Kino 2012

Das Kinojahr 2012 war ein gutes Jahr. Ich habe die 70-Filme-Marke geknackt, obwohl es sportliche Highlights gab wie die Euro in Polen / Ukraine und die Olympischen Sommerspiele in London. Der Film des Jahres kam bereits im Januar ins Kino: die französische Komödie "Ziemlich beste Freunde" war die Sensation schlechthin. Niemand hatte dem Film so einen Erfolg zugetraut und auch für mich steht der Streifen ganz oben. Aber auch "Cloud Atlas" von Tykwer und Wachowski steht sehr hoch in meiner Gunst. Es war ein Jahr mit vielen Action- und Comicverfilmungen ("Avengers", "The Dark Knight Rises" oder "Battleship"), die im Kino sehr gut rüberkamen. Gurken des Jahres waren für mich zwei 3D-Filme: Der zweite "Ghost Rider" war extrem schlecht und auch für "Resident Evil: Retribution" habe ich nur ein müdes Lächeln über. Der mit Abstand mieseste Film des Jahres war aber eindeutig "New Kids Nitro". Dann habe ich mir seit ewigen Zeiten eine Sneak-Preview gegönnt und bin (natürlich) mit dem Film reingefallen. Ach so, 2012 hat das Cinemaxx Mülheim eine Umbauaktion gestartet, die über den ganzen Sommer ging.

Hier geht's zum Kinojahr  2006 / 2007 / 2008 / 2009 / 2010 / 2011 / 2013 / 2014 / 2015 / 2016 / 2017

End of Watch

End of Watch  

Regie: David Ayer. Darsteller: Jake Gyllenhaal (Brian Taylor), Michael Peña (Mike Zavala), Natalie Martinez (Gabby), Anna Kendrick (Janet), David Harbour (Van Hauser), Frank Grillo (Sarge), America Ferrera (Orozco)

Inhalt: Officer Taylor und Officer Zavala sind ein eingeschworenes Team. Die beiden Cops würden füreinander durchs Feuer gehen. Ihr Revier sind die Straßen von Los Angeles, ein gefährliches Einsatzgebiet, in dem sie gemeinsam für Recht und Ordnung sorgen, wobei sie manchmal auch recht unkonventionell vorgehen. Aber dadurch geraten Taylor und Zavala immer mehr ins Fadenkreuz der mächtigen Drogenmafia, und die stellt den unbequemen Gesetzeshütern schließlich eine tödliche Falle.

Mein Eindruck: "End of Watch" ist ein ordentliches Cop-Buddy-Movie. Die Kameraführung ist im Vergleich zu ähnlichen Filmen dokumentarisch gehalten, denn hier kommen vorwiegend Camcoder bzw. Mini-Kameras zum Einsatz. Dadurch wirkt der Tagesablauf der beiden Cops authentisch und man wird als Zuschauer mehr ins Geschehen reingezogen. Leider sind einige Sequenzen sehr verwackelt und unübersichtlich, aber das gehört wohl dazu, wenn man die Realität auf diese Weise einfangen will. Die beiden Hauptdarsteller, Jake Gyllenhaal ("Source Code") und Michael Peña ("World Trade Center"), sind sehr gut in ihren Rollen. Man kauft den beiden ihre Einstellung und ihr Vorgehen ab - so arbeitet ein Streifenpolizist im Ghetto. Trotzdem hat der Film auch seine Längen, denn die spezielle Kameraführung ermüdet doch den Zuschauer auf Dauer. Regisseur, Produzent und Drehbuchautor  David Ayer hat mit "End of Watch" wieder einen ordentlichen Cop-Film abgeliefert - 2008 hatte er schon "Street Kings" mit Keanu Reeves und Forest Whitaker überzeugt. Wer mit der wackligen Kameraführung leben kann, der sollte sich den Film im Kino gönnen.

DVD / Blu-ray-Potential: Schwierig...überlege ich mir noch...

Kinostart: 20.12.2012
Krimi, Drama, Thriller
109 Min.
FSK: 16
73

 

 
Pitch Perfect

Sneak Preview: Pitch Perfect  

Regie: Jason Moore. Darsteller: Anna Kendrick (Beca), Skylar Astin (Jesse), Ben Platt (Benji), Brittany Snow (Chloe), Anna Camp (Aubrey), Rebel Wilson (Fat Amy), Alexis Knapp (Stacie)

Inhalt: Beca lässt sich viel lieber von der Musik aus ihren Kopfhörern berieseln als ihren Mitmenschen zuzuhören. Und auch die Leute an ihrem neuen College findet sie alles andere als prickelnd. Zu keiner Clique scheint sie richtig zu passen. Schließlich landet sie - nicht ganz freiwillig - in der Mädchen-Gesangsgruppe The Bellas. Und in dieser wild zusammengewürfelten Truppe aus frechen, süßen und total verrückten Mädchen entdeckt Beca plötzlich, dass sie tatsächlich singen kann. Mehr noch: Es dauert nicht lange, da hat Beca aus dem wenig spektakulären Ensemble eine fetzige Band mit supercoolem Song-Repertoire gemacht.

Mein Eindruck: Seit ewigen Zeiten habe ich mir mal wieder eine Sneak Preview gegönnt. Ich war länger nicht mehr dabei, weil meine 'Erfolgsquote' schlecht ist. Meistens waren die Überraschungsfilme so gar nicht mein Geschmack - genau wie diesmal auch. Trotzdem muss ich sagen, dass mir die ganze Sache gefallen hat, denn ich hab einige Geschenke abgestaubt. Der Moderator war gut drauf und hat das Publikum gut unterhalten. Außerdem gab's einiges zu gewinnen, auch für mich. ;-)

Jetzt zum großen Nachteil. Die angekündigte Komödie stellte sich als "Pitch Perfect" heraus, ein Film, den ich mir unter keinen Umständen im Kino angeschaut hätte. Aber wenn man mal da ist, dann zieht man das durch. "Pitch Perfect" ist eine Teenie-Musik-Komödie nach dem 08/15-Schema. Die austauschbare Handlung ist allseits bekannt, diesmal geht es um A-capella-Gesang und Zeug. Kurioserweise ist der Film recht unterhaltsam, also ein Totalausfall ist er für mich nicht. Trotzdem hätte ich lieber was anderes gesehen, aber das ist halt das Risiko bei einer Sneak Preview.

DVD / Blu-ray-Potential: "Pitch Perfect" wird nicht in meine Sammlung kommen.

Kinostart: 20.12.2012
Musik, Komödie
112 Min.
FSK: ohne
72

 

 
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise  

Regie: Peter Jackson. Darsteller: Martin Freeman (Bilbo Beutlin), Ian McKellen (Gandalf), Richard Armitage (Thorin Eichenschild), Hugo Weaving (Elrond), Andy Serkis (Gollum), James Nesbitt (Bofur), Cate Blanchett (Galadriel), Ken Stott (Balin)

Inhalt: Bilbo Beutlin muss unversehens an einer epischen Mission teilnehmen: Er soll den Zwergen helfen, ihren Schatz wieder zurückzugewinnen, den der Drache Smaug auf dem Berg Erebor versteckt hält. Überraschend taucht der Zauberer Gandalf der Graue bei Bilbo auf, und schon bald begleitet der Hobbit die Gruppe der 13 Zwerge unter der Führung des legendären Kriegers Thorin Eichenschild. Ihre Reise führt sie in die Wildnis, durch gefährliche Gebiete, in denen es von Goblins und Orks, gigantischen Spinnen, Pelzwandlern und Zauberern nur so wimmelt.

Mein Eindruck: 2001 lief "Herr der Ringe - Die Gefährten" im Kino und der Film hat gerockt! 11 Jahre später ist Regisseur Peter Jackson wieder in Mittelerde gelandet, diesmal präsentiert er uns den Vorgänger "Der kleine Hobbit". Der Vorgänger zu "Der Herr der Ringe" erzählt die Abenteuer von Bilbo Beutlin und stellt gleichzeitig die Bezüge zu seinem Nachfolger her. So wundert es nicht, dass man bekannte Figuren im Kino wieder sieht, wie z.B. Galadriel oder Saruman. Der Streifen ist perfekt gemacht, er bietet tolle Darsteller, schöne Locations und tolle Special Effects. Trotzdem hinterlässt der Film bei mir einen faden Nachgeschmack. Das liegt daran, dass Peter Jackson den relativ dünnen Roman zu einem bombastischen Dreiteiler aufgebläht hat, der in den nächsten Jahren zu Weihnachten die Kino verstopfen wird. Mal ehrlich: Ein Zweiteiler hätte locker gereicht. Dann bietet der Film im Grunde nix Neues: Wieder ziehen Gandalf und Konsorten durch Mittelerde und begegnen den üblichen Gegnern - für mich ist das wenig spannend, zumal man ja weiß, wer später in "Herr der Ringe" noch dabei sein wird. Ich nehm's vorweg: Bilbo wird den Film überleben! Einige Sequenzen fand ich zu lang: Die Eröffnungsszenen, in denen Bilbo die Zwerge bewirtet und die Sequenz mit Gollum haben bei mir ehe Langeweile entfacht. Dafür waren einige Kampfszenen sehr gut, allerdings nicht die in der Ork-Stadt, denn die waren viel zu hektisch. Zur 3D-Technik kann ich nichts schreiben, denn ich habe den Film in platt gesehen. 3 Stunden Brille auf ist als Brillenträger nicht wirklich angenehm und außerdem schont die 2D-Version den Geldbeutel. Natürlich wäre es besser gewesen, "Der Hobbit" wäre vor "Herr der Ringe" im Kino gelaufen, aber das geht leider nicht. Für mich sind Prequels immer so eine Sache - ich sage nur "Star Wars" - und deswegen kann ich mich nur zu einer mittelmäßigen Wertung durchringen. Wie gesagt, schlecht ist "Der Hobbit" nicht, aber ein Highlight leider auch nicht.

DVD / Blu-ray-Potential: Wer "Herr der Ringe" hat, der muss sich gut überlegen, was er macht...

Kinostart: 12.12.2012
Fantasy, Abenteuer
169 Min.
FSK: 12
71

 

 
7 Psychos

7 Psychos  

Regie: Martin McDonagh. Darsteller: Colin Farrell (Marty), Sam Rockwell (Billy) Christopher Walken (Hans), Woody Harrelson (Charlie), Tom Waits (Zachariah), Abbie Cornish (Kaya)

Inhalt: Marty, erfolgloser Drehbuchautor in Hollywood, bekommt mehr Inspiration für sein neues Drehbuch als ihm lieb ist: sein bester Freund Billy mischt die kriminelle Szene in Los Angeles durch den Diebstahl eines Shih Tzu auf. Sein Pech: Es ist der Schoßhund des durchgeknallten Gangsters Charlie. Bevor Marty sich versieht, steckt er mitten in seinem eigenen Drehbuch und will nur noch eins: Überleben!

Mein Eindruck: Der Titel ist Programm: In "7 Psychos" kommen eine Menge Psychos vor, aber nicht alle von denen sind böse Jungs...na ja...oder vielleicht doch. Der Film von Regisseur Martin McDonagh, der sich mit "Brügge sehen...und sterben?" einen Namen gemacht hat, ist eine tiefschwarze Komödie, bei der es zur Sache geht, denn nicht viele der Protagonisten überleben den Film. Die Story fängt harmlos an, wird aber immer verworrener, was den Spaß daran nicht mindert. Wie schon in "Brügge" spielt Colin Farrell die Hauptrolle. Er ist keiner der Psychos, denn als Hollywood-Drehbuchautor versucht er endlich den großen Wurf zu landen. Sein Kumpel Billy (grandios: Sam Rockwell) ist da ein ganz anderes Kaliber. Spezialisiert auf Hundeentführung offenbart er im Verlauf des Film noch weitere, unangenehme Facetten seiner Person. Auch das Wiedersehen mit Christopher Walken macht Spaß, zumal Hans immer wieder für unorthodoxe Sprüch gut ist. Abgerundet wird die gute Besetzung von Woody Harrelson, der sich als Gangsterboss so richtig austoben kann. Ein Highlight des Film war der Drehbuchentwurf von Billy: Da nimmt das Wort Gemetzel ganz neue Dimensionen an. Ich stehe auf schräge Filme und deswegen kann ich mit "7 Psychos" gut leben.

DVD / Blu-ray-Potential: Kommt in meine Sammlung.

Kinostart: 6.12.2012
Schwarze Komödie
110 Min.
FSK: 16
70

 

 
Back in the Game

Back in the Game  

Regie: Robert Lorenz. Darsteller: Clint Eastwood (Gus), Amy Adams (Mickey), Justin Timberlake (Johnny), John Goodman (Pete Klein), Robert Patrick (Vince), Matthew Lillard (Phillip Sanderson)

Inhalt: Gus Lobel zählt seit Jahrzehnten zu den besten Baseball-Talentsuchern. Doch obwohl er es nicht wahrhaben will - sein Alter lässt sich mittlerweile nicht mehr verleugnen. Die Verhandlungen um den phänomenalsten Nachwuchs-Schlagmann der USA stehen an, und die Teamleitung der Atlanta Braves wundert sich zunehmend über seine Entscheidungen. Helfen könnte in dieser Situation nur die einzige Person, die Gus niemals bitten würde - seine Tochter Mickey: Die dynamische und ehrgeizige Anwältin steht kurz davor, in ihrer hochkarätigen Kanzlei zur Partnerin aufzusteigen.

Mein Eindruck: Clint Eastwood ist wieder im Kino, aber ausnahmsweise nur als Schauspieler. Regie bei "Back in the Game" führt Robert Lorenz, der unter Eastwood schon als Regieassistent oder Produzent fungiert hat. Deswegen hat er es wohl geschafft, den Altmeister als Hauptdarsteller für sein Baseball-Drama zu gewinnen. Sein Film ist von der Machart her denen von Clint Eastwood sehr ähnlich, allerdings kann er die Qualität des Meisters nicht erreichen. Trotzdem ist "Back in the Game" ein gutes Stück Kinounterhaltung geworden. Eastwood spielt - ähnlich wie in "Grand Torino" - einen alten, grantigen Mann, der am liebsten mit sich allein ist. Dummerweise erblindet er langsam, und das macht seine Laune nicht besser. Amy Adams ("The Fighter") gefällt als seine ambitionierte Tochter, die - zigmal enttäuscht von ihrem Vater - Probleme hat, mit ihrem Daddy warm zu werden. Aber am Ende wird alles gut, auch wenn es etwas zu dick aufgetragen ist. Die weiteren Rollen sind mit Justin Timberlake ("In Time"), John Goodman ("Argo") oder Matthew Lillard ("Scream") sehr gut besetzt. Der Film könnte im Kino bestimmt besser laufen, aber das Hauptthema Baseball ist für deutsche Zuschauer nicht unbedingt ein Highlight. Ich schaue Sport-Filme sehr gerne und kann gut damit leben. "Back in the Game" (im Original "Trouble with the Curve") ist ein ordentliches Drama mit guten Darstellern - kann man sich gut im Kino geben.

DVD / Blu-ray-Potential: Sollte den Weg in meine Sammlung finden.

Kinostart: 29.11.2012
Drama
111 Min.
FSK: 6
69

 

 
Dredd (3D)

Dredd (3D)  

Regie: Pete Travis. Darsteller: Karl Urban (Judge Dredd), Olivia Thirlby (Anderson), Lena Headey (Ma-Ma), Rakie Ayloa (Chief Judge), Warrick Grier (Caleb), Wood Harris (Kay)

Inhalt: Mega City One eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Einzig und allein die Judges können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd, als oberster Judge gefürchtet, nimmt zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson, den Kampf gegen Ma-Ma auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nicht zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen.

Mein Eindruck: Mein erster Eindruck von "Dredd 3D" war ziemlich schlecht, denn mir hat der Trailer zu dem Film überhaupt nicht gefallen. Eigentlich wollte ich mir den Streifen gar nicht im Kino anschauen, aber gute Kritiken haben mich umgestimmt. Jetzt, nach meinem Kinobesuch, kann ich nur sagen: Gut, dass ich mir "Dredd 3D" gegeben habe! Man erinnert sich noch an "Judge Dredd" aus dem Jahre 1995, in dem Sylvester Stallone die Hauptrolle des unbarmherzigen Richters gespielt hat. Mir hat der Film noch nie sonderlich gut gefallen. Beim neuen Dredd ist das ganz anders: Weg mit der Selbstironie von 1995, hin zum knallharten Sci-Fi-Reisser in 2012. Mit minimalistischer Handlung versteht es Regisseur Pete Travis ("8 Blickwinkel") eine kompromisslosen Film hinzulegen, der Genre-Fans in Verzückung versetzt. Dredd ist knallhart, seine Gegner ebenso, hier wird nicht lange gefackelt, hier wird zugelangt. Die Story - wenn man sie so nennen darf - ist dem indonesischen Actionspektakel "The Raid" (s.u.) sehr ähnlich: Dredd und seine Rekrutin müssen ein Hochhaus voller Gangster aufmischen, um schließlich im obersten Stock mit dem Obergangster abzurechnen. Im Vergleich zu "The Raid" ist bei "Dredd" alles etwas größer. Es wird aus allen Rohren geballert und so kann auch mal ein ganzes Stockwerk dem Erdboden gleich gemacht werden. 3D kommt bei diesem Film sehr gut rüber, vor allem Zeitraffer-Aufnahmen hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Ich bin positiv überrascht und muss zugeben: Der neue Dredd rockt! Keine Anmerkung noch: Hauptdarsteller Karl Urban zieht während des gesamten Films seinen Helm nicht ab - wollte ich nur mal gesagt haben...

DVD / Blu-ray-Potential: Auch ohne 3D ist der Film auf Blu-ray Pflicht.

Kinostart: 15.11.2012
Action, Sci-Fi
96 Min.
FSK: 18
68

 

 
Cold Blood

Cold Blood  

Regie: Stefan Ruzowitzky. Darsteller: Eric Bana (Addison), Olivia Wilde (Liza), Charlie Hunnam (Jay), Sissy Spacek (June), Kris Kristofferson (Chet), Kate Mara (Hanna), Treat Williams (Becker)

Inhalt: Addison und seine Schwester Liza sind nach einem Casino-Überfall auf der Flucht im verschneiten Nirgendwo von Michigan. Nach einem Autounfall beschließen sie, sich zu trennen. Mitten in einem Blizzard wird Liza von Jay aufgelesen, der - gerade aus dem Gefängnis entlassen - zum Haus seiner Eltern Chet und June unterwegs ist. Zur gleichen Zeit schlägt sich Addison zu Fuß durch und hinterlässt eine blutige Spur, unberechenbar und gewaltbereit, eine Gefahr auch für Sheriff Becker und dessen Tochter und Deputy Sheriff Hanna.

Mein Eindruck: Der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky ("Der Fälscher") präsentiert mit "Cold Blood" einen harten Gangster-Film mit guter Besetzung. Vor allem Eric Bana ("Troja") gefällt als knallharter Ganove, der durch seine freundliche Art und eiskalte Handlung schauspielerisch überzeugt. Er ist knallhart und hinterlässt eine blutig Spur im frischen Schnee. Seine Schwester Liza (Olivia Wilde) ist da ganz anders. Sie ist zwar auch am Verbrechen ihren Bruders beteiligt, doch vom Charakter her ist sie bei weitem nicht so verdorben. Am Anfang des Films trennen sich die Geschwister, am Ende kommen sie wieder zusammen. Zwischendurch erzählt Ruzowitzky mehrere Geschichten um Leute, die mit dem Pärchen in Kontakt kommen - und nicht alle überleben das. "Cold Blood" ist ein guter Film, der aber manchmal ein paar Längen hat. Positiv: Das frostige Klima im verschneiten Michigan kommt überzeugend rüber, die schönen Landschaftsaufnahmen geben dem Film einen höheren Stellenwert. Im Kino scheint der Film ein Flop zu sein, denn nach einer Woche läuft "Cold Blood" kaum noch irgendwo. Schade, denn der Film hat mehr verdient.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte drin sein.

Kinostart: 22.11.2012
Thriller, Drama
94 Min.
FSK: 16
67

 

 
Sinister

Sinister  

Regie: Scott Derrickson. Darsteller: Ethan Hawke (Ellison Oswalt), Juliet Rylance (Tracy), Fred Dalton Thompson (Sheriff), James Ransone (Deputy), Michael Hall D'Addario (Trevor), Clare Foley (Ashley)

Inhalt: Der Schriftsteller Ellison Oswalt schreibt Bücher über wahre Verbrechen. Verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Erfolg zieht Ellison mit Frau und Kindern in eine Kleinstadt in Pennsylvania, wo vor Jahren ein Massaker geschah, das bis heute nicht aufgeklärt ist. Dass ihr neues Heim das Haus der Ermordeten ist, verschweigt der Autor seiner Familie. Auf dem Dachboden findet Ellison eine Kiste mit alten Super 8-Filmen, die neben harmlosen Familienaufnahmen auch verstörende Szenen enthalten. Da die Polizei sich für die neuen Spuren nicht interessiert, ermittelt Oswalt auf eigene Faust. Je mehr sich der Autor mit den geheimnisvollen Bildern beschäftigt, desto mehr beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln.

Mein Eindruck: Durch den Start des letzten "Twilight"-Streifens war die Filmauswahl am Donnerstag sehr eingeschränkt. Wir hätten ja lieber "Cold Blood" gesehen, aber der lief (mal  wieder) zu einer unmöglichen Zeit. Also sind wir in "Sinister" gegangen, einem Horror-Thriller, von dem ich vorher so gut wie nix gesehen oder gehört hatte. Der Film bietet die üblichen Klischees, die man schon aus Dutzenden Horrorfilmen kennt: Familie zieht in eine neues Haus, merkwürdige Sachen ereignen sich, der Schrecken des Übernatürlichen beginnt, es geht nicht gut aus. Trotzdem hat der Film auch seine guten Seiten, denn er bietet einige spannende Szenen und Schockeffekte. "Sinister" ist ganz auf Ethan Hawke, der in letzter Zeit auch nicht mehr die großen Filme gemacht hat, zugeschnitten. Er spielt den Schriftsteller Ellison Oswalt, der durch seine Entdeckungen immer mehr in den Wahnsinn getrieben wird. Wie gesagt, der Film ist ganz okay, wenn nicht das Ende wäre, dass den Streifen etwas runterzieht. Hinterher sagt man dazu: War ja klar, dass es so kommt.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich kann drauf verzichten.

Kinostart: 22.11.2012
Horror, Thriller
110 Min.
FSK: 16
66

 

 
Cloud Atlas

Cloud Atlas  

Regie: Tom Tykwer, Andy & Lana Wachowski. Darsteller: Tom Hanks (Zachery), Halle Berry (Luisa Rey), Jim Broadbent (Timothy Cavendish), Hugo Weaving (Bill Smoke), Jim Sturgess (Adam Ewing), Doona Bae (Somni-451), Ben Whishaw (Robert Frobisher)

Inhalt: Sechs Schicksale in 500 Jahren und doch ein einziges Abenteuer, in dem all unsere Helden in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufs engste miteinander verbunden sind. Ein Verbrecher wandelt sich über die Jahrhunderte und wird durch eine einzige gute Tat zum Retter der Menschheit, denn jedes Verbrechen und jede gute Tat haben Einfluss auf den Lauf der Welt.

Mein Eindruck: Die knapp 3 Stunden Kino haben sich gelohnt! "Cloud Atlas", der neue Film von Tom Tykwer und den Wachowski-Geschwistern, galt als unverfilmbar, weil die Story zu komplex und kompliziert ist. Jetzt läuft der Film im Kino und ich kann nur sagen: Reingehen! Die Story hat es wirklich in sich, weil unterschiedliche Schicksale in sechs verschiedenen Epochen miteinander verbunden sind. Die Handlung des Films spielt in der Vergangenheit im Jahre 1849 bis zur Zukunft 2346. Jeder Hauptdarsteller ist in einer Epoche zu sehen, mal als Protagonist, mal in einer Nebenrolle. Tom Hanks spielt meistens Drecksäcke, wie zum Beispiel Dr. Henry Goose, der im 19.Jahrhundert einen jungen Geschäftmann vergiften will, um an sein Gold zu kommen. Oftmals sind die Darsteller gar nicht zu erkennen - am Ende sehen wir alle Mimen in all ihren Masken. "Cloud Atlas" ist schwer zu beschreiben, ich will auch nicht behaupten, dass ich den Streifen komplett verstanden habe. Dafür bietet der Film eine umwerfende Optik, die Hollywood-Niveau hat (viele Szenen entstanden in den Filmstudios Babelsberg). Die Geschichten sind interessant, tragisch, komisch und halten die Spannung über die Gesamtlänge. Top-Film mit Top-Darstellern und ungewöhnlicher Handlung - genau das richtige für mich.

DVD / Blu-ray-Potential: Wird 100% gekauft.

Kinostart: 15.11.2012
Drama, Sci-Fi, Mystery
172 Min.
FSK: 12
65

 

 
Argo

Argo  

Regie: Ben Affleck. Darsteller: Ben Affleck (Tony Mendez), Bryan Cranston (Jack O'Donnell), Alan Arkin (Lester Siegel), John Goodman (John Chambers), Victor Garber (Ken Taylor), Tate Donovan (Bob Anders), Clea DuVall (Cora Lijek)

Inhalt: Auf dem Höhepunkt der iranischen Revolution wird am 4. November 1979 die US- Botschaft in Teheran gestürmt - militante Studenten nehmen 52 Amerikaner als Geiseln. Doch mitten in diesem Chaos gelingt es sechs Amerikanern, sich davon zu schleichen und in das Haus des kanadischen Botschafters zu fliehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Verbleib der sechs bekannt wird - ihr Leben steht auf dem Spiel. Deshalb entwirft der auf das "Ausfiltern" spezialisierte CIA-Agent Tony Mendez einen riskanten Plan, um die Flüchtlinge außer Landes und in Sicherheit zu bringen. Dieser Plan ist so unglaublich, dass er sich nur im Kino abspielen kann.

Mein Eindruck: Endlich habe ich im Kino einen Film gesehen, der mich komplett überzeugt hat: Mit "Argo" hat  Regisseur / Produzent / Hauptdarsteller Ben Affleck einen außerordentlich guten Film hingelegt, der zudem noch auf einer wahren Begebenheit beruht. Es gelingt ihm ausgezeichnet, das Geiseldrama glaubhaft und spannend in Szene zu setzen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch Originalaufnahmen aus Funk und Fernsehen. Man fühlt sich in die Zeit zurückversetzt und fiebert mit den Protagonisten mit. Es ist klar, dass es gut ausgeht, aber die Spannung verstärkt sich wird im letzten Drittel ungemein. Ben Affleck gefällt als Hauptdarsteller, er spielt die Rolle des CIA-Agenten sehr zurückhaltend und emotionslos. Den besten Auftritt hat Alan Arkin als Hollywood-Regisseur, denn mit seinen spitzfindigen Kommentaren spielt er alle an die Wand. Auch John Goodman gefällt als alter Hollywood-Recke, waährend Bryan Cranston ("Breaking Bad") die gute Besetzung abrundet. "Argo" beschreibt eine kuriose Geschichte, die lange Zeit geheim gehalten wurde. Affleck hat den Film würdig auf die große Leinwand gebracht, ich kann den nur weiterempfehlen: Für mich ein Highlight  des Kinojahres!

DVD / Blu-ray-Potential: Klare Kaufempfehlung.

Kinostart: 8.11.2012
Thriller, Drama
120 Min.
FSK: 12
64

 

 
Hotel Transilvanien (3D)

Hotel Transsilvanien  (3D)  

Regie: Genndy Tartakovsky. Deutsche Synchronstimmen: Rick Kavanian (Dracula), Josefine Preuß (Mavis), Elyas M'Barek (Jonathan), Hans-Eckart Eckhardt (Frankenstein), Tobias Lelle (Wayne)

Inhalt: Willkommen im Hotel Transsilvanien, dem luxuriösen 5-Sterne-Ressort von Dracula. Hier können Monster und ihre Familien ihre Urlaubsträume ausleben und sich ungestört von Menschen die Freiheit nehmen, die Monster zu sein, die sie gerne sein möchten. An einem bestimmten Wochenende hat Dracula einige der berühmtesten Monster der Welt eingeladen - Frankenstein und seine Braut, die Mumie, den Unsichtbaren Mann, eine Werwolffamilie und viele andere -, um den 118. Geburtstag seiner Tochter Mavis zu feiern. Das Catering für all diese legendären Monster stellt für Dracula kein Problem dar, aber seine Welt könnte in sich zusammenbrechen, als plötzlich ein ganz gewöhnlicher Junge in das Hotel stolpert und ein Auge auf Mavis wirft.

Mein Eindruck: Animationsfilme sind für 3D wie geschaffen, und deshalb schaue ich mir gerne mal den ein oder anderen Streifen an. "Hotel Transsilvanien" hat mich angesprochen, denn man findet fast alle klassischen Filmmonster in diesem Hotel wieder. Dieses Mal sind die Menschen die Bösewichte, denn sie verfolgen die 'armen' Monster und machen ihnen das Leben zur Hölle. Deshalb kommen die Kreaturen gerne in Draculas Hotel, denn hier sind sie komplett sicher und abgeschottet. Auf diese nette Idee basiert der zweite Spielfilm von Regisseur Genndy Tartakovsky. Die Monster sind allesamt sympathisch und ordentlich animiert. Mein Favorit ist der Werwolf, der durch seine Familie (sprich seinen Nachwuchs) immer nur terrorisiert wird. Allerdings muss ich zugeben, dass sich die Gags im Film in Grenzen halten. Es ist alles irgendwie nett, aber so richtige Klopper gibt es nicht. Der beste Gag hat mit 'Twilight' zu tun - mehr verrate ich nicht. Im großen und ganzen bietet "Hotel Transsilvanien" gute Unterhaltung. Noch eins zum Thema 3D: Zwischenzeitlich fand ich den Film ziemlich platt, ein richtiger 3D-Brecher ist der Film leider nicht.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich passe...vorerst.

Kinostart: 25.10.2012
Animation
91 Min.
FSK: 6
63

 

 
Angel's Share

Angel's Share  

Regie: Ken Loach. Darsteller: Paul Brannigan (Robbie), John Henshaw (Harry), Gary Maitland (Albert), Jasmin Riggins (Mo), William Ruane (Rhino), Roger Allam (Thaddeus), Siobhan Reilly (Leonie)

Inhalt: Robbie wird zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert und trifft dabei nicht nur auf drei Gleichgesinnte, sondern auch auf eine neue Leidenschaft: Den teuersten und besten Malt Whisky der Welt. Um sich und seiner jungen Familie eine Zukunft zu ermöglichen, lässt er sich bald darauf auf einen sagenhaften Coup ein: Irgendwo in den schottischen Highlands soll nämlich noch ein Fässchen des teuersten Whiskys der Welt existieren. Und ein paar Flaschen von diesem "Wasser des Lebens" könnten ihm und seinen Freunden tatsächlich eine sorgenfreie Zukunft bescheren. Oder aber 20 Jahre hinter Gittern.

Mein Eindruck: Nach "Looking For Eric" (2009) habe ich mir wieder mal einen Film von Ken Loach angeschaut. "Angel's Share" - mit dem deutschen Untertitel "Ein Schluck für die Engel" - ist eine gute Mischung aus Drama und Komödie. Loach mischt in seinem neusten Werk schottisches Sozialdrama (mit sympathischen Figuren) und einem ausgeklügelten Diebstahl - nämlich den des Highland-Whiskys. Die Darsteller sind allesamt unbekannt, und das macht den Film sehr glaubhaft, denn man nimmt den jungen Schauspielern locker ihre Geschichte ab. Die Wandlung von Robbie (Paul Brannigan) zum Whisky-Experten geht zwar etwas schnell, tut aber der Story keinen Abbruch. Natürlich ist die Story eher ein Märchen, denn was die jungen Looser da auf die Beine stellen, ist kaum glaubhaft. Trotzdem kann man als Zuschauer mit sehr gut leben, denn man gönnt unseren Protagonisten den Erfolg, den sie in ihrem bisherigen Leben nie hatten. Für die meisten Lacher ist Albert (Gary Maitland) zuständig, der als taube Nuss überzeugt, was sich vor allem in der Anfangssequenz am Bahnhof schon andeutet. "Angel's Share" ist ein gelungener Streifen, der Komik und Drama gut verbindet und den man sich gut im Kino geben kann.

DVD / Blu-ray-Potential: Sieht gut aus...

Kinostart: 18.10.2012
Drama, Komödie
101 Min.
FSK: 12
62

 

 
Savages

Savages  

Regie: Oliver Stone. Darsteller: Taylor Kitsch (Chon), Aaron Johnson (Ben), Blake Lively (O), Benicio Del Toro (Lado), Salma Hayek (Elena), John Travolta (Dennis), Emile Hirsch (Spin)

Inhalt: Laguna Beach ist ein idyllisches Nest im kalifornischen Süden - eindeutig die richtige Umgebung für den Buddhisten Ben, der sich die Nächstenliebe als Lebensmotto gewählt hat. Und die wirft sogar sehr lukrative Umsätze ab, denn Ben versorgt seine Mitmenschen mit dem besten Marihuana aller Zeiten. Mit seinem engsten Freund, dem Ex-Navy-SEAL und ehemaligen Söldner Chon, teilt Ben nicht nur die Gewinne, sondern buchstäblich alles - sogar die Liebe zu der atemberaubend schönen Ophelia. Nichts steht dem Glück zu dritt im Wege ... bis Elena, die unbarmherzige Chefin des Baja-Kartells, ein Stück von Bens und Chons Kuchen fordert.

Mein Eindruck: "Savages" ist der neue Film von Oliver Stone. Er hat in seiner Karriere eine Menge toller Filme gemacht ("Platoon" oder "Wall Street"), aber in letzter Zeit hat er auch Sachen abgeliefert wie "W." oder "World Trade Center", und die waren nicht wirklich prickelnd. Sein neustes Werk ist ein Gangster-Thriller im Drogenmilieu, das hört sich doch gut an. Leider hat der Streifen zwei entscheidende Nachteile: Zum einen gefällt mir Salma Hayek in ihrer Rolle als Drogenboss so gar nicht, zum anderen präsentiert uns Oliver Stone gleich 2 Enden - und ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was das soll. Erstmal zu Hayek: Ich mag die Schauspielerin, vor allem weil sie in den 90ern mit Robert Rodriguez einige Filme gemacht hat. Doch als Chefin des mexikanischen Drogenkartells fällt sie komplett durch, sie ist total unglaubwürdig. Benicio Del Toro nimmt man seine schmierige Rolle als gnadenloser Killer sofort ab, bei Hayek klappt das überhaupt nicht. Jetzt zum Thema 'Ende': Warum lässt Stone den Film enden (ich verrate nicht wie), macht dann einen Rückzieher und präsentiert den überraschten Zuschauern dann ein ganz anderes Ende? Bis dahin hat mir der Film - mit Ausnahme von Salma Hayek - noch ganz gut gefallen. Das doppelte Ende hat aber vieles kaputt gemacht, man verlässt das Kino mit einem unguten Gefühl. Deswegen kann ich nur 2 1/2 Sterne vergeben, handwerklich und schauspielerisch ist wesentlich mehr drin, aber das kann ich nicht vertreten.

DVD / Blu-ray-Potential: Das doppelte Ende liegt mir noch im Magen...

Kinostart: 11.10.2012
Thriller, Drama, Krimi
131 Min.
FSK: 16
61

 

 
Abraham Lincoln: Vampirjäger (3D)

Abraham Lincoln: Vampirjäger  (3D)  

Regie: Timur Bekmambetov. Darsteller: Benjamin Walker (Abraham Lincoln), Dominic Cooper (Henry Sturgess), Mary Elizabeth Winstead (Mary Todd Lincoln), Anthony Mackie (Will Johnson), Rufus Sewell (Adam)

Inhalt: Als kleiner Junge musste Abraham Lincoln mitansehen, wie seine Mutter auf entsetzliche Art und Weise von mysteriösen Wesen brutal ermordet wurde. Das hat den Jungen schon früh abgehärtet und ihm auf seinem Weg durch den Krieg schlussendlich zur 16. Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika verholfen. Seit seiner Kindheit schreibt er seine Erlebnisse in einem Tagebuch nieder. Darin offenbart er auch die schockierende Wahrheit, dass seine Mutter von Vampiren getötet wurde. Sein Vertrauter Henry Sturgess bringt dem politisch ambitionierten Schützling schließlich die effiziente Bekämpfung der Blutsauger bei.

Mein Eindruck: Das ausgerechnet Abraham Lincoln, vielleicht der bekannteste US-Präsident der Geschichte, ein Vampirjäger gewesen sein soll, das ist schon eine schräge Vorstellung. "Wanted"-Regisseur Timur Bekmambetov hat den Film in 3D ins Kino gebracht und ich muss leider sagen, dass der Streifen durchfällt. Der Anfang war noch gut, aber je länger der Film dauert, je schlechter wird er. Die ersten Schritte als Vampirjäger gefallen, denn hier gibt's noch Spannung und man ist neugierig, wie sich alles entwickeln wird. Leider verflüchtigt sich das sehr schnell und auch die Effekte lassen stark nach. Gerade die Szene, in der Lincoln einen Vampir in einem Pferdeherde zur Strecke bringt, ist überaus schlecht animiert und nur peinlich. Immerhin entschädigt der finale Kampf auf der Lokomotive etwas, die Sequenz kann sich sehen lassen. Zu 3D kann ich nur sagen, dass man darauf hätte verzichten können. Anfangs gibt es noch einige nette Szenen, am Ende nimmt man 3D-Effekte kaum noch wahr. "Abraham Lincoln: Vampirjäger" ist ein unausgegorener Streifen, der zwar ab und an halbwegs unterhält, im Endeffekt aber durchfällt. Ich habe irgendwie den Eindruck, man hätte mehr draus machen können...

DVD / Blu-ray-Potential: Nein, danke, ich kann verzichten.

Kinostart: 3.10.2012
Fantasy, Horror
105 Min.
FSK: 16
60

 

 
To Rome with Love

To Rome with Love  

Regie: Woody Allen. Darsteller: Woody Allen (Jerry), Judy Davis (Phyllis), Jesse Eisenberg (Jack), Penelope Cruz (Anna), Roberto Benigni (Leopoldo), Alec Baldwin (John), Ellen Page (Monica)

Inhalt: Der junge Architekturstudent Jack lebt eigentlich glücklich mit seiner grundsympathischen Freundin Sally in Rom zusammen, gerät aber völlig aus dem Häuschen, als deren beste, aber auch höchst kapriziöse Freundin Monica, für einige Zeit aus den Staaten zu Besuch kommt. Maßlos beeindruckt hingegen ist der ehemalige Opernregisseur Jerry, der gerade mit Ehefrau Phyllis in Rom zu Besuch ist, und zwar vom Gesangstalent eines bescheidenen Bestattungsunternehmers, den er nun ganz groß herausbringen möchte. Derweil beginnt der absolut unscheinbare Durchschnittsrömer Leopoldo mit seiner unglaublichen Berühmtheit zu hadern, die ihn völlig grundlos über Nacht ereilte: Anfangs war das ja noch ganz schmeichelhaft, doch jetzt verfolgen ihn die Paparazzi auf Schritt und Tritt. Fehltritte leisten sich unterdessen Antonio und seine frisch angetraute Frau Milly, die in der italienischen Hauptstadt ihre Flitterwochen verbringen.

Mein Eindruck: "To Rome with Love" ist für mich ein schwacher Woody Allen, der seinem letzten Werk "Midnight in Paris" nicht das Wasser reichen kann. Irgendwie fällt der Film viel zu zahm aus. Es gibt in den diversen Episoden immer wieder gute Szenen, aber das Gesamtwerk kann nicht überzeugen. Von den Schauspielen her hat Woody Allen wieder mal aus dem Vollen geschöpft, dummerweise können die meisten nicht überzeugen. Lediglich die Auftritte von Penelope Cruz (als Prostituierte) und ansatzweise die von Roberto Benigni (als Durchschnittsbürger) sind sehenswert. Die Geschichte des Regisseurs selber, der einen talentierten Sänger unter der Dusche dem staunenden Publikum serviert, ist zwar nett, aber leider auch nicht mehr. Mir fehlt der Pep in der Story. Diese ist sehr schön inszeniert und man wandelt mit den Akteuren durch die Sahnestücke von Rom, aber im Endeffekt reicht das nicht für einen "guten" Woody Allen Film. Ich will den Streifen jetzt nicht schlechter machen als er ist, aber im Vergleich zu seinen vorherigen Filmen fällt er doch ganz schön ab. Ich bereue es nicht, den Streifen gesehen zu haben, aber ich freue mich auf sein nächstes Werk, das nur besser werden kann.

DVD / Blu-ray-Potential: Dieser Woody Allen kann mir gestohlen bleiben.

Kinostart: 30.8.2012
Lovestory, Komödie
102 Min.
FSK: o.A.
59

 

 
96 Hours - Taken 2

96 Hours - Taken 2  

Regie: Olivier Megaton. Darsteller: Liam Neeson (Bryan Mills), Maggie Grace (Kim), Famke Janssen (Lenore), Rade Serbedzija (Murad Krasniqi), Luke Grimes (Jamie)

Inhalt: Eineinhalb Jahre ist es her, dass der pensionierte CIA-Agent Bryan Mills seine Tochter Kim aus den Fängen brutaler albanischer Mädchenhändler gerettet hat. Doch sein ruchloser Feldzug hat ein Nachspiel: Der Vater eines damals von Mills ermordeten Albaners sinnt auf Rache. Als Kim und ihre Mutter Bryan nach einem Job in Istanbul besuchen, schlägt Murad zu. Doch er hat sich mit dem falschen Gegner angelegt. Mit Hilfe seiner ganz besonderen Fähigkeiten setzt Mills alles daran, sich und seine Frau aus der Gewalt ihrer Peiniger zu befreien.

Mein Eindruck: Im Grunde bin ich mit dem zweiten Teil von "96 Hours" schnell fertig. Man hat die Story vom ersten Teil umgedreht, denn diesmal sind die Albaner hinter dem Vater her (und nicht der Tochter). Es gibt jede Menge Action, Liam Neeson tötet erbarmungslos seine Gegner und am Ende geht alles gut aus. Allerdings spielt der Film nicht in Paris, sondern in Istanbul - das war's. Was soll man großartig erwarten? Immerhin bietet der Streifen solide Unterhaltung und gute Action. Natürlich sind viele Handlungen haarsträubend, aber wenn man sich drauf einlässt, dann kann man den Film genießen. Der Gag aus dem ersten Teil ist natürlich weg, also wird "96 Hours - Taken 2" nie an seinen Vorgänger herankommen. Warum der Film nicht total durchfällt, das liegt an Liam Neeson. Er kann alles machen, der Zuschauer ist steht's auf seiner Seite und verzeiht ihm die groben Schnitzer. Mit Istanbul hat Regisseur Olivier Megaton ("Transporter 3") eine schöne Location gefunden, wo man es so richtig hat krachen lassen. Mehr ist nicht zu sagen.

DVD / Blu-ray-Potential: Erstmal nicht, Teil 1 reicht.

Kinostart: 11.10.2012
Action, Thriller
92 Min.
FSK: 16
58

 

 
Looper

Looper  

Regie: Rian Johnson. Darsteller: Joseph Gordon-Levitt (Joe), Bruce Willis (alter Joe), Emily Blunt (Sara), Paul Dano (Seth), Noah Segan (Kid Blue), Piper Perabo (Suzie), Jeff Daniels (Abe)

Inhalt: Man nennt sie Loopers. Sie sind die gut bezahlten Auftragskiller einer verbrecherischen Organisation in der Zukunft, in der Zeitreisen zwar möglich, aber illegal sind. Das Syndikat nutzt die Technologie und beseitigt seine Opfer, in dem es sie 30 Jahre zurück in die Vergangenheit schickt, wo ein Looper wartet und die Zielperson erschießt. Joe ist so ein Looper und er ist einer der Besten im Geschäft. Für ihn gibt es keine Regeln, außer einer: Er darf nicht versagen. Joe erledigt seine Jobs zuverlässig, bis er eines Tages einem neuen Opfer gegenübersteht: seinem dreißig Jahre älteren Ich. Joe zögert einen kurzen Augenblick. Zu lang! Es beginnt eine Jagd auf Leben und Tod.

Mein Eindruck: "Looper" ist ein Film, der aus dem Nichts kam. Vor kurzem tauchten die ersten Plakate auf, dann hab ich den Trailer gesehen und schon ist der Film im Kino. Der Film ist schon trickreich, da muss man am Ball bleiben - Zeitreisen (und die Auswirkungen daraus) sind komplexe Gebilde. Zuerst einmal muss ich anmerken, dass ich mehr Action erwartet hatte, vielleicht auch deshalb, weil Bruce Willis mitmischt. Doch "Looper" hat auch sehr viele ruhige Szenen, gerade die Handlung auf der Farm in der zweiten Hälfte des Film ist sehr behäbig. Nach dem vierten "Bourne"-Teil hatte ich da wohl zuviel erwartet. Dass heißt natürlich nicht, dass der Film schlecht ist. Bei mir ist aber der Funke nur bedingt rübergesprungen: Ich finde den Streifen nicht schlecht, aber überragend auch nicht - 3 Sterne halt. Von der Besetzung her kann sich der Streifen sehen lassen. Es gibt ein Wiedersehen mit Jeff Daniels ("Arachnophobia"), der diesmal einen Bösewicht spielen darf. Emily Blunt ist momentan gut beschäftigt, denn nach "Lachsfischen im Jemen" und "Fast verheiratet" hat sie dieses Jahr einen weiteren Film im Kino.

DVD / Blu-ray-Potential: Abwarten...

Kinostart: 4.10.2012
Action, Thriller, Sci-Fi
118 Min.
FSK: 16
57

 

 
Das Bourne Vermächtnis

Das Bourne Vermächtnis  

Regie: Tony Gilroy. Darsteller: Jeremy Renner (Aaron Cross), Rachel Weisz (Dr. Marta Shearing), Edward Norton (Eric Byer), Donna Murphy (Dita Mandy), Stacy Keach (Mark Turso)

Inhalt: Aaron Cross ist einer von sechs Superagenten des streng geheimen Regierungsprogramms Outcome. Als durch Jason Bourne das CIA-Programm Treadstone öffentlich gemacht wird, droht auch Outcome die Enttarnung durch die aufmerksam gewordenen Medien. In dieser Situation entscheidet sich Byer, Initiator dieser und anderer Programme, alle Agenten und Mitarbeiter von Outcome auszulöschen. Damit beginnt auch die Treibjagd auf Cross und eine Wissenschaftlerin, die beide auf atemloser Flucht bis nach Manila führt.

Mein Eindruck: Nach 3 Jason-Bourne-Filmen mit Matt Damon in der Hauptrolle geht die Geschichte weiter, aber mit neuem Hauptdarsteller. "Das Bourne Vermächtnis" spielt zeitgleich mit Teil 3 "Das Bourne Ultimatum" und zeigt die Bemühungen der Regierung, ihre geheimen Programme zu schützen bzw. zu zerstören. Weltweit existieren noch 5 weitere Superagenten, die eliminiert werden sollen, damit alle Beweise vernichtet sind. Einer dieser Agenten wird von Jeremy Renner ("Marvel's The Avengers") gespielt. Nachdem er seiner Eliminierung entgangen ist wird er zum neuen Bourne, denn die Regierung will ihn unter allen Umständen loswerden. Ich fand den vierten Teil der Bourne-Serie gelungen: Der Film bietet jede Menge Action und spannende Momente, die Besetzung kann sich sehen lassen und die 135 Minuten vergehen wie im Flug. Allerdings sollte man sich im Bourne-Universum etwas auskennen, damit man - gerade am Anfang - die Hintergründe halbwegs versteht. Ein Kritikpunkt sind (mal wieder) die extrem hastig geschnitten Action-Sequenzen, die typisch für die Bourne-Reihe sind. Es gibt schlimmeres, aber bei einigen Szenen verliert man schnell den Überblick. Sei's drum, Bourne Nummer 4 ohne Bourne ist ein ordentlicher Actionfilm, und da könnte noch mehr kommen, wenn man an das Ende denkt...

DVD / Blu-ray-Potential: Teil 4 wird gekauft.

Kinostart: 13.9.2012
Action, Thriller
135 Min.
FSK: 12
56

 

 
Resident Evil: Retribution

Resident Evil: Retribution  (3D)   

Regie: Paul W.S. Anderson. Darsteller: Milla Jovovich (Alice), Sienna Guillory (Jill Valentine), Michelle Rodriguez (Rain), Bingbing Li (Ada Wong), Aryana Engineer (Becky), Boris Kodjoe (Luther West)

Inhalt: Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice. Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken.

Mein Eindruck: Es ist bei mir immer das gleiche mit "Resident Evil": Ich hab alle 5 Teile im Kino gesehen, obwohl ich fast alle schlecht bewertet habe (meine Ausnahme ist Teil 2, der mir damals gut gefallen hat). "Retribution" schließt nahtlos an den Cliffhanger von "Afterlife" an. Alice und die Besatzung des Schiffes werden angegriffen, sie wird durch eine Explosion ins Wasser geschleudert, schließlich wacht sie irgendwo bei Umbrella wieder auf. Schon im rückwärts ablaufenden Vorspann werden die 3D-Effekte sehr gut ausgenutzt und man bekommt einen Vorgeschmack darauf, was einen erwartet. Ich kann die 3D-Version nur loben, denn wie schon in Teil 4 sind die Effekte sehr plastisch und schöpfen alles aus was geht. Mehr Lob von mir wird es nicht geben. Der Film ist bei mir komplett durchgefallen, weil ich einfach keine Lust mehr auf diese dämliche Horror-Zombie-Virus-Geschichte habe, die nur noch nervt. Handlung ist nicht vorhanden, denn der Film ist komplett sinnfrei und dient nur dem Zweck, möglichst viele Actionsequenzen ultracool in Szene zu setzen. Das hört sich doch gar nicht so schlecht an, doch leider hat sich bei mir schnell ein Abnutzungseffekt eingestellt. Was nützt mir die beste Action, wenn nichts dahinter steckt, schon gar nicht Spannung? So wird in den 95 Minuten geballert, gekämpft und gesprungen was das Zeug hält, immer schon - wie im Videospiel - in verschiedenen Leveln (Moskau, NY). Für mich ist das einfach langweilig, da nützen auch die besten 3D-Effekte nichts. Das Ende von Retribution ist natürlich total offen, sollte da ein 6.Teil der letzte sein? Ich glaube nicht, denn so lange Alice an der Kinokasse erfolgreich läuft, wird die Serie endlos sein. Und wie ich mich kenne, werde ich mir Teil 6 wieder im Kino anschauen, da kann ich meckern so viel ich will...

DVD / Blu-ray-Potential: Keine Chance, Teil 5 bleibt im Regal stehen.

Kinostart: 20.9.2012
Action, Horror
96 Min.
FSK: 16
55

 

 
The Cabin in the Woods

The Cabin in the Woods   

Regie: Drew Goddard. Darsteller: Kristen Connolly (Dana Polk), Chris Hemsworth (Curt), Anna Hutchison (Jules Louden), Fran Kranz (Marty Mikalski), Jesse Williams (Holden McCrea), Richard Jenkins (Richard Sitterson), Bradley Whitford (Steve Hadley)

Inhalt: Ein entspanntes Wochenende in einer Hütte im Wald, in der Mitte von Nirgendwo soll es werden, fernab der Zivilisation und jeglicher Beobachtung. Nur fünf Freunde und die Natur - ein Abenteuer, ein großer Spaß. Selbst die Warnungen eines bedrohlich wirkenden Tankwarts können die Vorfreude nicht dämpfen. Zunächst wirkt die Hütte auch wie die Erfüllung aller Verheißungen. Doch dann entdecken die Freunde den verborgenen Zugang zu einem Keller - und als die Neugier gegen die Vernunft siegt, gehen sie zu fünft die knarzende Treppe hinab ins Dunkel... Gleichzeitig sitzen zwei Wissenschaftler weit entfernt in einem geheimen Labor tief unter der Erde und drücken ein paar Knöpfe.

Mein Eindruck: Wenn man den Inhalt von "The Cabin in the Woods" ließt, dann ist alles klar: wir haben es hier mit einem typischen  Teenie-Slasher zu tun, in dem alle Protagonisten nacheinander niedergemetzelt werden - "Evil Dead" lässt grüßen. Aber weit gefehlt, der Film bietet wesentlich mehr als gedacht. Natürlich bin ich nicht völlig unbedarft an den Film rangegangen, im Trailer wird auch schon einiges angedeutet. Doch je weniger man über den Streifen weiß, desto besser wirkt er. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, nur so viel: "The Cabin in the Woods" ist ein Crossover zwischen "Evil Dead" und "Truman Show". Wenn dann die Handlung so richtig schön aus dem Ruder läuft und man langsam die Zusammenhänge erkennt, dann hat der Genrefreund seinen Spaß. Hinter dem ganzen steckt übrigens Joss Whedon, der sich schon als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur einen Namen gemacht hat. Zuletzt übrigens mit "Marvel's Avengers". Fazit: Ich kann die Hütte im Wald nur empfehlen, es ist der überraschendste Film des Jahres.

DVD / Blu-ray-Potential: Klare Kaufempfehlung: Die Hütte muss her.

Kinostart: 6.9.2012
Horror, Thriller
95 Min.
FSK: 16
54

 

 
The Watch

The Watch - Nachbarn der 3.Art   

Regie: Akiva Schaffer. Darsteller: Ben Stiller (Evan), Vince Vaughn (Bob), Jonah Hill (Franklin), Richard Ayoade (Jamarcus), Rosemarie DeWitt (Abby), Will Forte (Sergeant Bressman), Erin Moriarty (Chelsea)

Inhalt: Vier Durchschnittstypen aus der Vorstadt gründen für ihre Nachbarschaft eine nächtliche Bürgerwache. Dabei dient sie den Männern zunächst als willkommene Entschuldigung, an einem Abend pro Woche ihrem eintönigen Alltagstrott zu Hause zu entfliehen. Als sie jedoch zufällig entdecken, dass die gesamte Stadt von Aliens besetzt ist, die sich als gewöhnliche Menschen tarnen, schreiten sie notgedrungen zur Tat, um ihre Stadt bzw. die ganze Welt zu retten.

Mein Eindruck: "The Watch - Nachbarn der 3.Art" ist lustig und ätzend zugleich. Es gibt im Film einige wirklich gute Gags, aber dafür auch einige wirklich nervende Dialoge. Der Film beginnt verheißungsvoll: Wir lernen Evan (Ben Stiller) kennen, der mit seinem Durchschnittsleben in der Provinz völlig zufrieden ist und fast schon einen Schwarzen als Freund hat! Als ein Wachmann in seinem Supermarkt getötet wird formt er eine Nachbarschaftswache, die nur er wirklich ernst nimmt. Vor allem Bob (Vince Vaughn) sieht die Wache als willkommene Abwechslung zum Biertrinken und Abhängen. Jetzt kommt der Streifen etwas ins Schwanken, denn die Dialoge zwischen Ben Stiller und Vince Vaughn sind streckenweise extrem nervig und die Handlung dümpelt so vor sich hin. Richtig gut sind aber die Szenen, in der die Wache die Alien-Waffe findet und ausprobiert (Tschüss Kuh). Auch die Foto-Session mit dem (scheinbar) toten Alien artet wunderbar aus und ist richtig komisch. Die Schlußsequenz im Supermarkt kann sich auch sehen lassen. Trotzdem fällt "The Watch" im Endeffekt durch, weil die nervigen Dinge in der Überzahl sind und weil viele Gags nicht zünden. Fazit: Netter Versuch, aber ich kann den Film nicht empfehlen.

DVD / Blu-ray-Potential: Nein, dieses Mal nicht.

Kinostart: 6.9.2012
Komödie, Sci-Fi
102 Min.
FSK: 12
53

 

 
Moonrise Kingdom

Moonrise Kingdom   

Regie: Wes Anderson. Darsteller: Bruce Willis (Captain Sharp), Edward Norton (Scout Master Ward), Bill Murray (Walt Bishop), Tilda Swinton (Social Services), Kara Hayward (Suzy), Jared Gilman (Sam)

Inhalt: Eine kleine Insel vor der Küste Neuenglands im Sommer 1965: Ausgestattet mit allem, was man zum Überleben in der Wildnis benötigt, büchst der junge Pfadfinder Sam aus dem Sommercamp aus, um mit seiner Freundin Suzy durchzubrennen. Der ganze Ort steht daraufhin Kopf und eine fieberhafte Suche nach den 12-jährigen Ausreißern beginnt. An ihr beteiligen sich neben den hysterischen Eltern des Mädchens auch der Dorf-Sheriff, der Oberpfadfinder des Ferienlagers und eine überambitionierte Sozialarbeiterin.

Mein Eindruck: "Moonrise Kingdom" ist schon im Mai im Kino gestartet, jetzt läuft er für kleines Geld wieder auf der großen Leinwand. Damals habe ich den Film verpasst, jetzt nicht. Es ist so eine Sache mit Regisseur Wes Anderson. Nicht alle Filme von ihm haben mir gefallen: Während ich "Royal Tenenbaums" sehr gut finde war ich von "Die Tiefseetaucher" total enttäuscht. Bei "Moonrise Kingdom" ist alles in Butter, der Film war richtig gut. Bei Wes-Anderson-Streifen ist Optik und Stil ein Augenschmaus, dazu kommt eine abgefahrene Story mit skurrilen Figuren - darauf stehe ich. Hervorragend fand ich neben der Starbesetzung (Bruce Willis, Bill Murray, Frances McDormand) die beiden 12jährigen Hauptdarsteller Jared Gilman und Kara Hayward. Ich bin kein Fan von jugendlichen Darstellern, doch die beiden spielen wirklich gekonnt ihre schrägen Charaktere. Jetzt bin ich froh, dass ich "Moonrise Kingdom" noch im Kino sehen konnte - dem Billigkino sei Dank!

DVD / Blu-ray-Potential: Klare Sache, der Film kommt in meine Sammlung.

Kinostart: 24.5.2012
Komödie, Drama
94 Min.
FSK: 12
52

 

 
The Expendables 2

The Expendables 2   

Regie: Simon West. Darsteller: Sylvester Stallone (Barney Ross), Jason Statham (Lee Christmas), Bruce Willis (Church), Arnold Schwarzenegger (Trench), Jean-Claude Van Damme (Villain), Chuck Norris (Booker), Dolph Lundgren (Gunnar Jensen)

Inhalt: Barney Ross' Team wird von Mr. Church für einen Job angeheuert, der zunächst nach leicht verdientem Geld aussieht. Doch als der Plan schief läuft und einer von ihnen brutal ermordet wird, sinnen die Expendables auf Rache und ziehen, obwohl es eine gefährliche Operation ist, in feindliches Gebiet. Getrieben vom Drang nach Vergeltung zieht die Truppe eine Schneise der Verwüstung nach sich und schafft es in letzter Sekunde eine unerwartete Bedrohung unschädlich zu machen - sechs Pfund gefährliches Plutonium, genug um das Kräfteverhältnis in der Welt zu verändern.

Mein Eindruck: Nach der Erfolg von Teil 1 hat er sich Sylvester Stallone nicht nehmen lassen, einen weiteren "Expendables"-Film zu machen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn Teil 2 ist noch besser als sein Vorgänger. Dieses Mal hat Sly die Regie dem Action-Veteran Simon West ("Con Air", "The Mechanic") überlassen und das zahlt sich positiv aus. Er bringt einen Actionfilm auf die Kinoleinwand, der all das bietet, was der Fan erwartet: Total überzogene Action, coole Sprüche, tonnenweise Explosionen und eine völlig unrealistische Handlung. Kurzum: Super Unterhaltung. Den besten Auftritt hat der 72jährige Haudegen Chuck Norris. Wenn er im Film vorkommt, dann hatte das Kinopublikum Spaß. Das liegt vor allem daran, dass der Film ironisch über die alternden Helden herzieht und viele Actionfilme zitiert. Ein Beispiel: Arnold Schwarzenegger kämpft zusammen mit Bruce Willis gegen die Schurken, da taucht Chuck Norris auf. Zitat Arnold: "Wer kommt denn noch? Rambo?" Und das ist nicht der beste Spruch im Film. Ich muss sagen, mir hat "The Expendables 2" sehr gut gefallen - die alten Säcke können es immer noch.

DVD / Blu-ray-Potential: Wird auf Blu-ray gekauft.

Kinostart: 31.8.2012
Action
102 Min.
FSK: 18
51

 

 
Paranorman (3D)

ParaNorman  (3D)  

Regie: Chris Butler, Sam Fell. Synchronsprecher US: Kodi Smit-McPhee (Norman), Tucker Albrizzi (Neil), Anna Kendrick (Cortney), Casey Affleck (Mitch), Christopher Mintz-Plasse (Alvin), John Goodman (Mr. Prenderghast)

Inhalt: Außenseiter Norman hat eine Gabe, die ihn von allen anderen Kindern unterscheidet: Er kann mit den Toten sprechen. Seine ungewöhnlichen Fähigkeiten erweisen sich als ausgesprochen nützlich, als Normans Heimatstädtchen eines Tages von Zombies belagert wird. Beim Versuch, sein Zuhause und seine Familie von einem Jahrhunderte alten Fluch zu befreien, bekommt der junge Geisterflüsterer es allerdings nicht nur mit Zombies, sondern auch mit Gespenstern, Hexen und nicht zuletzt nerv tötenden Erwachsenen zu tun.

Mein Eindruck: "ParaNorman" ist ein Stop-Motion-Film aus dem Hause Laika, und die haben uns schon mit "Coraline" begeistert. Für mich kommt "ParaNorman" nicht an "Coraline" heran, aber der Film lohnt sich trotzdem. Sehr gut sind die 3D-Effekte, denn hier wird aus dem Vollen geschöpft. Die Story um einen Jungen, der mit Geistern sprechen kann ist düster und komisch zugleich. Es gibt einige Anspielungen an andere Horrorfilme, allen voran "The Sixth Sense". Es sind aber Kleinigkeiten, die den Horrorfan erfreuen: So ist der Klingelton von Normans Handy das Thema aus "Halloween" oder die komplette Horror-Einrichtung seines Zimmer lässt die Herzen der Genrefreaks höher schlagen. Von der Story her ist der Streifen nicht so originell, außerdem war der Humor recht dünn gestreut, da hätte es für mich hier und da mehr sein können. Sehr schön sind die Figuren an sich, vor allem vom Körperbau her. Die sind so übertrieben (z.B. Keilform bei Teenagerschwarm Mitch, dicker Hintern bei der Polizistin) dass es eine wahre Freude ist. Von der Machart ist "ParaNorman" top, bei der Story gibt es einige Abzüge, im Kino lohnt sich der Film in 3D auf jeden Fall.

DVD / Blu-ray-Potential: Erstmal nicht.

Kinostart: 23.8.2012
Animation
93 Min.
FSK: 12
50

 

 
Total Recall

Total Recall  

Regie: Len Wiseman. Darsteller: Colin Farrell (Doug Quaid/Hauser), Kate Beckinsale (Lori Quaid), Jessica Biel (Melina), Bryan Cranston (Cohaagen), Bokeem Woodbine (Harry), Bill Nighy (Matthias)

Inhalt: "Willkommen bei Rekall, der Firma, die Ihre Träume in echte Erinnerungen verwandeln kann." Obwohl Fabrikarbeiter Douglas Quaid eine wunderschöne Frau hat, die er sehr liebt, klingt so ein Mind-Trip wie der perfekte Urlaub von seinem frustrierenden Alltag. Echte Erinnerungen von einem Leben als Superspion könnten genau das sein, was er braucht. Doch als die ganze Prozedur furchtbar schiefgeht, wird Quaid ein gejagter Mann. Auf der Flucht vor der Polizei, die unter dem Kommando von Chancellor Cohaagen, dem Führer der freien Welt, steht, verbündet sich Quaid mit einer Rebellin, um den Chef der Untergrund-Widerstandskämpfer zu finden und Cohaagen zu stoppen.

Mein Eindruck: Ein Remake von "Total Recall"...das könnte voll in die Hose gehen, denn der Arnold Schwarzenegger-Film von 1990 hat bei Fans schon lange Kultstatus. Len Wiseman ("Underworld") hat für mich eher eine Neuinterpretation ins Kino gebracht als ein Remake. Natürlich ist die Story sehr ähnlich, doch einige Aspekte werden komplett neu dargestellt. Größte Änderung: Der neue spielt nicht mehr auf dem Mars. Der neue Quaid ist Colin Farrell, und er ist in dieser Rolle gar nicht übel. Die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen Kate Beckinsale (als Sharon Stone Ersatz) und Jessica Biel stehlen ihm etwas die Show, denn die beiden haben eine hohe Leinwandpräsenz. Allerdings stehen nicht die Schauspieler im Vordergrund, sondern die Optik, der Look und die mördermäßige Action. Machen wir uns nichts vor, "Total Recall" ist ein Sci-Fi-Actionfilm, der es richtig krachen lässt - und das kommt im Kino gut rüber. Ich bin angenehm überrascht und kann mit der Neuverfilmung gut leben, was ich damals nicht gedacht hatte, als ich den ersten Trailer im Kino gesehen hatte. Fazit: Auch ohne Mars gefällt der neue "Total Recall". Aber: Trotzdem meinem Wohlwollen ist der Arnold-Film klar der bessere - aber eben anders.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray wird es schon werden.

Kinostart: 23.8.2012
Sci-Fi, Action, Thriller
121 Min.
FSK: 12
49

 

 
Prometheus - Dunkle Zeiten

Prometheus - Dunkle Zeiten (3D)  

Regie: Ridley Scott. Darsteller: Noomi Rapace (Elizabeth Shaw), Michael Fassbender (David), Charlize Theron (Meredith Vickers), Idris Elba (Janek), Guy Pearce (Peter Weyland), Logan Marshall-Green (Charlie Holloway)

Inhalt: Im Auftrag von Weyland Industries macht sich eine Forschergruppe und der Androide David auf eine Reise nach den Ursprüngen menschlichen Lebens. Angeführt wird die Gruppe von den Forschern Elizabeth Shaw und Charlie Holloway, die davon überzeugt sind, dass die mysteriösen Zeichen, die sie weltweit entdeckt haben, sie zu wertvollen Antworten über den Beginn der Menschheit führen. Die zweijährige Expedition führt die Passagiere der "Prometheus" schließlich zu den dunkelsten Ecken des Universums, wo sie Schlimmes erwartet.

Mein Eindruck: "Prometheus" macht es mir nicht leicht, der neue Film von Regisseur Ridley Scott hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Erstmal das positive: Endlich sieht man im Kino einen Realfilm in 3D, bei dem sich die Brille wirklich lohnt. Weltraumszenen kommen immer gut rüber, aber der komplette Film wirkt sehr plastisch - da freut sich der Zuschauer. Tricktechnisch ist der Film auch kein Thema, ebenso wie die Besetzung, die durchweg gefällt. Michael Fassbender ("X-Men: Erste Entscheidung") als Droide hat den besten Part erwischt, aber auch Noomi Rapace ("Millenium-Trilogie") gefällt als Wissenschaftlerin. Vor allem ihre Eigen-OP im Schnellverfahren hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Jetzt die Nachteile: Andere Rollen geben nicht gerade viel her, vor allem Idris Elba ("Takers") als Captain ist komplett unterfordert. Der eigentlich Knackpunkt ist aber die Story und die Erwartungshaltung: Ridley Scott will mit "Prometheus" einen eigenständigen Film machen, aber die Bezüge zu seinen "Alien"-Filmen sind offensichtlich. Die Wesen, auf die die Crew auf dem Planeten trifft, sind (noch) keine Aliens, aber auf dem Weg dorthin. Wieder ist der Droide mit Vorsicht zu genießen und Noomi Rapace trägt fast die gleiche Unterwäsche wie Ripley. Die "Alien"-Filme spielen 37 Jahre nachdem die Prometheus den Planeten untersucht hat, was ist dazwischen bloß passiert? Im Kino werden viele Fragen nicht beantwortet, eher umgekehrt: Da der Streifen ein offenes Ende hat bleibt man als Zuschauer etwas bedröppelt im Kinosessel sitzen. Natürlich würde ein zweiter Teil hilfreich sein, aber da das Einspielergebnis bisher nicht den Erwartungen entspricht, ist es fraglich, ob da noch was kommt. Ich hoffe schon, denn als Einzelfilm taugt "Prometheus" nicht. "Prometheus" ist für mich nicht der erwartete Sci-Fi-Kracher, er ist nicht schlecht, aber leider nur Mittelmass.

DVD / Blu-ray-Potential: Schwierig, schwierig...die Blu-ray wird bestimmt ein Kracher...

Kinostart: 9.8.2012
Sci-Fi, Action, Horror
124 Min.
FSK: 16
48

 

 
The Raid

The Raid  

Regie: Gareth Evans. Darsteller: Iko Uwais (Rama), Joe Taslim (Jaka), Doni Alamsyah (Andi), Yayan Ruhian (Mad Dog), Pierre Gruno (Wahyu), Ray Sahetapy (Tama)

Inhalt: Es klingt alles ganz einfach: Als neues Mitglied eines verdeckt operierenden Sondereinsatzkommandos soll Rama einen brutalen Drogenbaron in dessen heruntergekommenen fünfzehnstöckigen Apartmentblock stellen und dingfest machen. Aber nicht alles ist so, wie es scheint: Die Führung der Eliteeinheit verfolgt anscheinend ihre eigenen Ziele mit dem Einsatz, während der Kopf des Kartells, Tama, offenbar längst auf die Angreifer gewartet hat. Als seine vorgewarnten Wachen die Operation gleich zu Beginn auffliegen lassen, bricht in dem Gebäude die Hölle los.

Mein Eindruck: Es ist mal ganz angenehm, wenn man einen Actionfilm im Kino sehen kann, der nicht aus den USA kommt und deshalb nicht die üblichen Klischees bietet. "The Raid" ist ein indonesischer Spielfilm von 2011, der ungekürzt in den Kino läuft - zum Glück habe ich den noch auf dem letzten Drücker gesehen. Regie führte der Waliser Gareth Evans, und was er uns auf der Leinwand bietet, ist für Action-Fans ein Fest. Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Polizei-Sonderkommando soll einen Apartmentblock stürmen, der fest in der Hand von Gangstern ist. Der Weg zum obersten Stock wird ein Höllentrip - und das ist nicht übertrieben. Die Bullen werden mit allem angegriffen, was machbar ist: von Messer über Machete bis hin zur AK47. Wenn dann alle Munition verballert ist, dann kämpft man eben mit blanken Fäusten. Noch nie habe ich solch fulminant gefilmten Kämpfe im Kino gesehen, da sieht selbst ein fitter 80er Jahre Steven Seagal alt aus. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, was kämpferisch alles so geboten wird, und viele Szenen sind so schmerzhaft, da will man nicht wirklich drüber nachdenken. "The Raid" ist ein gnadenlos harter Actionfilm mit minimalistischer Handlung, der auf der ganzen Linie überzeugt - natürlich nur für diejenigen, die sich darauf einlassen.

DVD / Blu-ray-Potential: So viel Action muss man auf DVD / Blu-ray haben.

Kinostart: 12.7.2012
Action, Thriller
101 Min.
FSK: 18
47

 

 
Rum Diary

Rum Diary  

Regie: Bruce Robinson. Darsteller: Johnny Depp (Kemp), Aaron Eckhart (Sanderson), Michael Rispoli (Sala), Amber Heard (Chenault), Richard Jenkins (Lotterman), Giovanni Ribisi (Moburg)

Inhalt: Nachdem es ihm nicht gelungen ist, in New York Fuß zu fassen, schlägt der aufstrebende Journalist Paul Kemp 1960 seine Zelte in Puerto Rico auf. Mit seiner forschen Schreibe soll er die vor sich hindümpelnde Gazette The San Juan Star auf Vordermann bringen. Bald schon aber lässt sich Kemp wie seine durchgeknallten Kollegen vom rum- und sonnengetränkten Dolce Vita auf der Karibikinsel mitreißen und treibt ziellos von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang. Bis er der bildschönen Chenault verfällt, Freundin des halbseidenen Bauträgers Sanderson.

Mein Eindruck: Hunter S. Thompson war ein exzentrischer amerikanischer Schriftsteller, eines seiner bekanntesten Werke ist "Fear and Loathing in Las Vegas". In der Verfilmung von Terry Gilliam aus dem Jahre 1998 spielte Johnny Depp die Hauptrolle. "Rum Diary" ist ebenfalls ein Werk von Thompson, und wieder spielt Johnny Depp in dem Film die Hauptrolle. Mir hat er in der Rolle des Journalisten Kemp sehr gut gefallen, er ist für die Rolle wie geschaffen. Regisseur Bruce Robinson hat lange Pause gemacht, denn vor 20 Jahren hat er bei seinem letzten Film ("Jennifer 8", 1992) Regie geführt - er hat sich allerdings als Drehbuchautor über Wasser gehalten. Auf jeden Fall hat er mit "Rum Diary" einen ordentlichen Film hingelegt, der angenehme sommerliche Unterhaltung im karibischen Flair bietet. Die Handlung spielt in Puerto Rico, und da haben die Amerikaner das Sagen. Kemp alias Depp arbeitet bei einer heruntergekommen Zeitung, er betrinkt sich ständig und wird zum Spielball von windigen Immobilienhaien und korrupten Bankern. Wie gesagt, Johnny Depp ist für diese Rolle wie geschaffen. Aber auch Michael Rispoli (kennt man aus vielen Filmen, u.a. auch aus den "Sopranos") gefällt als lässiger Saufkumpan von Depp, während Aaron Eckhart als Sanderson eher blass bleibt. Amber Heard als Chenault hinterlässt da eher einen bleibenden Eindruck. "Rum Diary" ist bestimmt kein Kinohighlight, aber ein schöner Film, der sehr gut die Stimmung der 60er Jahre auf die Leinwand bringt.

DVD / Blu-ray-Potential: Kommt in meine Sammlung.

Kinostart: 2.8.2012
Drama, Abenteuer
120 Min.
FSK: 12
46

 

 
Ted

Ted  

Regie: Seth MacFarlane. Darsteller: Mark Wahlberg (John Bennett), Mila Kunis (Lori Collins), Seth MacFarlane (Ted  / Sprechrolle), Joel McHale (Rex), Giovanni Ribisi (Donny), Patrick Warburton (Guy), Jessica Barth (Tami-Lynn)

Inhalt: Wünscht sich nicht jedes Kind, dass sein Stofftier sprechen kann? Johns Traum geht in Erfüllung: Sein Teddy wird lebendig. Was in der Kindheit noch traumhaft schön ist, wird mit den Jahren immer schwieriger. Ted flucht, säuft, kifft und hurt, was die Bärenhaut so hergibt. Das gefällt Johns Freundin Lori gar nicht. Wird John sich von Ted trennen müssen, wenn er mit Lori glücklich werden will?

Mein Eindruck: Ich bin mit recht niedrigen Ansprüchen in "Ted" gegangen und muss jetzt sagen: Der Film hat mir sehr gut gefallen. Okay, ein sprechender Teddybär ist so eine Sache, aber was Ted im Film so alles anstellt, das ist schon sehenswert. Seth MacFarlane, der Macher von "Family Guy" und "American Dad", hat sich als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent ausgetobt und hat als Krönung die Synchro von Ted übernommen. Wer sich in dem Family Guy-Universum etwas auskennt - so wie ich - und der das gut findet - so wie ich auch - der wird mit "Ted" zufrieden sein. "Ted" ist im Grunde kein richtiger Spielfilm, sondern eine Aneinanderreihung von Gags. Die politisch absolut unkorrekten Kommentare von Ted und seinem Donner-Buddy John (Mark Wahlberg) sind schon ein hartes Brett, aber genau so was will man auch haben. Mir persönlich haben die Anspielungen an die 80er und 90er Jahre super gefallen, vor allem die Hass-Liebe zum Fantasy-Film "Flash Gordon" ist schon top. Allerdings muss ich mal anmerken, dass gerade jüngere Zuschauer den ein oder anderen Gag nicht verstehen werden, wenn man die Zeiten damals nicht selbst miterlebt hat. Egal, ich bin angenehm überrascht worden und bin mit dem Film sehr zufrieden. Zum Schluss noch das Kernzitat, das man schon aus dem Trailer kennt: "Fick dich, Donner. Leck mich doch am Sack. Du Arschloch kannst mir gar nichts, du bist nur Gottes Kack." :-)

DVD / Blu-ray-Potential: Wird als Blu-ray eingesackt.

Kinostart: 2.8.2012
Komödie
106 Min.
FSK: 16
45

 

 
Fast verheiratet

Fast verheiratet  

Regie: Nicholas Stoller. Darsteller: Jason Segel (Tom Solomon), Emily Blunt (Violet Barnes), Chris Pratt (Alex Eilhauer), Alison Brie (Suzie Barnes-Eilhauer), Rhys Ifans (Winton Childs), Kevin Hart (Doug), Randall Park (Ming)

Inhalt: Genau ein Jahr nachdem sie sich bei einer Silvesterparty kennen gelernt haben, überrascht Tom seine Freundin Violet mit einem Verlobungsring. Und auch wenn der Heiratsantrag ein wenig anders über die Bühne geht als geplant, sagt sie ohne zu zögern ja. Doch folgt auf die Verlobung leider nicht wie erwartet die baldige Hochzeit, Violet bekommt eine befristete Stelle an der University of Michigan und nicht in ihrer Heimatstadt San Francisco. Um ihrer Karriere nicht im Weg zu stehen, begleitet Tom seine Verlobte in die Provinz. Doch dann werden aus zwei Jahren tatsächlich erst vier und dann fünf Jahre.

Mein Eindruck: "Fast verheiratet" ist eine nette US-Romanze mit komödiantischem Einschlag. Die beiden Hauptdarsteller, Jason Segel ("How I met your Mother") und Emily Blunt ("Lachsfischen im Jemen"), sind überaus sympathisch und das perfekte Paar...eigentlich. Wäre da nicht die Hochzeit, auf die man schließlich 5 Jahre warten muss. Warum das passiert schildert der Streifen von Regisseur Nicholas Stoller, der schon mit Jason Segel 2008 die Komödie "Nie wieder Sex mit der Ex" gedreht hat. Im großen und ganzen gibt es wenig überraschendes in dieser harmlosen Komödie. Ziemlich überzogen ist Segels Wandlung zum Waldschrat, die man nicht wirklich nachvollziehen kann und die nicht richtig zum übrigen Film passt. Mit knapp über 2 Stunden ist der Film recht lang geraten, weniger wäre hier mehr gewesen. Alles in allem ist "Fast verheiratet" nette Kinounterhaltung, auf die man aber verzichten kann.

DVD / Blu-ray-Potential: Muss ich nicht wirklich haben.

Kinostart: 12.7.2012
Komödie, Romanze
124 Min.
FSK: 12
44

 

 
The Dark Knight Rises

The Dark Knight Rises  

Regie: Christopher Nolan. Darsteller: Christian Bale (Bruce Wayne), Gary Oldman (Commissioner Gordon), Tom Hardy (Bane), Joseph Gordon-Levitt (John Blake), Anne Hathaway (Selina), Marion Cotillard (Miranda Tate), Morgan Freeman (Lucius Fox), Michael Caine (Alfred)

Inhalt: Acht Jahre nachdem Batman verschwand, ist Bruce Wayne zu einem verletzten Eigenbrödler geworden. Währenddessen hat sich Gotham zu einer pulsierenden Stadt entwickelt, bis der maskierte Psychopath Bane beschließt, dass es Zeit ist, die Stadt zu stürzen. Mit dieser neuen Bedrohung und der mysteriösen Einbrecherin Selina Kyle konfrontiert, entschließt sich Wayne, den dunklen Ritter wieder auferstehen zu lassen.

Mein Eindruck: Da ist er nun, der dritte Teil von Batman, der letzte Batman-Film, den Christopher Nolan machen wird. Natürlich ist die Erwartungshaltung sehr groß, zumal Teil 2 "The Dark Knight" ein weltweiter Mega-Erfolg war. Um es kurz zu machen: Mir hat "The Dark Knight Rises" im Endeffekt gefallen, aber er überzeugt nicht auf der ganzen Linie. Die 164 Minuten sind doch schon sehr lang, ich hätte es auch ein bisschen kürzer haben können. Im Vergleich zu den anderen Teilen gibt es einige Längen, mich haben Teil 1 & 2 im Kino mehr gefesselt. Klar, die darstellerischen Leistungen sind top, ebenso wie die Trickeffekte, die Ausstattung und die grandiose Musik von Hans Zimmer. Doch man kommt nicht euphorisch aus dem Kino, denn das gewisse Etwas hat gefehlt. Natürlich kann Bane (Tom Hardy) dem neurotischen Joker (Heath Ledger) leider nicht das Wasser reichen, aber das war vorher klar. Anne Hathaway macht als Catwoman eine gute Figur, doch eine legendäre Rolle ist das nicht. Vielleicht jammere ich auf hohem Niveau, aber man muss den Film mit seinen Vorgängern messen, und die sind halt besser. Trotzdem ist "The Dark Knight Rises" ein würdiger Abschluss, mit dem ich dann schlussendlich zufrieden bin - trotz der beschriebenen Mängel. Allerdings muss man schon Sitzfleisch haben, denn der Film + Gädjen + Werbung & Trailer + Pause gehr schlappe 3 1/2 Stunden!

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray muss her, da führt kein Weg dran vorbei

Kinostart: 26.7.2012
Comic, Action, Drama
164 Min.
FSK: 12
43

 

 
Lady Vegas

Lady Vegas  

Regie: Stephen Frears. Darsteller: Rebecca Hall (Beth Raymer), Bruce Willis (Dink Heimowitz), Catherine Zeta-Jones (Tulip Heimowitz), Joshua Jackson (Jeremy), Vince Vaughn (Rosie), Laura Prepon (Holly)

Inhalt: Beth hat einen großen Traum: Sie will nach Las Vegas und dort in einer schicken Cocktailbar kellnern. Und warum auch nicht? Nur weil ihr aktueller Job - als Stripperin in Florida - vielleicht nicht die beste Qualifikation ist? Die bildhübsche, unerschütterlich optimistische und lebenslustige Beth bekommt zwar den Job nicht, dafür aber trifft sie auf den Profi-Zocker Dink. Der erkennt ihr Potential und nimmt sie unter seine Fittiche. Bald im Sportwetten-Milieu fest etabliert, beschert Beth mit Ihrem phänomenalen Zahlengedächtnis ihm eine wahre Glückssträhne. Doch ihre Karriere als Dinks Glücksbringer und rechte Hand kommt zu einem jähen Ende, als Dinks eifersüchtige Frau Tulip einschreitet.

Mein Eindruck: Stephen Frears, der als Regisseur "Immer Drama um Tamara" oder "Die Queen" gemacht hat, startet mit seinen neuen Film "Lady Vegas" im Kino. Es geht um Sportwetten in Las Vegas, was teilweise recht kompliziert wirkt, aber man einfach hinnehmen muss. Im Mittelpunkt steht die junge Beth - hervorragend dargestellt von Rebecca Hall ("Vicky Cristina Barcelona") - die durch ihre liebenswert naive Art die Zuschauer auf ihre Seite zieht. Bruce Willis gibt als ihr Boss Dink eine ruhige schauspielerische Darstellung, Action ist für ihn nicht angesagt. Total überrascht bin ich von Catherine Zeta-Jones, die ich als Dinks Frau Tulip überhaupt nicht erkannt habe. Ich hatte zwar vorher gelesen, dass sie in dem Film mitspielt, aber diese Rolle hätte ich ihr nicht zugetraut. "Lady Vegas" ist eine Tragikomödie mit liebenswerten und skurrilen Figuren. Das Leben schreibt wohl die besten Geschichten, denn der Film basiert auf dem Buch von Beth Raymer, was man nur als gelungen bezeichnen kann.

DVD / Blu-ray-Potential: Sieht gut aus, "Lady Vegas" wird gekauft

Kinostart: 19.7.2012
Drama, Komödie
94 Min.
FSK: 12
42

 

 
Ice Age - Voll verschoben

Ice Age - Voll verschoben  

Regie: Steve Martino, Mike Thurmeier. Deutsche Sprecher: Otto Walkes (Sid), Arne Elsholtz (Manni), Thomas Fritsch (Diego), Daniela Hoffmann (Ellie), Tilo Schmitz (Captain Utan), Annina Braunmiller (Peaches)

Inhalt: Das Mammut Manny, der Säbelzahntiger Diego und das Riesenfaultier Sid begeben sich auf ihr größtes Abenteuer. Durch eine Katastrophe wird die Kontinental-Verschiebung in Gang gebracht. Natürlich zieht auch diesmal der Unglücksrabe Sid das Unheil magisch an und die Freunde landen getrennt von ihrer Herde auf einem einsam dahintreibenden Eisberg. Diesen funktionieren sie aus ihrer Not heraus zu einem Schiff um und begeben sich damit auf ihr erstes Hochsee-Abenteuer. Als dann auch blutrünstige Piraten am Horizont auftauchen, bleibt der Eisberg-Besatzung nur eine Hoffnung: Eine neue Welt zu entdecken.

Mein Eindruck: Es ist immer wieder das gleiche: Im Grunde interessieren mich die Ice-Age-Filme nicht, aber trotzdem schaue ich jeden im Kino an. Dieses Mal war es so, weil wir im restliche Kino-Programm keinen ordentlichen Film gefunden haben, der abends läuft. Und wie immer hat mir der Film nicht wirklich gefallen. Die Szenen mit meinem Lieblingstier Scrat werden leider immer schwächer. Das kommt daher, weil man 2 komplette Szenen schon in diversen Trailern gesehen hat, und weil sich der Humor langsam abgenutzt hat. Okay, das Finale in Scatlantis war ganz nett, mehr aber auch nicht. Ansonsten bleibt zu sagen, dass der vierte Ice Age so gut wie keine Handlung mehr hat, was aber im Endeffekt nicht schlimm ist - der Film ist ein reiner Selbstläufer, man muss nur auf die Zuschauerzahlen schauen. Als Familienfilm kann ich den Film nur empfehlen, Kinder werden bestimmt ihren Spaß haben. "Ice Age - Voll verschoben" wird in 2D und 3D angeboten - schon mal positiv, dass man als Zuschauer die Wahl hat. Wir haben und für die platte Version entschieden: Zum einen sind die Karten billiger, zum anderen entfällt die Brille - und das finde ich mittlerweile sehr angenehm.

DVD / Blu-ray-Potential: Wie immer: Ice Age brauche ich auf keinem Medium.

Kinostart: 2.7.2012
Animation
88 Min.
FSK: o.A.
41

 

 
Kochen ist Chefsache

Kochen ist Chefsache  

Regie: Daniel Cohen. Darsteller: Jean Reno (Alexandre Lagarde), Michaël Youn (Jacky Bonnot), Raphaëlle Agogué (Béatrice), Julien Boisselier (Stanislas Matter), Salomé Stévenin (Amandine)

Inhalt: Alexandre Lagarde ist Frankreichs berühmtester Sternekoch. Seit kurzem muss er sich aber vor allem mit Stanislas herumschlagen, dem neuen Boss der Finanzgruppe, der sein Gourmetrestaurant angehört. Der will nämlich Alexandre durch einen jüngeren Koch ersetzen, dem allerdings die Edelgastronomie weniger am Herzen liegt als die Molekularküche im Reagenzglas. Da läuft Alexandre Jacky Bonnot über den Weg - jung und hitzköpfig, aber ein echter Könner am Kochtopf, der sein Talent bisher in lausigen Bistrojobs vergeudet. Es scheint, als hätte Alexandre mit Jacky den idealen Komplizen gefunden. Die Helden am Herd sind zwar ganz groß darin, schnell die Emotionen hochkochen zu lassen, verlieren aber ihr Ziel nicht aus den Augen: Alexandres Widersacher kräftig die Suppe zu versalzen.

Mein Eindruck: Ich bin etwas erstaunt, dass ich die französische Komödie "Kochen ist Chefsache" noch im Kino erwischt habe. Der Film ist kurz vor der EM angelaufen und hat sich lange gehalten, auch wenn er nur noch spärlich läuft. Es hat sich aber voll gelohnt, denn die Küchenschlacht ist ein schöne Sommerkomödie, die auf der ganzen Linie gefällt. Jean Reno ist mein französischer Lieblingsschauspieler, den ich in jeder Rolle gut finde. Dieses Mal spielt er aber nicht einen Actionhelden, sondern darf sein komödiantisches Können unter Beweis stellen. Als alternder Sternekoch macht er eine sympathische Figur - und er hat es nicht leicht, denn sein neuer Schützling nervt doch ganz schön. Michaël Youn spielt diesen Jacky, der durch seine chaotische Art viele zur Weisglut bringt, aber durch sein Können alles wieder wett macht. In gewisser Weise erinnert der Film an "Ratatouille" von Pixar, weil es hier auch um Kochen und die Hingabe dazu geht. Kurzum: "Kochen ist Chefsache" ist ein schöner, leichter Film, der gute Unterhaltung und zwei tolle Schauspieler bietet.

DVD / Blu-ray-Potential: Die beiden Spitzenköche werde ich mir zulegen.

Kinostart: 7.6.2012
Komödie
84 Min.
FSK: o.A.
40

 

 
The Amazing Spider-Man (3D)

The Amazing Spider-Man (3D)  

Regie: Marc Webb. Darsteller: Andrew Garfield (Spider-Man / Peter Parker), Emma Stone (Gwen Stacy), Rhys Ifans (The Lizard / Dr. Curt Connors), Martin Sheen (Onkel Ben), Sally Field (Tante May)

Inhalt: Peter Parker ist ein Außenseiter, der als kleiner Junge von seinen Eltern verlassen worden ist und seitdem von seinem Onkel Ben und Tante May aufgezogen wird. Wie die meisten Teenager, versucht Peter herauszufinden, wer er ist und wie er zu der Person geworden ist, die er heute ist. Außerdem findet er seine erste High School Liebe, Gwen Stacy. Als Peter einen mysteriösen Aktenkoffer entdeckt, der einst seinem Vater gehört hat, fängt er damit an, Nachforschungen anzustellen. Seine Recherchen führen ihn direkt zu Oscorp und dem Labor von Dr. Curt Connors, dem ehemaligen Partner seines Vaters. Nachdem Spider-Man sich auf einen Kollisionskurs mit Connors Alter Ego The Lizard begeben hat, muss Peter einige lebensverändernde Entscheidungen treffen, wie er seine Kräfte einsetzt.

Mein Eindruck: Schon komisch, da gibt es einen neuen Spider-Man-Streifen, der aber nichts mit den ersten 3 zu tun hat und die Geschichte wieder von vorne erzählt. "Reboot" nennt man das. Regisseur Sam Raimi kam mit Teil 4 nicht so recht aus dem Quark, also hat man schnell die ganze Geschichte neu verfilmt. Da mir Tobey Maguire als Spider-Man ausgesprochen gut gefallen hat bin ich mit gemischten Gefühlen in den neuen gegangen. Nach 3 Stunden Kino (Werbung, Trailer, Steven Gätjen (!) und Pause) kann ich nur sagen: Der neue Spidy rockt so gar nicht! Ansatzweise gibt es ein paar nette Sachen: Stark sind Martin Sheen und Sally Field - ja die lebt noch - als Onkel und Tante Parker. Das war's aber schon, ansonsten hält sich meine Euphorie in Grenzen. 3D ist eher ein Flop, denn abgesehen von ein paar netten "Luftaufnahmen" hätte 2D vollkommen gereicht. Andrew Garfield (Zuckerbergs Kumpel aus "Social Network") überzeugt mich nicht und auch Emma Thompson ("The Help") bleibt recht blass. Natürlich kommen immer wieder Vergleiche mit "Spider-Man" von 2002 hoch, aber damit muss sich der Film halt messen, und deswegen verliert er auch klar nach Punkten. Ein Wort noch zu Spidys Gegner, der Echse bzw. dem Lizard: Na ja, Schwamm drüber...

DVD / Blu-ray-Potential: Nee danke, ich schau mir lieber die "alten" Spidy-Filme an.

Kinostart: 28.6.2012
Action, Comic, Drama
136 Min.
FSK: 12
39

 

 
Wanderlust

Wanderlust  

Regie: David Wain. Darsteller: Paul Rudd (George Gergenblatt), Jennifer Aniston (Linda Gergenblatt), Justin Theroux (Seth), Alan Alda (Carvin), Malin Akerman (Eva)

Inhalt: Endlich eine Wohnung in Manhattan! Für George und Linda ist ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Doch ihr Glück ist leider nur von kurzer Dauer. Denn als George seinen Job verliert, müssen sie ihre Traumwohnung räumen und zu Georges Bruder Seth nach Atlanta ziehen. Doch der entpuppt sich als echter Kotzbrocken. Nach wenigen Tagen halten es George und Linda nicht mehr aus - und sind wieder "on the road". Zufällig treffen sie auf eine Kommune, die einen alternativen Lebensstil ausprobiert und dabei sehr happy zu sein scheint. Eröffnet das Hippie-Paradies den beiden Aussteigern tatsächlich eine neue, frische Lebensperspektive?

Mein Eindruck: Eins vorweg: Das Wort "Wanderlust" haben die Amis aus dem deutschen übernommen, Mark Knopfler hat z.B. auch mal einen Song so genannt. Bei dem Film geht es aber weniger um Wandern, sondern um alternatives Leben wie zu Zeiten der Hippies. So kommen die beiden Hauptdarsteller Paul Rudd ("Dinner für Spinner") und Jennifer Anniston ("Kill The Boss") zufällig in eine Hippie-Kommune und krempeln ihr Leben total um. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten zeigt uns Regisseur David Wain auf ironische Weise. Zu den Film gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben. Die Gags halten sich in Grenzen und laufen immer nach Schema F ab. Paul Rudd und Jennifer Anniston liefern eine solide Darstellung ab, mehr nicht. Den besten Part hat Alan Alda ("Aushilfsgangster") als Hippie-Urgestein, der mit seinen pausenlosen Aufzählungen die ganze Kommune nervt. "Wanderlust ist eine typische Ami-Komödie nach gewohnter Machart, Dutzendware halt.

DVD / Blu-ray-Potential: Kauf ist nicht nötig.

Kinostart: 21.6.2012
Komödie
98 Min.
FSK: 12
38

 

 
Men in Black 3

Men in Black 3 (3D)  

Regie: Barry Sonnenfeld. Darsteller: Will Smith (Agent J), Tommy Lee Jones (Agent K), Josh Brolin (Junger Agent K), Emma Thompson (Agent O), Michael Stuhlbarg (Griffin), Jermain Clement (Boris die Bestie)

Inhalt: In den 15 Jahren, die J bereits bei den Men in Black war, hat er zwar schon so einige unerklärliche Dinge gesehen, aber nichts macht ihn regelmäßig so perplex wie sein ironischer und wortkarger Partner K. Doch als K's Leben und das Schicksal des ganzen Planeten auf dem Spiel stehen, muss Agent J eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen, um alles wieder einzurenken. Dabei findet J heraus, dass es im Universum Geheimnisse gibt, in die K ihn nie eingeweiht hat - Geheimnisse, die sich ihm offenbaren, als er sich mit dem jungen Agenten K zusammentut, um das Leben seines Partners, die Agentur und die Zukunft der ganzen Menschheit zu retten.

Mein Eindruck: Lange hat man auf den dritten Teil der "Men in Black" warten müssen, jetzt ist er raus, natürlich in 3D, und ich muss sagen: Nicht schlecht! Wenn einem gar nichts mehr einfällt, dann greift man gerne auf Zeitreisen zurück. Das passiert in MIB3 auch, allerdings ist diese gelungen. Will Smith kehrt als Agent J ins Jahr 1969 zurück, in dem der Start der Mondrakete eine entscheidende Rolle spielt. 1969 spielt Josh Brolin den jungen Agenten K, und er passt gut in diese Rolle. Wir erfahren einige nette Geheimnisse, z.B. das Andy Warhol ein Undercover-Agent der MIB war oder das Mick Jagger ein Außerirdischer war, der auf der Erde Frauen anmachen wollte. Trotzdem ist die Gagdichte im Film nicht so hoch, große Lacher gab es im Kino nicht. Persönlich kann ich mit Teil 3 gut leben. Die Trickeffekte sind gut (auch wenn 3D ziemlich überflüssig ist), die Darsteller stehen zwar alle im Schatten von Will Smith, liefern aber ordentliche Leistungen ab. Kurzum: Der dritte Teil der Men in Black bietet gute Unterhaltung.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray ist gebongt.

Kinostart: 24.5.2012
Action-Komödie, Sci-Fi
106 Min.
FSK: 12
37

 

 
Snow White & The Huntsman

Snow White & The Huntsman  

Regie: Rupert Sanders. Darsteller: Kristen Stewart (Snow White), Charlize Theron (Ravenna), Chris Hemsworth (The Huntsman), Sam Claflin (William), Ian McShane (Beith)

Inhalt: Die eitle und machthungrige Königin Ravenna erfährt, dass ihre Stieftochter Snow White dazu bestimmt ist, sie an Schönheit zu übertreffen und als Regentin abzulösen. Um das zu verhindern, muss sie Snow Whites Herz essen und so Unsterblichkeit zu erlangen. Ravenna heuert einen Jäger an, der die in den dunklen Wald geflohene Prinzessin töten soll. Als beide zusammentreffen kann der Jäger seinen Auftrag nicht erfüllen: er stellt sich gegen die Königin und hilft Snow White ihre böse Widersacherin zu bekämpfen.

Mein Eindruck: Zweimal Schneewitchen in Kino - und das in so kurzer Zeit: Anfang April lief "Spieglein Spieglein" (s.u.) in den deutschen Kinos an, keine 2 Monate später folgt "Snow White & The Huntsman". Unterschiedlicher können die beiden Filme kaum sein, denn letzter ist eine ernste Mischung aus "Herr der Ringe" und Jeanne D'Arc, gemischt mit einer Prise "Twilight", während "Spieglein Spieglein" mehr Wert auf Komödie legt und märchenhafter ist. Beide Filme haben was, denn auch "Snow White" hat mir gefallen. Zuerst habe ich mich mit dem Streifen schwer getan, denn im ersten Viertel hat der mich nicht wirklich angesprochen. Dann ist aber der Funke übergesprungen und schließlich kann ich mit dem Abenteuer-Film gut leben. Charlize Theron als böse Königin ist nicht schlecht, manchmal etwas eindimensional, aber richtig schön fies. "Twilight"-Star Kristen Stewart gefällt als kämpferisches Schneewitchen, die sich mit ihrem Mentor Chris Hemsworth (Thor aus "The Avengers") durch das Königreich schlägt. Einzig Sam Claflin als William hat kaum sehenswerte Momente, weil seine Rolle so gut wie nix hergibt. Regisseur Rupert Sanders hat mit seinem Erstling ein ordentliches Fantasy-Brett abgeliefert, das optisch seine Stärken hat und auch schauspielerisch einige Hochkaräter bietet. Kleinere Mängel in der Handlung werden in Kauf genommen, ich kann mit dem zweiten Schneewitchen-Streifen gut leben.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray wird schon gehen.

Kinostart: 31.5.2012
Abenteuer, Fantasy
127 Min.
FSK: 12
36

 

 
Lachsfischen im Jemen

Lachsfischen im Jemen  

Regie: Lasse Hallström. Darsteller: Ewan McGregor (Dr. Alfred Jones), Emily Blunt (Harriet), Amr Waked (Scheich Muhammed), Kristin Scott Thomas (Patricia Maxwell), Rachael Stirling (Mary Jones), Tom Mison (Robert Mayers)

Inhalt: Dr. Alfred Jones gilt als internationale Größe in Sachen Lachs- und Forellenzucht. Eines Tages wird der verklemmte britische Fischerei-Experte von einer gewissen Harriet Chetwode-Talbot mit einem absurd klingenden Angebot konfrontiert: Ihr Auftraggeber, Scheich Muhammad, ein passionierter Fliegenfischer aus dem Jemen, möchte zum Wohl seines Heimatlandes nordeuropäische Lachse in den Wadis des Wüstenstaates ansiedeln. Hierbei soll ihn der britische Wissenschaftler unterstützen. Kosten spielen keine Rolle. Anfangs verwirft Jones die Idee als komplett unlösbar, doch dann freundet er sich langsam mit der Idee an.

Mein Eindruck: Wer hätte gedacht, dass ich mir mal einen Film im Kino ansehen, der Lachsfischen als Hauptthema hat und dann noch im Jemen spielt? Wenn man sich den Film genauer anschaut, dann erkennt man, welches Potential dahinter steckt. Regie führt der Schwede Lasse Hallström, der sich schon mit "Chocolat" oder "Gottes Werk & Teufels Beitrag" einen Namen in Hollywood gemacht hat. Da wundert es nicht, wenn er auf eine exzellente Besetzung zurückgreifen kann. Vor allem Ewan McGregor kann seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen, denn vom Jedi-Ritter bis zum Ghostwriter hat er alles drauf. Als verklemmter Fischexperte gefällt er auf der ganzen Linie. Auch Emily Blunt ("Der Teufel trägt Prada") und Amr Waked ("Syriana") spielen in Höchstform. Allerdings stiehlt Kristin Scott Thomas ("Der Pferdeflüsterer") allen die Show, denn als knallharte Regierungsmitarbeiterin hat sie mit ihrer direkten Art die Lacher auf ihrer Seite. "Lachsfischen in Jemen" ist ein schöner Film, eine Mischung aus Komödie, Drama und Lovestory - und natürlich kommt das Angeln nicht zu kurz. Wir lernen: Es gibt in England über 2 Millionen Angler, wer hätte das gedacht?

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film wird gekauft...auf Blu-ray.

Kinostart: 17.5.2012
Komödie, Drama, Romanze
108 Min.
FSK: 6
35

 

 
Der Diktator

Der Diktator  

Regie: Larry Charles. Darsteller: Sacha Baron Cohen (Aladeen / Efawadh), Ben Kingsley (Tamir), Anna Faris (Zoey), Bobby Lee (Mr.Lao), John C. Reilly, Megan Fox

Inhalt: Nachdem Admiral General Aladeen nach Amerika geladen wird, um sein nukleares Atomprogramm zu rechtfertigen, wird er in dem von ihm liebevoll titulierten "Geburtsort von Aids" kurzerhand gekidnappt und durch einen ihm zum Verwechseln ähnlich sehenden Ziegenhirten ersetzt. Der Diktator findet sich daraufhin schutz- und obdachlos in New York wieder, bis er auf einen "kleinen Mann" trifft, der, wie sich herausstellt, die Besitzerin eines veganen Öko-Ladens ist und ihm schließlich Asyl bietet... doch Admiral General Aladeen duldet kein Asyl.

Mein Eindruck: Sacha Baron Cohen ist wieder da. Nach seiner Rolle in "Hugo Cabret" präsentiert er nach "Borat" und "Brüno" seinen neusten Film: "Der Diktator". Der Streifen ist nach dem üblichen Strickmuster geformt: Derbe Gags, platte Zoten und nackte (haarige)Haut. In knapp 90 Minuten erzählt Cohen eine unoriginelle Story um einen Despoten, der als kleiner Mann von der Straße lernen muss, dass er als Diktator nicht  sehr von seinem Volk geliebt wird. Wie gesagt, die Story gibt nicht viel her, aber das macht nichts, denn der Film kommt auch so in Fahrt. Man muss natürlich den Humor von Cohen mögen, dann ist man auf der sicheren Seite. Natürlich zünden alle Gags nicht, aber es gibt auch eine Menge guter ("Meins hat schon Bluetouth"). Wie gesagt, der Humor wird nicht jeden ansprechen, und einige Szenen sind schon hart an der Schmerzgrenze (die Geburtsszene im Geschäft ist nicht ohne!) Egal, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und hab mich im Kino gut unterhalten. In diesem Sinne ist "Der Diktator" kein guter Film, aber wer sich drauf einlässt, der macht nichts falsch. Außerdem sieht man, wie Admiral General bei seinen eigenen olympischen Spielen den 100-Meter-Lauf gewinnt. Das war schon in Trailer lustig...

DVD / Blu-ray-Potential: "Der Diktator" wird Borat und Brüno in meine Sammlung folgen.

Kinostart: 17.5.2012
Komödie
83 Min.
FSK: 12
34

 

 
Lockout

Lockout  

Regie: James Mather & Stephen St. Leger. Darsteller: Guy Pearce (Snow), Maggie Grace (Emilie Warnock), Vincent Regan (Alex), Joseph Gilgun (Hydell), Peter Stormare (Scott Langral), Lennie James (Shaw)

Inhalt: 50 Meilen von der Erde entfernt befindet sich das ausbruchssicherste Gefängnis der Zukunft: MS One. Hier fristen die 500 gefährlichsten Verbrecher der Welt ihr Dasein im künstlichen Tiefschlaf. Als US-Präsidententochter Emilie auf geheimer humanitärer Mission in das High-Tech-Gebäude reist, gerät sie in Lebensgefahr: Während eines gezielten Komplotts werden die Insassen aus ihren Gefängnis-Kapseln befreit und bringen die MS One unter ihre Kontrolle. Undercover-Agent Snow, der einst zu Unrecht für einen Mord verurteilt wurde, bekommt auf der Erde ein Ultimatum gestellt: Stoppt er die feindliche Übernahme, bietet ihm die US-Regierung seine Freilassung an. In einer gnadenlosen One-Man-Show stellt sich Snow den unberechenbaren Gegnern - für ihn und Emilie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Mein Eindruck: Ich bin von "Lockout" angenehm überrascht, denn die meisten Kritiken waren recht vernichtend. Für mich gilt: Ich bin im Kino gut unterhalten worden. Jetzt ist "Lockout" von dem Regie-Duo Mather & St. Leger garantiert kein cineastisches Highlight. Der Action-Streifen um einen Knast im Erdorbit ist weder originell noch neu - Snake Plissken lässt grüßen. Trotzdem geht der Film gut vorran, was vor allem an dem ultracoolen Hauptdarsteller Guy Pearce ("Memento") liegt. Seine flotten Sprüche und Einzeiler lockern die hanebüchenen Situationen immer wieder auf, und gerade deswegen nimmt man die total überzogene Action hin. Maggie Grace, die mit der TV-Serie "Lost" ihren Durchbruch geschafft hat, gefällt als toughe Präsidenten-Tochter. Und mit Lennie James haben wir diesmal einen Gegenspieler, der den Begriff Psychopath redlich verdient hat. "Lockout" ist ein anständiger Actionfilm, der nicht mehr sein will, als er ist: Ein unlogischer, total überzogener Streifen, bei dem es über fast 100 Minuten nur ab geht und dem Zuschauer so ordentlich Unterhaltung garantiert. Mir ist klar, dass viele Leute mit dem Film nicht viel anfangen können, aber ich gehöre nicht dazu. 

DVD / Blu-ray-Potential: Wenn der Preis stimmt, schlage ich zu.

Kinostart: 10.5.2012
Action
98 Min.
FSK: 16
33

 

 
Dark Shadows

Dark Shadows  

Regie: Tim Burton. Darsteller: Johnny Depp (Barnabas Collins), Michelle Pfeiffer (Elizabeth Collins Stoddard), Helena Bonham Carter (Dr. Hoffman), Eva Green (Angelique Bouchard, Bella Heathcote (Victoria Winters/Josette), Chloe Grace Moretz (Carolyn Stoddard)

Inhalt: Auf der Familie Collins lastet ein Fluch. Diesem versucht sie über den großen Teich zu entkommen und siedelt sich in Amerika an. In der Familien-Residenz Collinwood Manor wächst der junge Barnabas zum Mann heran, der einen guten Stand bei der Damenwelt hat. Leider begeht er den gravierenden Fehler, Angelique Bouchards Herz zu brechen. Angelique ist eine Hexe und aus Rache verwandelt sie ihn in einen Vampir, um ihn dann lebendig zu begraben. 200 Jahre später wird Barnabas durch Zufall aus seinem Sarg befreit und entdeckt die völlig veränderte Welt des Jahres 1972.

Mein Eindruck: Bei Tim Burton mache ich nichts falsch - Johnny Depp denkt wohl das gleiche, denn "Dark Shadows" ist sein achter Film mit dem schrägen Regisseur. Tim Burton kann sich in "Dark Shadows" so richtig austoben. Er versetzt den düsteren Vampir Barnabas in die Flower-Power-70er-Jahre und da passt dieser rein wie die Faust aufs Auge. Johnny Depp ist (wieder mal) genial als skurriler Held mit Ecken und Kanten, aber auch die übrige Cast kann sich sehen lassen: Michelle Pfeiffer, Helena Bonham Carter (ihr siebter Film mit Burton) und Newcomerin Chloe Grace Moretz ("Kick-Ass") bieten ausgezeichnete Leistungen. Schön fies ist Eva Green (bekannt aus den letzten Bond-Filmen) als bezaubernde Hexe. Die Story ist vielleicht etwas dünn, was man aber auf die Vorlage schieben kann, denn die basiert auf die gleichnamige TV-Serie (die ich bislang noch gar nicht kannte). Tim Burton hat einen schön-schrägen Film erschaffen, der seine Handschrift in Punkto Atmosphäre und Stil trägt. Sein Lieblingsdarsteller Johnny Depp erledigt den Rest. Meine persönliche Lieblingsszene: Barnabas sitzt mit einigen Hippies am Lagerfeuer und sinniert über das Leben und die Liebe. Leider ahnen die jungen Leute nicht, was da noch auf sie zu kommt...

DVD / Blu-ray-Potential: Blu-ray: Check!

Kinostart: 10.5.2012
Fantasy, Komödie
112 Min.
FSK: 12
32

 

 
The Cold Light Of Day

The Cold Light of Day  

Regie: Mabrouk El Mechri. Darsteller: Henry Cavill (Will Shaw), Verónica Echegui (Lucia), Bruce Willis (Martin Shaw), Sigourney Weaver (Jean Carrack), Joseph Mawle (Gorman)

Inhalt: Will Shaw macht seit längerer Zeit wieder Urlaub mit seiner Familie in Spanien. Doch was wie ein Traumurlaub beginnt, wird rasch zu einem lebensgefährlichen Alptraum: Nach  einem Landausflug kehrt Will auf die Segelyacht zurück, seine Familie ist verschwunden. Als er die Polizei ruft, bemerkt er, dass hier etwas nicht stimmt. Aus dem Nichts taucht sein Vater Martin auf und kommt ihm zur Hilfe. Ganz offensichtlich wurden die restlichen Familienmitglieder von Geheimagenten entführt. Die beiden geraten in eine Verschwörung, an der auch die CIA beteiligt zu sein scheint.

Mein Eindruck: Es fällt mir bei "The Cold Light of Day" recht einfach eine Kritik zu schreiben, denn diese wird nicht gut ausfallen. Dabei verspricht die Story jede Menge Spannung, aber im Kino ist die nicht angekommen. Die Action-Sequenzen können auch nicht drüber weghelfen: Der Streifen ist ein Flop. Dabei hätte die Handlung von Hitchcock stammen können: Ein Unschuldiger (Henry Cavill) kommt in gefährliche Situationen (seine Familie wird entführt, er wird pausenlos gejagt) und muss alle Widerstände (Vater ist Geheimagent, die CIA ist böse, die Israelis mischen mit) überwinden, um am Ende heil davon zu kommen. Klingt blöd, ist auch so. Die hanebüchene Handlung kann in keinster Weise überzeugen. Spannung kommt nie auf, weil man überhaupt keine Sympathien für den Hauptdarsteller und sein Umfeld (Schwester!) hat. Die Action ist zwar ganz ordentlich, aber so überzogen, dass es wieder nur langweilt. Kurios ist die letzte Auto-Verfolgungsjagd, in der zuerst die Guten die Bösen jagen, dann nach einem irrwitzigen Unfall sich das Blatt wendet und die Bösen nun hinter den Guten her sind. Zwei Top-Schauspieler haben in dem Pseudo-Thriller mitgespielt: Bruce Willis spielt so wie immer, wird aber leider im ersten Viertel erschossen. Sigourney Weaver hat ein paar nette Momente als Agentin, das rettet den Film auch nicht. "The Cold Light of Day" ist aber ein Film für diejenigen, die sich mal ein Reisevideo für Madrid anschauen wollen. Ich selber war noch nie in der spanischen Hauptstadt, aber im Film bekommt man sehr viel davon zu sehen.

DVD / Blu-ray-Potential: Dieses Mal ist die Sache eindeutig: Nein, danke.

Kinostart: 3.5.2012
Action, Thriller
94 Min.
FSK: 16
31

 

 
Einmal ist keinmal

Einmal ist keinmal  

Regie: Julie Anne Robinson. Darsteller: Katherine Heigl (Stephanie Plum), Jason O'Mara (Joe Morelli), Daniel Sunjata (Ranger), John Leguizamo (Jimmy Alpha), Debbie Reynolds (Grandma Mazur), Sherri Shepherd (Lula)

Inhalt: Stephanie Plum ist jung, selbstbewusst, voller hochfliegender Pläne ... und sie ist pleite. Auf Geheiß ihrer wenig begeisterten, aber stets überhilfsbereiten Eltern kann sie jedoch bei Vinnie, ihrem Vetter und Inhaber einer Kautionsagentur anheuern. Der braucht dringend einen Ersatz für einen erkrankten Detektiv - und schließlich locken 50.000 Dollar bei erfolgreichem Abschluss eines Falls! Obwohl Stephanie nicht die geringste Ahnung hat, was ein Kautionsdetektiv überhaupt machen muss, stürzt sie sich voller Eifer in ihren ersten Fall - und tappt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Mein Eindruck: Auf dem letzten Drücker habe ich die Katherine-Heigl-Actionkomödie "Einmal ist keinmal" im Kino gesehen. Der Film basiert auf der Romanreihe von Janet Evanovich, in der Hauptdarstellerin Stephanie Plum als Kautionsjägerin für Aufregung sorgt. Ich hatte vorher noch nie von diesen Büchern gehört und gehe unvoreingenommen an die Sache ran. So unvoreingenommen dann doch nicht, denn es hagelte schlechte Kritiken für den Streifen, der zusammenfassend als "unausgegoren" gilt. Na ja, ich bin eigentlich recht zufrieden mit dem Film. Natürlich ist der Streifen um eine junge Frau, die aus dem Nichts Kautionscop wird und alle Schwierigkeiten meistert, nicht gerade ein cineastisches Fest. Trotzdem finde ich die schräge Story rund um Katherine Heigl recht amüsant, da drücke ich auch bei einigen Sachen mal ein Auge zu. Heigl alias Plum muss ihren Ex-Freund Joe - gespielt von "Terra Nova"-Star Jason O'Mara - in den Knast bringen, das würde für die 50.000 Dollar bringen. Das stellt sich nicht als einfach raus, zumal Frau Plum mal schnell noch den Fall klärt, damit Joe nicht für schuldig befunden wird. Okay, hört sich komisch an, ist aber ganz in Ordnung.

DVD / Blu-ray-Potential: Ist der Film billig, dann ist es mein.

Kinostart: 19.4.2012
Action, Komödie
91 Min.
FSK: 12
30

 

 
Chronicle - Wozu bist du fähig?

Chronicle - Wozu bist du fähig?  

Regie: Josh Trank. Darsteller: Dane DeHaan (Andrew Detmer), Alex Russell (Matt Garetty), Michael B. Jordan (Steve Montgomery), Michael Kelly (Richard Detmer), Ashley Hinshaw (Casey Letter)

Inhalt: Drei Highschool-Jungen machen nachts auf einem Feld eine mysteriöse Entdeckung. Ein seltsames Objekt befindet sich unter der Erde und scheint einen speziellen Effekt auf Menschen zu haben, denn seit diesem Abend haben Andrew, Steve und Matt besondere Kräfte. Anfangs probieren die Drei ihre neuen Fähigkeiten nur harmlos aus. Aber bald wird aus dem Spaß bitterer Ernst und ein Machtkampf zwischen den Jungen entsteht, der immer gefährlicher wird.

Mein Eindruck: Endlich hat es mal mit "Chronicle" im Kino geklappt - letzte Woche wollte ich da reingehen, aber abends lief der Film nicht (auch wenn es im Netz angekündigt war). Da stand ich blöd an der Kasse...
Mir hat der Film um drei jugendliche Superhelden gut gefallen. Anfang muss man sich an die wacklige Kameraführung gewöhnen, denn es werden nur selbstgedrehte Szenen gezeigt. Wenn man sich damit abgefunden hat kommt das aber gut rüber. Die Story ist sehr gut, denn man erlebt mit den Hauptdarstellern, wie sie ihre Kräfte erst erkennen, dann vervollkommnen. Wie würde  man mit solchen Superkräften umgehen, wenn man sie selber hätte? Zuerst ist alles noch lustig, wenn man z.B. auf dem Supermarktparkplatz ein Auto verschiebt und sich über die Besitzerin schieflacht, die ihren Wagen sucht. Dann aber artet es aus, weil man seine Kräfte im Griff haben muss. Das ist genau das Problem von Andrew - gut gespielt von Dane DeHaan. Er ist der Außenseiter der Gruppe, der in der Schule und auch privat nichts zu lachen hat. Im Gegensatz zu seinen beiden Freunden beherrscht er die Kräfte am besten, und das wird ihm schließlich zum Verhängnis. "Chronicle" ist ein kleiner, unscheinbarer Film mit unbekannten Darstellern und einem frischem Regisseur. An der Kinokasse läuft er aber sehr erfolgreich, eine Fortsetzung ist schon in Planung.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte es sein - trotz Wackelkamera.

Kinostart: 19.4.2012
Action, Sci-Fi, Drama
84 Min.
FSK: 12
29

 

 
The Avengers  (3D)

The Avengers (3D)  

Regie: Joss Whedon. Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark / Iron Man), Chris Evans (Steve Rogers / Captain America), Mark Ruffalo (Bruce Banner / The Hulk), Chris Hemsworth (Thor), Scarlett Johansson (Natasha Romanoff / Black Widow), Jeremy Renner (Clint Barton / Hawkeye), Tom Hiddleston (Loki), Samuel L.Jackson (Nick Fury)

Inhalt: Als ein unerwarteter Feind den Weltfrieden und die globale Sicherheit bedroht, sieht sich Nick Fury, führender Kopf der mächtigen internationalen Friedensorganisation S.H.I.E.L.D., gezwungen, das eine Team zusammenzustellen, das die Welt vor dem Absturz in die Katastrophe bewahrt. Eine den Erdball umfassende, nie dagewesene Rekrutierungsaktion beginnt.

Mein Eindruck: Endlich ist es so weit: Die Superhelden, die bislang nur einzeln in ihren Filmen aufgetreten sind, werden durch eine globale Bedrohung vereint. So kommen Iron Man (2008/2010), Captain America (2011), Thor (2011) und Hulk (2008) zusammen und bilden "The Avengers" - allerdings erst nach kleinen Unstimmigkeiten, die sich aber während des Films legen. Mir hat der Zusammenschluss der Superhelden sehr gut gefallen, auch die 3D-Version kann sich sehen lassen. Gerade im letzten Drittel - wenn die Welt angegriffen wird - sind die Effekte und die Action grandios. Man merkt dem Film seine 220 Millionen Dollar Produktionskosten an, hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Dabei werden die Action-Szenen immer wieder durch ironische Kommentare aufgelockert, vor allem durch "Iron Man" Robert Downey Jr. Aber auch der Hulk hat seine komischen Momente, wobei sein Humor mehr brachial ist. Alles im allem gibt es über den Film nicht viel zu sagen. Comic-Freunde werden auf jeden Fall ins Kino gehen - man sollte die Vorgänger-Filme natürlich kennen, dann kommt man völlig auf seine Kosten. PS: Im Cinemaxx wurde eine Pause gemacht, die m.M. nach überflüssig ist. Ich hätte die 142 Minuten lieber ohne gehabt, Popkorn- oder Cola-Nachschub brauche ich nicht.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray ist Pflichtkauf.

Kinostart: 26.4.2012
Comic-Action
142 Min.
FSK: 12
28

 

 
Spieglein Spieglein

Spieglein Spieglein  

Regie: Tarsem Singh. Darsteller: Julia Roberts (Die Königin), Lily Collins (Schneewitchen), Armie Hammer (Prinz Alcott), Nathan Lane (Brighton), Jordan Prentice (Napoleon), Mark Povinelli (Half Pint), Joe Gnoffo (Grub), Danny Woodburn (Grimm)

Inhalt: Die böse Königin ist geschockt, als sie erfährt, dass nicht sie, sondern Schneewittchen die Schönste im ganzen Land ist. Kurzerhand verbannt sie Schneewittchen in einen finstern Wald, in dem ein menschenfressendes Ungeheuer auf sie wartet. Im Wald begegnet Schneewittchen nur sieben kleinwüchsigen Kleinkriminellen, die sie bei sich aufnehmen. Zusammen schmieden sie einen Plan, um die böse Königin vom Thron zu stürzen. Doch das Schlimmste ist, dass Prinz Andrew Alcott zwischen die Fronten gerät, da sich Schneewittchen und die Königon in ihn verlieben.

Mein Eindruck: "Spieglein Spieglein" ist nach "The Cell" (2000), "The Fall" (2006) und "Krieg der Götter" (2011) die vierte Regiearbeit von Tarsem Singh. Ich kenne diese Filme und bisher haben mir alle sehr gut gefallen. So auch sein neustes Werk, die wirklich wirklich wahre Geschichte von Schneewitchen. Was er aus dem Märchen gemacht hat kann sich sehen lassen. Er ist genau der richtige Mann für diesen Job, denn mit seinem Ideenreichtum und seiner fantastischen Optik macht er den Film zum Genuss. Das er dann noch Julia Roberts als böse König gecastet hat, ist ein genialer Schachzug. Man merkt es Julia Roberts an, dass sie in der Rolle der bösen König aufgeht und (endlich mal) so richtig fies sein darf. Lily Collins, Tochter von Phil Collins, gefällt als Schneewitchen ebenso wie Armie Hammer ("J.Edgar") als leicht verwirrter Prinz. Besonders klasse ist die Transformation der 7 Zwerge in eine Räuberbande, die mit ausfahrbaren Stelzenbeinen ihre Raubzüge durchzieht. Auf so was muss mal erst mal kommen. Kurzum: Die Neuinterpretation des klassischen Märchens ist erste Sahne! Interesant ist, dass demnächst mit "Snow White and the Swordman" eine weitere Schneewitchen-Verfilmung ins Kino kommen wird. Der Film erinnert aber mehr an "Herr der Ringe"... (s.o.)

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film muss auf Blu-ray her.

Kinostart: 5.4.2012
Fantasy, Komödie
106 Min.
FSK: o.A.
27

 

 
Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen

Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen (3D)  

Regie: Peter Lord. Synchronsprecher: Piratenkapitän (Patrick Winczewski), Entermesser-Liz (Bettina Zimmermann), Black Bellamy (Jojo Winterscheidt), Queen Victoria (Martina Treger), Charles Darwin (Axel Mazacher)

Inhalt: Der Piratenkapitän ist zwar unglaublich motiviert, ein Schrecken der Weltmeere zu werden, aber leider mindestens genauso unfähig. Um sich trotzdem einen Ruf zu schaffen und seine deutlich skrupelloseren Konkurrenten Black Bellamy und Entermesser-Liz zu übertrumpfen, nimmt er mit seiner Mannschaft am Wettbewerb zum "Besten Piraten des Jahres" teil. Auf eine skurrilen Reise begegnet die irre Truppe unter anderem Charles Darwin und der piratenhassenden Königin Victoria von England.

Mein Eindruck: Es ist unglaublich, mit welchem Aufwand Aardman seine Puppen/Animationsfilme herstellt - allein das Piratenschiff wurde in 5.000 Arbeitsstunden handgefertigt. Man sieht dem Film den enormen Aufwand an, nur kann man beim Betrachten die vielen Details gar nicht wahrnehmen. Kinder werden den Film bestimmt gut finden, aber viele Gags und Anspielungen aus Kinofilmen werden die gar nicht verstehen. Ich erwähne hier nur mal den Elefantenmensch, den man in einer Londoner Taverne kurz sieht. Der Film ist toll gemacht, hat viele gute Szenen und jede Menge liebevolle Charaktere. Die Gags sind zwar nicht schlecht, aber halten sich doch in Grenzen - da hat man bei "Chicken Run" mehr gelacht. Zu den Synchronsprechern kann ich nicht viel sagen, ich habe nur die Stimme vom Piratenkapitän erkannt: Das ist nämlich die deutsche Synchronstimme von Hugh Grant, der im Original den Käpt'n spricht. Im englischen Original sind mehr Stars am Werk, da haben die deutschen doch ein wenig gespart - was aber die Synchro nicht schlecht macht.

DVD / Blu-ray-Potential: Als alter Aardman-Fan werde ich mir die Blu-ray günstig zulegen.

Kinostart: 29.3.2012
Animation
88 Min.
FSK: o.A.
26

 

 
The Grey - Unter Wölfen

The Grey - Unter Wölfen  

Regie: Joe Carnahan. Darsteller: Liam Neeson (Ottway), Frank Grillo (Diaz), Dermot Mulroney (Talget), Dallas Roberts (Hendrick), Joe Anderson (Flannery), Nonso Anozie (Burke)

Inhalt: John Ottway ist in Alaska bei einem Ölunternehmen angestellt, um dort die Bohrarbeiter vor wilden Tieren zu schützen. Er und ein Trupp Männer befinden sich auf dem Rückflug in die Heimat, als ihr Flugzeug in einen heftigen Sturm gerät und in der Wildnis abstürzt. Eisige Kälte empfängt die Männer in einer scheinbar unendlichen Schnee-Hölle. Die acht Überlebenden versuchen sich in Richtung Süden durchzuschlagen - doch Hunger und Kälte sind nicht die größte Gefahr: Die Absturzstelle liegt inmitten eines Jagdreviers von Wölfen. Das Rudel hat die Männer bereits entdeckt und nimmt die unerbittliche Verfolgung auf.

Mein Eindruck: Im Grunde ist "The Grey - Unter Wölfen" keine schlechter Film, doch leider hat er mir nicht besonders gefallen. Dabei hat die Story um eine Gruppe Männer, die einen Flugzeugabsturz überleben und sich durch die Wildnis Alaskas schlagen müssen, durchaus Potential. Liam Neeson als Hauptdarsteller gefällt als wortkarger Anführer, die übrige Besetzung, vorwiegend No-Names, hat keine großen Momente. Die Wölfe kommen gar nicht so häufig vor, und große Actionsequenzen darf man auch nicht erwarten. Trotz permanentem Überlebenskampf konnte mich der Streifen nicht fesseln. Es kam selten Spannung auf und es war einem von vornherein klar, das die Gruppe durch Wolfattacken (und anderen Unannehmlichkeiten) immer weiter dezimiert wird. Das Ende - ich verrate nix - ist dann doch etwas überraschend, aber es passt schon zum Film. Die knapp 2 Stunden waren für die Story zu lang, da hätte man das ein oder andere straffen können. Wie gesagt, der Film liegt nicht auf meiner Wellenlänge.

DVD / Blu-ray-Potential: Das wird nix, die Wölfe kommen mir nicht ins Haus.

Kinostart: 12.4.2012
Thriller, Drama
117 Min.
FSK: 16
25

 

 
Battleship

Battleship  

Regie: Peter Berg. Darsteller: Liam Neeson (Admiral Shane), Taylor Kitsch (Alex Hopper), Alexander Skarsgard (Stone Hopper), Brooklyn Decker (Samantha), Rihanna (Raikes)

Inhalt: Während einer Truppenübung nahe Hawaii unter der Leitung von Admiral Shane stößt ein Teil der Flotte, die vom Rest der Navy getrennt wurde, auf außerirdische Invasoren. Mit hoch entwickelter Technik werden die Schiffe von den Eindringlingen attackiert und Stück für Stück versenkt. Der in Ungnade gefallene Leutnant Alex Hopper wird plötzlich zum ranghöchsten Offizier eines Zerstörers und findet sich im Kampf seiner Lebens wieder.

Mein Eindruck: Dieser Film wird die Zuschauer in zwei Lager spalten. Die einen werden den Film lieben, die anderen abgrundtief hassen. Machen wir uns mal nix vor: "Battleship" ist ein dämlicher Krawallfilm mit Null-Handlung. Die Story, wenn man sie so nennen darf, basiert auf dem Hasbro-Spiel Schiffe versenken - und das sagt schon alles. Die Darsteller werden allesamt nicht gefordert, Liam Neeson kommt nur in einer Nebenrolle vor und warum R&B-Sängerin Rihanna mitspielt weiß auch keiner so recht. Trotzdem hat mir der Film gefallen, warum eigentlich? Wenn man sich auf diesen Werbefilm der Navy einlässt, die Logik ganz weit beiseite schiebt und sich entspannt zurücklehnt, dann bekommt man ein bombastisches Popcorn-Movie erster Kajüte. Die Effekte sind mördermäßig und hauen einen fast vom Kinosessel. Apropos Kinosessel: Zum ersten Mal haben wir die D-Box-Sitze ausprobiert. (Wer's nicht kennt: Die Sitze vibrieren und passen sich der Action des Films an). Ich muss sagen: Bei dem Film hat es sich voll gelohnt. In Kurzform: Banane-Film mit Super-Effekten - wer damit leben kann, wird sich amüsieren.

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray sollte der Film rocken!

Kinostart: 12.4.2012
Action, Sci-Fi
131 Min.
FSK: 12
24

 

 
Best Exotic Marigold Hotel

Best Exotic Marigold Hotel  

Regie: John Madden. Darsteller: Bill Nighy (Douglas), Maggie Smith (Muriel), Judi Dench (Evelyn), Tom Wilkinson (Graham), Dev Patel (Sonny), Penelope Wilton (Jean), Celia Imrie (Madge), Ronald Pickup (Norman), Tena Desae (Sunaina)

Inhalt: Sieben Engländer im höheren Alter reisen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und landen alle im "Best Exotic Marigold Hotel", das seine besten Zeiten schon hinter sich hat. Das Hotel, das von dem hoch-motivierten jungen Inder Sonny aus der Krise wieder zu altem Ruhm geführt werden soll, versprüht dennoch seinen ganz eigenen Charme. Und schon bald überträgt sich die magische Wirkung Indiens auf die Gruppe der Reisenden - bei jedem der Sieben auf seine ganz eigene Art.

Mein Eindruck: Immer mal wieder gibt es Filme, die aus der Rolle fallen, so auch "Best Exotic Marigold Hotel". Die Besetzung ist jenseits der 60, es gibt keine Action oder Special-Effects und die Story ist recht unspektakulär. Trotzdem überzeugt der Streifen auf der ganzen Linie. Die Besetzung ist sensationell, wobei Maggie Smith (nebenbei zweimalige Oscar-Gewinnerin) ein wenig hervorsticht. Sie spielt eine grantige Frau, die als eingefleischte Rassistin ausgerechnet in Indien an ihre Hüfte operiert werden soll. Schön sind die unterschiedlichen Charaktere, die sich (fast) alle an die fremde, exotische Situation anpassen und so langsam Gefallen an ihrem neuen Leben finden. Allerdings wird man von Trailer her leicht getäuscht, denn der Film ist nicht so lustig wie angekündigt. "Best Exotic Marigold Hotel" hat zwar seine komischen Momente, doch oftmals aber auch seine traurigen. So wird ein Hotel-Bewohner den Film nicht überleben, was aber angesichts des Alters nicht weiter überrascht. Alles in allem ist das Hotel nur zu empfehlen, allein schon wegen seinem Jung-Manager Sonny, der von Dev Partell ("Slumdog Millionär") hervorragend gespielt wird.

DVD / Blu-ray-Potential: Auf Blu-ray sollte den Film drin sein.

Kinostart: 15.3.2012
Drama, Komödie
123 Min.
FSK: ohne
23

 

 
Iron Sky

Iron Sky  

Regie: Timo Vuorensola. Darsteller: Julia Dietze (Renate Richter), Götz Otto (Klaus Adler), Christopher Kirby (James Washington), Udo Kier (Wolfgang Kortzfleisch), Peta Sergeant (Vivian Wagner)

Inhalt: Seit 1945 leben die übrig gebliebenen Nazis auf den Mond. Auf dessen dunkler Seite gründen sie den Stützpunkt "Schwarze Sonne". Von dort aus planen die Raum-Nazis den Aufbau einer Flotte, mit der sie die Erde zurückerobern möchten. Im Jahr 2018, nach Jahren der Forschung, glauben sie stark genug zu sein, um eine Invasion zu starten und das Rad der Geschichte endlich zurückzudrehen. Nazi-Offizier Klaus Adler wird auf die Erde geschickt, um die Chancen eines Sieges zu überprüfen. Mit an Bord ist seine Verlobte und Nazi-Agentin Renate, die zunehmend an den Plänen der Nazis zu zweifeln scheint.

Mein Eindruck: Man hatte schon in den letzten Jahren von "Iron Sky" gehört, von Nazis auf der dunklen Seite des Mondes und von der Invasion auf die Erde. Jetzt, im April 2012, kommt der Film tatsächlich ins Kino - und ist leider eine Enttäuschung. Ich will mich nicht über Drehbuch bzw. Story auslassen, denn die ist eher zweitrangig. Vielmehr ist der Streifen von dem finnischen Regisseur Timo Vuorensola bei weitem nicht so trashig geworden wie erwartet. Es gibt einige nette Gags und erstaunlich gute Special-Effects, doch das reicht nicht. Oftmals ist die Handlung lahm und langweilig, da kommt bei Julia Dietze und Götz Otto keine Stimmung rüber. Die Ausgangssituation ist schon gut, und auch die Kampfszenen der Nazi-Raumschiffe gegen die Erdschiffe machen - trotz des mickrigen Budgets - richtig Laune. Leider gibt es zu wenig "unkorrekte" Szenen, die den Film nach vorne gebracht hätten. Eine FSK 18 Einstufung hätte ich bei diesem Thema erwartet, und nicht eine FSK 12. Fragt mal bei Tarantino nach, ich glaube kaum, dass "Reservoir Dogs" als Familienfilm taugt. Fazit: Das jahrelangem Warten hat sich nicht gelohnt, die Mond-Nazis rocken nicht.

PS: Etwas war schon sehr seltsam an diesem Kinoabend: Das Cinemaxx Mülheim macht eine Kernsanierung, da steht im Innenraum nix mehr. Ist schon ein komisches Gefühl, in der Baustelle vor dem Kino auf den Einlass zu warten...

DVD / Blu-ray-Potential: "Iron Sky" ist nicht kultig genug, wird also nicht gekauft.

Kinostart: 5.4.2012
Komödie, Sci-Fi
92 Min.
FSK: 12
22

 

 
Die Tribute von Panem: The Hunger Games

Die Tribute von Panem: The Hunger Games  

Regie: Gary Ross. Darsteller: Jennifer Lawrence (Katniss Everdeen), Josh Hutcherson (Peeta Mellark), Woody Harrelson (Haymitch Abernathy), Elizabeth Banks (Effie Trinket), Stanley Tucci (Caesar Flickerman), Donald Sutherland (Prasident Snow)

Inhalt: In einer nicht allzu fernen Zukunft: Nach der Apokalypse ist aus dem zerstörten Nordamerika der totalitäre Staat Panem entstanden, das Kapitol regiert das hungernde Volk mit Härte und Schrecken. Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime jedes Jahr die brutalen "Hungerspiele": 24 Jugendliche, je ein Mädchen und ein Junge aus Panems zwölf Distrikten, müssen in einem modernen Gladiatorenkampf antreten, den nur einer von ihnen überleben darf. Als ihre kleine Schwester Prim für die Spiele ausgelost wird, nimmt die 16-jährige Katniss freiwillig ihren Platz ein. Der zweite Kandidat aus Katniss' Distrikt ist Peeta, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Kurz bevor das perfide Turnier beginnt, gesteht Peeta Katniss seine Liebe. Doch das Kapitol macht sie zu Todfeinden.

Mein Eindruck: Bis zum Filmstart hatte ich so gut wie nix von den "Tributen von Panem" gehört, auch war mir nicht bewusst, wie erfolgreich die Bücher von Suzanne Collins sind. In den USA läuft der Film wie geschnitten Brot, in Europa hält sich die Euphorie in Grenzen. Ich hatte jetzt nicht viel erwartet, die Story klingt zwar nicht schlecht, aber eine Jugendbuchverfilmung ist für mich nicht gerade ein Highlight. Nachdem ich 3 Stunden im Kino war (Film incl. Pause) kann ich sagen: Panem ist ganz ordentlich, hat aber auch seine Längen. Die Besetzung ist sehr gut, allen voran Newcomerin Jennifer Lawrence spielt die Rolle des jungen Heldin ausgezeichnet. Einige bekannte Darsteller wie Woody Harrelson oder Donald Sutherland kommen recht kurz weg, Stanley Tucci als Gottschalk-Verschnitt ist wiederum top. Die Story könnte manchmal etwas gestrafft werden, und gerade im letzten Drittel stellte sich etwas Langeweile bei mir ein - z.B. bei der kommenden Liebesbeziehung zwischen Katniss und Peeta. Ansonsten erinnert der Streifen natürlich an "Running Man", aber das ist nicht weiter schlimm. Viel lustiger waren die Jäger-Wespen, bei denen ich etwas schmunzeln musste. Wer wissen will warum, der sollte sich den Film im Kino anschauen.

DVD / Blu-ray-Potential: War in Kino okay, auf Blu-ray brauche ich den nicht.

Kinostart: 22.3.2012
Drama, Action, Sci-Fi
142 Min.
FSK: 12
21

 

 
Headhunters

Headhunters  

Regie: Morten Tyldum. Darsteller: Aksel Hennie (Roger Brown), Synnøve Macody Lund (Diana Brown), Nikolaj Coster-Waldau (Clas Greve), Julie R. Ølgaard (Lotte), Reidar Sørensen (Brede Sperre)

Inhalt: Roger Brown hat Alles: Er ist einer der erfolgreichsten Headhunter, verheiratet mit der schönen und geheimnisvollen Galeristin Diana und im Besitz einer traumhaften Villa. Doch, was niemand weiß, er führt ein Doppelleben: Den luxuriösen Lebensstil finanziert er, indem er seine Klienten ausraubt. Seine Spezialität: kostbare Kunstwerke. Als er für ein namhaftes GPS-Unternehmen einen neuen Geschäftsführer finden soll, lernt er den Geschäftsmann Clas Greve kennen. Er scheint der perfekte Kandidat für den Job zu sein. Während die Männer ins Geschäft kommen, erfährt Brown nebenbei, dass Greve im Besitz eines lange verloren geglaubten Gemäldes von Rubens ist. Brown sieht die Chance auf einen letzten großen Coup, der all seine Geldprobleme lösen soll.

Mein Eindruck: Die Skandinavier sind führend in dunkelen, düsteren Krimistoffen. Jetzt kommt mit "Headhunters" ein norwegischer Film in die Kinos, der es in sich hat. Man sollte nicht zu viel von der Handlung erzählen, denn damit raubt man den Leser die Spannung, nur soviel: Der Streifen startet als "normaler" Krimi: Ein Headhunter finanziert seinen luxuriösen Lebenstil mit Kunstraub. Alles klappt wie am Schnürchen, doch dann wendet sich das Blatt und er wird immer tiefer in ein mörderisches Komplott gezogen. Der Film hält die Spannung bis zum Schluß und wartet mit diversen Überraschungen auf, die man als Zuschauer nicht absehen konnte. Die Besetzung ist sehr gut, die Darsteller sind allesamt unbekannt - und das macht es so reizvoll, denn man weiß nicht genau, was dem oder der Darsteller(in) passieren wird. Nur so viel: Nicht alle überleben den Film. "Headhunters" ist ein Geheimtipp für Freunde spannender Kinounterhaltung. Natürlich ist der Film nicht perfekt, es gibt einige Szenen, die schon recht unrealistisch sind, aber da kann ich nur folgendes sagen: Ist halt Kino und keine Dokumentation.

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film kommt in meine Sammlung.

Kinostart: 15.3.2012
Thriller, Krimi
101 Min.
FSK: 16
20

 

 
Contraband

Contraband  

Regie: Baltasar Kormakur. Darsteller: Mark Wahlberg (Chris Farraday), Kate Beckinsale (Kate Farraday), Ben Foster (Sebastian Abney), Giovanni Ribisi (Tim Briggs), Lukas Haas (Danny Raymer), J.K. Simmons (Captain Camp)

Inhalt: Chris Farraday hat seine kriminelle Karriere längst beendet, aber nachdem sein Schwager Andy ein Drogengeschäft vermasselt, zwingt dessen skrupelloser Boss Chris, Andys Schulden zu begleichen und das zu tun, was er am besten kann: schmuggeln. Chris ist in Schmugglerkreisen eine Legende und hat schnell eine Crew aufgestellt, mit der er nach Panama übersetzen will, um Millionen Dollar Falschgeld ins Land zu holen. Aber der Plan misslingt. Chris bleiben nur wenige Stunden, um an das Geld zu kommen, um seine Frau Kate und seine Söhne auszulösen, die als nächstes auf der Abschussliste brutaler Drogenbosse stehen.

Mein Eindruck: Der neue Film von Mark Wahlberg "Contraband" hebt sich angenehm von anderen Filmen des Genres ab, weil hier ein interessantes Thema behandelt wird. Wir tauchen ein in der Welt der Schmuggler und es wird minutiös gezeigt, wie man am besten Drogen oder Falschgeld aus Panama in die USA einschmuggeln kann. Der Streifen ist ein Remake des erfolgreichsten isländischen Films aller Zeiten: "Reykjavik-Rotterdam: Tödliche Lieferung". Damals spielte Baltasar Kormakur eine Hauptrolle, heute ist er der Regisseur der US-Variante. Der Streifen ist gut besetzt und bietet spannende Unterhaltung. Actionsequenzen sind eher rar gesetzt und spielen sich vorwiegend in Panama ab. Mir haben die Schauplätze in Panama und auf dem Container-Schiff gut gefallen, von da her punktet der Film schon mal. Einige Lücken in der Handlung sind halb so wild, Hauptsache "Contraband" fesselt den Zuschauer. Von da her bin ich zufrieden.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray wird eingesackt.

Kinostart: 15.3.2012
Thriller, Action
109 Min.
FSK: 16
19

 

 
John Carter (3D)

John Carter - Zwischen zwei Welten (3D)  

Regie: Andrew Stanton. Darsteller: Taylor Kitsch (John Carter), Lynn Collins (Dejah Thoris), Thomas Hayden Church (Tal Hajus), Mark Strong (Matai Shang), Ciaran Hinds (Tardos Mors), Dominic West (Sab Than)

Inhalt: Der Bürgerkriegs-Veteran John Carter findet sich eines Tages plötzlich und aus unerklärlichen Gründen auf einem fremden Planeten wieder. Er stellt fest, dass dieser Planet, den die Einheimischen Barsoom nennen, der Mars ist. Barsoom beherbergt die unwahrscheinlichsten, fremdartigsten Kulturen und Lebewesen, droht aber durch eben diese unterzugehen. Denn zwischen den Kulturen und Völkern herrscht ein erbitterter Krieg. Auf seinen Reisen durch diese Welt begegnet Carter vielen verschiedenen Gestalten, wie auch dem charismatischen Anführer Tars Tarkas und der wunderschönen, selbstbewussten Prinzessin Dejah Thoris.

Mein Eindruck: Das Werk von Edgar Rice Burroughs, "John Carter", galt lange als unverfilmbar. Schließlich hat Disney den Stoff jetzt ins Kino gebracht und das Ergebnis ist ganz okay. Zuerst mal die gute Nachricht: "John Carter" ist ein 3D-Film, der sich in 3D auch lohnt. Es gibt viele gute räumliche Effekte, was sich natürlich bei so einem Szenario (Stichwort Mars) auch anbietet. Der Streifen an sich ist solide Familienunterhaltung mit den altbekannten Zutaten: ein junger Held kämpft auf einer fremden Welt gegen gute und schlechte Völker, verliebt sich in eine Prinzessin und beendet den Krieg (zumindest kurzfristig). Dazu noch ein knuddeliger Mars-Hund mit Speedy-Gonzales-Geschwindigkeit und die Sache ist geritzt. Natürlich erinnern einen viele Szene an andere Filme - ich erwähne hier nur "Krieg der Sterne" - aber das ist kein Nachteil, wenn man sich auf den Film einlässt. Ein komplexes Drehbuch und geschliffen scharfe Dialoge darf man nicht erwarten, der Film ist 100% Popcorn-Kino. Während die Hauptdarsteller (Taylor Kitsch und Lynn Collins) noch unbekannt sind, sind einige gute Darsteller in Nebenrollen zu sehen. Wie gesagt, die Optik ist bei "John Carter" das entscheidende - und die stimmt.

DVD / Blu-ray-Potential: Muss nicht zwingend sein.

Kinostart: 8.3.2012
Abenteuer, Sci-Fi, Fantasy
132 Min.
FSK: 12
18

 

 
Das gibt Ärger

Das gibt Ärger  

Regie: McG. Darsteller: Reese Witherspoon (Lauren), Chris Pine (FDR Foster), Tom Hardy (Tuck), Til Schweiger (Heinrich), Chelsea Handler (Trish), Angela Bassett (Collins)

Inhalt: Zwei der weltbesten Top-Geheimagenten sind beste Freunde und lassen nichts und niemanden zwischen sich kommen - bis sie sich aus Versehen in dieselbe Frau verlieben. Nun gibt es richtig Ärger und die beiden Spione bekämpfen sich bis aufs Äußerste: mit High-Tech Überwachung, modernster Taktik und einem Waffenarsenal, das ein Land in Schutt und Asche legen könnte.

Mein Eindruck: Ich muss ehrlich zugeben: "Das gibt Ärger" macht Laune. Natürlich ist die Story um zwei Geheimagenten, die gleichzeitig um eine Frau buhlen, total überzogen. Wenn man sich aber auf die abgefahrene Story einlässt und die Logik beiseite schiebt, dann wird man gut unterhalten. Alles ist extrem unrealistisch, die Figuren sind ultracool und ihre Handlungen sind total übertrieben. Ist eigentlich kein Wunder, denn Regisseur McG hat schon mit "3 Engel für Charlie" seine Qualitäten unter Beweis gestellt - Zurückhaltung ist fehl am Platze, hier wird ordentlich auf den Putz gehauen. So verwundert es keinen, dass Tuck (Tom Hardy) beim Paintball-Turnier komplett ausrastet und die Jugendlichen quasi demontiert. In einer ruhigeren Szene versucht sich FDR (Chris Pine) als Hundeliebhaber, doch leider kommt er kaum gegen den rabiaten Mischling aus dem Tierheim an. Reese Witherspoon macht als Objekt der Begierde eine gute Figur, Chris Pine (Kirk aus "Star Trek") und Tom Hardy ("Dame, König, As, Spion") gefallen als Freunde, Kumpel und Rivalen. Til Schweiger spielt auch mit, aber sein "Heinrich" trägt nicht viel zum Film bei und ist ziemlich überflüssig. Sei's drum, "Das gibt Ärger" ist bestimmt kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber für einen kurzweiligen Kinoabend ist das genau das richtige.

DVD / Blu-ray-Potential: Och, für kleine Kohle nehme ich die Blu-ray.

Kinostart: 1.3.2012
Action, Komödie, Romanze
97 Min.
FSK: 12
17

 

 
Haywire

Haywire  

Regie: Steven Soderbergh. Darsteller: Gina Carano (Mallory Kane), Ewan McGregor (Kenneth), Michael Douglas (Coblenz), Antonio Banderas (Rodrigo), Channing Tatum (Aaron), Michael Fassbender (Paul)

Inhalt: Die hübsche und sehr erfolgreiche Spezialagentin Mallory Kane arbeitet auf eigene Rechnung und in absolut geheimer Mission für die Regierung der Vereinigten Staaten. Ihre Aufgaben sind meist von derart delikater Angelegenheit, dass ihre Auftraggeber im Notfall jegliche Verbindung zu der Agentin abstreiten und lieber deren Tod in Kauf nehmen würden, als sie aus einer gefährlichen Mission zu retten. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt in Barcelona, bei der Mallory Kane eine Geisel befreien musste, wird sie sofort weiter nach Dublin geschickt. Doch die dortige Operation, die sie gemeinsam mit Paul durchführen soll, geht schief.

Mein Eindruck: Steven Soderbergh ist ein Regisseur der anderen Sorte. Er genießt in Hollywood einen hohen Stellenwert und Schauspieler reißen sich darum, in seinen Filmen mitzuspielen. Er machte die "Ocean 11-13"-Reihe, aber auch Programmkinofilme wie "The Good German". Jetzt hat er der ehemaligen Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carano einen Film auf den Leib geschrieben. Sie spielt eine Spezialagentin, die vom eigenen Team betrogen wird und deshalb auf Rache sinnt. Gina Carano, die den Film "Blood & Bone" (2009) in einer Nebenrolle zu sehen war, ist zwar nicht die beste Schauspielerin, trotzdem überzeugt sie als Mallory Kane auf der ganzen Linie. Ist ja klar: Die Kampfszenen in "Haywire" haben es in sich, was natürlich an der physischen Präsenz von Miss Carano liegt. Um sie herum hat Regisseur Soderbergh wieder exzellente Schauspieler aufgefahren, ich nenne hier nur Ewan McGregor, Michael Douglas oder den gerade sehr gefragte Michael Fassbender ("Shame"). "Haywire" ist ein solider Action-Film, der sich durch die Regie von Steven Soderbergh angenehm von dem genreüblichen 08/15-Produktionen abhebt. Ich hoffe, dass man in Zukunft noch mehr von Gina Carano sehen wird, das Potential ist eindeutig da.

DVD / Blu-ray-Potential: Sieht gut aus...

Kinostart: 8.3.2012
Action, Thriller
93 Min.
FSK: 16
16

 

 
Young Adult

Young Adult  

Regie: Jason Reitman. Darsteller: Charlize Theron (Mavis Gary), Patton Oswalt (Matt Freehauf), Patrick Wilson (Buddy Slade), Elizabeth Reaser (Beth Slade), Collette Wolfe (Sandra Freehauf)

Inhalt: Einst war Mavis Gary das begehrteste Mädchen der gesamten Highschool. Die attraktivsten Jungs waren verrückt nach ihr, die Welt stand ihr offen. Jetzt ist sie 37 Jahre alt. Und steht vor einem Trümmerhaufen: Sie ist frisch geschieden, die Jugendbuchreihe, die sie als Ghostwriterin verfasst, soll eingestellt werden, sie trinkt eindeutig zu viel, das Leben zieht an ihr vorbei. Bis sie erfährt, dass Buddy Slade, ihre große Jugendliebe von damals, Vater geworden ist. Mavis weiß, was sie zu tun hat: Sie will ihn aus seinem spießigen Familienleben befreien und endlich an seiner Seite das Leben mit ihm leben, das sie sich immer erträumt hat. Doch die Rückkehr in ihre Vergangenheit erweist sich als viel schwieriger als gedacht.

Mein Eindruck: Charlize Theron ist eine sehr vielseitige Schauspielerin. In "Kaltes Land" spielt sie eine Fabrikarbeiterin, in "Im Tal von Elah" einen Police-Detective oder in "Aeon Flux" halt Aeon Flux. Einen Oscar bekam sie für ihre Rolle der Mörderin Aileen Wuornos in "Monster". Obwohl sie sehr gut aussieht hat sie kein Problem mit Hässlichkeit. In "Young Adult" ist sie nicht wirklich hässlich, aber ihre Rolle einer desillusionierten, kaltherzigen Mit-Dreissigerin ist nicht gerade von Glamour geprägt. Mir hat ihre Darstellung der Mavis Gary sehr gut gefallen, auch ohne viele Worte bringt sie den kaputten Charakter voll zur Geltung. Einzig "King of Queens"-Mime Patton Oswald (jepp, Spence) kann da mithalten, denn auch er liefert als Außenseiter Matt eine starke Vorstellung ab. Regisseur Jason Reitman hat mit "Young Adult" leicht geschwächelt, denn sein neuer Streifen ist nicht so stark wie "Juno" oder "Thank you for Smoking", aber dank starker Schauspieler ist der Film sehenswert. Ich hatte übrigens erwartet, dass der Film komischer ist, im Endeffekt ist es mehr Drama als Comedy. Das ist aber halb so wild, denn das Gesamtbild stimmt.

DVD / Blu-ray-Potential: Der Film wird gekauft.

Kinostart: 23.2.2012
Drama, Komödie
94 Min.
FSK: 12
15

 

 
Ghost Rider - Spirit of Vengeance

Ghost Rider - Spirit of Vengeance (3D)  

Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor. Darsteller: Nicolas Cage (Johnny Blaze / Ghost Rider), Violante Placido (Nadya), Ciarán Hinds (Roarke), Idris Elba (Moreau), Christopher Lambert (Methodius)

Inhalt: Johnny Blaze lebt zurückgezogen in Osteuropa, denn nichts fürchtet er mehr, als dass der Ghost Rider wieder in ihm geweckt wird. Doch dann entführt die Armee des Teufels den zehnjährigen Danny, der über besondere Kräfte verfügt und dessen Mutter Nadya. Moreau, der letzte der Kriegsmönche, die den Jungen beschützten, bittet Blaze um Hilfe. Dieser muss sich entscheiden, denn allein der Ghost Rider ist fähig, den Jungen aus den Klauen des Bösen zu befreien und somit die ganze Welt vor dem Verderben zu retten?

Mein Eindruck: Meine Erwartungshaltung war schon sehr tief, der Film hat mich dann sogar noch enttäuscht. "Ghost Rider - Spirit of Vengeance" versagt auf der ganzen Linie, sowohl als Film, als auch in 3D. Wie konnte sich Nicolas Cage zu einem zweiten Teil hinreißen lassen, denn der erste "Ghost Rider" kam kritikmäßig nicht gerade gut weg. Cage muss bei Teil 2 doch gemerkt haben, dass der Film überhaupt keine Story hat und dass alles andere nur Murks sein kann. Von den Regisseuren Neveldine/Taylor habe ich auch langsam die Schnauze voll. Okay, die beiden haben "Crank" gemacht, und das ist ihr einziges Highlight. Die folgenden mauen Streifen "Gamer" und "Crank 2" werden jetzt durch "Ghost Rider 2" getoppt - schlechter geht es kaum noch. Das beste an dem Machwerk ist die Verfolgungsjagd am Ende und der animierte brennende Schädel - mehr kann ich beim besten Willen nicht loben. Und zum Thema 3D kann ich nur sagen: Überflüssig! Es sind kaum richtig gute 3D-Effekte zu sehen, kein Wunder, bei den schnellen Schnitten und dem unattraktiven Szenenbild. 2D hätte beim dem Streifen vollkommen ausgereicht, als DVD-Premiere würde ich den auch noch so eben durchgehen lassen...

DVD / Blu-ray-Potential: Keine Chance, der 2. Ghost Rider kann zur Hölle fahren.

Kinostart: 23.2.2012
Action, Comic, Fantasy
96 Min.
FSK: 12
14

 

 
Dame, König, As, Spion

Dame, König, As, Spion  

Regie: Tomas Alfredson. Darsteller: Gary Oldman (George Smiley), Colin Firth (Bill Haydon), Tom Hardy (Ricki Tarr), John Hurt (Control), Toby Jones (Percy Alleline), Benedict Cumberbatch (Peter Guillam), Mark Strong (Jim Prideaux)

Inhalt: Der pensionierte Top-Spion George Smiley wird 1973 überraschend wieder aktiviert: An der Spitze des britischen Secret Service gibt es einen Maulwurf, einen Spion im Dienste des sowjetischen KGB. Smiley soll ihn entlarven. Doch er bekommt keinen Zugang zu geheimen Unterlagen und darf niemandem erzählen, weshalb er zurückgekehrt ist. Fünf Geheimdienstler geraten in sein Visier. Aber wer ist der wahre Verräter, der den Geheimdienst unterwandert und das ganze Land in Gefahr bringt?

Mein Eindruck: Hat ein bisschen gedauert, aber jetzt habe ich endlich "Dame, König, As, Spion" im Kino gesehen. Eins vorweg: Der Thriller nach John Le Carré ist ein sehr ruhiger Film, trotz des brisanten Spionage-Themas. Der Streifen vom schwedischen  Regisseur Tomas Alfredson ("So finster die Nacht") bietet eine Top-Besetzung: Gary Oldman spielt die Hauptrolle des reaktivierten Spions George Smiley mit stoischer Ruhe und wenigen Gesten. Er könnte für diese Rolle einen Oscar als bester Hauptdarsteller abstauben. An seiner Seite glänzen Größen wie Colin Firth ("The Kings Speech") oder John Hurt ("Der Elefantenmensch") oder Newcomer wie Benedict Cumberbatch (der neue BBC-Sherlock-Holmes). Der Film spielt in den 70er Jahren und er gibt diese Zeit sehr detailgetreu wieder. Die Spannung ist wohldosiert, die Handlung ist vielschichtig mit einigen Rückblenden, da sollte man nicht den Faden verlieren. Will damit sagen, dass einige Leute den Film total langweilig finden, falls man mit einer falschen Erwartungshaltung hier rangeht. Ich bin mit "Dame, König, As, Spion" zufrieden, auch wenn es im Cinemaxx eine kleine Panne mit falschen Bildformat gab und so der Film noch mal neu gestartet wurde.

DVD / Blu-ray-Potential: Kommt in meine Sammlung, aber billiger wäre besser.

Kinostart: 2.2.2012
Spionage-Thriller
127 Min.
FSK: 12
13

 

 
Safe House

Safe House  

Regie: Daniel Espinosa. Darsteller: Denzel Washington (Tobin Frost), Ryan Reynolds (Matt Weston), Vera Farmiga (Catherine Linklater), Brendan Gleeson (David Barlow), Sam Shepard (Harlan Whitford)

Inhalt: US-Geheimagent Matt Weston bekommt den Auftrag, Tobin Frost, Ex-CIA- und Doppelagent, in einem Safe House in Kapstadt zu beschützen. Plötzlich wird das Geheimversteck von einem Killerkommando attackiert und dem Erdboden gleichgemacht. Nur knapp kann Weston mit Frost als Gefangenem entkommen. Aber wer will Frost mundtot machen? Terroristen? Oder ist es gar jemand aus der CIA-Chefetage? Je länger das Katz-und-Maus-Spiel dauert, desto unklarer wird, wer wem trauen kann.

Mein Eindruck: "Safe House" hat furios begonnen, doch im Laufe der knapp 2 Stunden hat der Film doch stark nachgelassen. Erstmal zum positiven: Der Streifen spielt in Südafrika und damit haben wir schon mal einige gute Schauplätze parat (Township, Fußball-Stadion). Der Action-Thriller ist gut besetzt: Abgesehen von den Protagonisten Denzel Washington und Ryan Reynolds wurde mit Vera Farmiga ("Up in the Air"), Brendan Gleeson ("The Guard") und Sam Shepard ("Fair Game") eine gute Darstellerriege gecastet. Negativ: Die Handlung beginnt recht viel versprechend in dem Safe House, aber nach dessen Stürmung steht vorwiegend Action auf dem Plan, die aber leider nicht wirklich fesseln kann. Die Flucht vor den Schergen endet immer im Gemetzel und das wird mit der Zeit öde. Auch der ruckelige Schnitt (erinnert stark an Bourne) macht den Film auch nicht besser. Richtige Spannung kommt nie auf, und das Ende ist auch nicht gerade sehr originell. Fazit: "Safe House" verschenkt Potential, der Film hätte um Längen besser sein können.

DVD / Blu-ray-Potential: Bei Nice-Price werde ich vielleicht schwach.

Kinostart: 23.2.2012
Action, Thriller
115 Min.
FSK: 16
12

 

 
The Artist

The Artist  

Regie: Michel Hazanavicius. Darsteller: Jean Dujardin (George Valentin), Bérénice Bejo (Peppy Miller), John Goodman (Al Zimmer), James Cromwell (Clifton), Penelope Ann Miller (Doris)

Inhalt: George Valentin ist der Superstar des großen Hollywood-Kinos der 20er Jahre. Dem unvergleichlichen Charmeur und Draufgänger fliegen die Herzen des Publikums zu. Er genießt und zelebriert seinen Ruhm und entdeckt wie im Vorbeigehen das Talent der jungen Statistin Peppy Miller. Doch mit dem Wendepunkt vom Stummfilm zum Tonfilm stehen die beiden Schauspieler plötzlich zwischen Ruhm und Untergang: Valentin will nicht wahr haben, dass der Tonfilm seine Karriere zu überrollen droht. Für Peppy Miller aber bedeutet die neue Technik den Durchbruch: Das Sternchen wird zum gefeierten Kinostar.

Mein Eindruck: In der heutigen Zeit, in der Filme in 3D + Maximum Sound im Kino laufen, kommt ein französischer Streifen daher, der alles auf den Kopf stellt: "The Artist" ist im Bildformal 4:3, schwarz-weiß und (als ob das nicht reichen würde) stumm. Und dieser Stummfilm, 2011 gedreht, ist großer Favorit der Oscar-Verleihung am kommenden Sonntag. Verkehrte Welt! Ich war auch etwas skeptisch, aber sehen wollte ich den Film im Kino schon. Zuerst war es etwas merkwürdig, denn gerade der fehlende Ton ist ziemlich ungewöhnlich, doch als ich mich daran gewöhnt hatte, war alles in Butter. "The Artist" bietet alles, was ein Film braucht: eine gute Story, sehr gute Haupt- und Nebendarsteller, tolle Musik, Drama und Komödie und ein nettes Happy-End. Vielleicht wird der Streifen der große Sieger bei den Oscars, bei den Golden Globes hat er schon 3 Preise abgeräumt. Aber auch wenn es nichts zu gewinnen gibt, "The Artist" ist schon ein Stück bemerkenswertes Kino.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich werde mir die DVD zulegen, Blu-ray braucht man hier nicht.

Kinostart: 26.1.2012
Komödie, Drama, Romanze
100 Min.
FSK: 6
11

 

 
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball  

Regie: Bennett Miller. Darsteller: Brad Pitt (Billy Beane), Jonah Hill (Peter Brand), Philip Seymour Hoffman (Art Howe), Robin Wright (Sharon), Chris Pratt (Scott Hatteberg)

Inhalt: Zu Beginn der Baseball-Saison 2002 befindet sich Manager Billy Beane in einer schwierigen Situation: Sein Team, die Oakland A's, kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten und hat seine Star-Spieler an reichere Clubs verloren. Billy bleibt nichts anderes übrig, als sein Team komplett neu aufzustellen. Seine einzige Chance ist, das bisherige System des Spiels auf den Kopf zu stellen. Gemeinsam mit dem jungen Yale-Absolventen Peter Brand mischt er - nach Startschwierigkeiten - die Liga auf.

Mein Eindruck: Sportfilme aus den USA haben es bei uns im Kino immer schwer. Die Deutschen haben es nicht so mit American Football oder Baseball, und meistens kann man froh sein, wenn die Filme überhaupt anlaufen. "Moneyball" ist auch so ein Fall, aber immerhin könnte der Film bei der kommenden Oscar-Verleihung abräumen, denn er ist zehnmal nominiert. Ich muss aber hier mal anmerken, dass es zwar um Baseball geht, doch Hauptthema des Streifens ist das Geschäft dahinter. Brad Pitt spielt einen Ex-Spieler, der es - trotz großer Aussichten - nicht zu Starruhm geschafft hat und der sich jetzt als Manager versucht. Aus Geldmangel kann er mit seinem Team, den Oakland A's, nicht mithalten und versucht über ein neuartiges System zum Erfolg zu kommen. Pitt gefällt in der Rolle des ehrgeizigen Managers, der Emotionen vermeidet und nur den Erfolg im Auge hat. An seiner Seite bietet Jonah Hill ("Männertrip") als kalkulierender Wirtschaftswissenschaftler ebenfalls eine ordentliche darstellerische Leistung. Mir hat der Film gefallen, aber ein Oscar-Film ist der für mich nicht. Muss auch nicht sein, der Streifen ist auch ohne Academy Award gut. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja noch was...

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte drin sein.

Kinostart: 2.2.2012
Drama, Sport
133 Min.
FSK: o.A.
10

 

 
Drive

Drive  

Regie: Nicolas Winding Refn. Darsteller: Ryan Gosling (Driver), Carey Mulligan (Irene), Bryan Cranston (Shannon), Albert Brooks (Bernie Rose), Ron Perlman (Nino)

Inhalt: Tagsüber arbeitet Driver als Stuntman für Hollywood. Nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Dann lernt der coole Driver seine neue Nachbarin Irene kennen - und verliebt sich in die allein erziehende Mutter. Als Irenes Ehemann Standard aus dem Knast entlassen wird, lässt sich Driver zu einem vermeintlich todsicheren Ding überreden: Mit dem erbeuteten Geld will Standard seine Schulden abbezahlen und Irene eine gesicherte Zukunft bieten. Doch alles geht schief.

Mein Eindruck: Bei "Drive" war ich mir sicher, dass mir der Film gefällt - und so ist es auch. Ich behaupte jetzt schon, dass "Drive" der coolste Film des Jahres wird, denn keiner kann Ryan Gosling in Punkto Coolness das Wasser reichen. Dabei spricht er als namenlose Driver kaum mal 2 Sätze am Stück, aber es funktioniert perfekt. Der Däne Nicolas Winding Refn, Regisseur der "Pusher"-Trilogie, hat hier ganze Arbeit geleistet. Allein die zehnminütige Anfangssequenz ist den Eintritt wert: Wir schauen dem Driver bei seiner nächtlichen Arbeit zu. Er fährt 2 Ganoven nach einen Einbruch durch Los Angeles. Polizeiautos und Hubschrauber spüren ihn zwar immer wieder auf, aber der Driver ist schneller. Perfekt meistert er die Flucht und verschwindet nach einem Basketball-Spiel in der Menge. Während der kompletten Sequenz wird nicht gesprochen - das nenne ich mal einen Super-Einstand. Dann läuft der Vorspann mit 80er Synthie-Pop-Musik und ich weiß, dass ich im richtigen Film sitze. Es gibt einige heftige Gewalt-Szenen, und deshalb ist der Film ab 18. Ob die so brutal hätten ausfallen müssen ist fraglich, denn mit weniger Gewalt wäre der Film ebenso perfekt. Egal, ich kann damit gut leben.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray ist Pflichtkauf.

Kinostart: 26.1.2012
Action, Drama
101 Min.
FSK: 18
9

 

 
Underworld: Awakening (3D)

Underworld: Awakening (3D)  

Regie: Mans Marlind, Bjorn Stein. Darsteller: Kate Beckinsale (Selene), Stephen Rea (Dr. Jacob Lane), Michael Ealy (Det. Sebastian), Theo James (David), India Eisley (Eve)

Inhalt: 12 Jahre lang wurde Vampir-Kriegerin Selene im kalten Tiefschlaf gefangen gehalten, jetzt gelingt ihr die Flucht. Sie muss feststellen, dass sich die Welt verändert hat, denn mittlerweile werden sowohl Vampire als auch Werwölfe von den Menschen gejagt und vernichtet. Zwischenzeitlich hat sie eine Tochter bekommen, deren Abstammung von Vampiren und Werwölfen sie zu einem Schlüssel für den Sieg in diesem Krieg macht.

Mein Eindruck: Im vierten Teil der Underworld-Saga hat Kate Beckinsale wieder die Hauptrolle übernommen. Sie spielt in "Underworld: Awakening" Selene, die nach 12 Jahren aus ihrem Bofrost-Zustand befreit wird und danach alles platt macht, was ihr vor die Flinte kommt. Die Story sollte man besten schnell vergessen, denn es gibt sie im Grunde nicht. Der Film entspricht einem Videospiel, wo man auf alles schießt, was sich bewegt. Passend dazu muss sich Selene zwei Boss-Kämpfen (gegen einen überdimensionalen Werwolf) stellen, die sie natürlich gewinnen wird. Man merkt an meinem Ton schon, dass der Film leider eine Gurke ist. 3D macht den Film auch nicht besser, eher schlechter, denn im Dunkeln können die Effekte nur ganz selten überzeugen. Auch fand ich einige Trickeffekte sehr mager, vor allem der Überfall der Lykaner bei den Vampiren sah richtig schlecht aus. Einziger Lichtblick ist Kate Beckinsale, die in ihrem Latex-Outfit natürlich gefällt, obwohl ihre Rolle so gar nix hergibt. Nach knapp 90 Minuten hat man den Film geschafft, aber man muss aufpassen: Das Ende kommt so abrupt, wenn man nicht genau hinschaut, dann verpasst man es.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray kann im Regal stehen bleiben.

Kinostart: 2.2.2012
Horror, Action, Fantasy
88 Min.
FSK: 16
8

 

 
The Descendants

The Descendants  

Regie: Alexander Payne. Darsteller: George Clooney (Matt King), Shailene Woodley (Alexandra King), Amara Miller (Scottie King), Nickl Krause (Sid), Matthew Lillard (Brian Speer), Beau Bridges (Cousin Hugh), Robert Forster (Scott Thorson)

Inhalt: Der hawaiianische Geschäftsmann und Familienvater Matt King soll entscheiden, ob und an wen ein bislang unberührtes Stück Land verkauft werden soll. Allerdings hat er viel drängendere Sorgen: Seine von ihm entfremdete Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma, und Matt erfährt, dass sie eine Affäre hatte und ihn verlassen wollte. Als ihm die Ärzte mitteilen, dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen wird, macht Matt sich mit seinen beiden Töchtern auf die Suche nach dem anderen Mann.

Mein Eindruck: Schon bei den Golden Globes war "The Descendants" erfolgreich: Der Film wurde als bestes Drama ausgezeichnet, George Clooney als bester Drama-Darsteller. Bei den kommenden Academy Awards könnte die Regiearbeit von Alexander Payne ("Sideways") ebenfalls erfolgreich abschneiden, zumal George Clooney als heißer Oscar-Anwärter gehandelt wird. Clooney zeigt in diesem Familiendrama, dass er schauspielerisch einiges drauf hat. Er spielt den von Sorgen geplagten Familienvater sehr gut, diesmal ist er nicht der souveräne Typ, der alle Probleme mit links bewältigt, diesmal spielt er einen normalen Vater, der fast an der Last seiner Familienprobleme zerbricht. Großartig ist neben Clooney Newcomerin Shailene Woodley, die als älteste Tochter Alexandra mit ihrer unkonventionellen Art auf der ganzen Linie überzeugt. Weiteres Highlight ist der Schauplatz Hawaii, der diesmal nicht nur als Touristenattraktion abgestempelt wird. Mir hat auch gut gefallen, dass der Streifen trotz des traurigen Themas nie zum tränenreichen Rührstück abdriftet und dass man Trauer auch "normal" darstellen kann. Wer "Sideways" oder "About Schmitt" mag, der wird mit Alexander Paynes neustem Werk auch zufrieden sein.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray sollte es sein.

Kinostart: 26.1.2012
Drama, Komödie
114 Min.
FSK: 12
7

 

 
J.Edgar

J. Edgar  

Regie: Clint Eastwood. Darsteller: Leonardo DiCaprio (J. Edgar Hoover), Armie Hammer (Clyde Tolson), Naomi Watts (Helen Gandy), Judi Dench (Anna Marie Hoover), Dermot Mulroney (Colonel Schwarzkopf)

Inhalt: Fast 50 Jahre lang war J. Edgar Hoover der Chef des Federal Bureau of Investigation - so stieg er zum mächtigsten Mann in Amerika auf. Um sein Land zu schützen, schreckte er vor nichts zurück. Er überlebte die Regierungen von acht Präsidenten und drei Kriege, er kämpfte gegen reale und eingebildete Bedrohungen, wobei er die Gesetze oft recht eigenwillig auslegte, um den Schutz seiner Landsleute zu gewährleisten. Seine Methoden waren ebenso heroisch wie skrupellos, und all das diente nur dem einen Ziel, das er nie erreichte: Er wollte von der Welt bewundert werden.

Mein Eindruck: Bei Clint Eastwood macht man nichts falsch. Wenn man auf seine Filme steht, dann wird man ordentlich unterhalten, ich erwähne hier nur "Grand Torino" oder "Million Dollar Baby". Diesmal hat sich der Regisseur mit dem Begründer des FBI, J. Edgar Hoover, befasst. Herausgekommen ist eine Biographie, die mehr Wert auf Privates als auf seine Arbeit legt. Wieder einmal kann man über Eastwoods Werk wenig meckern, aber ein Klassiker wird es nicht. Zum einen ist die Hauptperson des J. Edgar Hoover nicht gerade ein Sympathieträger, zum anderen bietet der ruhige Film wenig Höhepunkte und fließt über 2 Stunden so vor sich hin. Großes Plus ist Leonardo DiCaprio, der als junger und alter J. Edgar auf der ganzen Linie überzeugt. Allerdings sage ich voraus, dass er für die Darstellung nicht den Oscar gewinnen wird. Auch Armie Hammer ("The Social Network") macht als Hoovers engster Vertrauer einen guten Eindruck, doch alle übrigen Schauspieler stehen - trotz guter Darstellungen - im Schatten von DiCaprio. Wie gesagt, der große Wurf ist "J. Edgar" nicht, denn es fehlt klar an Spannung.

DVD / Blu-ray-Potential: Auch wenn es nicht sein bester Film ist, Eastwood wird gerne genommen.

Kinostart: 19.1.2012
Drama
136 Min.
FSK: 12
6

 

 
Darkest Hour (3D)

Darkest Hour (3D)  

Regie: Chris Gorak. Darsteller: Emile Hirsch (Sean), Olivia Thirlby (Natalie), Max Minghella (Ben), Rachael Taylor (Anne), Joel Kinnaman (Skyler), Veronika Ozerova (Vika)

Inhalt: Moskau - Fünf junge Leute genießen das pulsierende Leben der faszinierenden Metropole, als eine fremde Intelligenz die Menschheit auf außergewöhnliche Weise angreift: Sie reißt die Kontrolle über die Elektrizität an sich und setzt diese als tödliche Waffe ein. Durch die Flucht in den Moskauer Untergrund gelingt es den Freunden zunächst zu überleben. Doch als sie Tage später ihr Versteck verlassen, hat sich die vibrierende Metropole in eine Geisterstadt verwandelt und die Gefahr ist noch nicht gebannt. Der Gruppe bleibt nur eine Chance: Sie müssen andere Überlebende finden, um sich dem Kampf gegen die fremde Macht stellen zu können.

Mein Eindruck: Der erste 3D-Film des Jahres ist ein Nachzügler von 2011. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist "Darkest Hour" in den Kinos gestartet, und heute ist er so gut wie weg vom Fenster. Scheint wohl nicht der große Wurf gewesen zu sein, obwohl der Film nicht schlecht ist. Wieder mal greifen Außerirdische die Erde an, aber diesmal sind die fremden Wesen kaum zu sehen, sie erscheinen nur als Lichtblitze. Aber diese Lichtblitze haben es in sich, denn sie pulverisieren die komplette Menschheit. 4 Amerikaner und 1 Schwede müssen sich in Moskau durchschlagen, und nicht alle erleben das Ende des Films. Die Handlung ist ganz ordentlich, die Effekte sind gut, auch in 3D gefällt der Streifen. Darstellerisch ist nicht viel zu erwarten, aber das ist ja von vorneherein klar. Kurzum: Ordentliche Sci-Fi-Unterhaltung.

DVD / Blu-ray-Potential: Wenn der Preis stimmt, dann nehme ich die Blu-ray.

Kinostart: 29.12.2011
Sci-Fi, Action, Thriller
98 Min.
FSK: 12
5

 

 
Ziemlich beste Freunde

Ziemlich beste Freunde  

Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano. Darsteller: Francois Cluzet (Philippe), Omar Sy (Driss), Anne Le Ny (Yvonne), Audrey Fleurot (Magalie), Clotilde Mollet (Marcelle)

Inhalt: Philippe führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss, ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen?

Mein Eindruck: "Ziemlich beste Freunde" kam für mich aus dem Nichts. Bis vor kurzem hatte ich von dem Film nichts gehört, dann habe ich einen Kinotrailer gesehen und nun war ich drin - so schnell kann das gehen. Das Ergebnis ist erstaunlich: Höchstwertung für einen französischen Film, das gibt es bei mir ganz, ganz selten. Aber die Komödie um zwei ungleiche Männer, die irgendwie beste Freunde werden, ist einfach grandios. Natürlich hat Omar Sy als Driss die besten Auftritte im Film. Der großmäulige Kleinkriminelle aus dem Ghetto wirbelt das Leben des querschnittsgelähmten Philippe gehörig durcheinander. Seine coolen Sprüche und sein ganzes Gehabe tragen den Film über knapp 2 Stunden. Endlich mal ein Film, der die Bezeichnung "Komödie" wirklich verdient hat, denn die Lacher reißen nicht ab - und das bei einem ungewöhnlichen (und teilweise traurigen) Thema. Klare Sache: Den Publikumsliebling aus Frankreich sollte man sich im Kino geben, wenn man mal wieder einen richtig guten Film sehen will. PS: Am Mittwochabend war das Kino sehr gut gefüllt, und die Leute waren alle zufrieden - sage ich mal.

DVD / Blu-ray-Potential: Die Sache ist hier auch klar...

Kinostart: 5.1.2012
Komödie
112 Min.
FSK: 6
4

 

 
New Kids Nitro

New Kids Nitro  

Regie: Steffen Haars, Flip van der Kuil. Darsteller: Huub Smit (Richard Batsbak), Tim Haars (Gerrie van Boven), Wesley van Gaalen (Rikkert Biemans), Steffen Haars (Robbie Schuurmans), Flip van der Kuil (Barrie Butsers)

Inhalt: Eine Zombie-Plage bedroht ganz Friesland. In Maaskantje haben die fünf Jungs Richard, Rikkert, Gerrie, Robbie und Barrie allerdings ganz andere Sorgen. Die New Kids liefern sich mit den Hooligans aus dem Nachbarkaff Schijndel immer wieder erbarmungslose Gefechte, illegale Autorennen und gewaltige Schlägereien. Als jedoch der erste Bewohner aus ihrer Provinz Brabant Opfer der Zombies wird, tun sich die beiden verfeindeten Gruppen zusammen und sagen dem Feind den Kampf an.

Mein Eindruck: Machen wir uns mal nix vor: Wer irgendwas von "New Kids Nitro" erwartet, der ist im falschen Film. Ich muss zugeben, das der erste Spielfilm der holländischen Prolls, "New Kids Turbo", zwar strunzendämlich war, trotzdem aber seine lustigen Momente hatte. Der schnell nachgelegte zweite Teil kann leider mit dem Erstling nicht mithalten. Um es kurz zu sagen: Der Film ist totaler Scheiß! Es gibt einige wenige gute Szenen, über den Rest sollte man den Mantel des Schweigens legen. Ich könnte mich seitenweise über den Film aufregen, aber das bringt nichts, denn ich hab keine Lust mehr, mir über den schlechtesten Film 2012 (jepp, schlechter kann es nicht mehr kommen) aufzuregen. Aber: Selten was die Stimmung im Kino so locker (um es mal nett zu sagen). Einige Zuschauer kamen in orangefarbenen Schutzwesten, die man praktischerweise als cooles Nitro-Menü an der Fresstheke erstehen konnte. Und so wundert es einen nicht, wenn man sehr häufig das Wort JUNGE im Saal gehört hat. Nach dem Film war ich übrigens froh, dass ich nicht den ganzen Popkorn-Chips-Cola-Müll aufräumen musste..

DVD / Blu-ray-Potential: Die Sache ist ja wohl klar...

Kinostart: 5.1.2012
Action-Komödie
77 Min.
FSK: 16
3

 

 
Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Mission: Impossible - Phantom Protokoll  

Regie: Brad Bird. Darsteller: Tom Cruise (Ethan Hunt), Paula Patton (Jane), Simon Pegg (Benji), Jeremy Renner (Brandt), Michael Nyqvist (Hendricks)

Inhalt: Ein verheerender Bombenanschlag erschüttert den Kreml. Für Geheimagent Ethan Hunt bedeutet dieser katastrophale Zwischenfall die bislang brisanteste Mission seiner Karriere. Denn der Kopf der "Impossible Missions Force" wird mit seinem gesamten Team für den brutalen Terrorakt verantwortlich gemacht. Der US-Präsident aktiviert daraufhin das "Phantom Protokoll", das den IMF fortan verleugnet. Sollte es Hunt und seinem Team rund um Jane Carter, Benji Dunn und dem undurchsichtigen Brandt nicht gelingen, die Drahtzieher zu fassen, werden sie für das Attentat verantwortlich gemacht und weltweit als Terroristen gebrandmarkt und gejagt werden.

Mein Eindruck: Den vierten Teil der "Mission: Impossible"-Reihe hatte ich bereits im Dezember 2011 gesehen. Da mir der Film so gut gefallen hat, habe ich ihn mir im Januar noch einmal angeschaut. Innerhalb eines Jahres tauchen doppelte Filme nicht auf, beim Jahreswechsel schon. Ich muss schon sagen, MI4 ist schon ein richtiges Action-Brett, das kein Auge trocken läßt. Meine Lieblingsszenen sind die in Dubai, wenn Tom Cruise am Burj Khalifa hängt (rot - tot).

DVD / Blu-ray-Potential: Die Blu-ray ist Pflichtkauf.

Kinostart: 15.12.2011
Action, Thriller
133 Min.
FSK: 12
2

 

 
Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten  

Regie: Guy Ritchie. Darsteller: Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes), Jude Law (Dr. John Watson), Noomi Rapace (Madam Simza Heron), Rachel McAdams (Irene Adler), Jared Harris (Professor James Moriarty), Stephen Fry (Mycroft Holmes)

Inhalt: Als der österreichische Kronprinz tot aufgefunden wird, glaubt Inspector Lestrade aufgrund der Indizien an Selbstmord. Doch Sherlock Holmes kombiniert, dass der Prinz ermordet wurde - und zwar im Rahmen eines grausigen Komplotts, das ein gewisser Professor Moriarty schmiedet. Holmes verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, als er die Spuren bis zu einem unterirdischen Gentlemen-Club verfolgt: Dort stößt er mit seinem Bruder Mycroft Holmes am Vorabend von Dr. Watsons Hochzeit auf dessen Wohl an. Und er lernt dort auch die wahrsagende Zigeunerin Sim kennen, die mehr weiß, als sie zugeben will - aufgrund ihrer unbeabsichtigten Verbindung zum Prinzenmord gerät sie als nächstes Opfer ins Visier des Killers.

Mein Eindruck: Der erste Film im neuen Jahr gleich auf Neujahr - 2012 geht ja gut los. Allerdings bin ich mit "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" nicht so zufrieden, denn der Streifen liegt nicht auf meiner Wellenlänge. Ich bin jetzt ehrlich: Der zweite Holmes-Film von Regisseur Guy Ritchie ("Bube, Dame, König, grAs") bietet eine Menge Action, Humor und Spannung, dazu noch tolle Schauspieler wie Robert Downey Jr. und Jude Law. Leider berührt mich das alles nicht, denn ich erwarte von einem Sherlock Holmes Film was anderes. Natürlich interpretiert der Regisseur das Thema neu, läßt es zur Originalzeit spielen, aber definiert die Figuren anders. So ist Downey Jr. als Holmes zwar ein genialer Geist, doch er ist auch physisch sehr präsent, was sich in diversen Kämpfen und Verfolgungsjagdten widerspiegelt. Wie schon  gesagt, der Film hat ein hohes Tempo und geht gut ab, aber leider nicht für mich.

DVD / Blu-ray-Potential: Ich werde Teil 2 nicht kaufen.

Kinostart: 22.12.2011
Krimi, Action
128 Min.
FSK: 12
1