und die Dialoge bremsen den Speed der Jumper-Szenen gnadenlos aus. Ich wäre am liebsten vom Kinosessel direkt nach Hause gejumpt...

DVD-Potential: Die Entscheidung ist eindeutig: Den Film habe ich gesehen und das reicht.

Kinostart: 27.3.2008
Abenteuer, Sci-Fi
89
Min.
FSK: 12
 
8 Blickwinkel

8 Blickwinkel  

Regie: Peter Travis. Darsteller: Dennis Quaid (Thomas Barnes), Forest Whitaker (Howard Lewis), William Hurt (Präsident Ashton), Matthew Fox (Kent Taylor), Bruce McGill (Phil McCullough), Edgar Ramirez (Javier), Sigourney Weaver (Rex Brooks), Said Taghmaoui (Suarez)

Inhalt: Bei einem Gipfeltreffen im spanischen Salamanca hat US-Präsident Ashton mit Staatsmännern aus aller Welt ein bahnbrechendes Bündnis im Kampf gegen den Terror geschlossen. Doch als er seine Rede hält, wird er erschossen. Sofort machen sich die beiden Secret Service Agenten Thomas Barnes und Kent Taylor auf die Suche nach dem Attentäter. Und schnell zeigt sich, dass dieses Attentat nur der Anfang war.

Mein Eindruck: "8 Blickwinkel" ist eine Mischung aus der TV-Serie "24" und "Und täglich grüßt das Murmeltier" - und zwar eine gutgemachte. Der Zuschauer erlebt immer wieder die Geschichte des Anschlags aus verschiedenen Blickwinkeln: Mal aus der Sicht eines amerikanischen Touristen (Forest Whitaker), mal aus der des Secret Service Agenten Barnes (Dennis Quaid) oder aus der Perspektive des US-Präsidenten (William Hurt). Der Film ist schauspielerisch gut besetzt, die Handlung ist spannend in Szene gesetzt und die Action (sprich: Autoverfolgungsjagd) kann sich sehen lassen. Einzig die ständige Wiederholung der Anfangssequenz löste im Zuschauerraum leichtes Gelächter aus - mich hat beides nicht gestört. :-)

DVD-Potential: Sieht gut aus, 8 Blickwinkel wird gekauft.

Kinostart: 28.2.2008
Thriller, Action
90
Min.
FSK: 12

 

 
Im Tal von Elah

Im Tal von Elah  

Regie: Paul Haggis. Darsteller: Tommy Lee Jones (Hank Deerfield), Charlize Theron (Det. Emily Sanders), Susan Sarandon (Joan Deerfield), Jason Patric (Lt. Kirklander), James Franco (Sgt. Dan Carnelli), Barry Corbin (Arnold Bickman), Josh Brolin (Chief Buchwald), Frances Fisher (Evie), Wes Chatham (Corporal Steve Penning)

Inhalt: Als sein Sohn Mike nach seiner Rückkehr aus dem Irak spurlos verschwindet, stellt der pensionierte Berufssoldat Hank Deerfield eigene Ermittlungen an. Unterstützt von der jungen Polizistin Emily Sanders und gegen den Willen der Behörden hegt er einen grausigen Verdacht: Könnte Mike von Mitgliedern seines Platoons ermordet worden sein?

Mein Eindruck: In letzter Zeit habe in Glück: Außer dem grottenschlechten "10.000 BC" gab es nur gute Filme. Paul Haggis' ("L.A.Crash") neuster Film gehört auch zu den Guten. In ruhigen Bildern schildert er den Kampf eines Vaters (Tommy Lee Jones), der seinen vermissten Sohn sucht. Je länger die Suche dauert, desto tiefer taucht der Zuschauer mit dem Vater in eine Welt ein, von der man gar nichts wissen will. Man bekommt einen Eindruck der Situation der US-Soldaten, die im Irak ihren Dienst ableisten und nach Hause zurückkommen. Regisseur Paul Haggis, der für "L.A.Crash" den Oscar als besten Film gewinnen konnte, hat namhafte (und ebenfalls Oscar-prämierte) Mimen für diesen Film gewonnen: Tommy Lee Jones (Oscar für "Auf der Fluch") spielt den Vater hervorragend, seine Leistung brachte ihm ihm eine Nominierung als bester Hauptdarsteller. Charlize Theron (Oscar für "Monster") ist mal wieder eher hässlich als schön, aber ihre Darstellung der gebeutelten Polizistin kann sich sehen lassen. Und Susan Sarandon (Oscar für "Dead Man Walking") hat eine kleine Rolle als Tommy Lee Jones' Frau.

DVD-Potential: Kein Problem, der Film wird meiner Sammlung einverleibt.

Kinostart: 6.3.2008
Drama
122
Min.
FSK: 12

 

 
Michael Clayton

Michael Clayton  

Regie: Tony Gilroy. Darsteller: George Clooney (Michael Clayton), Tom Wilkinson (Arthur Edens), Tilda Swinton (Karen Crowder), Sydney Pollack (Marty Bach), Michael O'Keefe (Barry Grissom), Ken Howard (Don Jefferies), Merritt Wever (Anna)

Inhalt: Bereits seit mehreren Jahren arbeitet der ehemalige Staatsanwalt Michael Clayton für die New Yorker Kanzlei Kenner, Bach & Ledeen und löst dort hinter den Kulissen die unschönen Aufgaben seines Arbeitgebers. Obwohl er den Job lieber gestern als heute hinschmeißen würde, ist er wegen finanzieller Probleme an die Kanzlei gebunden. Als der brillante aber manisch-depressive Anwalt Arthur Edens in einem milliardenschweren Fall die Fronten wechselt und sich gegen seinen Klienten U/North stellt, soll Clayton seinen alten Freund zur Vernunft bringen. Doch Karen Crowder, die Leiterin der Rechtsabteilung bei dem Chemikalienhersteller, traut Clayton nicht und setzt eigene Männer auf den Fall an - ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Mein Eindruck: Michael Clayton war einer der großen Verlierer der Oscar-Verleihung, denn nur Tilda Swidon konnte als beste Nebendarstellerin den begehrten Preis in Empfang nehmen. Der Film ist aber kein Verlierer, vielmehr ein ruhiger Thriller mit interessantem Plot und sehr guten Darstellern. George Clooney ist Michael Clayton, er spielt die Hauptrolle gewohnt gut. Tom Wilkinson als durchgeknallter Anwalt hat die bessere Rolle, die ebenso wie Clooney für einen Oscar nominiert war (der Ausgang ist bekannt). Sydney Pollack rundet die gute Besetzung ab. Die Geschichte ist sehr gut inszeniert und das Ende hat es in sich - "Michael Clayton" kann über 2 Stunden intelligent fesseln.

DVD-Potential: Guter Film, gute DVD - wird gekauft.

Kinostart: 28.2.2008
Thriller
120
Min.
FSK: 12

 

 
10.000 BC

10.000 BC  

Regie: Roland Emmerich. Darsteller: Steven Strait (D'Leh), Camille Belle (Evolet), Cliff Curtis (Tic Tic), Joel Virgel (Nakudu), Affif Ben Badra (Warlord), Mo Zinal (Ka'Ren), Nathaniel Baring (Baku), Mona Hammond (Alte Mutter)

Inhalt: Es begab sich zu einer Zeit, in der Mann und Bestie ungezähmt waren und gewaltige Mammuts auf der Erde umher wanderten. Eine Zeit, in der Ideen und der Glauben geboren wurden, welche die gesamte Menschheit für immer prägen sollten. "10.000 BC" erzählt die Geschichte eines jungen Jägers D'leh, der seine Armee quer durch eine gewaltige Wüste führt, in erbitterte Kämpfe mit Säbelzahntigern und prähistorischen Raubtieren gerät, auf untergegangene Kulturen stößt und versucht, die Frau, die er liebt, aus den Fängen eines feindlichen Kriegsherrn zu befreien.

Mein Eindruck: Ich hatte vorher schon viel schlechtes vom neuen Emmerich-Streifen gehört und gelesen, und diese Kritiken sollten sich bewahrheiten. "10.000 BC" ist ein krudes Mischmasch aus Filmen wie "Stargate", "Apocalypto" oder "Herr der Ringe" (die Liste geht endlos weiter), der Film kann in keiner Sekunde überzeugen und ist daher eher als Komödie anzusehen. Denn was uns Roland Emmerich ("Independence Day") hier auftischt, dass kann er doch nicht ernst gemeint haben. Die Dialoge sind schrecklich, ein Drehbuch ist nicht vorhanden, die Darsteller sind Knallchargen, die Trickeffekte mäßig und selbst der große Showdown am Ende ist nur ein laues Lüftchen. Oftmals mussten wir uns im Kino das Lachen verkneifen, denn ich und mein Kumpel konnten den Schwachsinn kaum mehr ertragen.

DVD-Potential: Die Entscheidung fällt leicht: NO WAY !

Kinostart: 6.3.2008
Abenteuer, Fantasy
109
Min.
FSK: 12

 

 
Helden der Nacht

Helden der Nacht  

Regie: James Gray. Darsteller: Joaquin Phoenix (Bobby Green), Mark Wahlberg (Cpt. Joseph Grusinsky), Robert Duvall (Dep. Chief Bert Grusinsky), Eva Mendes (Amada Juarez), Alex Veadov (Vadim Nezhinski), Dominic Colon (Freddie), Danny Hoch (Jumbo Falsetti), Oleg Taktarov (Pavel Lubyarsky), Moni Moshonov (Marat Buzhayev)

Inhalt: Ende der 80er Jahre besitzt Bobby Green einen Nachclub in Brooklyn, in dem sich die russische Mafia die Klinke in die Hand gibt. Diese steht aufgrund illegaler Drogengeschäfte und ausufernder Gewalt mit der örtlichen Polizei, der unter anderem Bobbys Bruder Joseph und auch sein Vater Burt angehören, in Konflikt. Dieses Geheimnis gilt es zu wahren, um so eine Eskalation zu vermeiden. Anfangs gelingt dies, doch als Joseph verletzt wird, gerät die Situation außer Kontrolle.

Mein Eindruck: James Gray kennt sich in der Materie aus. Als Regisseur von "The Yards" und "Little Odessa" hat er das Thema Russenmafia gegen die Polizei in New York zweimal ins Kino gebracht, jetzt präsentiert er mit "Helden der Nacht" den dritten Film zum selben Thema. Diesmal kann er eine hochkarätige Besetzung aufweisen: Joaquin Phoenix und Mark Wahlberg (beide haben den Film auch produziert) sowie Robert Duvall und Eva Mendes gehen in ihren Rollen vollkommen auf und bieten überzeugende darstellerische Leistungen. Auch wenn das Erzähltempo etwas langsam ist, so kann der Streifen doch fesseln. Ein Beispiel wäre die Szene, in der Bobby (Phoenix) ins Drogenlager der Russen gebracht wird. Trotzdem gibt es hier und da einige Längen, und auch das Ende fällt erwartungsgemäß aus. Aber abgesehen davon hat James Gray einen ordentlichen Streifen abgeliefert.

DVD-Potential: Ich bin nicht abgeneigt, aber der Preis sollte stimmen.

Kinostart: 21.2.2008
Thriller
117
Min.
FSK: 16

 

 
No Country For Old Men

No Country For Old Men  

Regie: Joel & Ethan Coen. Darsteller: Tommy Lee Jones (Sheriff Bell), Javier Bardem (Anton Chigurh), Josh Brolin (Llewellyn Moss), Woody Harrelson (Carson Wells), Kelly Macdonald (Carla Jean Moss), Garret Dillahunt (Wendell), Tess Harper (Loretta Bell), Barry Corbin (Ellis)

Inhalt: Eine Antilopenjagd im Südwesten von Texas kommt zu einem überraschenden Ende, als Llewellyn Moss plötzlich die Überreste eines missglückten Drogendeals findet: Mehrere Leichen, eine Ladung Heroin und zwei Millionen Dollar. Ohne lange zu zögern verschwindet er mit dem Geld, doch von nun an sind ihm der ehemalige Special-Forces-Mann Carson Wells und der aus dem Gefängnis geflohene Serienkiller Anton Chigurh auf den Fersen. Als zwei weitere Männer tot aufgefunden werden, bietet ihm der in die Jahre gekommene Sheriff Bell seine Hilfe an.

Mein Eindruck: Die Coen-Brüder haben endlich wieder zu ihrer alten Klasse wieder gefunden. "Ladykillers" (2004) war der Tiefpunkt ihrer Karriere und "Ein (un)möglicher Härtefall" (2003) war noch so gerade okay. Jetzt habe die beiden mit "No Country For Old Men" einen Film abgeliefert, der ihnen würdig ist. Man könnte den Streifen als Mischung aus "Blood Simple" und "Fargo" sehen, allerdings nicht im Tiefschnee von Minnesota, sondern in der Hitze von Texas. Mit Javier Bardem, der wohl den schrägsten Killer der Filmgeschichte spielt, haben die Brüder eine Frisur ins Kino gebracht, die ihresgleichen sucht. Für seine Darstellung des Anton Chigurh (was für ein Name!) heimste Bardem auch den Oscar ein, und die ist meiner Meinung nach hochverdient. Das der Streifen bei den Oscars auch noch bester Film des Jahres wird, das nehme ich wohlwollend zur Kenntnis. Aber auch ohne die Auszeichnungen ist der Film ein absoluter Hammer.

DVD-Potential: Natürlich werde ich mir den Film zulegen, das ist doch keine Frage.

Kinostart: 28.2.2008
Thriller
122
Min.
FSK: 16

 

 

 
There will be Blood

There will be Blood  

Regie: Paul Thomas Anderson. Darsteller: Daniel Day-Lewis (Daniel Plainview), Paul Franklin Dano (Eli Sunday), Kevin J. O'Connor (Henry), Ciaran Hinds (Fletcher), Dillon Freasier (H.W.), Mary Elizabeth Barrett (Fannie Clark), Colleen Foy (Mary Sunday), Hope Elizabeth Reeves (Elizabeth)

Inhalt: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stolpert der nach Silber suchende Bergmann Daniel Plainview an der Westküste der USA über Öl. Dank dieses Fundes kann er seinen persönlichen American Dream leben und häuft innerhalb von kürzester Zeit eine große Menge Geld an. Doch die Gier nach mehr lässt ihn zu einem kaltblütigen Geschäftsmann werden, der nicht duldet, dass sich jemand in seinen Weg stellt. Ausgerechnet an dem vermeintlich einfältigen Jungen Eli Sunday, auf dessen Grund er unter falschem Vorwand nach Öl bohren will, beißt er sich jedoch schließlich die Zähne aus.

Mein Eindruck: Die ersten 10 Minuten des Film sind ohne Dialog - welcher aktuelle Film traut sich so etwas? "There will be Blood" ist Paul Thomas Andersons ("Magnolia", "Boogie Nights") dunkelster Film über einen geld- und machtgierigen Ölmann. Daniel Day-Lewis geht in der Rolle des Daniel Plainview vollkommen auf und vollkommen zurecht hat er dafür den Golden Globe und den Oscar als bester Hauptdarsteller gewinnen können. Plainview ist die Personifizierung des Bösen, skrupellos bootet er seine Konkurrenten aus, er bringt die unwissenden Farmer ohne mit der Wimper zu zucken um ihren Reichtum. Für ihn gibt es nur eines: Gewinnen. Ich muss noch die Kameraführung loben, denn die staubige und karge Landschaft der Öltürme vermittelt ein grandioses Bild des damaligen Zeit - und auch die exzentrische Musik tut ihres dazu. Bester Film ist "There will be Blood" bei der 80.Oscar-Verleihung nicht geworden, aber trotzdem ist der Film schon jetzt ein Highlight im Kinojahr 2008.

DVD-Potential: Ist zwar kein leichter Stoff, aber dieser Film wird in meine DVD-Sammlung aufgenommen.

Kinostart: 14.2.2008
Drama
158
Min.
FSK: 12

 

 

 
Sweeney Todd

Sweeney Todd  

Regie: Tim Burton. Darsteller: Johnny Depp (Sweeney Todd), Helena Bonham Carter (Mrs. Lovett), Alan Rickman (Richter Turpin), Timothy Spall (Beadle Bamford), Sacha Baron Cohen (Adolfo Pirelli), Jamie Campbell Bower (Anthony Hope), Laura Michelle Kelly (Bettlerin), Jayne Wisener (Johanna), Ed Sanders (Toby)

Inhalt: Der glücklich verheiratete und frisch gebackene Vater Benjamin Barker wird durch den mächtigen Richter Tupin zu Unrecht in ein Gefängnis weit außerhalb seiner Heimatstadt London gesteckt. Nach Jahren der Demütigung gelingt ihm die Flucht und kehrt als Barbier Sweeney Todd nach London zurück, um zu sehen was aus seiner Frau und seiner Tochter geworden ist. Er kann das Geschehene kaum fassen und plant fortan, sich an allen, die ihm jemals Unrecht taten, zu rächen.

Mein Eindruck: Man muss es mal klar sagen: In "Sweeney Todd" wird sehr viel gesungen. Das sieht in Trailer nicht so aus, aber im Film gibt's viel Singerei und wenig Dialog. Wenn man sich darauf einlässt erfährt man sehr viel positives: Die Darsteller - allen voran Johnny Depp und Helena Bonham Carter - sind ausgezeichnet, die Stimmung ist düster (wie immer bei Tim Burton) und das Blut fließt in Strömen (Sweeney metzelt was das Zeug hält). Das Musical ist zwar nicht von Tim Burton himself, aber die düstere Story passt für ihn wie die Faust aufs Auge. Und warum dann nicht seinen Lieblingsschauspieler Johnny Depp einspannen, der auch als Sänger überzeugt. "Sweeney Todd " ist ein typischer Burton: Exzentrisch, fies, dunkel, skurril - wunderschön halt. Und nebenbei: Den besten Auftritt hat Sacha "Borat" Baron Cohen als Barbier Pirelli... ;-)

DVD-Potential: Als alter Tim Burton Fan werde ich mir dieses Grusical bestimmt zulegen.

Kinostart: 21.2.2008
Musical
116
Min.
FSK: 16
 
John Rambo

John Rambo  

Regie: Sylvester Stallone. Darsteller: Sylvester Stallone (John Rambo), Julie Benz (Sarah Miller), Matthew Marsden (School Boy), Graham McTavish (Lewis), Rey Gallegos (Diaz), Jake La Botz (Reese), Tim Kang (En-Joo), Paul Schulze (Dr. Michael Bennett)

Inhalt: John Rambo hat sich in den Norden Thailands zurückgezogen, wo er als Skipper auf dem Salween-Fluss arbeitet. Das Kämpfen hat er längst aufgegeben. Als eine Gruppe Missionare als verschollen gilt, muss der Kämpfer Rambo wieder aktiv werden.

Mein Eindruck: Ich bin überrascht, wie viele positive Kritiken ich jetzt schon zum vierten Rambo gelesen habe. Wer hätte das gedacht, dass die Leute den alternden Rambo so gut finden? Ich kann mich aber dem nicht anschließen, denn für mich ist der abschließende Rambo kein Highlight. Mit Sicherheit ist es der härteste, brutalste Teil von allen, da lässt Sylvester Stallone (Hauptdarsteller, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur in Personalunion) keine Zweifel aufkommen. Handlung oder Sinn findet man bei dem Streifen vergebens, aber das war von vornherein schon klar. Doch diese sinnfreie Gewaltorgie kommt bei mir nicht an, ich kann der Kopie von Teil 2 nicht viel abgewinnen. Immerhin kann man Ende sagen: Rambo kommt endlich nach Hause.

DVD-Potential: Nee, muss nicht sein.

Kinostart: 14.2.2008
Action
90
Min.
FSK: 18
 
Talk To Me

Talk to me  

Regie: Kasi Lemmons. Darsteller: Don Cheadle (Ralph Waldo "Petey" Greene), Chiwetel Ejiofor (Dewey Hughes), Taraji P. Henson (Vernell), Cedric Th Entertainer ("Nighthawk" Bob Terry), Martin Sheen (E.G.Sonderling), Vondie Curtis-Hall (Sunny Jm Kelsey)

Inhalt: Mitte der 60er-Jahre führen pulsierende Soul Musik und ein völlig neues soziales Bewusstsein zu einer einzigartigen Stimmung. Der Ex-Häftling Ralph Waldo "Petey" Greene Jr. ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort und findet im Radio das passende Medium, um seine Sichtweise der Situation unter die Leute zu bringen. Dabei wird er von seinem Freund Dewey Hughes unterstützt, der ihm als Programmdirektor den Rücken frei hält. Doch mit seinem wachsenden Erfolg kommt auch die zunehmende Alkoholsucht, die ihm schließlich mehr und mehr zu schaffen macht.

Mein Eindruck: In der Rolle des Petey Greene geht Don Cheadle völlig auf, er zeigt wieder mal seine Wandlungsfähigkeit und seine große Schauspielkunst. Doch das Salz in der Suppe ist Chiwetel Ejiofor als Dewey Hughes, der das genaue Gegenteil von Petey verkörpert. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und bringt den Film nach vorne: Cheadle ist das fluchende Plappermaul, während Ejiofor den abgebrühten Geschäftsmann mimt. Regisseurin Kasi Lemmons, die auch als Schauspielerin in einigen TV-Serien (ER, Immer wenn sie Krimis schrieb) oder Filmen (Schweigen der Lämmer, Harte Ziele) zu sehen war, fängt in ihrem Streifen die Atmosphäre der 60er Jahre sehr gut ein. Die ausgezeichnete Musik tut ein übrigens dazu. Einige kleine Längen führen zu Punktabzug, aber trotzdem ist der Film schon wegen der Hauptdarsteller sehenswert.

DVD-Potential: Ich schwanke noch, aber bei Nice-Price werde ich bestimmt schwach.

Kinostart: 7.2.2008
Drama
119
Min.
FSK: 12

 

 

 
Der Krieg des Charlie Wilson

Der Krieg des Charlie Wilson  

Regie: Mike Nichols. Darsteller: Tom Hanks (Charlie Wilson), Julia Roberts (Joanne Herring), Philip Seymour Hoffman (Gust Avrakotos), Amy Adams (Bonnie Bach), Om Puri (Präsident Zia), Christopher Denham (Mike Vickers), Ned Beatty (Rep. Doc Long)

Inhalt: Nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan überzeugt der lebenslustige Kongress-Abgeordnete Charlie Wilson den CIA, den afghanischen Widerstand zu unterstützen. Zusammen mit dem berüchtigten CIA-Agenten Gust Avrakotos organisiert er die Aktion und versorgt die Mujaheddin mit Geld, Waffen und militärischen Ratgebern.

Mein Eindruck: Mike Nichols ("Hautnah", "Mit aller Macht") hat mit seinem neuen Film alles richtig gemacht: Die Darsteller sind erste Sahne, das Drehbuch stimmt, die Dialoge passen - "Der Krieg des Charlie Wilson" ist eine gelungene Komödie (oder doch Drama). Und wieder mal schreibt das Leben die besten Drehbücher, denn den Abgeordneten Charlie Wilson, dargestellt von Tom Hanks, gab es wirklich. Die beste Rolle hat allerdings "Capote"-Darsteller Philip Seymour Hoffman. Selten hat man einen zynischeren Charakter auf der Leinwand gesehen. Julia Roberts hingegen in ihrer Rolle als texanische Millionärin bleibt etwas blass, was den Spaß an dem Film aber nicht schmälert.

DVD-Potential: Kein Thema, die DVD wird gekauft.

Kinostart: 7.2.2008
Komödie, Drama
100
Min.
FSK: 12
 
Der Nebel

Der Nebel  

Regie: Frank Darabont. Darsteller: Thomas Jane (David Drayton), Marcia Gay Harden (Mrs. Carmody), Laurie Holden (Amanda Dunfrey), Andre Brugher (Brent Norton), Toby Jones (Ollie Weeks), William Sadler (Jim Grondin), Jeffrey DeMunn (Dan Miller), Frances Sternhagen (Irene), Alexa Davalos (Sally)

Inhalt: Kurz nach einem höllischen Unwetter wird ein kleines Städtchen im US-Bundesstaat Maine von dichtem Nebel heimgesucht. Der Künstler David Drayton und sein fünfjähriger Sohn finden zusammen mit anderen Bewohnern Unterschlupf in einem Supermarkt. Doch was zunächst ungefährlich klingt, wird für alle Beteiligten ein Horror-Trip, da sich im Nebel gefährliche Kreaturen befinden. Diese scheinen bei einem Fehlversuch der Armee erschaffen worden zu sein und kommen vermutlich aus einer anderen Welt.

Mein Eindruck: Frank Darabonts vierte Regiearbeit nach "Die Verurteilten", "The Green Mile" und "The Majestic" führt ihn zum dritten Mal mit einer Stephen King-Vorlage zusammen. "Der Nebel" hat einige sehr gute Ansätze, aber auch einige Schwächen. Die Grundstory ist sehr gut, doch mit über zwei Stunden ist der Film etwas zu lang geraten. Richtig schocken kann der Nebel nicht, doch in einigen Szenen wird die Spannung sehr gut aufgebaut (wie z.B. der Trip zur Apotheke). Auch der Sinneswandel der gefangenen Menschen in dem Supermarkt kommt gut rüber: Marica Gay Harden nervt als Bibelfanatikerin, die mit ihrer Gottesfurcht die Leute auf ihre Seite zieht. Dafür sind hier und da einige Dialoge schwach - ich sag nur Wischmob. Erstaunlich konsequent ist das Ende, das mir sehr gut gefallen hat - das passt genau zum Film.

DVD-Potential: Wieder mal zwiespältig, aber bei Nice-Price werde ich bestimmt schwach.

Kinostart: 17.1.2008
Horror
126
Min.
FSK: 16

 

 
Das Beste kommt zum Schluss

Das Beste kommt zum Schluss  

Regie: Rob Reiner. Darsteller: Jack Nicholson (Edward Cole), Morgan Freeman (Carter Chambers), Sean Patrick Hayes (Thomas), Beverly Todd (Virginia), Rob Morrow (Dr. Hollis), Alfonso Freeman (Roger Chambers), Rowena King (Angelica)

Inhalt: Der Milliardär Edward Cole und der Mechaniker Carter Chambers teilen sich ein Zimmer im Krankenhaus und haben beide dasselbe Schicksal vor Augen: Den Tod durch Krebs. Nach einigen Gesprächen kommen sie zu dem Entschluss, dass sie aus dem Krankenhaus fliehen müssen um ihre Wunschliste abzuarbeiten, die all die Dinge enthält, die sie Zeit ihres Lebens noch machen wollen. Auf ihrem Wege durch verschiedenste Ereignisse werden die beiden enge Freunde und lernen das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Mein Eindruck: Wenn zwei Schauspiel-Titanen in einem Film auftreten, dann kann er gar nicht schlecht sein. Aber wirklich gut ist der leider auch nicht. Jack Nicholson und Morgan Freeman brillieren als völlig unterschiedliche Charaktere in der Tragikomödie von Rob Reiner - jeder auf seine eigene Art. Es gibt niemanden, der Jack Nicholson als egozentrischen Millionär das Wasser reichen kann, seine Mimik und seine scharfzüngigen Kommentare sind unschlagbar. Morgan Freeman hinterlässt als Mechaniker, der zu höherem geboren, aber durch Schicksal das nie auskosten konnte, einen starken Eindruck. Beide sind anfangs wie Feuer und Wasser, und natürlich raufen sich die beiden zusammen. Trotzdem hat mich die Story nicht überzeugt, einiges fand ich dann doch zu schnulzig. Aber wegen den beiden Schauspielern ist der Film einen Kinobesuch wert, da verzeiht man auch die mäßigen CGI-Landschaftsaufnahmen.

DVD-Potential: Mal schauen. Wie ich mich kenne, werde ich den kaufen.

Kinostart: 24.1.2008
Komödie, Drama
97
Min.
FSK: o.A.

 

 
Das Vermächtnis des geheimen Buches

Das Vermächtnis des geheimen Buches  

Regie: Jon Turteltaub. Darsteller: Nicolas Cage (Ben Gates), Justin Bartha (Riley Poole), Diane Kruger (Abigail Chase), Jon Voight (Patrick Gates), Helen Mirren (Emily Appleton), Ed Harris (Mitch Wilkinson), Harvey Keitel (Agent Sadusky), Bruce Greenwood (Der Präsident)

Inhalt: Als eines Tages eine bisher unauffindbare Seite aus dem Tagebuch des Mörders von US-Präsident Abraham Lincoln auftaucht, gilt plötzlich einer der Vorfahren von Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) als Schlüsselfigur der Verschwörung. Der passionierte Schatzjäger will um jeden Preis dessen Unschuld beweisen und macht sich deshalb auf die Suche nach Hinweisen, die ihn zunächst nach Europa und schließlich zurück in die USA führt.

Mein Eindruck: Die Fortsetzung von "Das Vermächtnis der Tempelritter" ist recht enttäuschend. Alle Darsteller aus Teil 1 sind wieder am Start - verstärkt durch Helen Mirren und Ed Harris - aber die können die schlappe Story auch nicht retten. Wieder mal muss Nicolas Cage einen Schatz finden und dabei die unmöglichsten Rätsel lösen. Natürlich sind die Hinweise an den Orten versteckt, an denen ein normal sterblicher niemals hinkommt (z.B. Oval Office im Weißen Haus). Doch für Ben Gates ist das alles ein "piece of cake". Die Handlung ist lächerlich, die Charaktere sind eindimensional, man mutet dem Zuschauer schon einige Sachen zu, die hart zu schlucken sind (Wasser auf die Steine!). Na ja, ab und an wird man ganz nett unterhalten, und die lockeren Sprüche von Justin Bartha sind auch nicht so schlecht (auch wenn die sich schnell abnutzen). Wieder mal eine Fortsetzung, die nicht überzeugt.

DVD-Potential: Ehrlich gesagt braucht den Film kein Mensch.

Kinostart: 24.1.2008
Action, Abenteuer
124
Min.
FSK: 12

 

 
Keinohrhasen

Keinohrhasen  

Regie: Til Schweiger. Darsteller: Til Schweiger (Ludo), Nora Tschirner (Anna), Matthias Schweighöfer (Moritz), Alwara Höfels (Miriam), Jürgen Vogel (Jürgen Vogel), Rick Kavanian (Chefredakteur), Armin Rohde (Bello), Wolfgang Stumph (Fieser Taxifahrer), Barbara Rudnik (Lilli)

Inhalt: Reporter Ludo und Paparazzo Moritz sind jeden Tag auf der Suche nach Stars und Sternchen um Ludos Wunsch nach einer sensationellen Nachricht, die er jedoch meistens selbst erfindet, zu befriedigen. Eines Tages bekommt er vom Gericht dafür die Quittung und muss 300 Sozialstunden in einem Kinderhort ableisten. Dort arbeitet ausgerechnet Anna, die Ludo schon als Kind nicht leiden konnte und ihm nun die Zeit so unangenehm wie möglich gestalten will. Doch plötzlich erkennt sich Ludo zwischen den Klettergerüsten und Klatschspalten wieder und findet seine wahre Erfüllung.

Mein Eindruck: Noch ein Nachzüglerfilm aus dem letzten Jahr: "Keinohrhasen" ist eine Komödie von und mit Til Schweiger - und die gefällt auf der ganzen Linie. Das liegt aber vorwiegend an Nora Tschirner, die ihre Rolle wunderbar spielt und die Lacher auf ihrer Seite hat. Schweiger und Tschirner sind als streitbares Paar Gold wert: der arrogante, egoistische Reporter (Schweiger) trifft auf die liebenswerte, chaotische Kindergärtnerin (Tschirner) und da bleibt kein Auge trocken. Gewürzt wird die gelungene Komödie durch Kurzauftritte vieler deutsche Leinwandstars, allen voran Jürgen Vogel, der direkt am Anfang des Films einen unvergessenen Auftritt hat. Am Ende lässt der Film zwar etwas nach, aber trotzdem gehört diese deutsche Komödie zu den Highlights 2007.

DVD-Potential: Eigentlich steht dem Kauf der DVD nichts im Wege...

Kinostart: 20.12.2007
Komödie
110
Min.
FSK: 6

 

 
I am Legend

I am Legend  

Regie: Francis Lawrence. Darsteller: Will Smith (Robert Neville), Alice Braga (Anna), Charlie Tahan (Ethan), Salli Richardson (Ginny Neville), Willow Smith (Marley)

Inhalt: Ein außer Kontrolle geratenes Virus verwandelt die Menschheit in blutdürstige Vampire. Nur der frühere Militärwissenschaftler Robert Neville scheint gegen das Virus immun zu sein und so findet er sich bald als scheinbar einzig verbliebener Mensch in Manhattan wieder. Nachdem die Suche und die Kontaktaufnahme mit weiteren Überlebenden fehlschlägt, versucht er mit Hilfe seines eigenen Blutes ein Gegenmittel zu entwickeln. Doch die nur im Dunkeln überlebensfähigen Vampire denken nicht daran sich heilen zu lassen, sondern trachten nach seinem Leben.

Mein Eindruck: Der erste Blockbuster des Jahres war eher mäßig. Dabei fängt der neue Will Smith Streifen viel versprechend an: Der letzte Mann der Welt lebt in Manhattan, mit seinem Hund durchstreift er die menschenleere Stadt. In beeindruckenden Bilder erleben wir den Tagesablauf von Robert Neville (Smith) und seine Einsamkeit. Nachts regieren die Mutanten die Stadt und der Zuschauer lernt schnell, dass jeder Kontakt mit denen tödlich endet. Doch je länger der Film dauert, desto schwächer wird er. Es fehlt an Spannung und die monotone Handlung langweilt einen zusehends. Das Happy End passt dann auch nicht so richtig ins Bild, obwohl es ja für Will Smith keinen guten Ausgang gibt...

DVD-Potential: Schwierig. Da ich aber fast alle Will Smith Filme auf DVD habe, werde ich wohl nicht drum herum kommen

Kinostart: 10.1.2008
Action, Sci-Fi
100
Min.
FSK: 16
 
Control

Control  

Regie: Anton Corbijn. Darsteller: Samantha Morton (Deborah Curtis), Sam Riley (Ian Curtis), Alexandra Maria Lara (Annik Honore), Joe Anderson (Peter Hook), Toby Kebbell (Rob Gretton), Craig Parkinson (Tony Wilson), James Anthony Pearson (Bernard Sumner), Harry Treadaway (Stephen Morris), Andrew Sheridan (Terry Mason), Robert Shelly (Twinny), Matthew McNulty (Nick Jackson), Ben Naylor (Martin Hannett)

Inhalt: Der ambitionierte Musiker Ian Curtis ist der Kopf der Band Joy Division, die in den 70er und 80er Jahren zur großen Hoffnung der englischen Rock-Szene avancierte. Doch Ian Curtis kam mit dem Erfolg nicht klar und lies sich immer mehr von den großen Erwartungen an die Band einnehmen. Darunter litten vor allem seine Ehefrau und seine Tochter, die immer weniger von ihrem Mann bzw. Vater hatten. Am 18. Mai 1980 - einen Tag vor dem Start der US-Tournee - begann er Selbstmord und mit ihm starb eine Legende.

Mein Eindruck: Der erste neue Film 2008: "Control" ist das Regiedebüt des holländischen Starfotographs Anton Corbijn, der schon mit Depeche Mode oder U2 gearbeitet hat. Sein Erstling erzählt in sehr ruhigen Bildern die Geschichte von Ian Curtis, Sänger der Band Joy Division. In schwarz-weiss gehalten kommt die Atmosphäre des späten 70er Jahre in Manchester und Umgebung sehr gut rüber, Corbjin hat ein Auge für gute Aufnahmen. Der Film an sich ist gelungen, hat aber einige Schwächen (vor allem die weiblichen Darsteller). Trotzdem kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein, denn vor allen die Live-Auftritte überzeugen.

DVD-Potential: Der Film ist nicht der ganz große Wurf, aber die DVD werde ich nehmen

Kinostart: 10.1.2008
Musik, Drama
121
Min.
FSK: 12

 

 
Verwünscht

Verwünscht  

Regie: Kevin Lima. Darsteller: Amy Adams (Giselle), Patrick Dempsey (Robert), James Marsden (Prince Edward), Timothy Spall (Nathaniel), Susan Sarandon (Queen Narissa), Rachel Covey (Morgan), Idina Menzel (Nancy)

Inhalt: Die wunderschöne Giselle wird kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traumprinzen Edward von der bösen Königin Narissa aus dem magischen Zeichentrickreich verbannt und in die raue Realität des heutigen Manhattan geschickt. In ihrem Hochzeitskleidchen steht sie nun hilflos und allein am Times Square und weiß nicht weiter. Doch zum Glück trifft sie auf den Scheidungsanwalt Robert und seine kleine Tochter Morgan, die ihr ihre Hilfe anbieten. Währenddessen ist Prinz Edward mit dem befreundeten Streifenhörnchen Pip auf dem Weg nach New York um Giselle zurückzuholen.

Mein Eindruck: Der dritte Nachzüglerfilm aus 2007: "Verwünscht" ist ein Weihnachtsfilm von Disney, der diesmal ganz untypisch ausfallen soll. Der Film beginnt als normaler 2D-Zeichtrick im Stile alter Disney-Klassiker wie Cinderella. Dementsprechend ist er zuckersüß und voller Märchen-Klischees. Nachdem Giselle in den Brunnen fällt wandelt sich der Streifen zum Realfilm (im Breitformat). Jetzt werden die Märchen-Klischees durch den Kakao gezogen. Allerdings hätte ich mir die realen Szenen etwas schräger gewünscht - New York gibt doch einiges her - und schließlich endet der Film in Disney-typischer Manier so wie er angefangen hat. "Verwünscht" ist ein schöner Weihnachtsfilm für ein jüngeres Publikum und deswegen kann ich gar nicht meckern.

DVD-Potential: Ist zwar ganz nett, aber auf DVD brauche ich den nicht.

Kinostart: 20.12.2007
Komödie, Zeichentrick
108
Min.
FSK: o.A.

 

 
Tödliche Versprechen

Tödliche Versprechen  

Regie: David Cronenberg. Darsteller: Viggo Mortensen (Nickolai), Naomi Watts (Anna), Vincent Cassel (Kirill), Armin Mueller-Stahl (Semyon), Sinéad Cusack (Helen), Jerzy Skolimowski (Stepan)

Inhalt: Nickolai Luzhin ist ein geheimnisvoller und unbarmherziger Killer, der für Londons bekannteste Verbrecherorganisation arbeitet. Er handelt gut überlegt und vorsichtig, doch als sich seine Wege mit der unschuldigen Hebamme Anna Khitrova kreuzen, die ungewollt Beweise gegen die Machenschaften seines Syndikats in Händen hält, will er ihr Leben nicht zerstören, muss aber gleichzeitig die Beweise vernichten.

Mein Eindruck: Der zweite Nachzüglerfilm aus 2007: David Cronenbergs "Tödliche Versprechen" ist schon ein ganz anderes Kaliber. Man muss es dem Altmeister lassen, er hat hervorragende Schauspieler für seine Russen-Mafia-Story zusammenbekommen. Allen voran Viggo Mortensen, mit dem er schon bei "A History Of Violence" zusammengearbeitet hat. Aber auch Armin Müller-Stahl als Kopf der Organisation weiß zu gefallen. Der Film ist sehr ruhig gehalten, und deswegen unterscheidet er sich angenehm von dem amerikanischen Einheits-Ballerfilmen. Aber es gibt auch recht brutale Szenen, in denen alles gezeigt wird - das ist nichts für schwache Nerven. Für mich ist der Streifen das erste Kinohighlight des Jahres.

DVD-Potential: Das sieht schon besser aus: Der neue Cronenberg wird gekauft.

Kinostart: 27.12.2007
Thriller
101
Min.
FSK: 16
 
Alien vs. Predator 2

Alien vs. Predator 2  

Regie: Colin Strause, Greg Strause. Darsteller: Steven Pasquale (Dallas), Reiko Aylesworth (Kelly O'Brien), John Ortiz (Sheriff Morales), Johnny K. Lewis (Ricky), Ariel Gade (Molly), Kristen Hager (Jesse), Sam Trammell (Tim), David Paetkau (Dale)

Inhalt: Durch einen Alien an Board eines Predator-Raumschiffs werden alle Predatoren getötet und das Raumschiff stürzt im US-Bundesstaat Colorado ab. Um das Problem der dadurch befreiten Aliens einzudämmen, wird ein Cleaner vom Predator-Planeten losgeschickt. Dieser muss nun versuchen seine gefährlichen Gegner sowie eine Angst einflößende Mischung aus Predator und Alien unschädlich zu machen. Die Menschen einer Kleinstadt in der Nähe der Absturzstelle können angesichts der zwei übermächtigen Wesen nichts ausrichten und müssen um ihr Leben fürchten, sofern sie in die Schusslinie geraten.

Mein Eindruck: Der erste Film im neuen Jahr ist ein alter von 2007. Da einige Filme vor bzw. zwischen Weihnachten angelaufen sind, die ich noch nicht gesehen habe, muss ich erstmal die alten abarbeiten. Begonnen habe ich mit der 18er Version AVP2 - und es war ein Schuss in den Ofen. Das einzig gute an dem kruden Streifen waren die Special-Effects, der Rest ist Schweigen. Der Film ist zäh, unlogisch, absolut nicht spannend und irgendwie doof. Die Story ist einfach lächerlich und schlichtweg unwürdig - man hätte viel mehr draus machen können. Wenn es mal zu Action-Szenen kommt, dann kann man in dem Trubel kaum die Gegner unterscheiden. Die Darsteller sind allesamt Knallchargen und nicht weiter erwähnenswert. Na ja, es kann im neuen Jahr nur besser werden...

DVD-Potential: No Way! Den zweiten Teil brauche ich bestimmt nicht.

Kinostart: 26.12.2007
Sci-Fi
93
Min.
FSK: 18