Kino 2010

Hier werde ich alle Kinofilme aus 2010 vorstellen, die ich selber im Kino gesehen habe. Da ich relativ oft ins Kino gehe, werden hier am Ende des Jahres so ca. 70 Filme stehen. Neben den üblichen Daten wie Stab, Schauspieler und Film-Info schreibe ich kurz meine Meinung über den Streifen nieder. Unter DVD/Blu-ray-Potential könnt ihr lesen, wie ich den Film als (kommende) DVD bzw. Blu-ray einstufe und ob ich mir den zulegen würde.

Hier geht's zum Kinojahr  2006 / 2007 / 2008 / 2009 / 2011 / 2012 / 2013 / 2014 / 2015 / 2016 / 2017

The Tourist

The Tourist   

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck. Darsteller: Angelina Jolie (Elise Clifton-Ward), Johnny Depp (Frank Tupelo), Paul Bettany (John Acheson), Timothy Dalton (Jones), Steven Berkoff (Reginald Shaw), Rufus Sewell (The Englishman)

Inhalt: Während seiner Reise durch Europa trifft der Amerikaner Frank in einem Zug die bildschöne Elise. Als die beiden in Venedig ankommen, ist es bereits um Frank geschehen. Doch das Aufeinandertreffen war kein Zufall und so findet sich der Verliebte bald in einer tödlichen Jagd wieder, als sich Polizei und Gangster an seine Fersen heften.

Mein Eindruck: "The Tourist" ist geprägt von Star-Power, denn ohne Angelina Jolie und Johnny Depp hätte der Film bestimmt nicht die Aufmerksamkeit, die ihm jetzt zuteil wird. Außerdem ist das der neue Film vom deutschen Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck, der mit seinem Erstling "Das Leben der anderen" einen Oscar gewonnen hat. Der Streifen an sich ist leider Mittelmass, denn er kann sich nicht entscheiden, ob er ein spannender Thriller oder eine Thriller-Parodie sein soll. So gibt es einige Actionszenen, die ganz okay sind, und einige Lacher, die vorwiegend von Johnny Depp kommen. Sobald man das Kino verlassen hat, hat man den Film vergessen. Das Beste ist allerdings der Schauplatz: Venedig-Fans sollten sich den Film unbedingt anschauen.

DVD / Blu-ray-Potential: Als Reisevideo für Venedig zu empfehlen.

Kinostart: 16.12.2010
Drama, Thriller
102 Min.
FSK: 12

 

 
Megamind (3D)

Megamind (3D)  

Regie: Tom McGrath. Deutsche Synchronstimmen: Bastian Pastewka (Megamind), Oliver Kalkofe (Minion), Oliver Welke (Metro Man), Sophia Tomalla (Roxanne Ritchie)

Inhalt: Megamind, das ist der Name des durchtriebensten und brillantesten Bösewichts, der jemals auf der Erde sein Unwesen getrieben hat. Zufällig ist er aber auch der erfolgloseste. Im Laufe der Jahre hat Megamind immer wieder versucht, auf jede nur erdenkliche Weise die Stadt Metro City zu erobern. Doch jeder Versuch erwies sich als kolossaler Fehlschlag. Und zwar wegen eines maskierten Superhelden namens Metro Man, einem wahrhaft unbesiegbaren Helden - bis er von Megamind eines Tages bei der Vereitlung eines von dessen bösen Plänen tatsächlich getötet wird. Doch damit ist Megaminds Existenz jedes Sinnes beraubt!

Mein Eindruck: Animations-Filme sind die besten 3D Filme. Denn was aus dem Computer kommt, sieht auf der großen Leinwand sehr gut aus - und 3D toppt die Sache dann noch. "Megamind" ist aber eher ein Film für Erwachsene, denn die komplexe Story hat es in sich. Denn der vermeintlich böse Megamind ist in Wirklichkeit ein guter, nur muss er erstmal drauf kommen. Was gibt's über den Film zu meckern: Es gibt jede Menge Anspielungen auf Superhelden-Filme, das ist schon mal positiv. Die Gags sind ganz nett, aber meistens vorhersehbar. Die Figuren sind sympathisch, und die bombastischen Actionszenen sehen unverschämt gut aus. Doch so ganz kann der Film nicht überzeugen, persönlich hat mir "Ich - einfach unverbesserlich" besser gefallen. Trotzdem lohnt sich der Kinobesuch, denn die 3D Effekte sind (wieder einmal) sehr gut.

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray sollte das kein Thema sein

Kinostart: 2.12.2010
Animation
96 Min.
FSK: 6

 

 
Fair Game

Fair Game  

Regie: Doug Liman. Darsteller: Naomi Watts (Valerie Plame), Sean Penn (Joe Wilson), Ty Burrell (Fred), Brooke Smith (Diana), Michael Kelly (Jack McAllister), Noah Emmerich (Bill Johnson)

Inhalt: Eine wahre, eine unglaubliche Geschichte - Valerie ist Agentin, seit Jahren erfolgreiche und hochgeschätzte Mitarbeiterin der CIA. Ihr Mann Joe ist Journalist und ebenfalls sehr erfolgreich, auch wenn er nicht immer die Ansichten seiner Frau, vielmehr die ihres Arbeitgebers teilt. Als die USA 2003 in den Irak einmarschieren, arbeitet das Ehepaar zum ersten Mal gemeinsam an einem Undercover-Auftrag, es geht um den Nachweis von Massenvernichtungswaffen, die diesen Krieg rechtfertigen könnten.

Mein Eindruck: "Fair Game" ist nicht mein Film, denn ich wäre im Kino fast eingeschlafen. Der Politthriller von Doug Liman ("Mr. und Mrs.Smith") ist sehr langatmig und kommt kaum aus dem Quark. Die Geschichte um die angeblichen Massenvernichtungswaffen ist schon interessant, doch kommt sie um Jahre zu spät. Außerdem ist alles recht kompliziert erzählt, ich hab bei einigen Sachen den Faden verloren. Von den Darstellern her kann man nicht meckern, denn Naomi Watts ("King Kong") und Sean Penn ("Milk") liefern sehr gute Leistungen ab. Alles im allem lief der Film für mich recht spannungslos ab, ich war im Endeffekt froh, dass ich aus dem Kino raus konnte.

DVD / Blu-ray-Potential: Klare Sache: Nein zu "Fair Game"

Kinostart: 25.11.2010
Polit-Thriller
108 Min.
FSK: 12

 

 
In ihren Augen

In ihren Augen  

Regie: Juan José Campanella. Darsteller: Ricardo Darin (Benjamin Esposito), Soledad Villamil (Irene Menéndez Hastings), Pablo Rago (Ricardo Morales), Javier Godino (Isidoro Gomez), Guillermo Francella (Pablo Sandoval)

Inhalt: Ende der 90er in Argentinien. Benjamín Espósito arbeitete jahrelang als Justizermittler in Buenos Aires. Nun ist er am Ende seiner Karriere angekommen und begibt sich in den Ruhestand. Doch die Schatten der Vergangenheit beginnen ihn zu verfolgen. Ein Fall vor etwa 25 Jahren lässt ihm noch immer keine Ruhe und er beginnt darüber ein Buch zu schreiben, welches letztlich nicht nur den Fall, sondern auch sein ganzes Leben, sein Land und seine Laufbahn als Justizermittler portraitiert.

Mein Eindruck: Der deutsche Beitrag "Das weiße Band" hat bei der diesjährigen Oscar-Verleihung verloren - und zwar gegen den argentinischen Beitrag "In ihren Augen". Jetzt läuft der Film hier in den Kinos, und ich muss zugeben: Der Film hat es in sich. Ich habe selten so eine Kombination von verschiedenen Filmgenres gesehen: Die Aufklärung des Verbrechens ist ein Krimi, Liebe und Leidenschaft spielen eine große Rolle, die politische Situation in Argentinien wird beleuchtet und zu guter Letzt hat der Film auch seine komischen Momente. Was will man mehr? Die durchweg unbekannten Darsteller sind hervorragend, die Story wird in verschachtelten Rückblenden spannend erzählt, der Streifen zieht einen von Anfang bis Ende in seinen Bann. "In ihren Augen" ist ein sehr lohnenswerter Film, der in den Programmkinos (hoffentlich) gut läuft.

DVD / Blu-ray-Potential: Diesen Film sollte man sich auf jeden Fall kaufen.

Kinostart: 28.10.2010
Drama, Krimi
129 Min.
FSK: 12

 

 
Stichtag

Stichtag  

Regie: Todd Phillips. Darsteller: Robert Downey Jr. (Peter Highman), Zach Galifianakis (Ethan Tremblay), Michelle Monaghan (Sarah Highman), Jamie Foxx (Darryl), Juliette Lewis (Heidi), RZA (Airport Screener)

Inhalt: Der berechnete Entbindungstermin von Peter Highmans Frau ist in fünf Tagen, daher muss er sich beeilen, um den Flug in Atlanta zu erreichen und rechtzeitig zur Geburt nach Hause zu kommen. Doch das geht gründlich schief, denn als er den hoffnungsvollen Nachwuchsschauspieler Ethan Tremblay kennen lernt, führt das zu heillosen Verwicklungen. Peter und Ethan müssen per Anhalter gen Westen fahren. Während dieser Reise bleiben nicht nur etliche Autos und viele Freundschaften auf der Strecke, sondern vor allem Peters Nerven.

Mein Eindruck: Regisseur Todd Phillips hat uns die Mega-Komödie "Hangover" beschert, jetzt kommt er mit "Stichtag" ins Kino. Mit dem (unausprechlichen) Zack Galifianakis hat er einen Hauptdarsteller aus "Hangover" mitgebracht, die andere Hauptrolle spielt "Iron Man" Robert Downey Jr.. Die beiden Darsteller überzeugen, allerdings ist aus der recht dünnen Story nicht wirklich viel rauszuholen. Erschwerend kommt hinzu, dass man die besten Gags bereits im Trailer gesehen hat. Trotzdem ist "Stichtag" eine ordentliche Komödie, aber man sollte nicht mit all zu hohen Erwartungen herangehen, denn "Hangover" kann man nicht so einfach toppen. Immerhin war das Ende richtig gut, ich sage nur mein cooler Onkel Charlie. Nebenbei ist mit "Ein Ticket für 2" eine ähnliche Handlung schon mal verfilmt worden, damals mit Steve Martin und John Candy in den Hauptrollen. Diese Komödie ist wirklich gut, da kommt "Stichtag" nicht mit.

DVD / Blu-ray-Potential: Für kleine Kohle nehme ich den Film.

Kinostart: 4.11.2010
Komödie
95 Min.
FSK: 12

 

 
Unstoppable

Unstoppable - Außer Kontrolle  

Regie: Tony Scott. Darsteller: Denzel Washington (Frank), Chris Pine (Will), Rosario Dawson (Connie), Ethan Suplee (Dewey), Kevin Dunn (Galvin), Lew Temple (Ned)

Inhalt: An ihrem ersten gemeinsamen Arbeitstag müssen ein routinierter Ingenieur und ein ihm zugewiesener junger Schaffner eine drohende Katastrophe abwenden: Ein 800 Meter langer, mit entflammbarem und giftigem Material beladener Zug rast unbemannt auf eine nahgelegene Stadt zu. In einem zweiten Zug versuchen die beiden, die fahrende Bombe aufzuhalten.

Mein Eindruck: Der neue Film von Regisseur Tony Scott ("Deja vu") hat mir gut gefallen. Scott hat es neuerdings mit Eisenbahnen, denn nach seinem letzten Film - dem U-Bahn-Thriller "Die Entführung der U-Bahn Pelham 123" - ist er wieder auf den Schienen unterwegs. Im Vergleich zum mäßigen Pelham ist "Unstoppable" richtig gut geworden. Die Handlung ist recht simpel: Ein führerloser Güterzug muss gestoppt werden. Gut, dass der erfahrene Lokführer (Denzel Washington) mit seinem jungen Partner (Chris Pine = Captain Kirk) die Rettung in die Hand nimmt. Wie es ausgeht kann man sich denken. Während des gesamten Films wird die Spannung gehalten, die (eher wenigen) Action-Sequenzen sind gut gefilmt und die Darsteller runden den guten Gesamteindruck ab. Im Kino war der Sound etwas zu laut - meine Ohren dröhnen immer noch - aber so war man hautnah dabei, wie dieser Zugkoloss durch die Gemeinde hämmert. Wie gesagt, ich bin zufrieden.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray würde ich nehmen.

Kinostart: 11.11.2010
Thriller
98 Min.
FSK: 12

 

 
Ich - einfach unverbesserlich (3D)

Ich - einfach unverbesserlich (3D)  

Regie: Pierre Coffin, Chris Renaud, Sergio Pablos. Deutsche Synchronsprecher: Oliver Rohrbeck (Gru), Friedel Morgenstern (Margo), Derya Flechtner (Edith), Sarah Kunze (Agnes), Jan Delay (Vector), Peter Groeger (Dr. Nefario)

Inhalt: Nichts - so glaubt er zumindest - liegt Gru mehr am Herzen, als Unfrieden zu stiften und der Menschheit den Tag zu vermiesen. Inmitten einer wunderschönen Vorstadtidylle - zwischen hübschen Anwesen, gepflegten Gärten und fröhlichen Straßen - hat er es sich gemütlich gemacht. Umgeben von einer Armee von "Minions", kartoffelförmigen Zwergwesen, schmiedet der Hausherr hier seine genialen weltweiten Schurkenstreiche, deren Krönung die Entführung des Mondes werden soll.

Mein Eindruck: Es zeigt sich immer wieder: Animationsfilme sind in 3D nicht zu toppen. Doch die plastischen Bilder brauchen auch eine originelle Handlung, damit der Film richtig gut ist. Bei "Ich - einfach unverbesserlich" passt alles. Die Effekte sind sehr gut, die Figuren sind schräg-sympatisch und die Handlung ist originell. Das Beste an Gru und seinem Imperium des Bösen sind natürlich die Minions. Diese kleine Figuren - eine Ü-Ei-Verpackung mit 1 oder 2 Augen - wuseln sich durch den ganzen Film und tragen sehr viele Gags bei. Super ist auch der Abspann, in dem die Minions die Vorteile von 3D sehr anschaulich demonstrieren. "Ich - einfach unverbesserlich" überzeugt auf den ganzen Linie. Allerdings sind einige Gags nichts für Kinder, denn die Bank des Bösen, in der sich Gru einen Kredit abholen will, war früher bekannt als "Lehman Brothers"... ;-)

DVD / Blu-ray-Potential: Als normale Blu-ray sollte es so eben gehen, 3D brauche ich zu Hause nicht.

Kinostart: 30.9.2010
Animation
94 Min.
FSK: 0

 

 
Machete

Machete  

Regie: Ethan Maniquis, Robert Rodriguez. Darsteller: Danny Trejo (Machete), Robert De Niro (Senator McLaughlin), Jessica Alba (Sartana), Steven Seagal (Torrez), Michelle Rodriguez (Luz), Cheech Marin (Padre Cortez), Jeff Fahey (Michael Booth), Don Johnson (Von Jackson)

Inhalt: Machete hat nichts mehr zu verlieren. Drogenkönig Torrez tötet seine Familie und beinahe auch ihn selbst, weil er ihm als gefürchteter Ermittler der mexikanischen Bundespolizei gefährlich nahe gekommen war. Machete flüchtet nach Texas, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch er findet sich wieder in einem Netz aus Korruption und Betrug.

Mein Eindruck: Ich hätte nie gedacht, dass ich dieses Jahr einen Steven-Seagal-Film im Kino sehe. Okay, Steven Seagal spielt eher eine Nebenrolle, aber es ist schon witzig, ihn als Drogenboss zu sehen. Genau so wie Don Johnson, der mit dunkler Sonnenbrille kaum zu erkennen ist und von dem man lange nichts mehr gehört hat. Über den Film braucht man nicht viel zu sagen. Wir betreten die Welt von Robert Rodriguez ("From Dusk Till Dawn", "Planet Terror"). Hier gibt es ultracoole Machos, fiese Gangster und heiße Bitches - alles vermischt als traschiger Tex-Mex-Burrito. Schön ist, dass Danny Trejo endlich mal die Hauptrolle abgekriegt hat, denn der Nebendarsteller ist gefühlte 179mal in seinen Filmen getötet worden. Hier aber nicht, denn er ist der Held, der sogar Jessica Alba abkriegt (wie gesagt, wir befinden uns im Rodriguez-Universum). Fazit: "Machete" ist reines Trash-Kino, dass Spaß macht und den Fans gefallen wird. Mehr ist nicht zu sagen.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich kaufe die DVD, denn die (gewollt) miese Filmqualität braucht man nicht auf Blu-ray.

Kinostart: 4.11.2010
Action, schwarze Komödie
105 Min.
FSK: 18

 

 
Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt  

Regie: Edgar Wright. Darsteller: Michael Cera (Scott Pilgrim), Mary Elizabeth Winstead (Ramona Flowers), Kieran Culkin (Wallace Wells), Anna Kendrick (Stacey Pilgrim), Ellen Wong (Knives Chau), Jason Schwartzman (Gideon Gordon Graves)

Inhalt: Scott Pilgrim, Bassist der mittelmäßigen Rockgruppe "Sex Bob-omb", weiß nicht so recht was er mit seinem Leben anfangen möchte. Eines Tages verliebt er sich unsterblich in die ebenso schöne wie mysteriöse Ramona Flowers. Doch um Ramonas Herz zu gewinnen, muss Scott erst einmal mit Ramonas ehemaligen Beziehungspartnern fertig werden. Denn diese Allianz, die auch noch über Superkräfte verfügt, setzt alles daran, Verehrer von Ramona aus dem Weg zu räumen.

Mein Eindruck: Die Comics von Bryan Lee O'Malley kenne ich nicht, aber den Film habe ich mir trotzdem angeschaut. Ich kann nur sagen: Hut ab! "Scott Pilgrim" geht hier bei uns im Kino unter und ist schon nach 2 Wochen fast raus aus dem Programm. Schade, denn der einfallsreiche Streifen lohnt sich in allen Belangen. Vor allem die guten Darsteller - viele eher unbekannt oder auf dem Sprung - tragen entscheidend dazu bei, dass der Streifen schön schräg ausfällt. Michael Cera ("Juno") gefällt als verliebter Rock-Bassist, Mary Elizabeth Winstead ("Death Proof") sieht mit jeden Haarfarbe gut aus und Kieran Culkin ("Igby") ist als schwuler Sprücheklopfer erste Sahne. Der einfallsreiche Comic-Stil und natürlich die Musik (Party on) runden den Filmspaß ab. Natürlich ist "Scott Pilgrim" total überzogen, aber hey, ist halt eine Comicverfilmung. Hätte nur noch gefehlt, dass Bill und Ted einen Kurzauftritt gehabt hätten...

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray von Scott Pilgrim sollte drin sein.

Kinostart: 21.10.2010
Action, Komödie, Comic
112 Min.
FSK: 12

 

 
R.E.D.

R.E.D.  

Regie: Robert Schwentke. Darsteller: Bruce Willis (Frank Moses), Mary-Louise Parker (Sarah Ross), Morgan Freeman (Joe Matheson), Karl Urban (William Cooper), Helen Mirren (Victoria), John Malkovich (Marvin Boggs), Richard Dreyfuss (Alexander Dunning)

Inhalt: Der ehemalige CIA-Agent Frank Moses lebt im idyllischen, aber langweiligen Ruhestand. Als jedoch ein hochprofessionelles Killerkommando sein Leben bedroht, ist es mit der Ruhe vorbei. Moses trommelt sein altes Team zusammen, um sich zur Wehr zu setzen. Das ist mittlerweile allerdings ein wenig angestaubt.

Mein Eindruck: R.E.D. macht Spaß, denn die 4 Rentner-Agenten mischen alles ordentlich auf. Der in Stuttgart geborene Regisseur Robert Schwentke ("Flight Plan") hat für seine Action-Komödie eine Super-Besetzung zusammen bekommen, die sich sehen lassen kann. Willis, Freeman und Malkovich sind vielleicht schauspielerisch etwas unterfordert, aber ihre Zusammenarbeit ist einfach gut. Doch die Männer werden durch Helen Mirrens Auftritt in den Schatten gestellt. Wann hat man schon mal so eine Dame als eiskalten Profikiller gesehen?  Natürlich ist die Handlung maßlos übertrieben, aber man sieht es dem Film an, dass es allen Beteiligten einen Höllenspaß gemacht hat. Außerdem hat der alte Recke Ernest Borgnine mal wieder einen Auftritt im Kino, und auch Richard Dreyfuss spielt nach seinen Mini-Auftritt in "Piranha 3D" eine größere Rolle. Die ganze Zeit habe ich mich übrigens gefragt, woher ich Karl Urban - den Darsteller des CIA-Agenten Copper - kenne. Klar...aus dem neuen "Star Trek"...nicht wahr, Pille.

DVD / Blu-ray-Potential: R.E.D. hat Spaß gemacht, auf Blu-ray auch.

Kinostart: 28.10.2010
Action, Komödie
111 Min.
FSK: 16

 

 
Wall Street - Geld schläft nicht

Wall Street - Geld schläft nicht  

Regie: Oliver Stone. Darsteller: Michael Douglas (Gordon Gekko), Shia LaBeouf (Jake Moore), Josh Brolin (Bretton James), Carey Mulligan (Winnie Gekko), Susan Sarandon (Sylvia Moore), Frank Langella (Louis Zabel)

Inhalt: Nach dem Ende seiner langjährigen Haftstrafe stellt Gordon Gekko fest, dass er nicht mehr Teil der Wall Street Welt ist, die er einst dominierte. Um die kaputte Beziehung zu seiner Tochter Winnie zu kitten, verbündet er sich mit deren Verlobten Jake, einem jungen Investment Banker. Dieser beginnt in Gordon Gekko eine Art Vaterfigur zu sehen. Aber Jake muss schon bald auf schmerzliche Weise lernen, dass Gekko immer noch ein Meister der Manipulation und keineswegs gewillt ist, seinem früheren Lebenswandel abzuschwören.

Mein Eindruck: Oliver Stone hat schlappe 23 Jahre gebraucht, um eine Fortsetzung von "Wall Street" (1987) zu machen. Dabei behaupte ich mal, dass er das gar nicht vor hatte, eine neue Geschichte um Gordon Gekko zu erzählen. Doch jetzt läuft sie im Kino und ich bin recht angetan. Stone hat natürlich die Bankenkrise im Visier, doch sein Film ist mehr eine Familien Geschichte. Gekkos Tochter Winnie hat sich von ihrem Vater abgewendet, nun versucht der ehemalige Finanzhai diese wieder zurückzugewinnen. Dieses Mal manipuliert er den Banker Jake, Winnies Verlobten. Michael Douglas ist als Gordon Gekko ein absolutes Highlight, die übrige Besetzung ist auch nicht ohne. Selbst kleine Rollen sich hochkarätig besetzt, ich erwähne hier nur einmal Susan Sarandon und Eli Wallach. Super ist der Kurzauftritt von Charlie Sheen als Bud Fox. Leider endet der Streifen im Happy-End, da hätte ich Oliver Stone mehr Bosheit zugetraut. Trotzdem: Der zweite Teil von Wall Street kann sich sehen lassen.

DVD / Blu-ray-Potential: Ordentliche Fortsetzung, die ich mir auf Blu-ray zulegen werde.

Kinostart: 21.10.2010
Drama
133 Min.
FSK: 6

 

 
Die etwas anderen Cops

Die etwas anderen Cops  

Regie: Adam McKay. Darsteller: Mark Wahlberg (Terry Hoitz), Will Ferrell (Allen Gamble), Michael Keaton (Captain Gene Mauch), Samuel L. Jackson (P.K. Highsmith), Dwayne Johnson (Danson), Eva Mendes (Sheila Gamble)

Inhalt: Allen Gamble und Terry Hoitz sind Polizisten in New York City. Doch anstatt Kriminelle durch die Strassen von Manhattan zu jagen, bleibt nur ein Berg Papierkram und die Bewunderung für ihre Kollegen Danson und Manzetti, die einen Verbrecher nach dem anderen hinter Gitter bringen. Während Allen dabei die Sicherheit seines Schreibtisches durchaus zu schätzen weiß, ist Terry darüber nur frustriert. Doch dann ergibt sich eine Möglichkeit für die beiden Partner, es ihren Kollegen gleichzutun.

Mein Eindruck: Leider waren meine Erwartungen an den Film zu hoch, denn die Bullen-Komödie "Die etwas anderen Cops" ist leider ein Rohrkrepierer. Der Streifen kommt für mich nie richtig in Schwung, und  die besten Gags hat man auch schon im Trailer gesehen. Vielleicht liegt das an Will Ferrell. Der Mime hat schon in Dutzenden von Filmen mitgespielt, aber abgesehen von "Schräger als Fiktion" hat mir keiner wirklich gefallen. Mit seinem Humor habe ich wohl ein Problem. Mark Wahlberg müht sich in seiner Außenseiterrolle, doch so richtig kommt er auch nicht in Fahrt. Allein die Szenen mit Eva Mendez ("Das ist doch nicht deine Frau?") sind halbwegs gelungen. Nach dem Abspann kommt übrigens noch was: Mark Wahlberg erzählt Will Ferrell den lustigsten Witz der Welt. Was soll ich sagen: Der war überhaupt nicht lustig, der Witz passt sich dem Niveau des Film an.

DVD / Blu-ray-Potential: Die anderen Cops brauche ich auf keinem Medium.

Kinostart: 14.10.2010
Action, Komödie
107 Min.
FSK: 12
 
The Social Network

The Social Network  

Regie: David Fincher. Darsteller: Jesse Eisenberg (Mark Zuckerberg), Andrew Garfield (Eduardo Saverin), Justin Timberlake (Sean Parker), Rooney Mara (Erica), Brenda Song (Christy Lee)

Inhalt: Eine geniale Idee macht den 20-jährigen Harvard-Studenten Mark Zuckerberg im Jahr 2004 zum gefragten Mann. Aus einer Laune heraus gründet er die weltweit erfolgreichste Network Plattform Facebook und wird damit innerhalb kürzester Zeit zum Milliardär. Doch auch in seinem unmittelbaren Umfeld hat der unerwartete Ruhm schnell Folgen. Er sieht sich mit Verrat und Betrug konfrontiert und hat bald einige Gerichtsverfahren am Hals.

Mein Eindruck: Ich war überrascht, dass ausgerechnet ein Regisseur wie David Fincher ("Fight Club", "Sieben") einen Film über das relativ unspektakuläre Thema Facebook macht. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Trotz des eher drögen Stoffes - Computer-Nerd erfindet Online-Netzwerk - ist der Film richtig gut geworden. Das liegt vor allem am Hauptdarsteller, denn Jesse Eisenberg ("Zombieland") geht in seiner Rolle des unsympathischen Zuckerberg richtig auf. Auch Justin Timberlake gefällt als zielstrebiger Napster-Erfinder Sean Parker. Die gut 120 Minuten vergingen im Kino wie im Flug und am Ende hat man einen Eindruck darüber bekommen, wie man sich die Welt von Facebook vorstellen kann. Nebenbei bin ich selber nicht bei Facebook eingetragen, aber das ist eine andere Geschichte.

DVD / Blu-ray-Potential: David Fincher Filme sind eigentlich eine Bank, da schlage ich zu.

Kinostart: 7.10.2010
Drama, Biographie
120 Min.
FSK: 12
 
The Town - Stadt ohne Gnade

The Town - Stadt ohne Gnade  

Regie: Ben Affleck. Darsteller: Ben Affleck (Doug MacRay), Rebecca Hall (Claire Keesey), Jon Hamm (FBI Agent Adam Frawley), Jeremy Renner (James Coughlin), Pete Postlewaite (Fergus Colm), Chris Cooper (Stephen McRay)

Inhalt: Doug MacRay ist, genau wie sein Vater, ein begabter Bankräuber. Gemeinsam mit seinem Kumpel Jem und ein paar Komplizen raubt er scheinbar ungestraft Banken und Geldtransporter aus. Doch als bei einem Coup plötzlich die Bankmanagerin als Geisel genommen wird, bekommt die Sache einen Haken. Doug ist nicht der harte Gangster, der er zu sein scheint. Bei seinen Recherchen bezüglich des Wissens der Geisel verliebt er sich in sie und möchte plötzlich aus dem Geschäft aussteigen. Doch so einfach ist das nicht.

Mein Eindruck: Ben Affleck hat sich wieder als Regisseur versucht. Nach "Gone Baby Gone", den ich sehr gut fand, hat er jetzt mit "The Town" noch einen draufgelegt. Der Streifen überzeugt in allen Belangen und ist jetzt schon einer der besten Filme des Jahres. Ben Affleck spielt Doug MacRay, der mit seiner Crew Banken und Geldtransporter überfällt. Das FBI sitzt ihnen im Nacken und ein letzter Coup soll das große Geld bringen. Afflecks Film spielt in Boston, vor allem in dem Viertel Charlestown, das die meisten Bankräuber (!) hervorbringt. Die Außenaufnahmen sind toll, die Atmosphäre ist gelungen, die Darsteller überzeugen alle durch die Bank. In manchen Momenten erinnert "The Town" an "Heat", doch der ist etwas anderes gestrickt. Man sieht nicht so oft so einen intelligenten Thriller mit solchen Darstellern im Kino, also schnell noch reingehen.

DVD / Blu-ray-Potential: An "The Town" führt kein Weg dran vorbei - vorzugsweise Blu-ray.

Kinostart: 23.9.2010
Thriller, Action
123 Min.
FSK: 16
 
Verrückt nach Dir

Verrückt nach Dir  

Regie: Nanette Burstein. Darsteller: Drew Barrymore (Erin), Justin Long (Garrett), Charlie Day (Dan), Jason Sudeikis (Box), Christina Applegate (Corinne), Ron Livingston (Will)

Inhalt: Was tun, wenn aus einem Sommerflirt auf einmal eine Fernbeziehung wird? Dieser Frage müssen sich Erin und Garrett stellen, als Erin zurück nach San Francisco fliegt und Garrett in New York City bleibt. Obwohl beide dachten, dass daraus niemals eine stabile Beziehung werden würde, kann keiner von beiden loslassen. Und so verbringen sie ihre Zeit mit Telefonaten und SMS, sehr zum Leid von Freunden und Verwandten, die die Fernbeziehung lieber beendet sehen würden.

Mein Eindruck: "Verrückt nach Dir" ist eine weitere romantische Komödie, die sich aber gut anschauen lässt und nicht total überzuckert ist. Das liegt an den beiden Hauptdarstellern Justin Long und Drew Barrymore, die doch noch ein bisschen schräg sind. Er ist ein absoulter Top Gun Fan, sie ist Meisterin in dem alten Videospiels Centripod. Natürlich haben die beiden durch ihre Fernbeziehung ihre Probleme, und schließlich finden sie eine Lösung. Der Weg bis zum halbwegs Happy-End ist recht witzig und nicht so überdreht ähnlich gestrickte Komödien. Solide Komödienkost mit ordentlichen Darstellern - ich kann damit gut leben.

DVD / Blu-ray-Potential: Als Nice-Price-DVD ist der in Ordnung.

Kinostart: 2.9.2010
Rom. Komödie
103 Min.
FSK: 6
 
The American

The American  

Regie: Anton Corbijn. Darsteller: George Clooney (Jack), Violante Placido (Clara), Thekla Reuten (Mathilde), Paolo Bonacelli (Father Benedetto), Irina Björklund (Ingrid)

Inhalt: Der Amerikaner Jack ist Auftragskiller und ein Meister seines Fachs: äußerst präzise, ständig auf der Hut, extrem misstrauisch und nie länger als nötig an einem Ort. Als ein Job wider Erwarten schief läuft, beschließt er, dass sein nächster Auftrag der letzte sein soll. Jack reist nach Italien, um sich in der Abgeschiedenheit eines verschlafenen Bergdorfes in aller Ruhe vorzubereiten.

Mein Eindruck: "The American" ist ein ungewöhnlich altmodischer Film, der sehr viel Wert auf Optik legt, weshalb die Story auch etwas zu kurz kommt. Regisseur Anton Corbijn ist im Grunde kein Regisseur, er ist Fotograph und hat viele (presigekrönte) Musicvideos gemacht. Sein erster Spielfilm "Control" (2008) zeigte das Leben des Joy-Division-Sängers Ian Curtis. "Control" ist ein dokumentarisch angehauchter Film in schwarz-weiß, mit "The American" hat er sich schon mehr zugemutet. Er erzählt die Story um den Profikiller Jack (George Clooney), der sich in einem Bergdorf in den Abruzzen versteckt. Viel Handlung gibt es nicht, Corbijn konzentriert sich auf das Visuelle: Viele Einstellungen zeigen die wunderbar abgeschiedene Gegend und die Langsamheit des Lebens, der sich Clooney anpasst. Mir hat der Film gefallen, aber leider gibt es auch einige Durchhänger, weil die Handlung zu wenig hergibt. Ohne George Clooney als Zugpferd wäre der Film wohl in der Versenkung verschwunden, was er aber nicht verdient hätte.

DVD / Blu-ray-Potential: Obwohl der mich nicht ganz überzeugt hat, werde ich mir den zulegen.

Kinostart: 16.9.2010
Thriller, Drama
105 Min.
FSK: 12
 
Resident Evil: Afterlife (3D)

Resident Evil: Afterlife (3D)  

Regie: Paul W.S. Anderson. Darsteller: Milla Jovovich (Alice), Ali Larter (Claire Redfield), Kim Coates (Bennett), Shawn Roberts (Albert Wesker), Wentworth Miller (Chris Redfield)

Inhalt: Die Apokalypse, ausgelöst von der Umbrella Corporation, hat fast die gesamte Menschheit mit ihrem Virus infiziert und in mörderische Untote verwandelt. Alice, die auf der Suche nach weiteren Überlebenden ist, macht sich bereit, den skrupellosen Konzern endgültig zu vernichten. Sie begibt sich nach Los Angeles in der Hoffnung, dort für die letzten verbliebenen Menschen eine Oase des Friedens vorzufinden.

Mein Eindruck: Der Trailer zu "Resident Evil: Afterlife" hat mir immer sehr gut gefallen, da war meine Erwartungshaltung am Donnerstag schon recht hoch. Leider hat mich der Film nicht überzeugt. Zuerst das Positive: Die 3D-Effekte waren schon sehr gut. Es fliegt einem so ziemlich alles um die Ohren, was fliegen kann. Der Film ist für 3D wie geschaffen, denn er besteht nur aus Action. Aber was nützen die besten Effekte, wenn der Rest nicht überzeugen kann. Von Handlung kann man beim vierten Teil der Resident Evil-Reihe nicht sprechen. Jede Aktion wirkt ultracool und dient nur dem reinen Selbstzweck. Man nimmt die Stuntorgien von Alice / Milla hin, aber richtig Stimmung kommt nicht auf, Spannung erst recht nicht. Als Effektorgie in 3D kommt der Film gut, für mehr ist er aber nicht zu gebrauchen.

DVD / Blu-ray-Potential: Der Streifen ist auf DVD/Blu-ray/3D nicht wirklich nötig.

Kinostart: 16.9.2010
Action, Horror, Sci-Fi
96 Min.
FSK: 16
 
Duell der Magier

Duell der Magier  

Regie: Jon Turteltaub. Darsteller: Nicolas Cage (Balthazar Blake), Jay Baruchel (Dave), Alfred Molina (Maxim Horvath), Teresa Palmer (Becky Barnes), Monica Bellucci (Veronica), Toby Kebbell (Drake Stone)

Inhalt: Wie magisch Manhattan wirklich ist, das weiß Balthazar Blake am besten. Seit langer Zeit beschützt der große Zaubermeister die Metropole der Moderne vor dem Zugriff des Bösen. Doch im Kampf gegen seinen Erzfeind Maxim Horvath braucht er Unterstützung. Ausgerechnet im etwas linkisch und unauffällig wirkenden Studenten Dave Stutler glaubt er sie gefunden zu haben. Denn der vermeintlich durchschnittliche Dave besitzt das große Potenzial, endlich Blakes seit langem gesuchter Zauberlehrling zu werden. Ungläubig und widerwillig lässt sich Dave auf das größte Abenteuer seines Lebens ein.

Mein Eindruck: Diesmal war ich positiv überrascht. Vom "Duell der Magier" hatte ich mir nicht viel versprochen. Okay, es ist eine Jerry Bruckheimer Produktion für Disney, doch das muss nicht viel heißen. Auch Hauptdarsteller Nicolas Cage hat in seinen letzen Filme einige Durchhänger gehabt. "Duell der Magier" lebt natürlich von seinen Mega-CGI-Effekten, und die Handlung ist nicht gerade originell, aber trotzdem macht der Film Laune. Das liegt vor allem an Jung-Mime Jay Baruchel, der den Zauberlehrling spielt. Baruschel, den man schon in diesem Jahr in "Zu scharf, um wahr zu sein" im Kino gesehen hat, geht super in seiner Loser-Rolle auf. Außerdem fand ich die kleinen Anspielungen auf Blockbuster wie "Krieg der Sterne" oder "Jäger des verlorenen Schatzes" richtig gut. Nein, ich war angenehm überrascht. Und Depeche Mode kommt auch vor... ;-)

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray sollte die Zauberei gut aussehen.

Kinostart: 2.9.2010
Fantasy, Action
109 Min.
FSK: 12

 

 

 
Inception

Inception  

Regie: Christopher Nolan. Darsteller: Leonardo DiCaprio (Cobb), Joseph Gordon-Levitt (Arthur), Ellen Page (Ariadne), Tom Hardy (Eames), Ken Watanabe (Saito), Dileep Rao (Yusuf), Cillian Murphy (Robert Fischer, Jr.), Tom Berenger (Browning), Marion Cotillard (Mal)

Inhalt: Dom Cobb ist ein begnadeter Dieb, der absolut beste auf dem Gebiet der Extraktion, einer kunstvolle und gefährliche Form des Diebstahls: Cobb stiehlt wertvolle Geheimnisse aus den Tiefen des Unterbewusstseins, wenn der Verstand am verwundbarsten ist - während der Traumphase. Dank seiner seltenen Begabung ist Cobb in der heimtückischen, neuen Welt der Industriespionage heiß begehrt. Doch diese Existenz hat auch ihre Schattenseiten: er wird auf der ganzen Welt gesucht und hat alles verloren, was er liebte. Eines Tages bietet sich ihm die Chance zur Rettung: Ein letzter Auftrag könnte ihm zu seinem alten Leben zurück verhelfen, aber nur, wenn ihm das absolut Unmögliche gelingt: die so genannte "Inception".

Mein Eindruck: Mir hat "Inception" gefallen, es gibt nichts zu meckern. Natürlich muss man wegen der komplexen Story am Ball bleiben, denn das Traum-im-Traum-im-Traum-Szenario fordert schon etwas Aufmerksamkeit. Regisseur Christopher Nolan, der durch die Batman-Filme in den Regie-Olymp aufgestiegen ist, hat ein grandioses Werk abgeliefert, dass auf der ganzen Linie überzeugt. Schauspieler, Trickeffekte, Story, Action, Soundtrack - alles passt. Mehr ist nicht zu sagen, ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Warum dann nicht 5 Sterne? Vielleicht fehlt das gewisse Etwas, um den Film perfekt zu machen. Wie auch immer...

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film auf Blu-ray ist Pflicht.

Kinostart: 29.7.2010
Action, Sci-Fi, Thriller
148 Min.
FSK: 12

 

 
The Expendables

The Expendables  

Regie: Sylvester Stallone. Darsteller: Sylvester Stallone (Barney Ross), Jason Statham (Lee Christmas), Jet Li (Ying Yang), Dolph Lundgren (Gunner Jensen), Eric Roberts (James Monroe), Randy Couture (Toll Road), Mickey Rourke (Tool)

Inhalt: Eine Gruppe Söldner, die nur aus den Besten, Härtesten und vor allem den Muskulösesten ihres Faches besteht, soll den übermütig gewordenen Diktator eines südamerikanischen Landes beseitigen. Doch irgendwie scheint dieser Auftrag nicht ganz so leicht und durchschaubar, wie zunächst angenommen. Plötzlich finden sich die "Entbehrlichen" in einem Netz aus Lügen und Intrigen wieder, durch das sich ihre Mission immer mehr zum Himmelfahrtskommando entwickelt.

Mein Eindruck: Sylvester Stallone hat auf seine alten Tage noch ordentliche einen raus gehauen: Sein neuster Action-Kracher "The Expendables" ist der Hit in der US-Kinos. Dabei hat Sly alles falsch gemacht: In seinem Film gibt es keine CGI-Effekte, alles ist noch handgemacht. Dann spielen nur "alte Säcke" mit, das jugendliche Publikum wird links liegen gelassen. Der Erfolg an der Kinokasse zeigt, dass so was noch gefragt ist. Ist schon irgendwie witzig, den alten Dolph Lundgren (52) mal wieder im Kino zu sehen. Aufgewertet wird der Streifen noch durch die Kurzauftritte von Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger ("Der will Präsident werden"). Machen wir uns nix vor: "The Expendables" ist reines Männerkino ohne Sinn und Verstand - aber es macht tierisch viel Spaß.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray wird den Weg zu mir finden.

Kinostart: 26.8.2010
Action
103 Min.
FSK: 18
 
Salt

Salt  

Regie: Phillip Noyce. Darsteller: Angelina Jolie (Evelyn Salt), Liev Schreiber (Ted Winter), Chiwetel Ejiofor (Peabody), Daniel Olbrychski (Vassily Orlov), August Diehl (Mike Krause)

Inhalt: Die CIA-Agentin Evelyn Salt schwor ihrem Land einst die Treue. Doch als sie beschuldigt wird, ein russischer Spion zu sein, ändert sich plötzlich alles. Auf der Flucht nutzt sie all ihre Erfahrungen, um ihre Unschuld zu beweisen. Ein Wettlauf um die Wahrheit hat begonnen und Salt muss ihren CIA-Kollegen stets einen Schritt voraus sein.

Mein Eindruck: Angelina Jolie wollte wohl immer schon mal einen weiblichen Superagenten spielen, jetzt hat sie sich mit "Salt" ordentlich ausgetobt. "Salt" ist ein Action-Thriller, bei dem es kaum Verschnaufpausen gibt. Angelina Jolie alias Evelyn Salt ist dabei pausenlos auf der Flucht, auf der Jagd und sie macht alles platt. Sie ist eine Super-Agentin, die im Grunde unzerstörbar ist - Spider-Man ist eine Lusche gegen sie. Das ist mein Hauptkritikpunkt. Natürlich ist mir klar, dass die Story total überzogen ist, aber weil Frau Jolie unbesiegbar ist kommt überhaupt keine Spannung auf. Die Action-Sequenzen an sich sind gut gemacht, aber ohne was dahinter locken sie keinen hinterm Ofen hervor. Die namhaften Nebendarsteller (Schreiber und Ejiofor) sehen neben Jolie blass aus, weil sie kaum ihre Charaktere prägen können.

DVD / Blu-ray-Potential: Von "Salt" hatte ich mir mehr versprochen, im Moment brauche ich den Film nicht.

Kinostart: 19.8.2010
Action, Thriller
90 Min.
FSK: 12
 
Knight & Day

Knight & Day  

Regie: James Mangold. Darsteller: Tom Cruise (Roy Miller), Cameron Diaz (June Havens), Peter Sarsgaard (Fitzgerald), Jordi Mollà (Antonio), Viola Davis (Director George), Paul Dano (Simon Feck)

Inhalt: Nichts ist so wie es scheint: Nachdem June am Flughafen in den Geheimagenten Roy hineinrennt, werden die beiden zum unfreiwilligen Paar, womit vor allem June ihre Probleme hat. Sie ist diese Verfolgungsjagden mit anderen angeblichen Geheimagenten, diese mysteriöse Koffer mit schützenswertem Inhalt und das ständige Verzweifeln an der Frage, wem sie nun vertrauen soll und wem besser nicht, einfach nicht gewohnt. Doch June steckt bereits mittendrin. Ein Wettlauf um die Zeit und Welt beginnt.

Mein Eindruck: Tom Cruise geht schweren Zeiten entgegen. Der ehemalige Kassenmagnet ist heute ein Kassengift. Auch "Knight & Day" hat bei weitem nicht das Geld eingespielt, was erwartet wurde. Für mich ist das nicht wichtig, ich hab mich auf den Film gefreut und hab den so gerade noch im Kino gesehen - Glück gehabt. Der Streifen mit Cruise und Diaz hat mir auch gefallen, obwohl ich schon durch einige schlechten Kritiken meine Bedenken hatte. Gerade die erste Hälfte des Films, wo Cameron Diaz gar nicht begreift, was mit ihr geschieht, hat ordentliche Action-Sequenzen und eine Menge Humor ("Ja wo sind denn die Piloten hin..."). Gegen Ende schwächelt der Film etwas, aber damit kann ich gut leben. Für mich "Knight & Day" eine gute Mischung aus Action und Humor - das passt.

DVD / Blu-ray-Potential: "Knight & Day" werde ich mir als Blu-ray zulegen.

Kinostart: 22.7.2010
Action, Komödie
109 Min.
FSK: 12
 

Mittwoch, 25.8.

Es gab für mich eine sehr lange Kino-Pause, deswegen sind hier in letzter Zeit keine neuen Filme dazu gekommen. Erst hat mich die WM (plus das Sommer Wetter) abgehalten, dann mein Knie. Jetzt geht's aber wieder los! ;-)

 
Predators

Predators  

Regie: Nimrod Antal. Darsteller: Adrien Brody (Royce), Topher Grace (Edwin), Alice Braga (Isabelle), Laurence Fishburne (Noland), Walton Goggins (Stans), Danny Trejo (Cuchillo)

Inhalt: Eine Gruppe von Elite-Kämpfern aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt landet auf unerklärliche Weise auf einem fremden Planeten. Schon bald ahnen sie warum: Sie wurden geholt, um Teil eines mörderischen Spiels zu werden, in dem sie als Beute ausgesetzt sind. Und die Jäger sind die Predators. Was zunächst als ein aussichtsloser Kampf erscheint, bringt mit der Zeit auch Hoffnung, da die Gruppe lernt, sich an das Areal des Planeten und die Schwachpunkte des Gegners anzupassen.

Mein Eindruck: Der erste Film in der WM-Pause ist "Predators". Die WM und das Sommerwetter haben den Kinos sehr zugesetzt, außerdem sind kaum neue Filme angelaufen. Jetzt kommt ein weiterer Predator-Film, der aber sehr enttäuschend ausgefallen ist. Ein zusammengewürfelter Haufen Menschen muss sich gegen seine Jäger, den Predators, auf einem fremden Planeten (der nur aus Wald besteht) zur Wehr setzen. Ein besserer Titel wäre "Humans vs. Predators", da diesmal die Aliens aus dem Spiel sind und die Menschen alleine wieder ran müssen. Im Grunde haben die Menschen keine Chance, und die nutzen sie! Viel ist nicht zusagen, denn der Streifen ist eine Enttäuschung. Das liegt an vielen Sachen, wie z.B. der fehlenden Spannung, der schlechten Dialoge oder der lustlosen Schauspieler. Was macht ein Yakuza oder ein zum Tode verurteiler Mörder (mit einem Messer) auf diesem Planeten? Welche Rolle hat der ominöse Arzt? Alles, was man im Ur-Predator von 1987 noch gut fand, ist nicht mehr vorhanden oder funktioniert nicht mehr. Okay, warten wir auf die richtig guten Filme im Kino-Sommer.

DVD / Blu-ray-Potential: "Predators" braucht ich nicht auf Blu-ray, da nehme ich lieber das Original.

Kinostart: 8.7.2010
Sci-Fi, Action
107 Min.
FSK: 18

 

 

 
Repo Men

Repo Men  

Regie: Miguel Sapochnik. Darsteller: Jude Law (Remy), Forest Whitaker (Jake), Alice Braga (Beth), Liev Schreiber (Frank), Carice van Houten (Carol)

Inhalt: In der nahen Zukunft ist es möglich, Hightech-Organe auf Kredit zu kaufen, um sich damit das Leben zu verlängern. Die Hersteller dieser künstlichen Produkte, die Union, kennen keine Skrupel, sich ihr Eigentum zurückzuholen, sollte einer ihrer Kunden in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Für diesen gnadenlosen Job sind die Repo Men zuständig. Remy, selbst ein Repo, wacht nach einem Herzinfarkt mit einem Implantat im Brustkorb auf. Als er aus aufkommendem Zweifel an seinem Job selbst nicht mehr zahlen kann, soll ihn sein Freund und Arbeitskollege Jake kalt stellen.

Mein Eindruck: Ist schon so eine Sache mit "Repo Men". Viele Kinos haben den gar nicht im Programm, die haben sich lieber auf "Splice" konzentriert. Klarer Fehler, denn "Repo Men" ist der bessere Film. Natürlich bedient sich die Zukunftsversion der üblichen Klischees, aber rundherum bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. In einigen Kritiken ist zu lesen, dass sich der Film nicht entscheiden kann, ob er eine schwarze Komödie oder ein ernstes Drama ist. Da ist leider was dran, aber so schlimm fand ich das nicht. Ich hab mich eher über die außerordentliche Härte gewundert, die der Streifen an den Tag legt. Also wenn "The Crazies" ab 18 freigegeben ist, dann müsste "Repo Men" ab 21 sein. Gerade in der letzten halben Stunde geht so richtig die Post ab, ich erwähne hier nur mal den blutigen Amoklauf im Flur oder die Organ-Erkennung hinter der rosa Tür. Die Darsteller fand ich überzeugend, die Special Effects sind aufgrund des Budgets von 32 Millionen nicht so üppig (was mich aber nicht gestört hat) und die Action stimmt - für mich ein gelungener Kinoabend ohne großen Anspruch.

DVD / Blu-ray-Potential: Die "Repo Men" werden als Blu-ray gekauft - fettich.

Kinostart: 3.6.2010
Sci-Fi, Action
113 Min.
FSK: 16

 

 

 
Splice

Splice  

Regie: Breck Eisner. Darsteller: Adrien Brody (Clive Nicoli), Sarah Polley (Elsa Kast), Delphine Chanéac (Dren), Brandon McGibbon (Gavin Nicoli), Simona Maicanescu (Joan Chorot), David Hewlett (William Barlow)

Inhalt: Clive und Elsa sind ein glückliches Ehepaar und ehrgeizige Wissenschaftler. Zusammen arbeiten sie sehr erfolgreich für ein Pharmaunternehmen. Als sie einen Versuch wagen, menschliche Gene mit denen von Tieren und Pflanzen zu kreuzen, gelingt der Versuch überraschend und schon bald entwickelt sich das menschähnliche Wesen zu weit mehr, als für die beiden jemals in den entferntesten Träumen möglich gewesen wäre. Doch leider wächst mit ihm auch die Gefahr, da die Entwicklung nicht kontrollierbar ist.

Mein Eindruck: "Splice" hat mir nicht gefallen. Im Grunde hört sich die Story interessant an, doch die extrem langatmige Umsetzung hat mich fast eingeschläfert. Ich war schließlich froh, dass nach dem (vorhersehbaren) Ende der Film endlich zu Ende war. Dabei sind die beiden Hauptdarsteller Adrien Brody (Oscar für "Der Pianist") und Sarah Polley ("Dawn of the Dead") gar nicht so übel. Es liegt eher an der Kreatur, die später den Namen Dren bekommt. Irgendwie hat mir dieser Mix aus Mensch, Vogel und Echse nicht gefallen. Die CGI-Effekte waren schon okay, aber ich hatte wenig Mitgefühl für Dren. Adrien Brody als Clive wollte sie ja auch töten, und das hätte ich auch gemacht - sag ich einfach mal so. Je größer Dren wurde, je langweiliger wurde der Film. Interessant war eigentlich nur noch der Wandel der Personen. Hat zuerst Elsa (Poley) Dren beschützt, während Clive (Brody) sie loswerden wollte, so hat sich am Ende alles umgekehrt. Na ja, das macht den Film aber auch nicht besser.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Sache ist klar: "Splice" brauche ich weder auf DVD noch auf Blu-ray.

Kinostart: 3.6.2010
Sci-Fi, Horror
108 Min.
FSK: 16

 

 
The Crazies

The Crazies  

Regie: Breck Eisner. Darsteller: Timothy Olyphant (David Dutton), Radha Mitchell (Judy Dutton), Joe Anderson (Russell Clank), Danielle Panabaker (Becca Darling), Christie Lynn Smith (Deardra Farnum)

Inhalt: Als das Trinkwasser der Kleinstadt Ogden Marsh durch einen Militärunfall verseucht wird, sterben die Bewohner oder mutieren zu grauenhaften Bestien. Um den Vorfall zu vertuschen, schottet die Regierung den Ort ab. Eine Gruppe Überlebender, angeführt vom Sheriff, versucht aus der Stadt zu fliehen.

Mein Eindruck: "The Crazies" ist ein Remake vom gleichnamigen Film, den George Romero 1974 gedreht hat. Das Original kenne ich leider nicht, also kann ich auch kein Vergleiche anstellen. Ich muss erstmal anmerken, dass der Streifen eher als Thriller einzustufen ist. Die Horrorszenen (Mistgabel oder Messer in der Hand) halten sich schwer in Grenzen, was mich persönlich nicht gestört hat. Vielmehr sieht man den Überlebenskampf einiger Leute, die sich einerseits gegen die Crazies, andererseits gegen das Militär durchsetzen müssen. Der Film ist gelungen, was auch an den guten Darstellern liegt. Timothy Olyphant ("Hitman") und Radha Mitchell ("Surrogates") spielen ihre Rollen sehr gut. Im Vergleich zu anderen Streifen fiebert man mit ihnen, weil sie einem nicht komplett egal sind. Auch Joe Anderson als Hilfssheriff liefert eine gute Darstellung ab. Die Optik stimmt, die Spannung wird während des gesamten Films gehalten - was will man mehr. Einige Kleinigkeiten trüben den Genus, aber im Großen und Ganzen ist "The Crazies" ein guter Film geworden.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich bin nicht abgeneigt mir dieses Remake zu kaufen.

Kinostart: 27.5.2010
Thriller, Horror
102 Min.
FSK: 18

 

 
Prince of Persia

Prince of Persia  

Regie: Mike Newell. Darsteller: Jake Gyllenhaal (Dastan), Gemma Arterton (Tamina), Ben Kingsley (Nizam), Alfred Molina (Scheich Amar), Richard Coyle (Tus)

Inhalt: Persien im sechsten Jahrhundert. Im Reich unsterblicher Abenteuer und Legenden werden ein neuer Mythos und eine große Liebe geboren. Nicht der Zufall, sondern die Vorsehung führt den charismatischen Draufgänger Prinz Dastan und die bildschöne, selbstbewusste Prinzessin Tamina zusammen. Gemeinsam überwinden sie anfängliche Abneigungen und bilden einen Bund gegen das Böse, das im Verborgenen seine Kräfte sammelt.

Mein Eindruck: Der dritte dicke Film im Mai: Nach "Ironman 2" und "Robin Hood" entführt uns Produzent Jerry Bruckheimer nach Persien ins 6.Jahrhundert, wo uns Prinz Dastan knapp 2 Stunden lang in Atem hält. "Prince of Perisa" ist reinstes Popkornkino mit guten Darstellern, jeder Menge Action und noch mehr Trickeffekten. Damit ist eigentlich alles gesagt. Mir persönlich hat der Film ganz gut gefallen. Die Chemie zwischen Prinz (Gyllenhaal) und Prinzessin (Arterton) stimmt, die Handlung wird ordentlich vorangetrieben und kleinere Gags ("Ich hasse Steuern") lockern die Action auf. Da könnte sich durchweg was entwickeln, denn sollte der Film der (erwartete) Erfolg werden, dann gibt es garantiert ein Wiedersehen mit Dastan und seinem Gefolge.

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray sollte der Film ein Brecher werden - also her damit.

Kinostart: 20.5.2010
Abenteuer, Fantasy
116 Min.
FSK: 12
 
A Nightmare on Elm Street

A Nightmare on Elm Street  

Regie: Samuel Bayer. Darsteller: Jackie Earle Haley (Freddy Krueger), Kyle Gallner (Quentin Smith), Rooney Mara (Nancy Thompson), Katie Cassidy (Kris Fowles), Thomas Dekker (Jesse), Clancy Brown (Alan Smith)

Inhalt: Eine Gruppe von Teenagern teilt ein grausiges Geheimnis: In ihren Träumen werden sie von dem grässlich entstellten Killer Freddy Krueger verfolgt. So lange sie wach bleiben, können sie sich gegenseitig beschützen ... doch wenn sie einschlafen, gibt es kein Entrinnen.

Mein Eindruck: Das Pizza-Gesicht ist wieder da: Freddy Krueger schockt wieder auf der großen Leinwand. Doch zum ersten Mal überhaupt ist Robert Englund nicht Freddy, er wird von Jackie Earle Haley ("Watchmen") abgelöst. Fast jeder Horror-Film der 80er wurde neu aufgelegt, bei manchen ist die Neuauflage gelungen, bei den meisten leider nicht. Nightmare gehört zu den Gurken, denn der neue Slasher kann nicht im Mindesten überzeugen bzw. dem Original das Wasser reichen. Wer den alten Freddy mag, der wird mit dem neuen nichts anfangen können. Freddy Krueger ist Robert Englund und sonst keiner, Punkt. Der Film an sich ist ein typischer Teenie-Horror-Film (mit FSK 16 Freigabe), in dem alle Jugendlichen im Laufe der Handlung das Zeitliche segnen (wie überraschend). Spannung kam für mich eigentlich nie auf, Sympathie für die Hauptdarsteller hatte ich auch nicht. Und zum neuen Freddy brauche ich ja wohl nichts mehr zu schreiben...

DVD / Blu-ray-Potential: No way, der neue Freddy kann mir gestohlen bleiben.

Kinostart: 20.5.2010
Horror
95 Min.
FSK: 16
 
Verrückt nach Steve

Verrückt nach Steve  

Regie: Philip Traill. Darsteller: Sandra Bullock (Mary Horowitz), Thomas Haden Church (Hartman Hughes), Bradley Cooper (Steve), Ken Jeong (Angus), DJ Qualls (Howard)

Inhalt: Mary arbeitet als Kreuzworträtsel-Designerin. Sie ist hübsch, clever, jedoch auch exzentrisch und gerade in punkto Beziehungen eine Katastrophe. Deshalb arrangieren ihre Eltern ein Blind-Date mit dem vermeintlich schwulen CNN-Kameramann Steve. Bereits nach dem ersten Treffen ist Mary klar, dass sie die Liebe ihres Lebens kennen gelernt hat und verfolgt Steve quer durch das ganze Land. Der von ihr mehr als genervte Kameramann wird dadurch fortwährend aus dem Gleichgewicht geworfen und bald wird die übereifrige Stalkerin selbst in die Story des Jahres verwickelt.

Mein Eindruck: Die Erwartungshaltung für "Verrückt nach Steve" war schon extrem niedrig - und man wurde nicht enttäuscht. Sandra Bullock ist eine tolle Schauspielerin, aber mit diesem Machwerk hat sie sich keinen Gefallen getan. Vielmehr hat sie damit für Aufruhr gesorgt, denn sie hat fast zeitgleich den Oscar und die Goldene Himbeere gewonnen. Den Oscar gab es für "The Blind Side" (siehe unten), die Himbeere für diesen Film. Und die "Auszeichnung" kommt nicht von ungefähr, denn ihre Rolle als Kreuzworträtsel-Designerin Mary ist wirklich nervig und humorlos. Man kann sich nur kopfschüttelnd fragen, wieso sie sich auf so eine Rolle eingelassen hat. Aber es kommt noch schlimmer: sie hat den Film auch noch produziert. Die Komödie ist wirklich unlustig, man hat die schon vergessen, wenn man aus dem Kino kommt. Mir persönlich haben immerhin 2 Szenen gefallen, und beide haben mit dem Erdloch zu tun. Ist schon irgendwie witzig, wenn man Menschen in so ein Loch fallen sieht. Das macht aber den Gesamteindruck auch nicht besser, "Verrückt nach Steve" vergisst man am besten so schnell wie möglich.

DVD / Blu-ray-Potential: Diese Pseudo-Komödie ist nicht würdig, in meine Sammlung eingeordnet zu werden.

Kinostart: 29.4.2010
Komödie
99 Min.
FSK: 6

 

 

 
Robin Hood

Robin Hood  

Regie: Ridley Scott. Darsteller: Russell Crowe (Robin Longstride), Cate Blanchett (Marion Loxley), Max von Sydow (Walter Loxley), William Hurt (William Marshall), Mark Strong (Godfrey), Kevin Durand (Little John), Scott Grimes (Will Scarlet)

Inhalt: Robin Longstride ist Bogenschütze im Heer von Richard Löwenherz, bis ihm der Tod des Königs und seines Vertrauten Robert Loxley eine neue Bestimmung zuweist. Um die Krone nach England bringen und Loxleys letzten Wunsch erfüllen zu können, nimmt Longstride die Identität Loxleys an. Auf Wunsch ihres Schwiegervaters lässt Loxleys Witwe, Lady Marion, Longstride das Erbe ihres Mannes antreten. So wird aus einem einfachen Mann ein Held, der Marians Leben und das eigene verändern und England im Kampf gegen französische Invasoren einen wird.

Mein Eindruck: Es gibt unzählige Robin Hood-Verfilmungen, doch diese hier ist anders. Regisseur Ridley Scott ("Gladiator") erzählt so zusagen die Vorgeschichte, denn wir sehen in dem 140-minütigem Epos, wie ein normaler Bogenschütze zur Legende Robin Hood mutiert. Für mich was klar, dass man bei dem Film nichts falsch machen kann, denn mit Ridley Scott (Regie) und Russell Crowe & Cate Blanchett (Hauptrollen) hat man einen sicheren Sieger in den Händen. Und so ist es auch gekommen, denn mir hat die Neuinterpretation des alten Themas gut gefallen. Dabei erinnert der Streifen natürlich an "Gladiator" und "300", aber das macht dem Spaß keinen Abbruch. Ich kann nur sagen: Auf nach Nottigham!

DVD / Blu-ray-Potential: Robin Hood auf Blu-ray? Kein Thema.

Kinostart: 13.5.2010
Abenteuer, Action
140 Min.
FSK: 12

 

 
Iron Man 2

Iron Man 2  

Regie: Jon Favreau. Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark), Don Cheadle (Lt. Col. James 'Rhodey' Rhodes), Gwyneth Paltrow (Pepper Potts), Scarlett Johansson (Natalie Rushman), Mickey Rourke (Ivan Vanko), Sam Rockwell (Justin Hammer)

Inhalt: Nachdem das Doppelleben des Milliardärs Tony Stark nun der breiten Öffentlichkeit bekannt ist, setzt das Militär alles daran, an die geheime Technologie des Iron Man-Anzuges zu gelangen. Aus Angst, diese könne in die falschen Hände geraten, behält Stark jedoch sämtliche Informationen zurück. Doch nicht nur in fremden Diktaturen gibt es Feinde, und schon bald kämpft Tony Stark um sein Leben.

Mein Eindruck: Nachdem mir der erste "Iron Man" so gut gefallen hat konnte die Fortsetzung nur schlechter sein. Doch so schlimm ist es nicht gekommen, "Iron Man 2" ist immer noch eine ordentliche Action-Comic-Verfilmung. Nach dem Erfolg des ersten Teil haben die Produzenten aufgerüstet und dem Film eine Starbesetzung verpasst. Neben Robert Downey Jr. und Gwyneth Paltrow, die zum zweiten Mal mit dabei sind, treten Scarlett Johansson, Mickey Rourke, Sam Rockwell und Samuel L. Jackson auf. Terrence Howard (Rhodey) wurde durch Don Cheadle ersetzt, was eigentlich schade ist. Der Film setzt direkt an den ersten Teil an und führt die Handlung weiter. Es gibt zwar traumhafte Szenarien (Monaco-Grand-Prix) und mächtige Action-Szenen (Expo-Kampf), doch der Streifen wirkt zu hektisch und unausgereift. Auch haben mir Tony Starks exzentrische Kommentare nicht mehr so gefallen wie noch vor 2 Jahren. Teil 2 ist feinstes Popkorn-Kino (so sagt man ja heute) und ist auf großer Leinwand ein echter Kracher - doch der große Wurf wie Teil 1 ist die Fortsetzung leider nicht. Nebenbei: Im Kino sitzen bleiben, denn nach dem Nachspann kommt noch was.

DVD / Blu-ray-Potential: Als Blu-ray ist der Film wohl Pflicht...

Kinostart: 6.5.2010
Action, Comic
125 Min.
FSK: 12

 

 
Zu scharf, um wahr zu sein

Zu scharf, um wahr zu sein  

Regie: Jim Field Smith. Darsteller: Jay Baruchel (Kirk), Alice Eve (Molly), T.J.Miller (Stainer), Krysten Ritter (Patty), Mike Vogel (Jack), Lindsay Sloane (Marnie)

Inhalt: Kirk ist ein unscheinbarer Durchschnittstyp. Eines Tages lernt er mit Molly die vermeintlich perfekte Frau kennen, die sich auch noch für ihn interessiert. Seltsam daran ist, dass Molly eigentlich zu sexy und gut aussehend ist, um etwas von Kirk zu wollen. Das denkt nicht nur er selbst, sondern auch sein gesamtes Umfeld. Umso mehr versucht er deshalb, zu beweisen, dass er solch eine Wahnsinnsfrau halten kann, auch wenn sie eigentlich in einer ganz anderen Liga spielt als er.

Mein Eindruck: "Zu scharf, um wahr zu sein", der im Original "She's out of my League" heißt, ist eine nette Teenager-Komödie. Jay Baruchel ("Fanboys") spielt den sympatischen Loser Kirk sehr ordentlich und man kann seine Zweifel locker nachvollziehen: Warum gibt sich eine Traumfrau wie Molly mit mir ab? Molly - gespielt von Alice Eve ("Crossing Over") - kommt wirklich aus einer anderen Liga. So entstehen eine Menge Gags, denn Kirks langweilige Spießer-Welt passt so gar nicht zu Mollys aufregendem Lebenstil. Zum Beispiel wird das Familienessen, zu dem sich selber Molly eingeladen hat, zu einer merkwürdigen Veranstaltung. Die Gags sind aber nicht - wie in vielen Teenie-Komödien - per Holzhammer erzwungen, sondern ergeben sich meistens aus Dialogen...oder Sackhaar-Rasuren. Letzteres hört sich aber schlimmer an als es in Wirklichkeit ist.

DVD / Blu-ray-Potential: Als Nice-Price-DVD wäre der okay.

Kinostart: 29.4.2010
Komödie
104 Min.
FSK: 12

 

 
Kick-Ass

Kick-Ass  

Regie: Matthew Vaughn. Darsteller: Aaron Johnson (Dave Lizewski/Kick-Ass), Nicolas Cage (Damon Macready/Big Daddy), Chloë Grace Moretz (Mindy Macready/Hit Girl), Mark Strong (Frank D'Amico), Christopher Mintz-Plasse (Chris D'Amico/Red Mist), Lyndsy Fonseca (Katie Deauxma)

Inhalt: Fast unsichtbar in der Schule und mit einem Haufen Comics im Schrank ist Dave Lizewski ein völlig durchschnittlicher Teenager - zumindest bis er die Entscheidung fällt, ein Superheld zu werden. Er schlüpft in ein grünes Ganzkörperkostüm, setzt sich eine Maske mit Schlitzen für Augen und Mund auf, schnappt sich zwei Bleirohrkampfknüppel und zieht als "Kick-Ass" in den Kampf gegen das Böse. Das einzige Problem dabei ist allerdings, dass er auf seinen nächtlichen Patrouillen nicht mal ein winziges Fünkchen Superkraft zu bieten hat und sich vor Schurken in Acht nehmen muss, die etwas mehr Power aufweisen. Doch dann gelingt ihm tatsächlich sein erster großer Kampf und so wird er zum MySpace-Helden.

Mein Eindruck: Was soll ich sagen, die 5 Sterne für "Kick-Ass" sind kein Versehen, denn für mich ist das der beste Film des Jahres (soweit). Der Trailer hat mich wenig angesprochen, denn hier sah der Streifen wie eine bescheuerte Teenie-Komödie aus. Doch weit gefehlt. "Kick-Ass" entpuppt sich als schräge Superhelden-Parodie, die aber weitaus mehr bietet, als man erwartet. Vor allem ist die FSK 16 Freigabe völlig zurecht vergeben: Wer Hit-Girl zum ersten Mal in Action sieht, der wird seinen Augen nicht trauen, das kann ich schon verraten. "Kick-Ass" hat mich auf der ganzen Linie überzeugt, das hatte ich nie im Leben erwartet, aber so ist es nun mal.

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film muss als Blu-ray her!

Kinostart: 22.4.2010
Action. Komödie
117 Min.
FSK: 16

 

 
Cop Out

Cop Out  

Regie: Kevin Smith. Darsteller: Bruce Willis (Jimmy Monroe), Tracy Morgan (Paul Hodges), Cory Fernandez (Juan), Ana de la Reguera (Gabriela), Kevin Pollak (Hunsaker), Seann William Scott (Dave)

Inhalt: Jimmy und Paul, zwei ziemlich unterschiedliche Polizisten vom NYPD, müssen einen ungewöhnlichen Fall lösen: Als Paul seine wertvolle Baseballkarte verkaufen will, wird der Fanstore überfallen. Nun müssen beide auf eigene Faust die Karte wieder finden. Sie schlittern von einem Chaos ins nächste. Als ob das nicht schon genug wäre, müssen sie währenddessen auch noch eine entführte Frau retten.

Mein Eindruck: "Cop Out" ist eine Action-Komödie, die ganz an die 80er Jahre erinnert. Untermalt von der Musik von Harold Faltermeyer (Axel F) lässt Regisseur Kevin Smith (Silent Bob) seine beiden Hauptdarsteller auf die Straßen von New York los. Gags und Actionszenen lösen sich ab, der Film ist geprägt von coolen Sprüchen und Verfolgungsjagden. Hört sich gut an, ist aber leider nicht so prickelnd. Bruce Willis spielt seinen Detective Monroe erstaunlich zurückhaltend und überlässt Tracy Morgan die großen Auftritte. Doch leider ist der "30 Rock"-Star weitestgehend nervend, er wirkt wie ein total überdrehter Eddie Murphy aus "Beverly Hills Cop". Trotzdem hat der Streifen auch seine guten Szenen, mir persönlich hat die Verhaftung des minderjährigen Autoknackers gut gefallen. Alles in allem ist Kevin Smiths Action-Komödie enttäuschend, was nicht an Bruce Willis liegt...

DVD / Blu-ray-Potential: Im Moment kann ich gut auf den Film verzichten.

Kinostart: 15.4.2010
Komödie, Action
107 Min.
FSK: 16

 

 
Date Night

Date Night  

Regie: Shawn Levy. Darsteller: Steve Carell (Phil Foster), Tina Fey (Claire Foster), Mark Wahlberg (Holbrooke), Taraji P. Henson (Detective Arroyo), Jimmi Simpson (Armstrong), Common (Collins)

Inhalt: Das Ehepaar Claire und Phil Foster führt ein glückliches aber doch etwas lahmes Familienleben und erliegt immer mehr dem Alltag. Auch das Ausgehen ist zur gähnenden Routine geworden. Um ihrer Ehe wieder etwas mehr Pepp zu geben, planen sie ein gemeinsames Abendessen in einem der angesagtesten Restaurants in Manhattan. Hier kommt es zu einer Verwechslung mit dem Ehepaar Tripplehorn, was den Fosters von da an eine wilde Nacht quer durch New York beschert.

Mein Eindruck: Endlich mal wieder eine lustige Komödie! Das ist nicht immer so, denn viele Hollywood-Komödien entpuppen sich im Kino als lahme Ente. Doch bei "Date Night" macht man nichts falsch, was vor allem an den beiden Hauptdarstellern liegt. Steve Carell ("The Daily Show") und Tina Fey ("30 Rock") glänzen als dröges Ehepaar, das den aufregendsten Abend ihrer Ehe erleben wird. Carell und Fey kommen vom Fach und sind mit Stand-Up-Comedy groß geworden - das merkt man dem Film an. Die Handlung an sich ist nicht sonderlich originell, doch die Kommentare und Aktionen unserer Hauptdarsteller machen das wieder wett. Ich hab mich köstlich amüsiert. Außerdem treten in kleinen Nebenrollen viele bekannte Stars aus Film und Fernsehen auf, ich nenne hier nur mal Mark Ruffalo ("Shutter Island"), Larry Franco ("Spider-Man 1-3), Leighton Meester ("Gossip Girl") oder J.B. Smoove ("Ehe ist...").

DVD / Blu-ray-Potential: Den Film werde ich mir auf Blu-ray sichern.

Kinostart: 15.4.2010
Komödie
88 Min.
FSK: 6

 

 
Shutter Island

Shutter Island  

Regie: Martin Scorsese. Darsteller: Leonardo DiCaprio (Teddy Daniels), Mark Ruffalo (Chuck Aule), Ben Kingsley (Dr. John Cawley), Max von Sydow (Dr. Naehring), Michelle Williams (Dolores Chanal)

Inhalt: Im Jahre 1954 reisen die beiden Marshalls Teddy Daniels und Chuck Aule auf die abgelegene Insel "Shutter Island". Sie untersuchen das Verschwinden der Mörderin Rachel Solando, der es gelungen ist, aus dem Ashcliffe Hospital zu fliehen, einer Hochsicherheitsklinik für geisteskranke Gewalttäter. Bei Ihren Ermittlungen stoßen die beiden Marshalls auf eine Wand des Schweigens. Und je länger die Suche dauert, umso größer werden die psychischen Probleme des von Migräneanfallen gepeinigten Daniels.

Mein Eindruck: Es ist schon erstaunlich, wie lange sich der neue Scorsese-Streifen in den Kinos hält. Da ich den erst jetzt gesehen habe zeigt deutlich, dass mich der Film nicht angesprochen hat. Dabei ist Scorsese kein Thema, seine Filme sind (fast) immer gut. Doch die Story über eine Irrenanstalt auf einer abgelegen Insel fand ich irgendwie ausgelutscht. Außerdem war ich der Meinung, dass man im Trailer zu viel gesehen hat. Das stimmt übrigens nicht. "Shutter Island" bietet viel mehr, als man denkt. Vom handwerklichen her ist der Film gut gelungen, die schauspielerischen Leistungen stimmen und die Spannung wird langsam aber sicher aufgebaut. Für mich gibt's einige kleine Längen im Mittelteil, aber dafür entschädigt der Schluss. Was da genau abgeht, das verrate ich natürlich nicht. Trotz anfänglicher Skepsis war ich jetzt froh, dass ich mir "Shutter Island" im Kino gegönnt habe.

DVD / Blu-ray-Potential: Mal schauen. Irgendwann lege ich mir den bestimmt zu....irgendwann...

Kinostart: 25.2.2010
Thriller
138 Min.
FSK: 16

 

 
Der Kautions-Cop

Der Kautions-Cop  

Regie: Andy Tennant. Darsteller: Jennifer Aniston (Nicole Hurly), Gerard Butler (Milo Boyd), Christine Baranski (Kitty Hurley), Adam Rose (Jimmy), Cathy Moriarty (Irene)

Inhalt: Der zuletzt etwas glücklose Kautions-Cop Milo Boyd hat soeben seinen persönlichen Traumjob ergattert: Er soll seine Ex ins Gefängnis bringen! Denn seine geschiedene Frau, die Reporterin Nicole Hurley, ist nicht rechtzeitig vor Gericht erschienen. Zunächst glaubt Milo, dass dieser Auftrag leicht verdientes Geld für ihn bedeutet, doch als Nicole ihm abermals entwischt, merkt er, dass es offenbar nichts gibt, das in ihrer Beziehung jemals glatt läuft. Nicole versucht fortan mit allen Mitteln, ihren Ex abzuschütteln, denn sie recherchiert gerade in einem Mordfall und verfolgt selbst die Spur eines Tatverdächtigen.

Mein Eindruck: Die neue Jennifer Anniston/Gerald Butler-Komödie "Der Kautions-Cop" ist leider ein ziemlich lahmer Streifen. Es gibt einige Szenen, die recht rasant sind und den Film sehenswert machen. Aber leider gibt es zu viele lahmarschige Sequenzen, die den Film ausbremsen: Zum Beispiel ist die Übernachtung im Flitterwochen-Hotel eine überflüssige Szene, die man bedenkenlos rausschneiden könnte. Ansonsten gab es im Kino kaum Lacher und auch die ständige Zankerei zwischen Anniston und Butler nervt auf Dauer. Als der Film zu Ende war hab ich mich gefragt, wie diese langweilige Komödie die Nummer 1 der Kinocharts werden konnte. Durch Mundpropaganda bestimmt nicht...

DVD / Blu-ray-Potential: Diese lahmarschige Komödie kann mir gestohlen bleiben.

Kinostart: 1.4.2010
Komödie, Action
111 Min.
FSK: 12

 

 
Kampf der Titanen

Kampf der Titanen (3D)  

Regie: Louis Leterrier. Darsteller: Sam Worthington (Perseus), Liam Neeson (Zeus), Ralph Fiennes (Hades), Gemma Arterton (Io), Alexa Davalos (Andromeda), Mads Mikkelsen (Draco)

Inhalt: Hades, der Gott der Unterwelt, strebt danach, die Macht von Göttervater Zeus an sich zu reißen und die Hölle auf Erden zu entfesseln. Nur Perseus, der von Menschen aufgezogene Sohn von Zeus, kann dies zusammen mit einer Gruppe von Kriegern im Kampf gegen die Wesen der Unterwelt noch verhindern.

Mein Eindruck: Das Remake von "Kampf der Titanen" hat mir in 3D nicht gefallen. Der Streifen wurde in 2D gedreht und nach dem Erfolg von "Avatar" auf 3D gepimt - das sagt schon alles. Deswegen sind die 3D-Effekte sehr bescheiden. Wir hätten lieber die 2D-Version im Kino gesehen, aber unser Stammkino hat diese leider nicht im Programm. Zum Film gibt es nicht viel zu sagen: Die Neufassung ist ein steriles Actionspektakel ohne Charme. Abgesehen von einigen netten Trickeffekte ist der Film sehr enttäuschend. Die Darsteller sind einem völlig egal: Es war mir völlig wurscht gewesen wenn der Krake am Ende Andromeda gefressen hätte. Auch Sam Worthington als Perseus ist nur eine Knallcharge. Als einziger hat mir noch Mads Mikkelsen ("Casino Royale") gefallen, aber der kann den Film auch nicht retten. Der Höhepunkt ist für mich aber Göttervater Zeus (Liam Neeson), der im 70er Jahre Disco-Outfit durch den Olymp schwankt. Auch sein Bruder Hades (Ralph Fiennes) als antiker Darth Vader ist eher eine Lachnummer als angsteinflößend. Kurzum: Die neuen Titanen sind Schrott.

DVD / Blu-ray-Potential: Bei der Bewertung brauche ich wohl nix mehr hinzuzufügen.

Kinostart: 8.4.2010
Fantasy, Action
106 Min.
FSK: 12

 

 
Greenberg

Greenberg  

Regie: Noah Baumbach. Darsteller: Ben Stiller (Roger Greenberg), Greta Gerwig (Florence), Rhys Ifans (Ivan), Jennifer Jason Leigh (Beth), Mark Duplass (Eric Beller)

Inhalt: Der alleinstehende, knapp 40 jährige New Yorker Ex-Musiker Roger Greenberg bekommt ein Angebot von seinem jüngeren Bruder. Er soll für ein paar Wochen auf dessen Haus in Los Angeles aufpassen, was Greenberg sehr gelegen kommt. Dort trifft er seine alte Jugendliebe Beth wieder, die inzwischen geschieden und alleinerziehende Mutter zweier Kinder ist. Doch seine alten Bekannten sind dem Freigeist mittlerweile viel zu langweilig, einzig die 25-jährige Florence, das Mädchen für alles, reizt ihn. Aus vielen gemeinsamen Stunden und Katastrophen entwickelt sich langsam eine ungewöhnliche Liebe.

Mein Eindruck: Ben Stiller ist bekannt für seine chaotische Komödien, die schon fast als Sub-Genre (Ben-Stiller-Comedy) gelten. Doch er kann auch anders, wie z.B. in "Permanent Midnight" oder "The Royal Tenenbaums". "Greenberg" ist ein Independent Film durch und durch. Mit kleinem Budget gedreht erinnert der Streifen an Woody-Allen Komödien ohne allerdings deren Qualität zu erlangen. Ehrlich gesagt fand ich "Greenberg" ziemlich mäßig. Was den Film aber klar sehenswert macht ist Greta Gerwig. Sie spielt Florence, das Mädchen für alles der Familie Greenberg.  Sie ist 25 und irgendwie ganz anders. Deshalb ist sie auch gerne mit Greenberg (Stiller) zusammen, obwohl er sie immer wieder durch seine Psychose vor den Kopf stößt. Von Anfang an gefällt Greta Gerwig in ihrer Rolle, vielleicht ist das der Start einer großen Filmkarriere.

DVD / Blu-ray-Potential: Den Film werde ich nicht in meine Sammlung einverleiben.

Kinostart: 1.4.2010
Drama
108 Min.
FSK: 16

 

 
Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest  

Regie: Antoine Fuqua. Darsteller: Richard Gere (Eddie), Don Cheadle (Tango), Ethan Hawke (Sal), Wesley Snipes (Caz), Ellen Barkin (Agent Smith), Will Patton (Lt. Bill Hobarts)

Inhalt: East Brooklyn ist New Yorks Brennpunkt Nummer 1 - und der tägliche Einsatzort dreier Polizisten: Streifencop Eddie hat nur noch ein paar Tage bis zur Pensionierung, als er noch einmal in einen großen Einsatz geschickt wird. Tango ermittelt schon seit drei Jahren als Undercover-Cop in Brooklyns Drogenszene. Sal ist Mitglied in einem Spezialkommando, das die Umschlagplätze überwacht und das Drogengeld aus dem Verkehr ziehen soll. Als Tangos Freund und Drogendealer Caz aus dem Knast entlassen wird und seinen nächsten großen Deal plant, führt eine verhängnisvolle Drogenrazzia die drei Cops zusammen.

Mein Eindruck: Regisseur Antoine Fuqua ("Training Day", "Shooter") bringt einen harten Cop-Film ins Kino: In "Gesetz der Straße" spielen 3 Cops die Hauptrolle: Richard Gere spielt einen desillusioniereten Streifencop kurz vor der Pensionierung, Don Cheadle verliert als Undercover-Cop immer mehr die Beziehung zu seinem früheren Leben und Ethan Hawke (Drogenkommando) braucht dringend Geld, um seiner kranken Frau ein anständiges Leben zu bieten. Das ist schwerer Stoff, jeder Cop ist ausgebrannt und wandelt auf dem schmalen Grat zwischen Gesetz und Verbrechen. Der Anfang vom Film war zäh, denn hier wird zu viel gesprochen, was einen relativ schnell nervt. Im letzten Drittel nimmt der "Brooklyn's Finest" (Originaltitel) endlich Fahrt auf und da ist der Streifen auch richtig gut. Aber trotz guter Darsteller (und dem Comeback von Wesley Snipes) kann der Film nicht richtig überzeugen, es sind halt zu viele Polizeiklischees, die einen schnell nerven.

DVD / Blu-ray-Potential: Im Moment kann ich auf den Film verzichten...

Kinostart: 1.4.2010
Drama, Thriller
132 Min.
FSK: 16

 

 

 
Everybody's Fine

Everybody's Fine  

Regie: Kirk Jones. Darsteller: Robert De Niro (Frank Goode), Drew Barrymore (Rosie), Kate Beckinsale (Amy), Sam Rockwell (Robert), Lucian Maisel (Jack)

Inhalt: Kaum ein Mensch achtet bei der Reise mit dem Zug auf vorbeiziehende Stromleitungen - außer Frank Goode. Sein ganzes Leben lang hat er in einer Kabelfabrik hart gearbeitet, um seiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen. Mittlerweile ist er ein typischer Witwer im Ruhestand - beigefarbenes Rentneroutfit und adrett eingerichtetes Haus inklusive. Über das erfolgreiche und glückliche Leben der vier Kinder hielt ihn ausschließlich seine Frau auf dem Laufenden, doch nach deren Tod erwachen in Frank plötzlich lange versteckte Vatergefühle. Als alle vier Kinder einer nach dem anderen den geplanten Wochenend-Besuch absagen, beschließt Frank einen Road Trip der besonderen Art. Er packt den Koffer für eine spontane Reise quer durch die USA mit dem Ziel, seine Kinder zu überraschen.

Mein Eindruck: Eines vorweg: Der Kinotrailer hat einem da was vorgegaukelt, was nicht eingetroffen ist. Im Trailer wurden eher lustige Szenen gezeigt, allerdings ist der Film wesentlich mehr Drama als Komödie. Natürlich gibt es einige Sachen zum schmunzeln, doch je länger "Everybody's Fine" läuft, je dramatischer wird es. Robert De Niro ist als Witwer im Ruhestand hervorragend. Ohne viele Gesten spielt er Familienvater Frank sehr ruhig und besonnen. Seine "Kinder", die er auf seinem Roadtrip besucht, sind mit Kate Beckinsale, Drew Barrymoore und Sam Rockwell ebenfalls gut besetzt. Der Film läßt sich viel Zeit und zeigt neben den Familientreffen sehr viel Landschaft aus den verschiedensten Regionen der USA. Nebenbei ist der Streifen ein Remake von "Allen geht's gut" (I/F 1990) mit Marcello Mastroianni. Da ich das Original nicht kenne, kann ich darüber auch keine Bewertung abgeben. Auf jeden Fall ist das US-Remake mit De Niro ein ruhiges, gut gespieltes Drama, das im Kino wohl leider etwas untergeht.

DVD / Blu-ray-Potential: Werde ich mir zulegen, wenn der Preis stimmt.

Kinostart: 18.3.2010
Drama, Komödie
99 Min.
FSK: 6

 

 

 
Blind Side - Die große Chance

Blind Side - Die große Chance  

Regie: John Lee Hancock. Darsteller: Sandra Bullock (Leigh Anne Touhy), Quinton Aaron (Michael Oher), Tim McGraw (Sean Tuohy), Jae Head (S.J.), Lily Collins (Collins), Kathy Bates (Miss Sue)

Inhalt: Der Teenager Michael Oher ist praktisch obdachlos und auf sich allein gestellt, als ihn Leigh Anne Tuohy zufällig auf der Straße sieht. Nachdem sie erfährt, dass der junge Mann, der da im eisigen Winter nur in kurzen Hosen und T-Shirt herumläuft, in die Schulklasse ihrer Tochter geht, besteht sie darauf, ihn aus der Kälte zu holen. Ohne zu zögern lädt sie ihn ein, die Nacht im Haus der Tuohys zu verbringen. Aus der spontanen, menschlichen Geste wird schnell gegenseitige Zuneigung. Es dauert nicht lange, da gehört Michael zur Familie - trotz großer sozialer und kultureller Unterschiede.

Mein Eindruck: Sandra Bullock ist in aller Munde: Zuerst gewinnt sie für ihre abgedrehte Rolle in "Verrückt nach Steve" die goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin (und ist auch bei der Preisverleihung anwesend), dann gibt's für ihre Darstellung der Leigh Anne Touhy in "Blind Side" den Oscar als beste Hauptdarstellerin. So etwas gibt es auch nicht alle Tage. Hat Sandra Bullock den Oscar verdient? Für mich schon, denn sie geht in ihrer Rolle als resolute Südstaaten-Mama komplett auf. Aber auch Quinton Aaron als Big Mike hinterlässt einen starken Eindruck. Das Sportler-Drama funktioniert, weil die tragische Geschichte immer wieder durch Humor aufgepeppt wird. Und dafür sorgt eben Sandra Bullock. "Blind Side" ist ein gefühlvolles Drama, dass mir voll und ganz gefallen hat. 

DVD / Blu-ray-Potential: Den Film werde ich in meine Sammlung einreihen.

Kinostart: 25.3.2010
Drama, Sport
128 Min.
FSK: 6

 

 
Alice im Wunderland  3D

Alice im Wunderland (3D) 

Regie: Tim Burton. Darsteller: Mia Wasikowska (Alice), Johnny Depp (Mad Hatter), Helena Bonham Carter (Red Queen), Anne Hathaway (White Queen), Crispin Glover (Stayne)

Inhalt: Viele Jahre nach ihrem letzten Besuch im Wunderland folgt die mittlerweile 19-jährige Alice dem weißen Kaninchen erneut dorthin. Sie trifft ihre ehemaligen Freunde, unter anderem den verrückten Hutmacher, und gemeinsam versuchen sie, die Schreckensherrschaft der roten Königin zu beenden und das Wunderland wieder in ein friedliches und freundliches Königreich zu verwandeln.

Mein Eindruck: Bei Tim Burton brauche ich mir keine Sorgen zu machen, seine Filme haben mir immer gefallen. So auch diesmal, aber zum ersten Mal hat der Regisseur in 3D gedreht. Das Ergebnis ist atemberaubend, denn es ist der absolut passende Stoff für einen dreidimensionalen Film. Und natürlich ist Johnny Depp wieder mit von der Partie. Burton und Depp haben z.B. in "Charlie und die Schokoladenfabrik" oder "Edward mit den Scherenhänden" zusammengearbeitet - die beiden scheinen auf derselben Wellenlänge zu sein. Johnny Depp als verrückter Hutmacher ist die Idealbesetzung, so herrlich verrückt wie er ist kein anderer. Sehr gut hat mir auch Mia Wasikowska als Alice gefallen. Die australische Schauspielerin polnischer Abstammung überzeugt auf der ganzen Linie. "Alice im Wunderland" in 3D ist perfekte Kinounterhaltung: Die Story stimmt, die 3D-Effekte sind super und Tim Burton kann sich so richtig austoben - was will man mehr?

DVD / Blu-ray-Potential: Eine Blu-ray sollte es schon sein.

Kinostart: 4.3.2010
Abenteuer, Fantasy
108 Min.
FSK: 12

 

 
Green Zone

Green Zone 

Regie: Paul Greengrass. Darsteller: Matt Damon (Miller), Greg Kinnear (Clark Poundstone), Brendan Gleeson (Martin Brown), Igal Naor (General Al Rawi), Amy Ryan (Lawrie Dawn), Khalid Abdalla (Freddy)

Inhalt: Während die US-Armee die Belagerung Bagdads 2003 durchführt, werden der Offizier Roy Miller und eine Truppe der Armee losgeschickt, um Massenvernichtungswaffen im Irak zu suchen. Die Sicherheit der "Green Zone" hinter sich gelassen, ziehen die Männer in feindliches Gebiet hinaus. Doch anstatt der Waffen, stolpern Miller und die Korrespondentin der Washington Post Lawrie Dayne über eine Verschwörung in den eigenen Reihen, die einen packenden Kampf um die Wahrheit und ums Überleben entfacht.

Mein Eindruck: "Green Zone" mit Matt Damon ist ein spannender Actionfilm, bei dem ordentlich die Post abgeht. Deswegen ist der Film auch sehr oft mit wackliger Handkamera gefilmt. Das geht einem manchmal tierisch auf den Sack, aber der Zweck heiligt die Mittel, denn dadurch wird man als Zuschauer mitten ins Geschehen katapultiert. Regisseur Paul Greengrass, der mit Matt Damon bei den "Bourne"-Filmen zusammengearbeitet hat, liefert ein eindrucksvolles Bild von Bagdad ab. Auf der großen Leinwand kommt die Atmosphäre gut herüber. Neben Damon sind Greg Kinnear ("Flash of Genius") und Brendan Gleeson ("Brügge sehen und sterben") mit von der Partie, doch ihre Rollen geben leider nicht so viel her. Ein Manko hat der Streifen allerdings: Man weiß als interessierter Kriegsbeobachter schon vorher, dass die US-Soldaten im Irak keine Massenvernichtungswaffen finden werden. Da hat George Bush versagt...

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte drin sein.

Kinostart: 18.3.2010
Action, Krieg
115 Min.
FSK: 16

 

 
Wenn Liebe so einfach wäre

Wenn Liebe so einfach wäre 

Regie: Nancy Meyers. Darsteller: Meryl Streep (Jane), Steve Martin (Adam), Alec Baldwin (Jake), John Krasinski (Harley), Lake Bell (Agness), Mary Kay Place (Joanne), Rita Wilson (Trisha)

Inhalt: 10 Jahre sind vergangen seit sich Jane und Jake haben scheiden lassen. Endlich sind die Wunden verheilt, da treffen die Beiden beim College-Abschluss ihres Sohnes aufeinander. Der vergnügliche Abend endet im Bett, der Beginn einer ungeplanten Affäre, die aus der erfolgreichen und selbstbewussten Jane plötzlich die heimliche Geliebte eines verheirateten Mannes macht. Das Ganze wird nicht einfacher als sie den Architekten Adam kennen lernt. Denn der verliebt sich Hals über Kopf in Jane und schlittert damit geradewegs in eine turbulente Dreiecksgeschichte.

Mein Eindruck: Filme von Nancy Meyers sind eigentlich kein Thema: 2003 drehte sie "Was das Herz begehrt" mit Jack Nicholson und Diane Keaton, 2006 kam "Liebe braucht keine Ferien" mit Cameron Diaz und Kate Winslet in die Kinos. Dieses Jahr führt sie Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin in einer amüsanten Dreiecksbeziehung zusammen. Die Darsteller sind erste Sahne, vor allem Meryl Streep spielt heutzutage jeden ihrer Charaktere absolut großartig. Alec Baldwin ist durch seinen Erfolg in der TV-Serie "30 Rock" sehr gefragt und er spielt die Rolle des Ex ausgezeichnet. Lediglich Steve Martin bleibt etwas blass als Architekt. Die Darsteller stimmen, die Handlung ist wie erwartet, doch diesmal ist Nancy Meyer nicht der große Wurf gelungen. Es mangelt nicht an großen Gefühlen, doch für mich kommen die kleinen, lustigen Szenen leider etwas zu kurz. Genervt haben mich vor allem die 3 Kinder von Meryl Streep, die alle Klischees erfüllen, die ich mir ausdenken kann. Mag sein dass das zum Film passt, aber für mich war das einfach zu viel. Erstaunlich ist allerdings, dass ich den Film knapp 2 Monate nach Kinostart noch im Kino zu sehen kriege. In gewisser Weise muss da was dran sein...

DVD / Blu-ray-Potential: Diesmal ist es einfach: Der Film bleibt im Regal stehen.

Kinostart: 21.1.2010
Romantische Komödie
120 Min.
FSK: o.A.

 

 

 
Auftrag Rache

Auftrag Rache 

Regie: Martin Campbell. Darsteller: Mel Gibson (Thomas Craven), Ray Winstone (Jedburgh), Danny Huston (Jack Bennett), Bojana Novakovic (Emma Craven), Shawn Roberts (David Burnham), David Aaron Baker (Millroy)

Inhalt: Thomas Craven (Mel Gibson) ist ein altgedienter Detektiv der Mordkommission des Boston Police Departments. Als sein einziges Kind, die 24-jährige Emma (Bojana Novakovic), vor seinen Augen ermordet wird, ist jeder davon überzeugt, dass er das eigentliche Ziel war. Ohnmächtig vor Trauer und umso verbissener macht sich Craven an die Aufklärung des Verbrechens und stellt bald fest, dass seine Tochter ein Doppelleben führte. Bei seinen Recherchen stößt er auf eine gefährliche Parallelwelt aus Korruption, Erpressung und Mord - und schließlich auf den undurchsichtigen Regierungsagenten Darius Jedburgh (Ray Winstone), der alles daransetzt, die Beweise des Mordes zu beseitigen. Cravens verzweifelte Suche nach Antworten wird immer mehr zur Odyssee eines Mannes, der nichts zu verlieren hat.

Mein Eindruck: Mel Gibson ist wieder mal als Schauspieler im Kino zu sehen. Er hatte sich nach "Signs - Zeichen" (2002) und "The Singing Detective" (2003) mehr auf das Regiefach konzentriert. Nun sehen wir ihn als knallharten Cop, der den Tod seiner Tochter im Alleingang aufklärt. Die Rolle passt perfekt zu ihm, er bringt seine Darstellung sehr glaubhaft herüber. Das Thema wurde schon in den 80ern von der BBC als Serie verfilmt ("Die Plutonium Affäre"), Bond Regisseur Martin Campbell hat er jetzt fürs Kino aufgefrischt. Grundsätzlich hat mir den Film gefallen, doch mehr als eine durchschnittliche Bewertung kann ich nicht vergeben. Es gibt zwar einige nette Wendungen, die Spannung hält sich jedochin Grenzen, ebenso wie die Actionsequenzen. In Kurzform: Mel Gibson bietet solide Unterhaltung.

DVD / Blu-ray-Potential: Für kleine Kohle werde ich den mitnehmen...wahrscheinlich...

Kinostart: 11.3.2010
Thriller, Drama
117 Min.
FSK: 16

 

 

 
Ghostwriter

Der Ghostwriter 

Regie: Roman Polanski. Darsteller: Ewan McGregor (The Ghost), Pierce Brosnan (Adam Lang), Olivia Williams (Ruth Lang), Kim Cattrall (Amelia Bly), Jon Bernthal (Rick Ricardelli), James Belushi (John Maddox)

Inhalt: Der britische Ghostwriter soll die Memoiren des früheren Premierministers Adam Lang fertig stellen - die Chance seines Lebens, meint sein Agent. Der Verlag hat Lang eine hohe Millionengage für das Buch zugesagt und die Zeit drängt - für seinen "Ghost" verspricht das einen Karrieresprung und ein fürstliches Honorar. Doch von Anfang an steht das Projekt unter einem unguten Stern, nicht zuletzt weil der erste Autor, Langs langjähriger Berater, gerade bei einem tragischen Unfall starb. Der neue Ghostwriter wirft seine Bedenken schnell über Bord und reist auf die Atlantikinsel Martha's Vineyard, wohin sich der Ex-Premierminister mit seiner Frau Ruth und einem kleinen Stab um seine attraktive Assistentin Amelia Bly zurückgezogen hat. Doch die Ruhe der Insel ist trügerisch.

Mein Eindruck: Roman Polanskis neuster Film ist genau das richtige für mich. Der Film wirkt in seiner Inszenierung erfreulich altmodisch und erinnert von der Machart her an Hitchcock Thriller. Das Thema ist am Anfang sehr gemächlich, aber im Laufe der Zeit nimmt er richtig Fahrt auf. Ewan McGregor, den ich vor ein paar Tagen schon in dem Ziegen-Film (s.u.) gesehen habe, spielt die Rolle des namenlosen Ghosts sehr überzeugend. Überhaupt ist der Streifen hervorragend besetzt, denn selbst für Nebenrollen konnte Polanski gestandene Schauspieler wie Eli Wallach, James Belushi, Tom Wilkinson oder Timothy Hutton für den Film gewinnen. Auch Ex-Bond-Darsteller Pierce Brosnan gefällt in seiner Rolle als Ex-Premierminister. Interessant fand ich, dass es im Film eigentlich immer schlechtes Wetter gab, was sehr gut zur Gesamtstimmung passte. Alles in allem hat mich der Film komplett überzeugt und ich behaupte mal, dass man Thriller solchen Kalibers nicht oft im Kino zu sehen kriegt.

DVD / Blu-ray-Potential: Keine Frage, der Film wird gekauft.

Kinostart: 18.2.2010
Thriller
128 Min.
FSK: 12

 

 

 
Männer, die auf Ziegen starren

Männer, die auf Ziegen starren 

Regie: Grant Heslov. Darsteller: George Clooney (Lyn Cassady), Ewan McGregor (Bob Wilton), Jeff Bridges (Bill Django), Kevin Spacey (Larry Hooper), Stephen Lang (General Hopgood)

Inhalt: Der Kleinstadt-Reporter Bob Wilton stößt durch Lyn Cassady auf eine schier unfassbare Story: In der US-Armee existiert eine geheime Hippie-Spezialeinheit. Statt an Waffen trainieren die selbsternannten "Jedi-Krieger" übersinnliche Fähigkeiten. Auf ihrem Stundenplan stehen unter anderem Hellsehen, durch Wände gehen und Ziegen durch Anstarren töten. Unter Anleitung ihres Ober-Gurus Bill Django experimentieren sie sogar mit bewusstseinserweiternden Drogen. Doch Lyns übersinnliche Kräfte wecken den Neid seines Kameraden Larry Hooper. Nach einer geschickt eingefädelten Intrige verschwindet Bill spurlos. Auf der Suche nach ihm begeben sich Lyn und Bob auf einen irrwitzigen Trip durch die Wüste.

Mein Eindruck: Im Moment habe ich eine gute Serie, denn unter 3 1/2 Sternen kommt kein Film weg. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir von dem Ziegen-Film etwas mehr versprochen habe. Der Film ist schon gut, kein Thema, aber leider hat man schon viele gute Gags im Trailer gesehen und deshalb zünden diese nicht so. Von der Besetzung her ist der Streifen erste Sahne: Clooney als Jedi-Ritter und Bridges (Der Dude) als Hippie-Ausbilder gefallen vom ersten Moment an. Kevin Spacey spielt diesmal einen Fiesling, und auch wenn er eher eine kleine Rolle hat geht er darin auf. Kleiner Gag am Rande: Ewan McGregor hat in 3 Star Wars Filmen den Jedi-Ritter Obi-Wan gespielt. Ausgerechnet ihm muss Clooney seine Jedi-Krieger-Allüren erklären...das hat was. Auf jeden Fall bietet der Film mit dem komischen Titel kurzweilige Unterhaltung, man sollte sich den Film im Kino geben.

DVD / Blu-ray-Potential: Auch hier muss die Blu-ray her.

Kinostart: 4.3.2010
Komödie
93 Min.
FSK: 12

 

 

 
Invictus

Invictus 

Regie: Clint Eastwood. Darsteller: Morgan Freeman (Nelson Mandela), Matt Damon (Francois Pienaar), Tony Kgoroge (Jason Tshabalala), Patrick Mofokeng (Linga Moonsamy), Matt Stern (Hendrick Booyens)

Inhalt: Der gerade gewählte Präsident Mandela weiß genau, dass sein Land auch nach dem Ende der Apartheid von Rassenvorurteilen und wirtschaftlichen Benachteiligungen zerrissen ist. Er glaubt allerdings fest daran, sein Volk durch einen Sport vereinen zu können, der alle Schranken überwindet: Mit großem Enthusiasmus unterstützt er das südafrikanische Rugby-Team, obwohl es als Außenseiter bei der Weltmeisterschaft 1995 kaum eine Chance hat.

Mein Eindruck: Bei Clint Eastwood kann man nichts falsch machen. "Gran Torino" war letztes Jahr einer meiner Lieblingsfilme, "Invictus" ist einer der Top-Filme in 2010. Die Geschichte um Nelson Mandela ist - wie immer - brillant von Eastwood in Szene gesetzt worden, was natürlich auch an der schauspielerischen Leistung von Morgan Freeman liegt. Freeman und Eastwood sind unschlagbar, da kann man nichts falsch machen. Allerdings zeigt der Streifen nur einen kleinen Ausschnitt aus Mandelas Regierungszeit und (natürlich) steht der Rugby-Sport im Mittelpunkt. Das stellt für mich kein Problem dar, im Gegenteil, denn ich mag Sportfilme aller Art. Zugegeben ist Rugby nicht mein Sport, aber die Atmosphäre der WM von 1995 hat der Regisseur hervorragend in Szene gesetzt. "Invictus" ist nicht so spektakulär oder dramatisch wie "Million Dollar Baby", aber ein sehr guter Film, den ich mir gerne im Kino angesehen habe.

DVD / Blu-ray-Potential: Hier muss die Blu-ray her.

Kinostart: 18.2.2010
Drama
133 Min.
FSK: 6

 

 
In meinem Himmel

In meinem Himmel  

Regie: Peter Jackson. Darsteller: Mark Wahlberg (Jack Salmon), Rachel Weisz (Abigail Salmon), Saoirse Ronan (Susie Salmon), Susan Sarandon (Grandma Lynn), Stanley Tucci (George Harvey), Michael Imperioli (Len Fenerman)

Inhalt: Susie ist 14, als sie an einem kalten Wintertag von ihrem Nachbar Harvey vergewaltigt und anschließend ermordet wird. Von nun beobachtet sie das Geschehen aus dem Jenseits: Ihre Familie, die an dem ungeklärten Mordfall zu zerbrechen droht und ihren Peiniger selbst, der seine Spuren erfolgreich verwischen konnte, und eine neue Tat plant. Doch so ganz von der Welt ist Susie nicht, ihr Vater sowie ihr Bruder meinen, ihre Anwesenheit zu spüren.

Mein Eindruck: Peter Jacksons hat nach längerer Pause - sein "King Kong"-Remake ist von 2005 - wieder einen Film ins Kino gebracht. Seine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Alice Sebolt kann sich sehen lassen, ist aber nicht der Überflieger. Bei der Besetzung hat Jackson ein gutes Händchen gehabt: Saoirse Ronan, die die 14jährige Susie Salmon spielt, ist ein absoluter Glücksgriff, sie überzeugt auf der ganzen Linie. Auch Stanley Tucci weiß in seiner ernsten Rolle als Kindermörder zu gefallen, man kennt ihn eher aus leichteren Filmen wie "Der Teufel trägt Prada", "Terminal"  oder "Julie & Julia". Etwas blass bleibt leider Rachel Weisz. Die Sequenzen aus der Zwischenwelt sind wunderschön, mir persönlich haben die Szenen mit den kenternden Buddelschiffen am besten gefallen. Alles in allem ist "In meinem Himmel" eine gelungene Mischung aus Drama, Fantasy und Thriller, wobei die Spannungsmomente eher spärlich ausfallen.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich werde mir den Film auf Blu-ray gönnen, denn da erwarte ich einiges.

Kinostart: 18.2.2010
Drama, Fantasy
136 Min.
FSK: 12

 

 
The Book Of Eli

The Book Of Eli  

Regie: Albert Hughes, Allen Hughes. Darsteller: Denzel Washington (Eli), Gary Oldman (Carnegie), Mila Kunis (Solara), Ray Stevenson (Redridge), Jennifer Beals (Claudia)

Inhalt: Nach einer Katastrophe, die fast alles Leben auf Erden ausgelöscht hat, bahnt sich im Jahr 2044 ein einsamer Wanderer seinen Weg auf zerstörten Freeways und durch kalte Ruinen. Die Umgebung ist feindselig, überall könnten marodierende Banden zuschlagen und ein Schluck Wasser oder ein paar Schuhe entscheiden, wer unter Jägern und Gejagten den nächsten Tag erlebt. Der Name des Wanderers ist Eli. Obwohl er nicht weiß, ob es tatsächlich irgendwo noch Hoffnung für die Zivilisation gibt, ist er unterwegs nach Westen. Im Gepäck ein mysteriöses Buch, das auch von anderen manisch begehrt und von Eli mit seinem Leben geschützt wird.

Mein Eindruck: "The Book of Eli" ist ein atmosphärisch dichter Endzeit-Thriller, der die Zuschauer in seinen Bann schlägt. Der Film wirkt wie ein Schwarz-Weiß-Film, es gibt vor allem Grau- und Brauntöne, die die Tristesse des Lebens auf der Erde unterstreichen. Das Leben ist hart und unerbittlich, es gilt das Gesetz des Stärkeren. Was mir an dem Streifen gefallen hat ist die teilweise lahmarschige Erzählweise: Eli untersucht ein Haus nach nützlichen Dingen, er findet Schuhe bei einem Toten die ihm passen, er ißt eine Katze (was besser ist als Kannibalismus) - all das beschreibt eindringlich die finstere und hoffnungslose Lage, in der sich die Menschheit befindet. Die Atmosphäre stimmt hier einfach. Natürlich erinnert der Film an "Mad Max" - aber welcher Endzeit-Thriller tut das nicht. Gary Oldman ist ein würdiger Gegner für Denzel Washington, auch Mila Kurnis weiß zu gefallen. Und dann gibt es ja noch Elis Buch: Auch wenn man weiß, um welches Buch es sich hier handelt, dieses Buch birgt noch eine Überraschung in sich. Neugierig? Aber mehr verrate ich nicht...

DVD / Blu-ray-Potential: Ist ein Pflichtkauf auf Blu-ray, auch wenn der Film extrem farblos ist

Kinostart: 18.2.2010
Sci-Fi. Drama
118 Min.
FSK: 16

 

 

 
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (3D)

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (3D)  

Regie: Chris Miller, Phil Lord. Deutsche Synchronsprecher: Robin Kahnmeyer (Flint Lockwood), Luisa Wietzorek (Sam Sparks), Karl Schulz (Tim Lockwood), Jan Spitzer (Earl Devereaux), Lutz Schnell (Bürgermeister)

Inhalt: Flint Lockwood, ein eigenbrötlerischen Erfinder mit bisher mäßigem Erfolg, steht vor der Entdeckung seines Lebens: einer Maschine, die Essen produziert - zur Freude aller Kinder! Doch wegen eines überaus gierigen Bürgermeisters spielt die Maschine verrückt und verursacht plötzlich essenstechnische Unwetter. Die Moral von der Geschicht': Mit Essen spielt man nicht!

Mein Eindruck: Es ist schon komisch, aber mir hat der Film gut gefallen. Und ich kann mir jetzt auch den Titel merken, da hatte ich früher so meine Probleme. Der 3D-Film zielt natürlich auf ein jüngeres Publikum ab, doch auch Erwachsene können ihren Spaß mit dieser Kinderbuchverfilmung haben. Die Handlung an sich ist relativ simpel gestrickt. Das ist aber nicht schlimm, denn die chaotischen Figuren machen Lust auf mehr. Außerdem haben mir die Anspielungen auf diverse Sci-Fi-Filme (z.B. "Independence Day" oder "Star Wars") gefallen. Natürlich ist der Film in 3D sehr zu empfehlen, denn die Animation wirkt sehr plastisch und realistisch. Vor allem das Essen, das herunter regnet, sieht richtig toll aus und macht Appetit auf mehr. 

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray wird gekauft, auch wenn die Scheibe noch kein richtiges Kino 3D darstellen kann.

Kinostart: 28.1.2010
Animation
90 Min.
FSK: 6
 
Wolfman

Wolfman  

Regie: Joe Johnston. Darsteller: Benicio Del Toro (Lawrence Talbot), Anthony Hopkins (Sir John Talbot), Emily Blunt (Gwen Conliffe), Hugo Weaving (Aberline), Geraldine Chaplin (Maleva), Art Malik (Singh)

Inhalt: Um bei der Suche nach seinem vermissten Bruder zu helfen, kehrt Lawrence Talbot in seine Heimat Blackmoor im viktorianischen England zurück, wo eine mysteriöse Serie blutiger Todesfälle die Menschen in Atem hält. Es kommt zum Wiedersehen mit seinem von ihm entfremdeten Vater. Zusammen mit der Verlobten seines Bruders begibt sich Talbot auf eine Spurensuche, die ihn tief in seine eigene, längst verdrängte Vergangenheit führt. Doch nachdem er selbst von der Bestie gebissen wird, muss er am eigenen Leibe erfahren, dass die Gerüchte von einem uralten Fluch, der einen Menschen bei Vollmond in ein mörderisches Wolfswesen verwandelt, blutige Realität sind.

Mein Eindruck: "Wolfman" ist ein Remake von "Der Wolfsmensch" (1941) mit Lon Chaney als Werwolf. Das Remake erzählt - wie das Original - die klassische Werwolf Geschichte. Die Handlung ist deshalb im viktorianischen England angesiedelt. Die Atmosphäre ist dementsprechend, denn der Film wirkt farblos und ist sehr düster gehalten. Doch leider kommt zu wenig von der Stimmung rüber und auch die Spannung hält sich schwer in Grenzen. Zwar ist der Film sehr gut besetzt, doch selbst Benicio del Toro und der über alles erhabene Anthony Hopkins lassen den Funken nicht überspringen. So plätschert der Streifen gerade am Anfang monoton vor sich hin, erst in der zweiten Hälfte nimmt "Wolfman" Fahrt auf. Allerdings reicht das nicht, um zu überzeugen. Der klassische Ansatz ist zwar nicht schlecht, die Umsetzung ist leider nicht gelungen, schade eigentlich.

DVD / Blu-ray-Potential: Eher nicht: Der neue Werwolf ist mir zu seelenlos.

Kinostart: 11.2.2010
Horror, Thriller
102 Min.
FSK: 16

 

 
Up In The Air

Up In The Air  

Regie: Jason Reitman. Darsteller: George Clooney (Ryan Bingham), Vera Farmiga (Alex Goran), Anna Kendrick (Natalie Keener), Jason Bateman (Craig Gregory), Amy Morton (Kara Bingham), Melanie Lynskey (Julie Bingham), J.K. Simmons (Bob), Sam Elliott (Maynard Finch)

Inhalt: Ryan Bingham ist Motivationslehrer im Business-Bereich. Da er an Firmen verliehen wird, um schlechte Nachrichten zu überbringen, ist er ein ausgesprochener Vielflieger. Dabei häuft er eine Menge Bonusmeilen an. Das Sammeln dieser ist für Ryan zu einer wahren Leidenschaft geworden, sein Ziel: Die Zehn-Millionen-Marke knacken und "Meilenkönig" werden. Doch bis dahin ist es noch eine lange Reise, auf der er zunächst mit Natalie eine Partnerin an die Seite gestellt bekommt und schließlich ganz auf den Boden der Tatsachen zurück geholt wird.

Mein Eindruck: Jason Reitman wird wohl meine neuer Lieblingsregisseur. "Up in the air" ist sein dritter Film, zuvor hat er "Thank you for smoking" und "Juno" erfolgreich in die Kinos gebracht. Was soll ich sagen: All diese Filme haben mir ausgesprochen gut gefallen. Sein neustes Werk ist auf Hauptdarsteller George Clooney zugeschnitten. Clooney geht in der Rolle des Vielfliegers Ryan Bingham auf, es ist eine Paraderolle für ihn und ein Oscar als bester Hauptdarsteller wäre auch drin. "Up in the air" ist ein leiser, intelligenter Film, der ohne große Lacher auskommt, dafür aber sehr gut unterhält. Es sind halt die kleinen Dinge, die den Film so gut machen. Da erklärt Clooney seiner neuen, jungen Kollegin, an welchem Schalter man sich anstellen muss, damit man schnell durch die Kontrolle kommt. Auf keinen Fall hinter Familien mit Kinderwagen oder Rentnern anstellen, Asiaten sind die beste Wahl. Warum? Geht ins Kino und schaut es euch an.

DVD / Blu-ray-Potential: Klare Sache, die Blu-ray muss her.

Kinostart: 4.2.2010
Komödie, Drama
110 Min.
FSK: o.A.

 

 

 
Sherlock Holmes

Sherlock Holmes  

Regie: Guy Ritchie. Darsteller: Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. John Watson), Rachel McAdams (Irene Adler), Mark Strong (Lord Blackwood), Eddie Marsan (Inspector Lestrade)

Inhalt: Sherlock Holmes ist verzweifelt. Nachdem er den als schwarzen Magier gefürchteten Lord Blackwood zur Strecke gebracht hat, fehlt ihm die Motivation, einen neuen Fall anzunehmen. Zudem hat sein treuer Gefährte Dr. Watson seinen Abschied angekündigt und plant mit seiner geliebten Mary zusammen zu ziehen und diese zu heiraten. Doch der Spuk ist noch lange nicht beendet und so begeben sich Sherlock Holmes und Dr. Watson erneut auf Spurensuche.

Mein Eindruck: "Sherlock Holmes" hat seine Höhen uns Tiefen, ich weiß nicht so recht, was ich von dem Film halten soll. Positiv sind auf jeden Fall die beiden Hauptdarsteller Robert Downey Jr. (Holmes) und Jude Law (Watson). Downey Jr. wurde mit einem "Golden Globe" als bester Darsteller ausgezeichnet, und er haucht diesem etwas anderen Holmes richtig Leben ein. Dann Sherlock ist nicht der distinguierte Gentleman, wie wir ihn aus unzähligen Verfilmungen kennen. Er ist vielmehr ein Chaot und wilder Schläger. Aber sein Verstand ist messerscharf und mit seiner Beobachtungsgabe bringt er Leute zur Verzweifelung. Trotzdem bleibt der Film erstaunlich kühl, er hat mich kaum berührt. Das liegt an der Story an sich (Rituelle Totenbeschwörung etc.) und einigen Längen. Guy Ritchie hat einen ordentlichen Film hingelegt, aber beileibe keinen herausragenden. Dank der guten Mimen trotzdem empfehlenswert.

DVD / Blu-ray-Potential: Mal schauen. Wie ich mich kenne, lege ich mir den zu...aber billig muss er sein.

Kinostart: 28.1.2010
Action, Krimi
128 Min.
FSK: 12
 
A Serious Man

A Serious Man  

Regie: Ethan Coen, Joel Coen. Darsteller: Michael Stuhlbarg (Larry Gopnik), Richard Kind (Uncle Arthur), Fred Melamed (Sy Aberman), Sari Lennick (Judith Gopnik), Aaron Wolff (Danny Gopnik), Jessica McManus (Sarah Gopnik)

Inhalt: Larry Gopnik führt eigentlich ein ganz passables Leben. Doch als seine Frau Judith ihm eröffnet, dass sie ihn verlassen wird, gerät sein Leben völlig aus den Fugen. Schuld ist sein fauler Bruder Arthur, der das gemeinsame Haus einfach nicht verlassen will. Aber auch seine restliche Familie macht es dem Physikprofessor nicht gerade leicht. Dass seine Frau ausgerechnet mit seinem verhassten Kollegen Sy Ableman ihr Glück findet, bringt Larry dazu, sich mit seinem Leben kritisch auseinanderzusetzen.

Mein Eindruck: Die Coens haben es mal wieder geschafft: Wieder mal haben sie eine schräge Komödie aus dem Hut gezogen, die seinesgleichen sucht. Und diesmal haben sie komplett auf namhafte Schauspieler verzichtet, was der Qualität aber keinen Abbruch tut. Die Leiden des Larry Gopnik, der Ende der 60er Jahre mit seiner Familie in einem typischen Vorort wohnt, nehmen kein Ende, denn die Coens toben sich so richtig aus. Michael Stuhlbarg als Larry ist eine hervorragende Besetzung, er trägt seine immer schlimmer werdende Probleme mit Fassung. Hervorragend sind die 3 Besuche bei den verschiedenen Rabbis, besonders die Zahn-Geschichte ist der Brüller. Hier merkt man eben, wie viel Spaß die Coen-Brüder hatten. Was soll ich noch sagen, bis auf ein paar Kleinigkeiten ist "A Serious Man" ein absoluter Top-Film.

DVD / Blu-ray-Potential: Da brauche ich nicht lange überlegen - die Scheibe wird gekauft.

Kinostart: 21.1.2010
Drama, Komödie
106 Min.
FSK: 12

 

 
Surrogates - Mein zweites Ich

Surrogates - Mein zweites Ich  

Regie: Jonathan Mostow. Darsteller: Bruce Willis (Tom Greer), Radha Mitchell (Peters), Rosamund Pike (Maggie), James Francis Ginty (Canter Surrogate), James Cromwell (Older Carter), Ving Rhames (The Prophet)

Inhalt: Ein College-Student wird auf mysteriöse Weise ermordet. Im Zuge ihrer Ermittlungen finden die FBI-Agenten Greer und Peters heraus, dass der Tote mit einem Mann namens Canter in Verbindung stand. Dieser ist der Schöpfer eines revolutionären Hightech-Systems, mit dessen Hilfe sich makellose Roboterkopien von Menschen herstellen lassen - gesunde, fitte und gutaussehende Maschinen, die sich gemütlich vom Wohnzimmersofa aus steuern lassen.

Mein Eindruck: "Surrogates" ist ein ordentlicher Sci-Fi-Film, der aber in den USA mächtig an der Kinokasse gefloppt ist. Ich finde zu  Unrecht, denn die Light-Version von "I, robot" kann sich durchaus sehen lassen. Der Ansatz mit den Surrogates, die die Menschen ersetzen, hat seinen Reiz und ist durchaus denkbar. Der Film an sich läuft aber viel zu glatt ab, nach keinen 90 Minuten ist der schon zu Ende. Man hätte mehr draus machen können, vor allem die Spannung kommt zu kurz. Bruce Willis spielt wie gewohnt gut. Allerdings sieht er als Surrogate haartechnisch gesehen ziemlich dämlich aus - was aber bestimmt gewollt ist...hoffe ich. 

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray wird der wohl ein Kracher...hoffe ich...

Kinostart: 21.1.2010
Action, Sci-Fi
88 Min.
FSK: 12
 
Avatar

Avatar - Aufbruch nach Pandora (3D) 

Regie: James Cameron. Darsteller: Sam Worthington (Jake Sully), Zoe Saldana (Neytiri), Sigourney Weaver (Dr. Grace Augustine), Stephen Lang (Colonel Miles Quaritch), Michelle Rodriguez (Trudy Chacon), Giovanni Ribisi (Parker Selfridge)

Inhalt: Auf der Suche nach rohstoffreichen Planeten ist die Menschheit auf das üppig blühende "Pandora" gestoßen. Da die Atmosphäre des Planeten allerdings giftig ist, wurde in einem wissenschaftlichen Projekt die DNA von Menschen und Na'vi, den Ureinwohnern von Pandora, gekreuzt. Die daraus entstehenden "Avatare" können vom Menschen mental gesteuert werden. Als der Ex-Marine Jake auf eine Mission nach Pandora geschickt wird, trifft er auf die Na'vi-Frau Neytiri. Fasziniert von der exotischen Schönheit ist er schnell unsicher, auf welche Seite er gehört.

Mein Eindruck: Der letzte Film aus 2009 habe ich mir jetzt noch mal angeschaut, denn ich wollte doch mal antesten, ob die 3D-Version besser ist als die flache. Das Ergebnis: Jepp, 3D ist besser (wäre auch schlimm, wenn nicht). Immerhin hat der Film gerade 2 Golden Globes für "besten Film" und "Regie" gewonnen, und bei den Oscars ist bestimmt auch noch was drin. Zurück zu 3D: Es gibt einige Szenen, die wirken in 3D richtig super: Die Flugszenen oder die Jagdszenen im Wald ist richtig dreidimensional. Allerdings sind andere nicht so prickelnd, was aber der Stimmung keinen Abbruch tut. Fazit: Man sollte (natürlich) die 3D-Fasung vorziehen, denn dieser Streifen sieht richtig gut aus.

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray werde ich wohl an diesem Film nicht vorbei kommen.

Kinostart: 17.12.2009
Action, Sci-Fi
161 Min.
FSK: 12
 
Old Dogs

Old Dogs  

Regie: Walt Becker. Darsteller: John Travolta (Charlie), Robin Williams (Dan), Kelly Preston (Vicki), Conner Rayburn (Zach), Ella Bleu Travolta (Emily), Lori Loughlin (Amanda), Seth Green (Ralph White)

Inhalt: Das Leben der zwei Freunde und Geschäftspartner Dan und Charlie wird kurzerhand auf den Kopf gestellt, als besondere Umstände die beiden Junggesellen dazu zwingen, auf zwei 7-jährige Zwillinge aufzupassen. Dan, der besser mit Zahlen als mit Menschen umgehen kann, ist mit seiner Vaterrolle völlig überfordert. Aber zum Glück gibt es ja Onkel Charlie. Gemeinsam mit seinem besten Kumpel versucht er, mit den ihm anvertrauten Zwillingen Emily und Zach klarzukommen.

Mein Eindruck: Schade, schade. Ich hatte mir von der Travolta/Williams-Komödie "Old Dogs" wesentlich mehr versprochen, zumal der Trailer einige Erwartungen geweckt hatte. Doch der Film kommt nie so richtig aus dem Quark, es gibt zwar einige gute Ansätze, doch im Endeffekt kommt keine Stimmung auf. Der Streifen ist natürlich ein Familienfilm im typischen Disney Stil, doch der Humor ist doch übertrieben kindgerecht. Wahrscheinlich haben Kinder auch mehr Spaß als ich im Kino, aber das nützt mir jetzt auch nichts mehr. "Old Dogs" ist der letzte Film von Bernie Mac, der mit 50 Jahren 2008 verstorben ist. Außerdem spielt die komplette Travolta Familie mit: Neben John ist seine Frau Kelly Preston zu sehen, und ihre Filmtochter ist auch im richtigen Leben ihre Tochter, Ella Blue Travolta.

DVD / Blu-ray-Potential: Diese kindsgerechte Komödie kann man sich getrost schenken.

Kinostart: 14.1.2010
Komödie
88 Min.
FSK: 6

 

 
Mitternachtszirkus

Mitternachtszirkus  

Regie: Paul Weitz. Darsteller: John C. Reilly (Larten Crepsley), Josh Hutcherson (Steve), Chris Massoglia (Darren Shan), Jessica Carlson (Rebecca), Michael Cerveris (Mr. Tiny), Ray Stevenson (Murlaugh)

Inhalt: Von ihrem unspektakulären Teenager-Leben im wohlbehüteten Vorort sind die beiden Freunde Steve und Darren schon lange gelangweilt. Etwas Abwechslung verspricht da der "Cirque du Freak", der mit allerlei Kuriositäten Zuschauer anlockt. Auch die beiden Jungs lassen sich die Freak-Show natürlich nicht entgehen. Vor allem Darren ist besonders von einem Künstler beeindruckt, Larten Crepsley. Wie sich herausstellt, ist dieser ein Vampir, der Darren zu einem von ihnen machen will. Ehe der Teenager es sich versieht, befindet er sich in einem Krieg um den letzten Rest Menschlichkeit, gegen eine Macht, die noch grausiger ist als die Vampire selbst.

Mein Eindruck: Ich muss zuerst mal anmerken, dass ich den deutschen Verleihtitel nicht so toll finde. Im Original heißt der Streifen "Cirque du Freak: The Vampire's Assistant", und da weiß man viel eher, was einen erwartet. Kam der Film im Zog von "Twilight"? Ich schätze schon. Und das beste: Im Vergleich zu dem grottenlangweiligen "Twilight" hat mir "Mitternachtszirkus" gut gefallen. Hier sind die Vampire halbwegs so, wie ich mir Vampire vorstelle. Sie verwandeln sich zwar nicht in Fledermäuse, aber dafür haben sie andere Qualitäten...und andere Gegner, nämlich die Vampyre (oder Vampüre?). Sehr gut hat mir John C. Reilly gefallen, der als Vampir Crepsley den jungen Darren unter seine Fittiche nimmt und als sein Mentor fungiert. Auch die Kurzauftritte von Salma Hayek oder Ken Watanabe sind nicht schlecht. Es gibt ja noch reichlich mehr Bücher zu den Thema, ich frage mich aber, ob die alle verfilmt werden. Wir saßen gestern mit 4 Leuten (incl. uns) im Kino - und das am Kinotag.

DVD / Blu-ray-Potential: Blu-ray sollte es schon sein, aber der Preis muss stimmen.

Kinostart: 7.1.2010
Fantasy, Horror
109 Min.
FSK: 12

 

 

 
Gamer

Gamer  

Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor. Darsteller: Gerard Butler (Kable), Amber Valletta (Angie), Michael C. Hall (Ken Castle), Kyra Sedgwick (Gina Parker Smith), Logan Lerman (Simon), Alison Lohman (Trace)

Inhalt: Im Amerika einer nicht ganz so fernen Zukunft hat der Milliardär Ken Castle eine Gedankenkontrollsoftware entwickelt, die es Computerspielern in aller Welt erlaubt, reale Todeskandidaten in makabren Online-Spielen als Avatare zu steuern und gegeneinander antreten zu lassen. Einer dieser modernen Gladiatoren ist Kable, der Superstar des Ego-Shooters "Slayers". Er versucht verzweifelt, aus diesem perfiden "Spiel" zu entkommen, um seine Familie zu befreien und den rücksichtslosen Ken Castle zur Strecke zu bringen.

Mein Eindruck: Der erste Film im neuen Jahr ist nicht gerade ein Highlight. Die beiden Regisseure von "Crank", Mark Neveldine und Brian Taylor, liefern einen rasanten Actionfilm ab, der aber hätte besser sein können. Die Geschichte von "Gamer" erinnert natürlich an "Running Man", baut diese Story aber weiter aus, in dem die Macht der globalen Vernetzung veranschaulicht wird. Gerald Butler ("Gesetz der Rache") gefällt als knallharter Söldner Kable, doch viel schauspielerisches Können braucht er für diese Rolle nicht. Die anderen Darsteller sind eher Stichwortgeber, da gefällt am ehesten noch Michael C. Hall als gnadenloser Bill-Gates-Verschnitt. "Gamer" ist oftmals so gnadenlos schnell geschnitten wie ein Videospiel, was zeitweise ganz schön nervt. Nett sind die kritischen Anspielungen auf die Gesellschaft, doch da hätte man auch mehr draus machen können. Alles in allem bietet der Film nette (und harte) Unterhaltung, doch als DVD-Premiere in der Videothek wäre er wohl besser aufgehoben.

DVD / Blu-ray-Potential: Bei dem wackligen Bild sollte die DVD eigentlich reichen, wenn man sie haben will.

Kinostart: 7.1.2010
Action, Thriller
94 Min.
FSK: 18