Kino 2018

Hier schreibe ich alle alle Kinofilme aus 2018, die ich selber im Kino gesehen habe. Neben den üblichen Daten wie Stab, Schauspieler und Film-Info schreibe ich kurz meine Meinung über den Streifen nieder.

Hier geht's zum Kinojahr  2006 / 2007 / 2008 / 2009 / 2010 / 2011 / 2012 / 2013 / 2014 / 2015 / 2016 / 2017

Kinostarts im November: Aufbruch zum Mond / Nur ein kleiner Gefallen / Operation: Overlord / Phantastische Tierwesen: Grindelswalds Verbrechen / Suspiria / Verschwörung / Der Grinch / Peppermint: Angel of Vengeance / The House That Jack Built

 

25 km/h

25 km/h 

Regie: Markus Goller. Darsteller: Lars Eidinger (Christian Schneider), Bjarne Mädel (Georg Schneider), Sandra Hüller (Tanja), Franka Potente (Ute), Alexandra Maria Lara (Ingrid), Jella Haase (Willie), Jördis Triebel (Lisa), Wotan Wilke Möhring (Hantel), Matti Schmidt-Schaller (Konrad)

Inhalt: Georg und sein Bruder Christian waren früher unzertrennlich. Doch jetzt haben sie sich seit 30 Jahren nicht mehr gesehen. Der Tischler Georg hat sich um den kranken Vater gekümmert, während Geschäftsmann Christian durch die Welt gejettet ist. Auf der Beerdigung ihres Vaters treffen beide wieder aufeinander. Nach einem anfänglichen Streit und einer durchzechten Nacht beschließen sie, ihren Jugendtraum endlich in die Tat umzusetzen: einmal mit dem Mofa quer durch Deutschland fahren. Dabei machen die Brüder einige schräge Bekanntschaften und erleben abgefahrene Abenteuer. Die Reise bringt Georg und Christian allmählich wieder zusammen und hält noch einige weitere Erkenntnisse für sie bereit.

Mein Eindruck: Und noch ein deutscher Film! So viele deutsche Filme in so kurzer Zeit habe ich wohl noch nie gesehen: Nach "Ballon" und "Der Vorname" habe ich mir jetzt "25 km/h" von Markus Goller angesehen. Wie bei den anderen Filmen fällt meine Bewertung wohlwollend aus.

Der Hauptgrund für mich, mir den Film anzuschauen, ist Bjarne Mädel. Nach Ernie in "Stromberg", Schäffer in "Mord mit Aussicht" und dem Tatortreiniger gehört er definitiv zu meinen Lieblingsschauspielern. Überrascht hat mich Lars Eidinger. Ich kenne den Schauspieler nicht, habe aber nach Recherche bei Wikipedia gesehen, dass er sowohl Theater- als auch Film & TV-Darsteller ist und in unzähligen Stücken aufgetreten ist. Mädel und Eidinger spielen die ungleichen Brüder Christian und Georg. Während Georg als Tischler bodenständig geblieben ist hat Christian das große Geld gemacht und macht Geschäfte in der ganzen Welt. Durch die Beerdigung ihres Vaters gibt es ein Wiedersehen, aus dem nur Stress resultiert. Erst ein Roadtrip per Mofa schweißt die beiden wieder zusammen. Der Film funktioniert so gut, weil die beiden Hauptakteure Höchstleistung ablegen. Bei Bjarne Mädel hab ich nichts anderes erwartet, Lars Eidinger spielt allerdings seinen Filmbruder an die Wand. Er bietet als großmäuliger, exaltierter Geschäftsmann eine Top-Darstellung. Verfeinert wird der Film durch kurze Auftritte bekannter Darsteller, zumeist Frauen: Auf einem Weinfest treffen die Brüder Franka Potente ("Lola rennt") und Alexandra Maria Lara ("Der Untergang"). Nach einer gelungenen Stepeinlage nehmen die Frauen die beiden mit nach Hause. Jella Haase ("Fack ju Göthe") spielt eine esoterisch angehauchte Ökotussi. Ganz abgedreht zeigt sich Wotan Wilke Möhring ("Goldene Zeiten"), der als 'Hantel' gegen die Brüder ein hartes Tischtennis-Match abliefert. Alles in allem ist "25 km/h" ein gelungenes Road-Movie mit Top Besetzung. Das das Ende vorhersehbar ist kann man vernachlässigen, der Film an sich ist sehr lohnenswert.

Kino-Info: Wenig los im kleinen Kino 8 In der frühen Nachmittags-Vorstellung am Montag im Cinemaxx.

Kinostart: 31.10.2018
Komödie. Road-Movie
116 Min.
FSK: 6
59

 

 
Halloween

Halloween 

Regie: David Gordon Green. Darsteller: Jamie Lee Curtis (Laurie Strode), Judy Greer (Karen), Andi Matichak (Allyson), Haluk Bilginer (Dr. Sartain), Will Patton (Officer Hawkins), Rhian Rees (Dana Haines), Jefferson Hall (Aaron Korey), Toby Huss (Ray), James Jude Courtney, Nickl Castle (The Shape)

Inhalt: Vor 40 Jahren nahm das Grauen seinen Lauf, als der Psychopath Michael Myers an Halloween blutrünstig durch Haddonfield zog und eine Spur des Todes hinterließ. Seitdem war er abgeschottet von der Außenwelt in einer geschlossenen Anstalt untergebracht. Doch als er gemeinsam mit anderen hochgefährlichen Häftlingen verlegt werden soll, verunglückt der Transporter und Michael kann fliehen. Seine Lust zu morden treibt ihn zurück in die Kleinstadt, in der er damals sein Unwesen trieb. Dort trifft er wieder auf die ehemalige Babysitterin Laurie, die sich dem Bösen erneut kampfbereit in den Weg stellt.

Mein Eindruck: Rund um den 31. Oktober hab ich mir noch einige Halloween-Filme angesehen ("H20" und "Resurrection"), um mich in Stimmung für den neuen zu bringen. In "Halloween" (2018) spielt Jamie Lee Curtis die Hauptrolle, und seit dem ersten Teil sind schlappe 40 Jahre vergangen. Wer hätte damals gedacht, dass die so einen Film noch drehen? So weit ich gelesen habe läuft der neuste Teil sehr erfolgreich an der Kinokasse und ein zweiter Teil wird folgen. Ich bin mit dem neuen "Halloween" recht zufrieden. Alle Filme zwischen dem ersten und dem neuen werden schlichtweg ignoriert. So ist Laurie Strode nicht gestorben (siehe "Resurrection") und sie hat auch keinen Sohn (siehe "H20"). Im Grunde ist das halb so wild, es macht die Sache für den Zuschauer leichter, denn er muss nicht alle Teile gesehen haben. Gut gefallen hat mir die Tatsache, dass man im neuen Halloween viele Dinge aus Teil 1 wieder erkennt. Beispielsweise tötet Michael Myers auf die selbe Art und Weise (Körper mit Messer an der Wand festgetackert) oder jemand sitzt mit einem Bettlacken über dem Kopf auf einem Stuhl und man weiß nicht, wer drunter ist. Die Musik von John Carpenter ist natürlich Pflicht und darf nicht fehlen, aber auch andere Soundeffekte wurde wiederbelebt. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich den Showdown in Lauries Haus. Einige Szenen sind spannend inszeniert, andere wiederum sind eher dämlich - was wird nicht verraten. Das Ende ist eigentlich nichts besonderes, wobei man als geschulter Horror-Zuschauer weiß: Egal, wie Michael Myers endet, er kommt immer wieder.

Kino-Info: Dienstag-Abend ist das große UFA-Kino am Hauptbahnhof spärlich gefüllt.

Kinostart: 25.10.2018
Horror
106 Min.
FSK: 16
58

 

 
Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody 

Regie: Bryan Singer. Darsteller: Rami Malek (Freddie Mercury), Lucy Boynton (Mary Austin), Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Joe Mazzello (John Deacon), Aidam Gillen (John Reid), Allen Leech (Paul Prenter), Mike Myers (Ray Foster)

Inhalt: Der Film erzählt vom kometenhaften Aufstieg der Band durch ihre einzigartigen Songs und ihren revolutionären Sound. Sie haben beispiellosen Erfolg, bis Mercury, dessen Lebensstil außer Kontrolle gerät, sich unerwartet von Queen abwendet, um seine Solokarriere zu starten. Freddie, der sehr unter der Trennung litt, gelingt es gerade noch rechtzeitig, die Band für das 'Live Aid'-Konzert wieder zu vereinigen. Trotz seiner AIDS-Diagnose beflügelt er die Band zu einem der herausragendsten Konzerte in der Geschichte der Rockmusik. Queen zementiert damit das Vermächtnis einer Band, die bis heute Außenseiter, Träumer und Musikliebhaber gleichermaßen inspiriert.

Mein Eindruck: Am Mittwoch, dem Halloween-Abend, startet "Bohemian Rhapsody" in den deutschen Kinos. Der Spielfilm um Freddie Mercury und Queen zieht die Leute ins Kino, was ich am Donnerstag-Abend selber gesehen habe. Queen hat in Deutschland noch eine Menge Fans, und deswegen wird "Bohemian Rhapsody" auch abräumen. Die Songs, die im Streifen vorkommen, sind weltbekannt. Abgesehen von Titellied Bohemian Rhapsody hat Regisseur Bryan Singer die volle Bandbreite aufgefahren: 'We will rock you' oder 'Another one bites the dust' sind nur einige Beispiele für Songs, die auf der Leinwand gut rüberkommen. Erzählt wird die Geschichte von Freddie Mercury. In jungen Jahren lernt er Brian May und Roger Taylor kennen, tut sich mit ihnen zusammen, gründet die Band Queen und hat mit 'Killer Queen' seinen ersten Hit. Nach vielen Erfolgen gibt es Rückschläge: Freddies Frau Mary verlässt ihn, seine ausuferndes Leben verändert den Sänger und schließlich kommt es zum Bruch mit der Band. Durch das Live-Aid-Konzert 1985 kriegt Mercury wieder die Kurve, bringt alles in reine und gibt mit Queen eine 20-minütige Sahne-Vorstellung von 100.000 Leuten in Wembley. Hier endet auch der Film. Man muss klar sagen: "Bohemian Rhapsody" ist ein Spielfilm, keine Doku. Viele Dinge haben sich entweder gar nicht oder anders zugetragen. Sehr gut haben mir alle Darsteller gefallen, die den Originalen optisch sehr ähnlich sind. Natürlich stielt Rami Malek ("Mr. Robot") als Freddie Mercury allen die Show. Seine Mimik, seine Bewegungen, seine Präsenz - Freddie Mercury lebt. Einen kleinen Auftritt hat Mike Myers ("Waynes World"), der aber als Plattenproduzent Ray Foster kaum zu erkennen ist. "Bohemian Rhapsody" ist ein unterhaltsamer Einblick in das Leben und Wirken von Freddie Mercury und Queen - auf der großen Kinoleinwand ein Genuss!

Kino-Info: Allerheiligen ist die Abend-Vorstellung um 19:45 Uhr sehr gut besucht. Queen zieht!

Kinostart: 31.10.2018
Musik, Drama
135 Min.
FSK: 6
57

 

 
Der Oktober2018 war ein solider Kinomonat mit einer Reihe guter Filme, aber leider keiner, der herausgeragt hat. "Venom" unterscheidet sich leicht von den anderen Marvel-Comic-Verfilmungen, kann aber nicht komplett überzeugen. Die beiden deutschen Filme "Ballon" und "Der Vorname" können sich mit 3 1/2 Sternen sehen lassen. Dagegen hat mich "Bad Times at the El Royale" enttäuscht: Zu lang und zu kompliziert.
Venom

2018  

Avengers: Infinity War

Der Vorname

  Die Unglaublichen 2
Ballon   Wind River
Hunter Killer   I, Tonya
Johnny English - Man lebt nur dreimal   Three Billboards
Bad Times at The El Royale      
 
Hunter Killer

Hunter Killer 

Regie: Donovan Marsh. Darsteller: Gerald Butler (Captain Joe Glass), Gary Oldman (CJCS Charles Donnegan), Common (RA John Fisk), Linda Cardelli (Jayne Norquist), Michael Nyquist (Captain Andropov), Toby Stephens (Bill Beaman), Zane Holtz (Paul Martinelli), Alexander Diachenko (Präsident Zakarin)

Inhalt: U-Boot-Kapitän Joe Glass befindet sich auf einer Rettungsmission, das in Not geratene und vermisste amerikanische Unterseeboot U.S.S. Tampa Bay zu finden. Dann plötzlich steht die Welt am Rande des Dritten Weltkriegs, nachdem abtrünnige Kreml-Generäle den russischen Präsidenten Zakarin gekidnappt haben. Um Schlimmeres zu verhindern, versuchen Glass und eine Elite-Einheit von den Navy-SEALs nun, den Entführten zu retten und riskieren damit alles. Auf einer waghalsigen Fahrt mit ihrem U-Boot brechen sie in Richtung feindliche Gewässer auf. Jäger und Gejagte beginnen, einander zu belauern – nicht nur im Eismeer, auch auf dem Land und in der Luft. Bricht der dritte Weltkrieg aus?

Mein Eindruck: "Hunter Killer" ist ein typischer U-Boot-Actionfilm. Die Logik steht hier im Hintergrund, die Action muss stimmen...und sie stimmt! Der Streifen des südafrikanischen Regisseurs Donovan Marsh ("Spud") bietet eine gute Besetzung. Hauptdarsteller Gerald Butler, bekannt aus "300" oder "Olympus has fallen", spielt den bodenständigen U-Boot-Käpt'n Glass, der mehr auf seine langjährige Erfahrung baut, als stur Befehle auszuführen. Gary Oldman, mit dem Oscar für seine Rolle des Winston Churchill in "Die dunkelste Stunde" ausgezeichnet, gefällt als rechthaberischer Verteidigungsminister. Der 2017 verstorbene Michael Nyquist ("Millenium-Trilogie") gibt als russischer U-Boot-Kommandant seine Abschiedsvorstellung. Ich könnte einiges schlechtes über den Streifen loslassen, wie z.B. den typischen Pathos, den die Amerikaner so lieben oder die teilweise sehr mäßigen Trickeffekte. Außerdem stelle ich es mir sehr schwierig vor, ein Atom-U-Boot knapp einen Meter von einer Felswand zu navigieren. Das alles ist für mich Nebensache, denn "Hunter Killer" bietet über knapp 2 Stunden gute und spannende Unterhaltung. Immer wieder gibt es ein paar kleine Wendungen, die Action wird vorangetrieben und man steuert - ähnlich wie in "Roter Oktober" - auf einem fulminanten Showdown zu. Von da her hat mir der Streifen gut gefallen. "Hunter Killer" ist halt ein solider Actionfilm, nicht mehr und nicht weniger.

Kino-Info: In der Vorstellung am Halloween-Abend war das kleine Kino 11 gut gefüllt.

Kinostart: 25.10.2018
Action
122 Min.
FSK: 16
56

 

 
Johnny English - Man lebt nur dreimal

Johnny English - Man lebt nur dreimal 

Regie: David Kerr. Darsteller: Rowan Atkinson (Johnny English), Olga Kurylenko (Ophelia), Emma Thompson (Premierministerin), Jake Lacy (Jason), Ben Miller (Bough), Matthew Beard (P)

Inhalt: Seit seinem letzten Einsatz als Geheimagent hat sich die Welt sehr verändert: Ein Cyber-Angriff ist auf den britischen Geheimdienst geplant und muss dringend verhindert werden. Natürlich ist Johnny English zur Stelle, wenn sein Land seine Hilfe braucht. Er ist ohnehin der einzige der Undercover-Agenten, der durch einen Hacker-Angriff nicht enttarnt wurde – seiner Unfähigkeit im Umgang mit digitalen Medien sei Dank. Völlig analog begibt er sich also auf die Mission, den Gegner zu finden und den Weltfrieden wiederherzustellen. Dass er dabei kein Fettnäpfchen auslässt, versteht sich von selbst.

Mein Eindruck: Rowan Atkinson lässt sich bei Johnny English viel Zeit: Der erste Film lief 2003 in den Kinos, Teil 2 folgte 2011. 7 Jahre sind wieder ins Land gezogen, da präsentiert er uns seinen dritten Streich: "Man lebt nur dreimal" - im Original "Johnny English strikes again". Für mich sind alle Filme gleichwertig, denn die Gags, die uns Rowan Atkinson präsentiert, sind auf ihn zugeschnitten. Wenn man damit Probleme hat, dann braucht man sich den Film gar nicht im Kino anschauen. Johnny English wird wieder aktiviert, weil ein Hackerangriff den gesamten MI7 lahmgelegt und alle Agenten enttarnt hat. Da kommt der 'analoge' Johnny English gerade recht, denn mit seinen altmodischen Methoden kommt er dem digitalen Drahtzieher auf die Schliche. Natürlich läßt er kein Fettnäpfchen aus. Gut, dass es Ben Miller alias Bough gibt, der die größten Schnitzer seines Chefs ausbügeln kann. Zwei Szenen haben mir besonders gut gefallen: Johnny English zieht eine Virtual-Reality-Brille auf, um sich mit einem Gebäude vertraut zu machen. Dummerweise verläßt er den vorgegeben Platz und läuft durch die Londoner Innenstadt, wo er z.B. eine Oma im Rollstuhl aus einer Bäckerei kickt. Szene 2 ist die Tanzszene im Club: Da er die nicht die Schlaf-, sondern die Aufputsch-Tabletten genommen hat, muss er auf der Tanzfläche alles rauslassen. Zum Song "Sandstorm" von Darude zappelt er so richtig ab. Ist für mich ein Fest, diesen Song in einem aktuellen Kinofilm zu hören - finde ich super! Wie gesagt, der dritte Teil der English-Saga hält das Niveau seiner Vorgänger. Wenn man Rowan Atkinson mag, dann ist man richtig.

Kino-Info: In der frühen Nachmittags-Vorstellung ist Kino 3 halbwegs gefüllt.

Kinostart: 18.10.2018
Komödie
89 Min.
FSK: 6
55

 

 
Bad Times at The El Royale

Bad Times at The El Royale 

Regie: Drew Goddard. Darsteller: Jeff Bridges (Vater Daniel Flynn), Cynthia Erivo (Darlene Sweet), Dakota Johnson (Emily Summerspring), Jon Hamm (Laramie Seymour Sullivan), Chris Hemsworth (Billy Lee), Cailee Spaeny (Rose Summerspring), Lewis Pullman (Miles Miller)

Inhalt: Das El Royale am Lake Tahoe bietet zwar die Besonderheit, genau auf der Grenze von Kalifornien und Nevada zu liegen, hat seit 1969 aber schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Dennoch treffen hier in einer düsteren Nacht sieben Fremde aufeinander. Schon von Beginn an liegt Spannung in der Luft, als der falsche Priester Daniel Flynn, Sängerin Darlene Sweet, eine mysteriöse Fremde und der Staubsaugervertreter Laramie Seymour Sullivan vom Rezeptionisten begrüßt werden. Bankräuber, Kidnapper, Mörder, heimliche Überwachung der Gäste und Glücksspiel – dieser Hotel-Aufenthalt ist so unerwartet wie blutig.

Mein Eindruck: Der neue Film von Drew Goddard ("The Cabin in the Woods") hat ein entscheidendes Problem: Er ist zu lang. In den 141 Minuten stellt sich sehr oft Langeweile ein, weil viele Szenen zu aufbläht oder geschwätzig sind. Man kann "Bad Times at The El Royale" von der Machart her mit Tarantino-Streifen vergleichen. Tarantino hat es aber einfach besser drauf, schräge Themen interessant zu machen. Bei "El Royale" ist bereits das Einchecken der ersten 3 Gäste eine Qual: Ein Priester, eine schwarze Sängerin und ein Vertreter labern sich einen Wolf bis sie endlich ihre Zimmer beziehen können. Da hatte ich schon den Kaffee auf. Auch die Entdeckung der Spion-Spiegel zieht sich wie Kaugummi. Positiv sind allerdings einige Wendungen, die man nicht erwartet hätte: So endet das kleine Abendessen zwischen dem Priester und der Sängerin auf eine heftige Art und Weise. Auch der Showdown, wo Chris Hemsworth eine für ihn ungewöhnliche Rolle spielt, ist viel zu lang ausgefallen. Ich werde nichts entscheidendes verraten, aber auch hier gibt es eine außergewöhnliche Wendung. Die Darsteller spielen solide, auch die Atmosphäre des abgewrackten Hotels kommt gut rüber. Aber das hilft alles nicht, wenn das Tempo des Streifens einfach nicht stimmt. Tarantino hätte den bestimmt besser hingekriegt, aber das ist ein anderes Thema.

Kino-Info: Das kleine Kino 9 hat sich am Donnerstag-Abend noch recht gut gefüllt - hätte ich nicht erwartet.

Kinostart: 11.10.2018
Thriller
141 Min.
FSK: 16
54

 

 
Der Vorname

Der Vorname 

Regie: Sönke Wortmann. Darsteller: Christoph Maria Herbst (Stephan), Caroline Peters (Elisabeth), Florian David Fitz (Thomas), Justus von Dohnànyi (René), Janina Uhse (Anna), Iris Berben (Dorothea Böttcher)

Inhalt: Es hätte ein wunderbares Abendessen werden können, zu dem Stephan und seine Frau Elisabeth in ihr Bonner Haus eingeladen haben. Doch als Thomas verkündet, dass er und seine schwangere Freundin Anna ihren Sohn Adolf nennen wollen, bleibt den Gastgebern und dem Familienfreund René bereits die Vorspeise im Hals stecken. Man faucht einander Wahrheiten ins Gesicht, die zugunsten eines harmonischen Zusammenseins besser ungesagt geblieben wären. Starke Egos geraten aneinander, Eitelkeiten werden ausgespielt und der Abend eskaliert.

Mein Eindruck: Erst "Ballon", jetzt "Der Vorname": Ich hab mir zwei deutsche Filme hintereinander im Kino angesehen - das ist mir noch nie passiert. Das ist aber kein Zufall, denn die beide Filme haben mich natürlich interessiert. Und beide haben mit 3 1/2 Sternen eine gute Bewertung bekommen. Der deutsche Film kann schon gut sein...

"Der Vorname" ist die Neuverfilmung des französischen Films "Le Prénom" von 2012. Das Original kenne ich nicht, hab davon auch noch nie gehört. Mich hat der Film vor allem wegen der Darsteller interessiert, allen voran Christoph Maria Herbst, besser bekannt als Stromberg. Hier spielt er den Literatur-Professor Stephan, der gerne mit seinem Fachwissen angibt und seine Mitmenschen bloßstellt. Deswegen haut ihn der Vorname Adolf aus den Socken, für Stephan geht das gar nicht. So entbrennt eine hitzige Diskussion, und die Parteien schenken sich nichts. Florian David Fitz als Thomas verteidigt seinen Standpunkt, dass er mit der Vergabe des Vornamens Adolf ein Zeichen setzen will - gegen Rechtsextremismus. Stephan rastet fast aus, er kann die Argumentation von Thomas beim besten Willen nicht verstehen. Als dann Thomas' Freudin Anna (Ex GZSZ-Mimin Janina Uhse) die Runde betritt, eskaliert die ganze Geschichte noch. Mich erinnert der Film an "Gott des Gemetzels" von Roman Polanski. Das sind natürlich andere Darsteller und ein ganz anderes Thema, aber die Konstellation ist ähnlich. Gebildete Leute kriegen sich in die Haare und werden richtig fies, sagen sich das, was sie denken, und vergessen alle Konventionen. "Der Vorname" von Sönke Wortmann hat mich überzeugt.

Kino-Info: Die Spotlight-Vorpremiere in Kino 3 hat einige Leute ins Kino gezogen.

Kinostart: 18.10.2018
Komödie
91 Min.
FSK: 6
53

 

 
Baloon

Ballon 

Regie: Michael Bully Herbig. Darsteller: Friedrich Mücke (Peter Strelzyk), Karoline Schuch (Doris Strelzyk), David Kross (Günther Wetzel), Alicia von Rittberg (Petra Wetzel), Jonas Holdenrieder (Frank Strelzyk), Thomas Kretschmann (Oberstleutnant Seidel), Roland Kukulies (Erik Baumann), Emily Kusche (Klara Baumann)

Inhalt: Sommer 1979 in Thüringen. Die Familien Strelzyk und Wetzel haben über zwei Jahre hinweg einen waghalsigen Plan geschmiedet: Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi findet Spuren des Fluchtversuchs und nimmt sofort die Ermittlungen auf, während die beiden Familien sich gezwungen sehen, unter großem Zeitdruck einen neuen Flucht-Ballon zu bauen. Mit jedem Tag ist ihnen die Stasi dichter auf den Fersen - ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Mein Eindruck: Michael Bully Herbig ist für seine Bullyparade und für seine erfolgreichen Komödien in Deutschland ein Begriff. Mit "Ballon" wagt er sich zum ersten Mal an ein ernstes Thema ran, er fungiert als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. In "Ballon" gibt es nicht viel zu lachen, denn die Familien Strelzyk und Wetzel wollen mit einem Fesselballon aus der DDR fliehen. Die spektakuläre Flucht ist mir natürlich bekannt, allerdings kannte ich nicht die näheren Umstände. Der Streifen ist sehr gelungen, er hat Hollywood-Format und bietet knapp 2 Stunden spannende Unterhaltung - auch wenn man das Ende schon kennt. Bully schafft es das Jahr 1979 in der DDR aufleben zu lassen. Die Kulissen wirken echt, die Umgebung, die Autos, die Klamotten - alles passt zusammen. Einen großen Anteil an dem Erfolg des Films haben die Darsteller. Ich will hier keinen hervorheben, denn alle spielen richtig gut - man kauft ihnen die Rolle locker ab. Bully hat die beiden Ballons im Film wirklich herstellen lassen, die Ballon-Szenen sind echt. So viel Einsatz bringen nicht alle, und es hat sich gelohnt. Deutsche Filme schaue ich mir im Kino selten an, da bin ich sehr wählerisch. "Ballon" kann ich bedenkenlos empfehlen. Dieses Stück deutsche Zeitgeschichte sollte man sich auf den großen Leinwand geben.

Kino-Info: Kino 3 ist am Dienstagabend spärlich besetzt. Waren aber schon mal weniger Leute im Kino.

Kinostart: 27.9.2018
Drama, Thriller
125 Min.
FSK: 12
52

 

 
Venom

Venom (3D) 

Regie: Ruben Fleischer. Darsteller: Tom Hardy (Eddie Brock / Venom), Michelle Williams (Anne Weyring), Riz Ahmed (Carlton Drake / Riot), Scott Haze (Security Chief Roland Treece), Reid Scott (Dr. Dan Lewis), Jenny Slate (Dr. Dora Skirth), Melora Walters (Homeless Woman Maria)

Inhalt: Reporter Eddie Brock ist Spezialist für die ganz harten Fälle und das Aufdecken brisanter Geheimnisse. Nach einem Hinweis auf mysteriöse Machenschaften bei der Life Foundation will sich Eddie vor Ort selbst ein Bild machen. Dort stößt er auf Unglaubliches: Foundation-Chef Dr. Carlton Drake experimentiert mit einer außerirdischen Lebensform an Menschen und will eine dauerhafte Symbiose erzwingen. Bisher scheiterte jeder Versuch, doch als Eddie aus Versehen mit einem Symbionten in Kontakt kommt, entsteht im Körper des Reporters ein neues Wesen: Venom. Venom ist größer, beweglicher, stärker, schneller und hat nicht nur äußerlich so gar nichts mit Eddie gemein. Doch je mehr Macht der Mensch dem Parasiten gibt, desto gewissenloser wird er.

Mein Eindruck: Seit Wochen laufen die Trailer zu "Venom" rauf und runter, doch irgendwie hat der bei mir nicht so gezündet. Man hörte dann von vielen schlechten Kritiken. Jetzt kann ich sagen: "Venom" hat mir gut gefallen. Das liegt zum einen an Tom Hardy. Der hat in letzter Zeit in vielen Top-Filmen mitgespielt ("Dunkirk", "The Revenant" oder "Mad Max: Fury Road"). Hardy ist sehr vielseitig als Schauspieler und so nimmt man ihm seine Darstellung als Reporter sofort ab. Wenn er schließlich mit Venom mutiert kommen von ihm auch viele (schwarze) Gags, was den ganzen Film natürlich auflockern. Zum anderen fühlt sich "Venom" nicht so richtig wie ein Marvel-Film an. Natürlich hat auch Sony seine Finger im Spiel, doch die ganze Erzählweise hebt sich von den anderen Superhelden-Filmen ab. Lediglich im letzten Drittel wird der Action-Anteil höher und da greifen die üblichen Bombast-Szenen. Außerdem ist "Venom" kein sympathischer Held, sondern ein sehr dunkler Charakter, der sich durch die Mutation mit dem Menschen verändert. Alles in allem bin ich mit "Venom" sehr zufrieden und hoffe auf einen weiteren Teil. Der wird im Abspann bereits angedeutet, wenn Eddie Brock auf Kletus Casady trifft. Ich weiß zwar nicht, wer das ist, aber es sieht interessant aus. Nachtrag: Nach den Titeln kommt eine sehr lange Vorschau auf den kommenden animierten "Spider-Man: A New Universe". Das ist eine Frechheit, am Ende noch eine billige Vorschau zu bringen, da hat sich Sony bei mir unbeliebt gemacht.

Kino-Info: Das große Kino 1 hat sich am Donnerstag-Abend noch ganz gut gefüllt.

Kinostart: 3.10.2018
Comic, Action, Sci-Fi
112 Min.
FSK: 12
51

 

 
Im September 2018 war es wieder ruhiger im Kino. Herausragend war der zweite Teil der "Unglaublichen", den ich in einer Sneak-Preview gesehen habe und der die Höchstwertung erhalten hat (der vierte Film in diesem Jahr). "Mile 22" hat mich angenehm überrascht und ist der Action-Film des Jahres. Auch der neue Predator kann sich sehen lassen.
Die Unglaublichen 2

2018  

Avengers: Infinity War

Mile 22

  Die Unglaublichen 2
Predator - Upgrade   Wind River
Book Club   I, Tonya
Bad Spies   Three Billboards
 
Mile 22

Mile 22 

Regie: Peter Berg. Darsteller: Mark Wahlberg (James Silva), Lauren Cohan (Alice Kerr), Iko Uwais (Li Noor), John Malkovich (Bishop), Rondy Rousey (sam Snow), Carlo Alben (William Douglas III), Natasha Goubskaya (Vera), Sam Medina (Axel)

Inhalt: Elite-Agent James Silva und sein Team greifen da ein, wo Diplomatie und Militär-Strategien versagt haben. Doch das geht nur, wenn man bereit ist die Grenzen des Gesetzes zu überschreiten. Selbst für die eigene Regierung sind Silva und seine Mitstreiter daher Geister. Als in Südostasien radioaktives Material verschwindet, sollen James und seine Kollegen es aufspüren und zurückbringen, bevor die Auslöschung mehrerer Großstädte droht. Der undurchsichtige Spion Li Noor bietet dem Team Geheimnisse und seine Unterstützung an, will dafür aber das Land verlassen. Die Zeit drängt und eigentlich müssen zwischen dem Startpunkt der Mission und dem Abholort nur 22 Meilen überwunden werden. Doch die Gegner werden immer mehr und schrecken vor nichts zurück, um James, Li & Co. zu stoppen.

Mein Eindruck: Ich bringe es auf den Punkt: "Mile 22" ist der beste Action-Film des Jahres! Die Marvel- bzw. Superhelden-Filme nehme ich raus, weil mehr dahinter steckt als reine Action. Regisseur Peter Berg hat ja schon einige Kracher rausgehauen ("Battleship (2012) oder "Operation: Kingdom (2007)) und mit Mark Wahlberg hat er bereits 3 Filme gemacht ("Lone Survivor" (2013), "Deepwater Horizon" (2016) und "Boston" (2016)). In "Mile 22" spielt Wahlberg wieder mal eine typische Rolle, den Anführer einer geheimen Anti-Terror-Einheit, der alles für sein Land macht, auch wenn es schmutzig ist. Der Film spielt nach einer kleinen Vorgeschichte in den USA komplett in Südostasien. Im Grunde ist die Story simpel: Wahlberg und seine Leute müssen den Spion Li zu einem Flugzeug bringen, damit er außer Landes geflogen werden kann. Dummerweise werden sie die 22 Meilen bis zum Flughafen pausenlos angegriffen und müssen sich ihrer Haut wehren. Um es kurz zu machen: Es geht richtig die Post ab. Iko Uwais spielt besagten Spion Li. Den indonesischen Mimen kennt man aus den "Raid"-Filmen. Zufälligerweise hat Regisseur Peter Berg eine sehr ähnliche Sequenz in seinen Streifen eingebracht: Wahlberg, Lauren Cohan (Maggie aus "Walking Dead") und Iko Uwais mischen ihre Gegner in einem Wohnkomplex auf. Nicht so exzessiv wie in "The Raid", aber sehr beeindruckend. Viel mehr ist nicht zu sagen. "Mile 22" wird die Freunde des Action-Kinos begeistern, da bin ich mir sicher.

Kino-Info: Im kleinen Kino 10 haben sich knapp 15 Leute die Abendvorstellung gegönnt.

Kinostart: 13.9.2018
Action
95 Min.
FSK: 16
50

 

 
Predator - Upgrade

Predator - Upgrade (3D) 

Regie: Shane Black. Darsteller: Boyd Holbrook (Quinn McKenna), Olivia Munn (Casey Bracket), Trevante Rhodes (Nebraska Williams), Jacob Tremblay (Rory McKenna), Keenan-Michael Key (Coyle), Thomas Jane (Baxley), Sterling K. Brown (Traeger), Yvonne Strahovski (Emily)

Inhalt: Der Scharfschütze Quinn McKenna beobachtet den Absturz eines Raumschiffes und verliert sein ganzes Team an einen Predator. Er sendet ein paar Teile Alientechnologie an seinen zehnjährigen Sohn Rory. Dieser ist Asperger-Autist und somit hochintelligent. Später erscheint ein größerer Predator auf der Bildfläche und möchte sich diese Ausrüstungsteile zurückholen. Inzwischen hat sich McKenna mit einigen Ex-Soldaten und einer Wissenschaftlerin zu einem Team verbündet. Ihr Ziel: McKennas Sohn zu beschützen und den Predator zu töten.

Mein Eindruck: Der erste "Predator" von 1987 ist der beste: Arnold Schwarzenegger kämpfte mit seinem Trupp im Urwald Mittelamerikas gegen einen Außerirdischen. Ein legendärer Actionfilm mit allem, was der Fan so braucht. Leider konnte der zweite Teil von 1990 die Qualität seines Vorgängers nicht halten: Danny Glover kämpfte im Großstadtdschungel von L.A. gegen neue Predatoren. "Predator - Upgrade" gilt als offizieller dritter Teil, der auf die Geschichte seiner Vorgänger eingeht. Regisseur Shane Black, der bereits als Darsteller Hawkins im ersten Predator dabei war, bringt einen Film auf die Leinwand, der sich stark an seine Vorgänger orientiert: Die Action ist handgemacht, die Musik von Teil 1 kommt wieder zum Vorschein und die Männer/Soldaten sind allesamt Machos. Genau das will ich sehen, und von da her hat mir der neue Predator besser gefallen als erwartet. Die Handlung ist natürlich zweitrangig und über Logik brauchen wir uns nicht unterhalten. Vielmehr hat mir gefallen, dass Black den Geist des ersten Teil herübergerettet hat. Der Streifen hat eine FSK 16-Freigabe, ist aber uncut, was man an manchen Sequenzen gut erkennen kann. Der erste "Predator" war zuerst FSK 18, wurde aber vor Jahren mit einer FSK 16-Freigabe neu bewertet. Es gibt noch weitere Predator-Filme neuen Datums - vor allem die gegen Aliens, aber die sind beliebig und austauschbar, weswegen ich nichtz weiter drauf eingehe. Was den neuen noch interessant macht ist der derbe Humor, der vor allen von den abgedrehten Soldaten kommt. Es ist halt die Mischung zwischen Action und Comedy, die einen guten Film ausmacht. Okay, am Ende gab es einige Szenen, die nicht mehr so prickelnd waren, aber alles in allem hat mich "Predator - Upgrade" als Popkorn-Film für Erwachsene gut unterhalten.

Kino-Info: Zum Start der zweiten Woche war in Kino 5 sehr wenig los, also VIP-Sitze. ;-)

Kinostart: 13.9.2018
Sci-Fi, Action
105 Min.
FSK: 16
49

 

 
Book Club - Das Beste kommt noch

Book Club - Das Beste kommt noch 

Regie: Bill Holderman. Darsteller: Diane Keaton (Diane), Jane Fonda (Vivian), Candice Bergen (Sharon), Mary Steenburgen (Carol), Andy Garcia (Mitchell), Craig T. Nelson (Bruce), Don Johnson (Arthur), Ed Begley Jr. (Tom), Richard Dreyfuss (George), Alicia Silverstone (Jill)

Inhalt: Sie sind vielleicht nicht mehr die Jüngsten, doch zum alten Eisen gehören die vier Freundinnen Vivian, Diane, Carol und Sharon sicher noch nicht. Regelmäßig trifft sich das Quartett zum monatlichen Buchclub. Bei Wein und vertrauter Gesellschaft wird oft kein Blatt vor den Mund genommen, allerdings sind Männer und ihr Liebesleben in letzter Zeit kein Thema mehr. Das ändert sich schlagartig, als Vivian der Runde ihr aktuelles Buch vorschlägt: "Fifty Shades of Grey". Nach anfänglich starkem Protest kann die Powerfrau den Rest schnell umstimmen. Und Mr. Greys Einfluss lässt sich nicht verleugnen: Inspiriert vom Buch und mit Hilfe blauer Wunderpillen kommen sich Carol und Ehemann Bruce so nah wie schon lange nicht mehr. Auch die restlichen Single-Ladies schlagen ein neues Kapitel auf, als neue Männer und alte Liebhaber in ihr Leben treten.

Mein Eindruck: "Book Club", der Debüt-Film von Bill Holderman, ist eine Komödie mit Star-Besetzung. Allerdings sind die Stars allesamt im Rentenalter, was sie aber nicht davon abhält, eine Top-Darstellung abzuliefern. Im Film wird das Alter der 4 Hauptdarstellerinnen nicht explizit erwähnt, sie sind wohl alle so um die 60. Im wahren Leben sieht das anders aus: Jane Fonda wird Ende des Jahres 81, Diane Keaton und Candice Bergen sind beide 72 und Mary Steenburgen ist mit 65 die jüngste im Bunde. Es macht einen Heidenspaß mit an zu sehen, wie das Quartett durch "50 Shades of Grey" neue Energie tankt, was sich natürlich auf das Leben aller auswirkt. Diane lernt Mitchell (Andy Garcia, 62), den Piloten, kennen. Richterin Sharon versucht sich im Online-Dating und hat einen One-Night-Stand mit George (Richard Dreyfuss, 70). Vivian trifft nach 40 Jahren ihren Liebhaber Arthur (Don Johnson, 69) wieder und läßt sich wieder auf ihn ein. Carol versucht verzweifelt, ihre Ehe mit Bruce (Craig T. Nelson, 74) wieder aufzupeppen, zur Not mit Viagra. Das alles ist locker leicht inszeniert, natürlich gibt es einige kleine Rückschläge, doch die Frauen steuern (natürlich) auf ein Happy-End für alle zu. Was anderes hab ich auch nicht erwartet, von da her kann man sich den Film gut anschauen. Welcher Streifen bietet schon 4 Oscar-Gewinner (Keaton, Fonda, Steenburgen, Dreyfuss) und 2 Oscar-Nominierte (Bergen, Garcia)?

Kino-Info: Die frühe Nachmittagsvorstellung am Donnerstag war spärlich gefüllt.

Kinostart: 13.9.2018
Komödie
105 Min.
FSK: 0
48

 

 
Die Unglaublichen 2

Sneak: Die Unglaublichen 2 

Regie: Brad Bird. Deutsche Synchronstimmen: Markus Maria Profitlich (Bob Parr / Mr. Incredible), Katrin Fröhlich (Helen Parr / Elastigirl), Emilia Schüle (Violetta Parr), Jan Odle (Lucius Best / Frozone), Mechthild Großman (Edna Mode)

Inhalt: Die Unglaublichen und ihr Verbündeter Frozone stoppen mal wieder einen Superschurken - den Tunnelgräber, der bereits am Ende des ersten Films den Familienfrieden bedrohte. Dabei entstehen der Stadt jedoch so gewaltige Schäden, dass das Superheldenprogramm abgeschafft wird. In der Folge bleibt Papa Bob zuhause, um sich um die Kinder zu kümmern. Selbst für einen Superhelden keine leichte Aufgabe, mit der stark pubertierenden Violetta, den Schulproblemen von Flash und den unkontrollierten Ausbrüchen von Baby Jack-Jacks ständig wechselnden Superfähigkeiten. Während Bob sein Bestes tut, der Familienbande Herr zu werden, jagt Helen - mit neuem Geldgeber und unter ihrem alten Namen Elastigirl - den mysteriösen Superschurken Screenslaver, der seine Opfer hypnotisiert. Die Gefahr scheint überraschend schnell gebannt, der Screenslaver ist kein ernstzunehmender Gegner für Elastigirl. Der Einsatz stellt sich aber bald als Falle heraus, hinter der ein viel schrecklicherer Plan steckt.

Mein Eindruck: Wow, ich bin hin und weg! "Die Unglaublichen 2" läuft als Sneak-Preview im Cinemaxx, inklusive Pixar Vorfilm. Das hätte ich im Leben nicht erwartet, dass die so einen Disney-Blockbuster freiwillig vorher zeigen.

Vor 14 Jahren liefen "Die Unglaublichen" in den deutschen Kinos. Mittlerweile habe ich den Film mehrfach gesehen und halte den für einen der besten Animationsfilme aller Zeiten. Das nach so langer Zeit ein zweiter Teil gemacht wurde hat mich überrascht. Was soll man nach so einer langen Pause von dem neuen erwarten? Nachdem ich jetzt das Vergnügen hatte, "Die Unglaublichen 2" in einer Sneak zu sehen, kann ich sagen: Der Film ist der totale Brecher! Er setzt am Ende von Teil 1 an und man sieht, wie die Unglaublichen und Frozone gegen den Tunnelgräber kämpfen. Allein schon diese erste Actionsequenz ist grandios - in Bild, Ton, Animation. Leider bringt diese Aktion der Familie Parr kein Glück. Gut für sie, dass ein Multimilliardär ein großer Fan von Superhelden ist und diese wieder legalisieren will. Während Elastigirl sich als Superheldin so richtig austoben kann muss Vater Bob den Haushalt schmeißen - was ihm sehr schwer fällt. Für mich ist "Die Unglaublichen 2 " ein absolutes Kinohighlight und damit der vierte Film, der die 5-Sterne-Bewertung in diesem Jahr von mir bekommt. Von da her muss ich nicht viel über den Streifen schreiben. Nur noch eines: Viele Realfilme können sich von Brad Birds Film in Punkto Darsteller (wenn man sie so nennen darf), Action, Script und Effekte eine Scheibe abschneiden.

Kino-Info: Die Sneak war dieses Mal in einem größeren Kino (Saal 4). Richtig voll war es nicht. Nach den Trailern kam direkt der Film, also keine Verlosung.

Kinostart: 27.9.2018
Animation
118 Min.
FSK: 6
47

 

 
Bad Spies

Bad Spies 

Regie: Susanna Fogel. Darsteller: Mila Kurnis (Audrey), Kate McKinnon (Morgan), Justin Theroux (Drew), Sebastian Heughan (Sebastian), Hasan Minhaj (Duffer), Gillian Anderson (Wendy), Ivanna Sakhno (Nadedja), Jane Curtin (Carol), Paul Reiser (Arnie)

Inhalt: Audrey fällt aus allen Wolken, als sie eines Tages erfährt, dass ihr Ex-Freund Drew ein Geheimagent ist. Nicht nur, dass sie ihn eigentlich immer für sterbenslangweilig hielt. Jetzt bringt sie sein Job als Spion auch noch in Gefahr. Denn Audrey findet nach der Trennung einen USB-Stick mit brisanten Daten bei sich in der Wohnung und wird daraufhin gejagt. Als sie auch noch mit ansehen muss, wie Drew beinah ermordet wird, flüchtet sie mit ihrer besten Freundin Morgan nach Europa. Doch anstatt ihre Verfolger dadurch abzuschütteln, scheinen sie nur immer neue Feinde anzuziehen. Wie lange noch werden es die beiden Laien mit den Profi-Agenten aus aller Welt aufnehmen können, bevor sie ernsthaft zu Schaden kommen?

Mein Eindruck: Mila Kurnis hat mit ihren beiden "Bad Moms" Filmen kommerziell abgeräumt, jetzt ist sie in "Bad Spies" wieder in den Kinos zu sehen. Doch die Agentenkomödie, die im Original "The Spy Who Dumped Me" heißt, entpuppt sich alles andere als harmlos. Der Trailer verspricht eine Ami-Komödie, die aus laschen Witzen und müden Gags besteht. Mit dem Humor ist es auch so, allerdings haben es die Actionsequenzen in sich: Da wird in Wien ein komplettes Café a la Tarantino zerballert, bei einer knallharten Verfolgungsjagd gehen einige Ganoven unsanft über die Wupper und ein Daumen spielt eine gewisse Rolle, die ich nicht verraten möchte. Damit hatte ich nicht gerechnet, jetzt verstehe ich auch, warum der Film eine FSK 16 Freigabe hat. Der Humor steht im Vordergrund und der ist manchmal nicht gerade leicht zu ertragen. Das liegt vor allem an Kate McKinnon ("Ghostbusters"), die mit ihrer aufdringlichen Art meistens nur nervt. So ist ihr Charakter halt abgelegt, ich finde das nicht besonders spaßig. Mit knapp 2 Stunden ist der Film auch zu lang ausgefallen, einige Sequenzen hätte man kürzen können. Immerhin klappert der Film halb Europa ab und bietet so nette Schauplätze. Der beste Gag von "Bad Spies" hat eindeutig mit Snowden zu tun, der war wirklich gelungen. Ansonsten ist der Streifen halbwegs unterhaltsam, vor allem wegen der Action.

Kino-Info: Es war nicht viel los im kleinen Kino 11. Dieses Mal liefen zu viele Trailer vor dem Film, das hat genervt.

Kinostart: 30.8.2018
Action-Komödie
117 Min.
FSK: 16
46

 

 
Der August 2018 hat kinomäßig gerockt: 8 Filme habe ich mir angeschaut, ein Grund dafür ist das Cinemaxx Sommer-Spar-Ticket gewesen. Für 27,95 € konnte man sich 5 Filme zwischen dem 17.7. - 2.9. anschauen, das macht einen Durchschnittspreis von 5,60 € - da kann man nicht meckern. "Meg" ist nicht mein Film des Monats. Als alter Fischstäbchen-Freund hat mir der Film gefallen, aber mehr als 3 1/2 Sterne sind nicht drin. So konnte Spike Lees "BlacKkKlansman" den Megalodon kurz vor Monatsende noch überholen. Enttäuscht hat mich der neue Wim Wenders Film "Grenzenlos" und auch der Einbrecher-Streifen "Breaking In" konnte nicht überzeugen.
BlacKkKlansman

2018  

Avengers: Infinity War

Meg

  Wind River
The Equalizer 2   I, Tonya
Mission: Impossible - Fallout   Three Billboards
Hotel Artemis   Black Panther
Destination Wedding      
Breaking In      
Grenzenlos      
 
BlacKkKlansman

BlacKkKlansman 

Regie: Spike Lee. Darsteller: John David Washington (Ron Stallworth), Adam Driver (Flip Zimmerman), Michael Buscemi (Jimmy Creek), Laura Harrier (Patrice Dumas), Topher Grace (David Duke), Robert John Burke (Chief Bridges), Jasper Pääkkönen (Felix Kendrickson), Ryan Egghold (Walter Breachway), Corey Hawkins (Kwame Ture), Harry Belafonte (Jerome Turner)

Inhalt: Ron Stallworth ist in den 1970er Jahren der erste afroamerikanische Cop in Colorado Springs. Doch nicht nur mit seiner Hautfarbe schockt er seine Kollegen. Um mit seinem ersten Fall gleich richtig Eindruck zu schinden, wagt er einen vorher undenkbaren Coup: Er ruft bei der lokalen Vertretung des rassistischen Ku-Klux-Klans an und gibt vor, ein glühender weißer Anhänger zu sein. So viel Leidenschaft für die Sache bleibt auch Klanführer David Duke nicht verborgen, der sich ebenfalls täuschen lässt. Ein persönliches Treffen soll so schnell wie möglich stattfinden. Um die Täuschung aufrecht zu erhalten, wird Rons Undercover-Kollege Flip Zimmermann zu allen Klan-Terminen geschickt. Dabei erfährt er von einem tödlichen Plan, denn der Klan plant einen widerlichen Anschlag.

Mein Eindruck: Fast 30 Jahre ist es her, dass Spike Lee "Do The Right Thing" (1989) gemacht hat. Jetzt kommt der Regisseur mit seinem neusten Film ins Kino, einem Film über Schwarze und Weiße und dem Ku-Klux-Klan. Ron Stallworth ist Cop in Colorado Springs, und er ist schwarz. Sein Einsatz im Akten-Archiv gibt ihm nicht den richtigen Kick, erst als er Undercover eingesetzt wird, fühlt er sich wie ein richtiger Polizist. Mit der Kontaktaufnahme mit dem Ku-Klux-Klan ändert sich alles. Er ist die Stimme am Telefon, die mit den Klan-Brüdern kommuniziert, sein Partner Flip übernimmt seine Rolle in der Realität und nimmt persönlich Kontakt auf. John David Washington, zuletzt als Ricky Jerrett in "Ballers" zu sehen, spielt Ron Stallworth und er spielt ihn gut. Auch Adam Driver (Kylo Ren aus "Star Wars") gefällt als jüdischer Cop ohne festen Glauben, der perfekt den Klan infiltriert. Ich hab schon längere Zeit nichts mehr von Topher Grace ("Reine Chefsache") gehört und gesehen. Jetzt kommt er als Klan-Führer David Duke um die Ecke, und er spielt die Rolle richtig gut. Generell gelingt es Spike Lee perfekt, die 70er aufleben zu lassen, sei es durch die Klamotten oder die Musik. Super ist die Tanz-Szene mit dem Song von Cornelius Brothers & Sister: Too Late To Turn Back Now. Fazit: Ich hatte mir von "BlacKkKlansman" einiges versprochen und ich bin nicht enttäuscht worden.

Kino-Info: Das kleine Kino 9 war am Mittwochabend um 19:30 Uhr sehr gut gefüllt - damit hatte ich nicht gerechnet.

Kinostart: 23.8.2018
Drama, Komödie
136 Min.
FSK: 12
45

 

 
Breaking In

Breaking In 

Regie: James McTeigue. Darsteller: Gabriele Union (Shaun Russell), Billy Burke (Eddie), Richard Cabral (Duncan), Ajiona Alexus (Jasmine Russell), Levi Meaden (Sam), Seth Carr (Glover Russell), Mark Furze (Peter)

Inhalt: Diesen Kurz-Trip hatte sich Familie Russell ganz anders vorgestellt: Mutter Shaun nimmt ihre beiden Kinder Glover und Jasmine mit in das Haus, in dem sie aufgewachsen ist. Nach dem Tod ihres Vaters will Shaun es nun verkaufen. Dort angekommen stellen die Russells schnell fest, dass das Haus alles andere als gewöhnlich ist. Hochgesichert mit zahlreichen Kameras und bruchsicheren Gläsern gleicht der Familiensitz nun einer Festung. Trotz der vielen Sicherheitsvorkehrungen wird das Familien-Trio von Gangstern überrascht, die an den Safe des Hauses wollen. Eher zufällig befindet sich Shaun zum Zeitpunkt der Invasion draußen im Vorgarten. Nun muss sie geschockt feststellen, dass ihre Kinder in den Händen der Gangster zu Geiseln werden. Doch Gangster-Boss Eddie hat die Rechnung ohne Shaun gemacht.

Mein Eindruck: Über "Breaking In" muss ich nicht viele Worte verlieren, der Titel und der Trailer sagen bereits alles aus. Eine Mutter und ihre zwei Kinder werden in einer Hochsicherheits-Villa von Einbrechern überrascht. Diese wollten in aller Ruhe einen Safe ausräumen, das Auftauchen der Familie war leider nicht eingeplant. Dummerweise ist die Mutter zäh wie Leder und macht den Verbrechern das Leben schwer. Der Thriller von James McTeigue - sein Erstlingswerk war "V - wie Vendetta" (2005) - ist ein typisches Hollywood Massenprodukt nach Schema F. Das fängt bei den vier Gaunern an, die allesamt einen anderen Charakter haben und so jedes Klischee bedienen: Der Chef (Billy Burke) ist freundlich und distinguiert, Duncan ist ein Latino-Psycho, Sam ist der typische Mitläufer und Peter der Safeknacker. Das da es zu Spannungen kommt ist klar. Hauptdarstellerin Gabrielle Union ("Sleepless") kämpft aufopferungsvoll um ihre Kinder, hat natürlich einen Heimvorteil, weil sie das Haus ihres Vaters gut kennt. Kurioserweise nutzt weder sie noch das Gangsterquartett die mördermäßige Technik richtig aus, die - kurioserweise - auch noch kinderleicht zu bedienen ist. Einige Szenen haben ihren Reiz und die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut, doch gerade im letzten Drittel gibt es einige seltsame Wendungen, die nicht gerade gut für den Film sind. Von da her kann "Breaking In" hier und da gefallen, als Gesamtwerk ist es aber eine bessere Videopremiere, die man sich im Kino nicht geben muss.

Kino-Info: Am Dienstagabend verirrten sich 6 Leute ins Kino 10 im Cinemaxx.

Kinostart: 16.8.2018
Thriller
88 Min.
FSK: 16
44

 

 
The Equalizer 2

The Equalizer 2 

Regie: Antoine Fuqua. Darsteller: Denzel Washington (Robert McCall), Pedro Pascal (Dave York), Ashton Sanders (Miles Whittaker), Orson Bean (Sam Rubinstein), Bill Pullman (Brian Plummer), Melissa Leo (Susan Plummer), Jonathan Scarfe (Resnik)

Inhalt: Früher war er Elite-Soldat und CIA-Agent, heute lebt er im Untergrund. Doch sein unbeirrbarer Sinn für Gerechtigkeit treibt Robert MacCall immer noch an. Auch und gerade wenn Unschuldigen Unrecht angetan wurde - und umso mehr, wenn auf legalen Wegen den Opfern keine Gerechtigkeit widerfahren wird. Und dieses Mal ist es persönlich: Als nämlich McCalls frühere Mitarbeiterin und enge Freundin Susan Plummer brutal ermordet wird, schwört er Vergeltung. Mit Hilfe seines Ex-Kollegen Dave York startet McCall einen blutigen Rachefeldzug gegen Plummers Mörder. Und während er die Täter nacheinander identifiziert, aufstöbert und zur Strecke bringt, stößt er auf ein erschreckendes Geheimnis.

Mein Eindruck: Wer hätte gedacht, dass es von dem "Equalizer" (2014) eine Fortsetzung geben wird? Jetzt ist Denzel Washington als Robert McCall mit einem überzeugenden zweiten Teil zurück auf der großen Leinwand. Als Intro sehen wir McCall in einem türkischen Zug, in dem er ein gekidnapptes Mädchen rettet. Zurück in den USA lebt es zurückgezogen in einem Mietshaus, verdient Geld als Uber-Fahrer und wartet auf seinen neuen Auftrag. Regisseur Antoine Fuqua, der schon Teil 1 gemacht hat, lässt sich bei der Erzählung seiner Geschichte viel Zeit. Von da her gibt es relativ wenige Action-Szenen - vom finalen Showdown mal abgesehen. Die Handlung wird kontinuierlich aufgebaut und den Charakteren wird eine gewisse Tiefe gegeben. Im Mittelpunkt steht natürlich Hauptdarsteller Denzel Washington, aktuell 63 Jahre alt. Es wirkt wesentlich jünger und so spielt er glaubhaft die Rolle des Rächers. Wahrscheinlich wird er noch mit 70 den Verbrechern die Knochen brechen. Bill Pullman ("ID4") und Melissa Leo ("The Fighter"), die beide in Teil Kurzauftritte haben, sind wieder mit von der Partie, und spielen ihre Rollen überzeugend. Für mich positiv, dass McCall dieses Mal nicht gegen die Russen-Mafia ran muss, er bekommt es mit härteren Gegnern zu tun. Kurzum: Denzel Washington überzeugt als Equalizer - da kann von mir aus noch mehr kommen.

Kino-Info: Kino 7 war am Sonntag Nachmittag nicht gerade voll, aber auch nicht leer.

Kinostart: 16.8.2018
Thriller, Action, Drama
121 Min.
FSK: 16
43

 

 
Grenzenlos

Grenzenlos 

Regie: Wim Wenders. Darsteller: James McAvoy (James More), Alicia Vikander (Danielle Flinders), Alexander Siddig (Dr. Shadid), Reda Kateb (Saif), Jannik Schümann (Paul), Celyn Jones (Thumbs), Mohamed Hakeemshady (Yusef M-Al-Afghani)

Inhalt: Das Schicksal scheint es gut mit ihnen zu meinen, als sich James und Danielle zufällig in einem Hotel in der Normandie kennenlernen und auf Anhieb ineinander verlieben. Dabei sind beide eigentlich damit beschäftigt, sich auf ihre jeweiligen Missionen vorzubereiten: Undercover-Agent James soll ein Ausbildungszentrum von Terroristen aufdecken und Danny soll als begabte Biomathematikerin nach Mitteln und Wegen gegen den Klimawandel forschen. Schon bald sind sie meilenweit voneinander entfernt und während Danielle für ihre Arbeit einen komplizierten Tiefseetauchgang plant, gerät James in die Gefangenschaft von Dschihadisten.

Mein Eindruck: Ich hab mir den neuen Film von Wim Wenders nur abgeschaut, weil ich die beiden Hauptdarsteller so gut finde. James McAvoy, neulich noch Gegenspieler der "Atomic Blonde" und der junge Charles Xavier aus "X-Men", und Alicia Vikander, Oscar-Preisträgerin und die neue Lara Croft, versprechen gute schauspielerische Leistungen. Die bringen die beiden auch, der Film fällt bei mir trotzdem durch. Die Geschichte einer Liebesbeziehung ist nur dann gut, wenn beide Charaktere zusammen sind. Damit meine ich die Szenen im abgelegenen Atlantik-Hotel. So bald die beiden getrennt werden und jeder sein Ding durchzieht, wird der Film zäh. Die Spannung hielt sich bei mir in Grenzen, denn im Grunde gab es keine. James McAvoy wird in Somalia direkt am Flughafen gefangen genommen und muss auf die Gnade der Terroristen hoffen. Immer wieder wird er verschleppt und an andere Orte gebracht - wirklich prickelnd ist das nicht. Alicia Vikander setzt alles auf den Tauchgang, der den Durchbruch ihrer Forschung bringen soll. Der Tauchgang mit dem gelben U-Boot ist so was von lasch, ich kann das gar nicht wiedergeben. Ich erwarte jetzt keine übertriebene Action wie in "Meg", aber als Höhepunkt eignet sich der überhaupt nicht. Der Streifen plätschert so vor sich hin und das Ende ist auch gewöhnungsbedürftig. Alles in allem hat mir "Grenzenlos" leider nicht gefallen.

Kino-Info: In der Abendvorstellung im Astra saßen ungefähr 20 Leute.

Kinostart: 2.8.2018
Romanze, Drama, Thriller
112 Min.
FSK: 12
42

 

 
Meg

Meg 

Regie: Jon Turteltaub. Darsteller: Jason Statham (Jonas Taylor), Bingbing Li (Suyin), Rainn Wilson (Morris), Cliff Curtis (Mac), Winston Chao (Zhang), Ruby Rose (Jaxx), Page Kennedy (DJ), Robert Taylor (Heller), Shuya Sophia Cai (Maiying)

Inhalt: Der US-Investor Morrison hat eine 1,3 Milliarden Dollar teure Hochsee-Forschungsstation vor der Küste von Shanghai finanziert, um von dieser aus die tiefsten Tiefen des Ozeans zu erforschen. Aber schon der erste Erkundungstrip geht mächtig schief, als das Mini-U-Boot mit drei Wissenschaftlern in mehr als elf Kilometern Tiefe plötzlich von irgendetwas attackiert wird. Nun gibt es eigentlich nur noch einen Mann auf dem gesamten Planeten, der den am Meeresboden gestrandeten Forschern noch helfen kann. Aber der Tiefseeretter Jonas Taylor hat sich einst geschworen, nie wieder abzutauchen.

Mein Eindruck: Als Fischstäbchen-Freund war ich natürlich entzückt, als ich zum ersten Mal von "The Meg" gehört habe. Endlich mal ein Hai-Film mit großem Budget, weit entfernt von den Billig-Effekten von Asylum und Konsorten. Als Sahnehäubchen spielt Jason Statham die Hauptrolle, was will ich mehr? Meine Euphorie ist etwas gewichen, trotzdem ist "Meg" ein guter Vertreter seiner Zunft. Der Urzeit-Hai, der Megadolon, ist für Fischstäbchen-Freunde nix Neues. Dieses Mal wird er aus Versehen aus seiner natürlichen Umgebung (ca. 11.000 Meter tief) befreit und treibt so im normalen Wasser bzw. an der Küste sein Unwesen. Nix gegen den Hai, aber abgesehen von seiner immensen Größe kann er wenig Akzente setzen. Gut, dass Jason Statham, einer der wenigen aktiven Actionhelden, ihm Paroli bieten kann. Manchmal hätte ich mir mehr Humor gewünscht, denn im Film geht es oft bierernst zu. Da kommen die Spitzen von Statham gerade recht. Der Rest bietet wenig neues: Die amerikanisch-chinesische Koproduktion soll Geld einspielen, von da her sind Charaktere und Story Nebensache - Hauptsache die Action rockt. Dazu spült 3D mehr Geld in die Kassen, allerdings nicht von mir, denn es gab auch eine Vorstellung in 2D - und die reicht völlig aus. Wie gesagt, ein cineastisches Highligh ist "Meg" nicht, aber da man recht selten Haie im Kino sehen kann bin ich mit dem Endergebnis zufrieden.

Kino-Info: Die Nachmittagsvorstellung in Kino 6 im Cinemaxx ist in 2D - das kommt uns sehr gelegen. Viel los war übrigens nicht.

Kinostart: 9.8.2018
Tierhorror, Action
114 Min.
FSK: 12
41

 

 
Destination Wedding

Destination Wedding 

Regie: Victor Levin. Darsteller: Winona Ryder (Lindsay), Keanu Reeves (Frank)

Inhalt: Frank und Lindsay lernen sich am Flughafen kennen und können sich auf Anhieb nicht leiden. Noch schlimmer wird es, als sie feststellen, dass sie nicht nur im selben Flugzeug reisen werden, sondern auch dasselbe Ziel haben! Sie sind unterwegs zu einer Hochzeit in den paradiesischen Weinbergen Kaliforniens, haben jedoch herzlich wenig Lust. Lindsay ist eine Ex-Verlobte des Bräutigams, sie wurde kurz vor der Hochzeit sitzengelassen. Frank ist der Bruder des Bräutigams und hält diesen für einen Idioten. Er wurde wohl nur aus Höflichkeit eingeladen. Die Vorstellung, mehrere Tage lang den ganzen romantischen Heiratszirkus ertragen zu müssen, ist ihnen ein Graus.

Mein Eindruck: Keanu Reeves ist wieder dick im Geschäft. Mit "John Wick" hat er sich grandios im Kino zurück gemeldet, Teil 3 ist gerade in der Mache. Jetzt startet eine Komödie mit ihm und Winona Ryder. Ryder, die Ikone der 90er Jahre, hat mit "Stranger Things" wieder auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt treffen die beiden aufeinander, und dieses Zusammentreffen beginnt nicht gut. Im Flughafen giften sich die beiden an. Später sitzen sie im Flugzeug nebeneinander, und der Schlagabtausch geht weiter. Schließlich merken die beiden, dass sie das ganze Wochenende gemeinsam bei einer Hochzeit verbringen - damit ist die Stimmung erst recht im Keller. "Destination Wedding" ist ein ungewöhnlicher Streifen. Es kommen neben den beiden Hauptdarstellern weitere Schauspieler vor, doch nur Reeves und Ryder haben Dialoge, d.h. sie sprechen nur mit sich und keinem anderen. In vielerlei Hinsicht erinnert der Film an einen Woody-Allen-Streifen, dann aber auch an "Harry und Sally", in dem sich Meg Ryan und Billy Crystal gefetzt haben. Es sind die trockenen Dialoge und die absolute Verachtung von allem, was mit Hochzeit zu tun hat, was die beiden schließlich zusammenbringt. Doch im Gegensatz zu den üblichen romantischen Komödien läuft hier alles ganz anders ab...was vor allem für die Sex-Szene (wenn man sie so nennen darf) gilt. Auf jeden Fall sind die beiden die Bestbesetzung und so kann man sich den beiden auch knapp 90 Minuten hingeben. Mehr wäre wahrscheinlich zu viel gewesen.

Kino-Info: In der Nachmittagsvorstellung am heißesten Tag des Jahres (7. August) verirrten sich 5 Leute - incl. mir.

Kinostart: 2.8.2018
Komödie
86 Min.
FSK: 12
40

 

 
Mission Impossible: Fallout (3D)

Mission: Impossible - Fallout (3D) 

Regie: Christopher McQuarrie. Darsteller: Tom Cruise (Ethan Hunt), Henry Cavill (August Walker), Ving Rhames (Luther Stickell), Simon Pegg (Benji Dunn), Rebecca Ferguson (Ilsa Faust), Sean Harris (Solomon Lane), Angela Bassett (Erica Sloan), Vanessa Kirby (White Widow), Michelle Monaghna (Julia Meade-Hunt)

Inhalt: Wenn Ethan Hunt in seiner langen Geheimagenten-Karriere etwas gelernt hat, dann ist es das: Du bist nichts ohne dein Team! Als er sich bei einem Einsatz in Berlin zwischen dem Leben seiner Kollegen und einem Koffer mit Plutonium entscheiden muss, fällt seine Wahl privater aus, als es jedes Protokoll zugelassen hätte. Nun ist die ganze Welt in Gefahr, denn eine nukleare Katastrophe droht. Während der neue Chef der Impossible Mission Force (IMF), Alan Hunley, versucht, in der Heimat alle Wogen zu glätten, will die CIA unter der Führung von Erica Sloan den Fall an sich reißen. Dafür schickt Sloan ihren besten Mann ins Feld: August Walker.

Mein Eindruck: Tom Cruise geht mit Mission: Impossible in die sechste Runde. Wenn man bedenkt, dass Teil von 1996 ist, dann ist das schon beachtlich. Mir haben bislang alle Teile gut gefallen, vor allem Nummer 4 (Phantom Protokoll) ist mein Favorit. Zum ersten Mal ist die unmögliche Mission in 3D. Einige Sequenzen - vor allem die im Hubschrauber - sehen dreidimensional recht gut aus, aber für 148 Minuten die Brille auf der Nase zu haben ist eher lästig. "Fallout" ist der actionreichste Film des Franchise. Ich sag es nur ungern, aber es gibt zu viel Action in dem Film: Tom Cruise fährt mit dem Motorrad durch Paris, rennt zu Fuß durch London und fliegt im Heli über Kaschmir. Alles sehr gut gemacht, weil Cruise (wie immer) seine Stunts selber macht, aber irgendwann hat man von der ganzen Geschichte die Schnauze voll. Es gibt einige Twists und Wendungen, die überraschen sollen, aber meistens hat man die vorher schon erkannt. Ich mecker hier auf hohem Niveau, denn im Grunde ist der Film gut gemacht. Doch leider gibt es Kleinigkeiten, die einem den Spaß verderben. Natürlich kann kein Mensch die Sachen überleben, die Ethan Hunt während des Films ertragen muss. So schön die Hubschrauber-Sequenz am Ende ja ist, dutzendmal wäre der Heli abgestürzt und alle wären tot gewesen. Auch der Überfall auf den Gefangenentransport war hier und da etwas lächerlich. Wie gesagt, diese und andere Kleinigkeiten haben mir den Film etwas verdorben und so komme ich 'nur' auf 3 1/2 Sterne.

Kino-Info: Am Sonntagnachmittag im RRZ (incl. Flomarkt) verirren sich nur wenige Zuschauer ins große Kino 1.

Kinostart: 2.8.2018
Action, Thriller
148 Min.
FSK: 12
39

 

 
Hotel Artemis

Hotel Artemis 

Regie: Drew Pearce. Darsteller: Jodie Foster (Die Krankenschwester), Sterling K. Brown (Waikiki), Sofia Boutella (Nice), Jeff Goldblum (Niagara), Dave Bautista (Everest), Charlie Day (Acapulco), Brian Tyree Henry (Honolulu), Zachery Quinto (Crosby Franklin)

Inhalt: Im Jahr 2028 ist Los Angeles nach zahlreichen Aufständen nicht mehr wiederzuerkennen. Als Waikikis Bruder Honolulu bei einem lange geplanten Bankraub angeschossen wird, bringt er ihn in das berüchtigte 'Hotel Artemis', ein geheimes Krankenhaus für Verbrecher. Im Krankenhaus herrschen strikte Regeln, unter anderem darf niemand innerhalb der Mauern getötet werden. Im Laufe der Nacht erfährt die Schwester des Krankenhauses jedoch, dass ein Patient vorhat, einen anderen zu töten.

Mein Eindruck: Ich hatte von "Hotel Artemis" nichts gehört, nur ein Trailer war mal vor Wochen im Kino zu sehen. Jetzt hat man von einigen schlechten Kritiken gehört, ich kann aber sagen, dass mir der Streifen gefallen hat. Am meisten hat mich die Rolle von Jodie Foster erstaunt. Warum in aller Welt spielt die Oscar-Gewinnerin in so einem Film mit - und dann noch als sehr alte Krankenschwester? Ihr letzter Film war "Elysium" im Jahr 2013. Irgendwas muss ihr an dem Script gefallen haben, und sie spielt ihre Rolle richtig gut. Allein durch ihre Präsenz wird der Film aufgewertet. Aber auch die anderen Darsteller können sich sehen lassen. Jeff Goldblum, den wie neulich noch im zweiten "Jurassic World" gesehen haben, hat nur einen kleinen Auftritt. Dagegen können Sofia Boutella ("Die Mumie") oder Sterling K. Brown ("Das ist Leben") einige Akzente setzen. Am meisten hat mich Dave Bautista, bekannt aus den "Guardians of the Galaxy", überrascht. Der Ex-Wrestler liefert eine starke Darstellung ab, hätte ich ihm gar nicht zugetraut. "Hotel Artemis" erinnert an "John Wick", obwohl die beiden Filme nichts gemeinsam haben. Das Hotel in "John Wick" erfüllt einen ganz anderen Zweck, trotzdem werden beide Filme gerne zusammen genannt. Man muss aber wissen, dass "Hotel Artemis" kaum Actionsequenzen beinhaltet. Lediglich am Ende geht es etwas ab, allerdings ist das kein Vergleich zu dem Actionfeuerwerk in "John Wick". Wie gesagt, mir hat der Streifen ganz gut gefallen. Ist nur schwierig, den jetzt noch im Kino zu erwischen...

Kino-Info: Zum dritten Mal in Folge in Kino 5. Die einzige Vorstellung um 18:45 Uhr war alles andere als ausverkauft.

Kinostart: 26.7.2018
Thriller, Sci-Fi
94 Min.
FSK: 16
38

 

 
Auch im Juli 2018 brauchte es etwas Zeit, um die Fußball-WM zu verdauen, erst gegen Ende des Monats kamen interessante Filme ins Kino. Meine Favoriten sind die beiden zweiten Teile von Sicario und Ant-Man. The Rock hat in Skyscraper enttäuscht, Teil 4 der Purge-Saga ("The First Purge") ist bei mir durchgefallen.
Sicario 2

2018  

Avengers: Infinity War

Ant-Man and the Wasp

  Wind River
Catch Me!   I, Tonya
Skyscraper   Three Billboards
The First Purge   Black Panther
         
 
Catch Me!

Catch Me! 

Regie: Jeff Tomsic. Darsteller: Ed Helms (Hogan 'Hoagie' Malloy), Jeremy Renner (Jerry Pierce), Jon Hamm (Bob Callahan), Jake Johnson (Randy 'Chilli' Cilliano), Isla Fisher (Anna Malloy), Hannibal Buress (Kevin Sable), Annabelle Wallis (Rebecca Crosby), Rashida Jones (Cheryl Deakins), Leslie Bibb (Susan Rollins)

Inhalt: Für die einen ein Spiel für kleine Kinder, für die fünf Freunde Hoagie, Jerry, Callahan, Chilli und Sable eine ernste Sache: Fangen spielen. Jedes Jahr im Mai gehen sie einen Monat lang leidenschaftlich ihrem Hobby nach. Und auch 30 Jahre später noch hat das Spiel seinen Reiz für die Gang nicht verloren. Dank perfektionierter Techniken müssen Jerry und Co. inzwischen aber immer kreativer werden, um Mitspieler aufzuspüren und zu fangen. Selbst Kreißsäle und Beerdigungen sind daher nicht vor ihnen sicher. Dieses Jahr fällt die Jagdsaison ausgerechnet mit Jerrys Hochzeit zusammen. Eigentlich ein ideales Szenario für die anderen, ihn auf engstem Raum in Griffweite zu haben. Doch Jerry ist der bisher ungeschlagene Sieger und wurde noch nie geschnappt.

Mein Eindruck: Das interessante an der Komödie "Catch Me!" ist die Tatsache, dass es wirklich erwachsene Leute gibt, die Fangen spielen. Diese werden im Nachspann gezeigt. An den Original-Videos kann man erkennen, mit welcher Hingabe sie dieses Spiel spielen. Einige Verkleidungen sieht man im Film wieder. "Catch Me!" ist eine ordentliche Komödie von Regisseur Jeff Tomsic, der sich als Produzent und TV-Regisseur einen Namen gemacht hat. Die Rollen sind gut besetzt und man kann den Darstellern ansehen, dass sie ihren Spaß an der Sache hatten. Ed Helms ("Hangover"), Jeremy Renner ("Avengers"), Jon Hamm ("Mad Men"), Jake Johnson ("New Girl"), Rashida Jones ("Angie Tribeca") oder Isla Fisher ("Die Unfassbaren") - alles bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen. Sie sind sich nicht zu schade, dieser kuriosen Geschichte den nötigen Ernst zu geben. Nicht alle Gags zünden, aber im großen und ganzen ist "Catch Me! - im Original "Tag" - eine solide Komödie, die man im Kino aber nicht unbedingt sehen muss.

Kino-Info: Die 20:45-Vorstellung in Kino 5 war spärlich besetzt. Von da her war ein VIP-Sitz Pflicht...

Kinostart: 26.7.2018
Komödie
101 Min.
FSK: 12
37

 

 
Ant-Man and the Wasp

Ant-Man and the Wasp 

Regie: Peyton Reed. Darsteller: Paul Rudd (Scott Lang / Ant-Man), Evangeline Lilly (Hope Van Dyne / Wasp), Michael Douglas (Dr. Hank Pym), Michael Peña (Luis), Walton Goggins (Sonny Burch), Hannah John-Kamen (Ava / Ghost), Michelle Pfeiffer (Janet Van Dyne), Laurence Fishburne (Dr. Bill Foster), Bobby Cannavale (Paxton), Judy Greer (Maggie)

Inhalt: Seit den Ereignissen von "The First Avenger: Civil War" steht Scott Lang alias Ant-Man unter Hausarrest. Die meiste Zeit verbringt er nun einfach damit, ein guter Vater für seine Tochter Cassie zu sein. Doch kurz vor Ablauf seiner Strafe wird er von seinem Mentor Dr. Hank Pym und dessen Tochter Hope aus seinem Alltagstrott und wieder zurück ins Abenteuer gerissen. Scott soll Hank und Hope bei der Suche nach Hopes Mutter Janet helfen, die vor langer Zeit bei einer gefährlichen Mission im subatomaren Raum verschwand. Doch bei ihrer Mission geraten Scott, Hope und Hank mit der mysteriösen Ghost aneinander, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgt.

Mein Eindruck: Vor ziemlich genau 3 Jahren startete der erste Ant-Man in den deutschen Kinos und ich war begeistert. Irgendwie unterscheidet sich der kleinste Superheld von allen anderen, in Humor und Action konnte der Film gewaltig punkten. Nach seinem Auftritt mit den Avengers in Deutschland ist Scott Lang alias Ant-Man aus dem Rennen: Zwei Jahre muss er mit Fussfessel zu Hause absitzen. Doch kurz bevor er die Strafe abgesessen hat treten Dr. Pym und Tochter Hope in sein Leben zurück. Von nun an wird es für Scott wieder turbulent zugehen. "Ant-Man and the Wasp" kann mit seinem Vorgänger mithalten. Darsteller, Action, Humor - alles passt sehr gut zusammen. Neben den bekannten Gesichtern kommen Michelle Pfeiffer ("Dangerous Minds"), Laurence Fishburn ("Matrix") und Walton Goggings ("Tomb Raider") zu mehr oder weniger kurzen Einsätzen. Wieder einmal herausragend ist Michael Peña als Luis. Vor allem in der Szene mit dem Wahrheitsserum kann er den vollen Einsatz bringen. Der neue Ant-Man hat mich nicht enttäuscht und kann locker mit dem ersten Teil mithalten. 3D Bewertung kann ich nicht abgeben, weil ich den Film platt gesehen habe. Am Ende sollte man (wie gewohnt) sitzen bleiben, auch wenn die allerletzte Szene nicht gerade prickelnd ist.

Kino-Info: Die Nachmittags-Vorstellung in Kino 5 in 2D war gut gefüllt. Das permanente Sommerwetter lässt die Leute doch noch ins Kino gehen, vor allem bei Marvel.

Kinostart: 26.7.2018
Comic, Action, Komödie
125 Min.
FSK: 12
36

 

 
Sicario 2

Sicario 2 

Regie: Stefano Sollima. Darsteller: Benicio Del Toro (Alejandro), Josh Brolin (Matt Graver), Isabela Moner (Isabel Reyes), Jeffrey Donovan (Steve Forsing), Catherine Keener (Cynthia Foards), Manuel Garcia-Rulfo (Gallo), Matthew Modine (James Riley)

Inhalt: Um die amerikanischen Sicherheitsbehörden auf Trab zu halten und von ihren eigenen Aktionen abzulenken, schleusen die mittel- und südamerikanischen Drogenkartelle seit einiger Zeit gezielt Terroristen über die US-mexikanische Grenze in die Vereinigten Staaten ein. Um dies zu unterbinden, will eine US-Sondereinheit einen perfiden Plan in die Tat umsetzen: Die Konflikte zwischen den eigentlich rivalisierenden Kartellen sollen gezielt geschürt werden, diese in einen Krieg untereinander verwickelt werden, damit sie sich gegenseitig schwächen. Für diese streng geheime und illegale Mission kehren der undurchsichtige CIA-Agent Matt Graver und der Söldner Alejandro ins Grenzgebiet zurück.

Mein Eindruck: Ich hätte nicht gedacht, dass es von "Sicario" (2015) einen weiteren Teil geben wird. Der erste Teil von Denis Villeneuve war ein packender Action-Thriller mit Top Besetzung. Jetzt hat Regisseur Stefano Sollima ("Gomorrha - Die Serie") übernommen - und er macht es kaum schlechter als sein Vorgänger. Wieder einmal sorgen CIA Mann Josh Brolin (Matt) und Auftragskiller Benicio Del Toro (Alejandro) für Chaos. Es geht gegen Drogenkartelle, korrupte Polizisten und alle, die sich den beiden in den Weg stellen. Dieses Mal fehlt das gute Gewissen in Form von Emily Blunt, die als FBI-Agentin Mercy zumindest versucht hat, das Gesetz halbwegs zu bewahren. Die Action ist hart und knackig, der Soundtrack hämmert gnadenlos auf den Zuschauer ein, man hat wenig Zeit zu verschnaufen. "Sicario 2" zeichnet ein unschönes Bild von Mexico, aber wenn es unschön wird, dann ist Matt Graver der richtige Mann für den Job. Auch wenn mit der erste Teil besser gefallen hat, Teil 2 lohnt sich auf jeden Fall. Außerdem setzt sich der Streifen von vielen Mainstream-Filmen mit gleichem Inhalt wohlwollend ab. Soll heißen: Der typische Ami-Patriotismus kommt hier nicht so raus ... und das ist gut so.

Kino-Info: Der zweite Sicario zieht am späten Sonntag-Nachmittag nur wenige Zuschauer in Kino 3.

Kinostart: 19.7.2018
Thriller, Action
123 Min.
FSK: 18
35

 

 
Skyscraper

Skyscraper (3D) 

Regie: Rawson Marshall Thurber. Darsteller: Dwayne Jonson (Will Sawyer), Neve Campbell (Sarah Sawyer), Chin Han (Zhao Long Ji), Roland Møller (Kores Botha), Noah Taylor (Mr. Pierce), Byron Mann (Inspector Wu), Hannah Quinlivan (Xia)

Inhalt: Will Sawyer, Kriegsveteran und ehemaliger FBI-Einsatzchef, steht vor einer neuen beruflichen Herausforderung: Er soll an 'The Pearl', den höchsten Wolkenkratzer der Welt – einen Sicherheitscheck durchführen. Das Hochhaus des Tycoons Ji hat ganze 240 Stockwerke und dieser Gigantismus wird zum Problem, als in der 96. Etage plötzlich ein Feuer ausbricht. Eine Handvoll Gangster hat unbemerkt den Großbrand gelegt, um an einen wertvollen Gegenstand in Besitz von Ji zu kommen. Dabei haben die Ganoven die feurige Rechnung allerdings ohne Will gemacht.

Mein Eindruck: Warum soll ich mich jetzt aufregen? Wenn man den Trailer zu "Skyscraper" gesehen hat, dann weiß man, was auf einen zukommt. Und genau das bekommt man: Sinnfreie Action, null Handlung, austauschbare Charaktere und jede Menge CGI-Effekte. Der Mix aus "Stirb langsam" und "Flammendes Inferno" hat ein anderes Problem: Der Streifen um Superstar Dwayne 'The Rock' Johnson ist total spannungsfrei. Glaubt denn irgendein Zuschauer, dass ihm oder seiner Filmfamilie irgendetwas schlimmes im Großfeuer passieren wird? Natürlich nicht. Will Sawyer springt von einem Kran in das Gebäude, er hangelt sich an der Außenfassade entlang, er stabilisiert eine Brücke (!) - alles kein Problem. Die Schurken rund um Roland Møller ("The Commuter") wirken allesamt blass. Auch die eiskalte Killerin Xia ist nur ein müder Abklatsch. "Skyscraper" lebt von seinen Effekten, und da gibt es in den 103 Minute eine Menge. 3D kommt bei manchen Szenen ganz gut rüber, ist aber nicht wirklich notwendig. Für die nette Machart vergebe ich gnädigerweise 2 Sterne, mehr gibt es nicht zu sagen.

Kino-Info: Die WM ist vorbei. Am Donnerstag in der 2. Kinowoche war der große Saal 7 leer. The Rock zieht bei Super-Sommerwetter nicht so ganz...

Kinostart: 12.7.2018
Action
103 Min.
FSK: 12
34

 

 
The first Purge

The first Purge 

Regie: Gerard McMurray. Darsteller: Y'lan Noel (Dmitri), Lex Scott Davis (Nya), Joivan Wade (Isaiah), Mugga (Dolores), Patch Darragh (Chief of Staff - Arlo Sabian), Marisa Tomei (The Architect - Dr. Updale), Luna Lauren Velez (Luisa)

Inhalt: Die Partei "Neue Gründungsväter Amerikas" will die Verbrechensrate im Land auf unter ein Prozent drücken. Die Idee: Einmal im Jahr sollen für zwölf Stunden alle Verbrechen legal sein, inklusive Diebstahl, Mord und Vergewaltigung. Dabei berufen sie sich auf die soziologischen Theorien der renommierten Psychologin Dr. Updale. Beim ersten Probelauf der sogenannten "Purge" soll das Experiment auf den New Yorker Stadtteil Staten Island begrenzt sein und den Anwohnern wird eine Summe von 5.000 Dollar geboten, wenn sie sich an dem Experiment beteiligen. Doch als sich die zumeist armen Bürger mit verschiedenen kulturellen Hintergründen weigern, aufeinander loszugehen, beschließt die Regierung, selbst für eine ordentliche Purge zu sorgen.

Mein Eindruck: Das "purgen" geht in die vierte Runde. 2013 startete "The Purge - Die Säuberung" in den deutschen Kinos. Teil 1 hat mir bislang am besten gefallen. "The Purge: Anarchy" (2014) war ein ordentlicher Nachfolger, während "The Purge - Election Year" (2016) sehr geschwächelt hat. Jetzt wird mit "The First Purge" die Vorgeschichte erzählt, warum es überhaupt zu so einer Horror-Nacht kommen konnte. Auch Teil 4 kann mich nicht überzeugen, er passt sich dem schwachen dritten Teil an. Jetzt ist bei mir endgültig die Luft raus, ich hab den Film nur im Kino gesehen, weil nichts anderes läuft. Bevor die Purge-Nacht losgeht gibt es heftige Diskussionen, ob so was überhaupt sinnvoll ist. Die Bewohner von Staten Island sind Versuchskaninchen, und ein Scheitern des Experiments darf nicht passieren. Als die Nacht nur schleppend anläuft - die Bewohner feiern lieber eine Party auf der Straße - werden Söldner in den Stadtteil geschleust, die mit brutaler Gewalt vorgehen. Jetzt wird die Purge zum Überlebenskampf der Anwohner. Ausgerechnet der lokale Drogenboss Dmitri wird dann zum Beschützer seiner Hood. Dmitri ist eine Mischung aus Black Panther und Bruce "Stirb langsam" Willis, und nur ihm ist es zu verdanken, dass einige seiner Mitbürger nicht abgeschlachtet werden. Kurzum: "The First Purge" ist ein lascher vierter Teil, der mich in keinster Weise angesprochen hat. Zwei Sachen noch zum Schluss: Ich habe schon viele 18er Versionen gesehen, die wesentlich härter waren. Und warum haben mich die Söldner (wieder mal) an Nazi-Schergen erinnert?

Kino-Info: Am spielfreien WM-Donnerstag war Kino 3 sehr gut gefüllt. Ich hätte nicht gedacht, dass der Film so zieht...

Kinostart: 5.7.2018
Thriller, Horror
98 Min.
FSK: 18
33

 

 
Der Juni 2018 steht klar im Zeichen der Fußball WM in Russland. Während der Ball rollt startet im Kino kaum etwas gescheites. So komme ich nur auf 4 Filme, von denen 3 immerhin auf 3 Sterne kommen. Die Sneak mit der Melissa McCarthy-Komödie "How to party with Mom" ist bislang der schlechteste Film des Jahres.
Jurassic World - Das gefallene K.

2018  

Avengers: Infinity War

Ocean's 8

  Wind River
Tully   I, Tonya
How to party with Mom   Three Billboards
      Black Panther
         
 
Ocean's 8

Ocean's 8 

Regie: Gary Ross. Darsteller: Sandra Bullock (Debbie Ocean), Cate Blanchett (Lou), Anne Hathaway (Daphne Kluger), Helena Bonham Carter (Rose Weil), Mindy Karling (Amita), Rihanna (Nine Ball), Awkwafina (Constance), Sarah Paulson (Tammy), James Corden (John Frazier), Elliott Gould (Reuben), Richard Armitage (Claude Becker)

Inhalt: Was ihr Bruder kann, kann sie schon lange: Debbie Ocean, die Schwester von Gauner Danny Ocean, ist aus dem Knast entlassen worden und stellt ein Team von Meisterdiebinnen zusammen, um den hieb- und stichfesten Coup umzusetzen, den sie während ihrer Zeit im Gefängnis geplant hat: Gemeinsam mit ihrer Komplizin Lou Miller versammelt sie die Juwelierin Amita, die Trickbetrügerin Constance, die Hehler-Expertin Tammy, die Hackerin Nine Ball und die Modedesignerin Rose, um der weltberühmten Schauspielerin Daphne Kluger bei der Met Gala eine wertvolle Halskette im Wert von 150 Millionen Dollar zu stehlen – und sich dabei an einem fiesen Galeriebesitzer zu rächen.

Mein Eindruck: Da George Clooney keinen Ocean-Film mehr drehen möchte hat man kurzerhand ein neues Team an den Start gebracht: Dieses Mal plant seine Schwester Debbie (Sandra Bullock) einen ausgeklügelten Coup, aber nur mit Frauen als Komplizen. Der Film kommt nicht an die alten Ocean-Filme heran, ist aber sehenswert. Im Gegensatz zu dem weiblichen Ghostbusters, die völlig daneben waren, kann die weibliche Ocean-Riege überzeugen. Der buntgewürfelte Haufen von verschiedenen Charakteren funktioniert und garantiert, dass der Zuschauer gut unterhalten wird. Wirklich lustig ist der Film nicht, auch wenn es es sein will. Der Coup an sich haut einem nicht vom Hocker, er kommt einem irgendwie lasch vor. Der Streifen von Panem-Regisseur Gary Ross punktet vor allem mit den Schauspielerinnen: Die agieren allesamt super und machen die eher mauen Stellen vergessen. Sandra Bullock und Cate Blanchett sind Top-Darstellerinnen, da kann man schon was erwarten. Mich hat am meisten Anne Hathaway überzeugt, die als egozentrische Diva einen Paradeauftritt hinlegt. Kurzum: Die Frauenvariante von Ocean garantiert solide Unterhaltung.

Kino-Info: Am Donnerstag-Abend war Kino 4 - trotz Fußball WM - ganz gut gefüllt. Es spielte übrigens Argentinien - Kroatien 0:3.

Kinostart: 21.6.2018
Krimi, Komödie
110 Min.
FSK: 0
32

 

 
How to party with Mom

Sneak: How to party with Mom 

Regie: Ben Falcone. Darsteller: Melissa McCarthy (Deanna), Gillian Jacobs (Helen), Molly Gordon (Maddie), Maya Rudolph (Christine), Julie Bowen (Marcie), Matt Walsh (Dan), Debby Ryan (Jennifer), Adria Arjona (Amanda), Luke Benward (Jack)

Inhalt: Deanna Miles verliert den Halt in ihrem Leben, als sich ihr Ehemann plötzlich von ihr scheiden lasen möchte. Als der erste Schock verdaut und seine Sachen verbrannt sind, stellt sie sich die Frage, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte und sie beschließt, sich ihren geheimen Wunsch zu erfüllen und ein Studium abzuschließen. Denn einst fing sie ein Studium zwar an, machte aber nie einen Abschluss. Gemeinsam mit Tochter Maddie begibt sie sich also auf die Uni und stürzt sich mitten in das Studentenleben, Partys und One-Night-Stand eingeschlossen.

Mein Eindruck: Sneak No.4 in diesem Jahr war die schlimmste. Ich hab nichts gegen anspruchslose US-Komödien, aber wenn Melissa McCarthy die Hauptrolle spielt, dann kann der Film nichts sein. Ich mag die Komödiantin einfach nicht, ich komme mit ihrer Art nicht klar. Spätestens seit der Neuverfilmung von "Ghostbusters" geht mir das pausenlose Gebrabbel tierisch auf die Nerven. Melissa McCarthy steht in jeder Szene im Mittelpunkt, und sie kann ihre Klappe nicht halten. Man hat im Kinosaal gemerkt, dass der Film nicht wirklich gut ankommt: Es gab kaum Lacher - und das bei so einer lustigen Komödie. Einzig bei ihrem total misslungenes Referat, dass sie vor der Klasse halten musste, kam ein bisschen Stimmung auf. Was soll ich groß über den Film ablästern, es lohnt sich nicht, denn mein Problem ist Melissa McCarthy.

Kino-Info: Die Sneak in Kino 10 ist eher mäßig gefüllt. Es gab ein kleines Quiz über Jurassic World, ein paar Trailer und dann (leider) den Hauptfilm.

Kinostart: 5.7.2018
Komödie
105 Min.
FSK: 12
31

 

 
Jurassic World 2: Das gefallene Königreich (3D)

Jurassic World: Das gefallene Königreich (3D) 

Regie: Juan Antonio Bayona. Darsteller: Bryce Dallas Howard (Claire Dearing), Chris Pratt (Owen Grady), Ted Levine (Ken Wheatley), Jeff Goldblum (Ian Malcolm), Toby Jones (Gunnar Eversol), James Cromwell (Benjamin Lockwood), Rafe Spall (Eli Mills), Danielle Pineda (Zia Rodriguez), Justice Smith (Franklin)

Inhalt: Drei Jahre, nachdem der Themenpark Jurassic World vor marodierenden Dinosauriern zerstört wurde, haben die Urzeitechsen die Isla Nublar komplett für sich zurückerobert. Dort leben sie ungestört von den Menschen, sehen jedoch bald einer ganz neuen Bedrohung ins Auge: Auf der Insel befindet sich ein aktiver Vulkan, der auszubrechen und die gesamte Gegend unter Feuer und Asche zu begraben droht. Dinosaurierflüsterer Owen und die ehemalige Parkmanagerin Claire möchten das erneute Aussterben der Dinos um jeden Preis verhindern und kehren zur Rettung der Tiere auf die Insel zurück.

Mein Eindruck: 2015 lief "Jurassic World" in den Kinos an und spülte einen Riesengewinn in die Kassen von Universal. Im März 2018 stand der Film mit einem Einspiel von 1,67 Milliarden US-Dollar auf Rang 4 der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Da wundert es niemanden, dass die Saurier im Juni 2018 in die zweite Runde gehen. Persönlich fand ich den ersten Teil extrem schlecht. Es gab kaum etwas gutes von dem Film zu berichten, und deshalb war ich bei der Fortsetzung sehr skeptisch. Immerhin wurde ich positiv überrascht, denn der neue Film, "Das gefallene Königreich", hat durchaus seine guten Seiten.

Der Film ist zweigeteilt. In der ersten Hälfte geht es darum, einige Saurier vor einem ausstehenden Vulkanausbruch zu retten. Hier wird auch die Frage gestellt, ob man diese Tiere, die ja künstlich erschaffen wurden, überhaupt retten sollte. So kommen die beiden Protagonisten aus Teil 1 wieder zusammen: Bryce Dallas Howard und "Star-Lord" Chris Pratt werden auf die Insel geflogen, um bei der Rettung der Saurier zu helfen. Die Vulkan-Sequenzen haben mir am besten gefallen. Actionmäßig geht es richtig ab, hier wird man als Zuschauer von einer Krise in die nächste gezogen, alles ist spannend gemacht und sehr unterhaltsam. Im zweiten Teil, der vorwiegend in einem riesigen Landsitz spielt, steht mehr Dino-Horror im Vordergrund. Trotz einiger guter Ansätze kackt der Streifen ab ab. Auch der Showdown mit dem neuem Endgegner Indoraptor wirkt eher lächerlich. Apropos Indoraptor: Wieder mal haben sie einen neuen Dino geklont, der noch gefährlicher, heimtückischer und schlauer ist. Indominus Rex, Indoraptor...was kommt als nächstes? Dieses ewige Überbieten geht mir tierisch auf den Sack! Auch Rafe Spall als Schurke ist ein Witz, der kann keine Akzente setzen.

"Das gefallene Königreich" hat einige nette Ansätze, ist besser als Teil 1 und ist damit nicht die totale Enttäuschung - immerhin.

Kino-Info: Kino 5 hat sich zur 19:30-Uhr-Vorstellung noch gut gefüllt. An 3D sind wird dieses Mal nicht vorbei gekommen.

Kinostart: 6.6.2018
Sci-Fi, Abenteuer
129 Min.
FSK: 12
30

 

 
Tully

Tully 

Regie: Jason Reitman. Darsteller: Charlize Theron (Marlo), Mackenzie Davis (Tully), Ron Livingston (Drew), Mark Duplass (Craig), Asher Miles Fallica (Jonah), Lia Frankland (Sarah), Gameela Wright (Laurie)

Inhalt: Marlo, die mit ihrem Mann Drew und den gemeinsamen Kindern in einem New Yorker Vorort wohnt, hat Familienstress: Zwar ist ihre achtjährige Tochter Sarah pflegeleicht, Sohn Jonah aber zeigt Anzeichen von Autismus und das jüngste Kind im Trio ist ein Baby, das entsprechend viel Aufmerksamkeit benötigt. Marlo braucht dringend Ruhe! Den Vorschlag ihres arroganten Bruders Craig, eine Night Nanny anzuheuern, schießt sie zunächst in den Wind – bis die Verzweiflung dermaßen gewachsen ist, dass sie doch eine Hilfe engagiert: Tully. Von nun an kommt die junge Frau immer spätabends, übernimmt die Baby-Schicht und lässt die Mutter schlafen, sofern sie nicht stillen muss. Tully kann endlich wieder Energie schöpfen.

Mein Eindruck: Von Regisseur Jason Reitman halte ich einiges, denn er hat u.a. Filme abgeliefert wie "Thank you for Smoking", "Juno" oder "Up in the Air". Jetzt bringt er mit "Tully" einen weiteren Film ins Kino, der sein altes Team wiedervereint: Mit Charlize Theron und Diablo Cody (Drehbuch) hat er 2011 "Young Adult" gedreht. Charlize Theron beweist (mal wieder) ihre Wandlungsfähigkeit, denn für die Rolle der erst schwangeren, dann frisch gewordenen Mutter Marlo hat sie sich einige Pfunde angefressen - und sie zeigt diese hemmungslos! Jason Reitman zeigt in unspektakulären Bildern, wie Marlo an dem Stress ihres Lebens fast zerbricht. Man bekommt als Mann auch einen intensiven Eindruck davon, wie viel Arbeit ein neugeborenes Baby mit sich bringt, vor allem, wenn die anderen Kinder ebenfalls nicht pflegeleicht sind. Erst die Night Nanny Tully, wunderbar gespielt von Mackenzie Davis ("Halt and Catch Fire"), bringt Marlo wieder auf die richtige Spur und krempelt ihr Leben zum positiven um. "Tully" ist vollkommen auf Charlize Theron zugeschnitten, sie macht den Film sehenswert. Der Kontrast zwischen ihr und der Mit-Zwanzigerin Tully könnte nicht größer sein, aber trotz der Gegensätze verbindet die beiden Frauen etwas. Geht man unvorbereitet in den Film rein, dann erwartet einem am Ende eine kleine Überraschung - so ist es mir ergangen, und das war auch gut so. Alles in allem ist "Tully" ein kleiner feiner Film, der momentan im Kino etwas untergeht.

Kino-Info: Bei sonnigen Wetter war unter der Woche das Kino fast meins - leider haben sich noch 2 Leute eingeschlichen.

Kinostart: 31.5.2018
Drama, Komödie
96 Min.
FSK: 12
29

 

 
Der Mai 2018 versprach interessant zu werden: Ein neuer Star Wars, ein weiterer Deadpool... Es kam ganz anders, denn die vermeidlichen Highlights stellten sich als Rohrkrepierer heraus - beide Filme bekammen nur jeweils 2 Sterne. So kommt es schon überraschend, dass The Rock Johnson mit "Rampage" den besten Film des Monats abgeliefert hat.
Rampage - Big meets Bigger

2018  

Avengers: Infinity War

Hostiles - Feinde

  Wind River
Der Buchladen der Florence Green   I, Tonya
Solo - A Star Wars Story   Three Billboards
Deadpool 2   Black Panther
         
 
Solo - A Star Wars Story

Solo - A Star Wars Story 

Regie: Ron Howard. Darsteller: Alden Ehrenreich (Han Solo), Woody Harrelson (Beckett), Emilia Clark (Qi'ra), Donald Glover (Lando Calrissian), Thandie Newton (Val), Paul Bettany (Dryden Vos), Joonas Suotamo (Chewbacca)

Inhalt: Han Solo schlägt sich auf seinem Heimatplaneten Corellia durch kleine Gaunereien durch. Bei dem Versuch, mit seiner Freundin Qi'ra den Planeten zu verlassen, wird er vons einer Geliebten getrennt. Er schlägt sich bei der Imperialen Armee mehr schlecht als recht durch und lernt doch durch Zufall den Schmuggler Beckett und seine Truppe kennen. Gemeinsam mit dem Wookie Chewbacca schließt er sich den Gaunern an. Der erste Job ist ein riskanter Zugüberfall, der mit dem wertvollen Raumschifftreibstoff Coaxium beladen ist. Hier müssen sich Han und Chewie zum ersten Mal bewähren.

Mein Eindruck: "Solo - A Star Wars Story" ist nach "Rogue One" eine weitere Zwischenepisode, die Disney auf die Star-Wars-Fans loslässt. Wie der Titel schon sagt steht hier Han Solo im Mittelpunkt. Der Zuschauer erlebt, wie Han und Chewbacca sich kennen lernen und wie die beiden an den Millennium Falcon kommen. Außerdem wird endlich aufgeklärt, wie Han Solo den Korsalflug in weniger als 12 Parsec gemacht hat. "Solo" ist eine Mischung aus Film noir und Western, der im Star Wars Universum stattfindet. Auf den meisten Planeten herrscht nach der Machtübernahme des Imperiums Not und Elend, Verbrecher-Syndikate haben die Macht übernommen. Das Leben von Han Solo ist kein Zuckerschlecken. Durch seine Schläue und Waghalsigkeit schafft er es immer wieder, die gefährlichsten Missionen zu bestehen.

Ich bin von "Solo" nicht wirklich begeistert. In keinem Moment hat mich der Film in seinen Bann gezogen, eine wirkliche Star-Wars-Stimmung ist nie aufgekommen. Dabei hat der Streifen durchaus seinen Vorteile, gerade in Bezug auf Besetzung. Trotzdem bleibt für mich nach über 2 Stunden "Solo" nichts hängen. Die Szenen mit dem Millennium Falcon sind eine Enttäuschung, denn selbst der Korsalflug bietet kaum bemerkenswertes (außer extrem schnell geschnittener Bilder). Regisseur Ron Howard, der die ursprünglichen Regisseure Miller & Lord abgelöst hat, drehte 80% des Films neu. Das Ergebnis ist solide, kann aber nicht begeistern. Für mich war das alles nix! Ein Gutes hat der Film doch: Ich musste nicht die 3D-Version schauen, denn der Streifen wurde auch in 2D angeboten.

Kino-Info: Am Start-Donnerstag läuft der Film in mehreren Kinos gleichzeitig. Unser Kino 3 war ordentlich gefüllt.

Kinostart: 25.5.2018
Sci-Fi, Action, Abenteuer
135 Min.
FSK: 12
28

 

 
Deadpool 2

Deadpool 2 

Regie: David Leitch. Darsteller: Ryan Reynolds (Wade Wilson / Deadpool), Josh Brolin (Cable), Morena Baccarin (Vanessa), Julian Dennison (Firefist), Zazie Beetz (Domino), T.J. Miller (Weasel), Karan Soni (Dopinder)

Inhalt: Wade Wilson alias Deadpool muss einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Seine Freundin Vanessa wird ermordet, und diesen Verlust lässt seine Lebensenegie schwinden. Einzig X-Men Colossus nimmt sich seiner an und macht ihn zum X-Men-Azubi auf Probe. Bei seinem ersten Einsatz lernt er den Teenager Russell kennen, der als Firefist seine Schule unsicher macht. Zusammen mit ihm landet er in einem Hochsicherheitsgefängnis. Hier begegnet Deadpool einem gewissen Cable, einem Mutanten aus der Zukunft, der Russell um jeden Preis umbringen will. Das kann er aber nicht zulassen...

Mein Eindruck: "Deadpool" startete in Deutschland im Februar 2016 und war ein Mega-Erfolg. So einen Superheldenfilm hatte man noch nie gesehen. Jetzt kommt 2 Jahre später der zweite Teil ins Kino. Ich war sehr skeptisch und leider war das auch angebracht. "Deadpool 2" kommt in keinster Weise an seinen Vorgänger ran. Gerade die erste halbe Stunde hat mir überhaupt nicht gefallen, später hat es sich immerhin ein wenig verbessert, aber im Endeffekt hat mich der Streifen enttäuscht. Dabei bringt der Film nichts Neues, es macht im Grunde da weiter, wo Teil 1 aufgehört hat. Leider ist alles, was damals neu und ungewöhnlich war, heute normal und wenig spektakulär. Natürlich kloppt Deadpool pausenlos seine Sprüche, doch irgendwann ist das ermüdend und nicht mehr lustig. Viele Anspielungen haben ihren Reiz verloren. Okay, da wird Cable-Darsteller Josh Brolin mit Thanos oder einäugiger Willie (Zitat aus "Goonies") angesprochen, aber das reicht leider nicht mehr. Dieses Mal ist Regisseur Tim Miller nicht mehr am Start, er wurde nach kreativen Differenzen durch David Leitch ("Atomic Blonde") ersetzt. Geholfen hat es dem Film nicht, bei "Deadpool 2" die Luft raus.

Kino-Info: Kino 7 war am Mittwoch-Abend gut gefüllt.

Kinostart: 17.5.2018
Comic, Action
110 Min.
FSK: 16
27

 

 
Der Buchladen der Florence Green

Der Buchladen der Florence Green 

Regie: Isabel Coixet. Darsteller: Emily Mortimer (Florence Green), Bill Nighy (Edmund Brundish), Patricia Clarkson (Violet Gamart), Hunter Tremayne (Mr. Keble), Horor Kneafsey (Christine), James Lance (Milo North), Frances Barber (Jesse), Reg Wilson (General Gamart)

Inhalt: Ende der 50er Jahre: Florence Green investiert ihr gesamtes Vermögen in die Verwirklichung ihres Traums von einem eigenen Buchladen - ausgerechnet im verträumten englischen Hardborough, wo die Arbeiter dem Bücherlesen skeptisch gegenüberstehen und die Aristokratie energisch vorgibt, was Hochkultur ist und was nicht. Doch trotz der Widerstände hat sie Erfolg. Vor allem der seit langem zurückgezogen lebende Mr. Brundish findet Gefallen am neuen Buchladen und dessen Besitzerin. Doch Florence Greens sanfte Kulturrevolution bleibt nicht unbemerkt: Die alteingesessene graue Eminenz Violet Gamart befürchtet einen Kontrollverlust in ihrem Heimatdorf und steht den radikalen Veränderungen mit Argwohn gegenüber.

Mein Eindruck: Eigentlich bin ich in "Der Buchladen der Florence Green" nur wegen der Hauptdarstellerin gegangen. Emily Mortimer ist mir seit "Newsroom" ein Begriff und im Trailer machte sie als Buchhändlerin einen guten Eindruck. Der Streifen der spanischen Regisseurin Isabel Coixet ("Learning to Drive") ist ein ruhiges, beschauliches Porträt einer Frau, die sich selbst verwirklichen will, aber an den Konventionen der kleinstädtischen Bevölkerung scheitert. Florence Greens größter Feind ist eine gewisse Violet Gamart, Frau von General Gamart und einflussreichste Einwohnerin Hardboroughs. Sie bestimmt das Dorfleben und duldet keinen Widerspruch. Florence Green setzt sich mit ihrem Buchladen über sie hinweg, was katastrophale Folgen für sie haben wird. Emily Mortimer spiel Florence Green sehr überzeugend, ebenso wie Patrica Clarkson, die als Violat Gamart eine tolle Darstellung abliefert. Bill Nighy ("Ihre beste Stunde") gefällt als Einsiedler, der sein Haus selten verlässt und den ganzen Tag nur Bücher liest. Der Film ist in manchen Passagen zu ruhig und könnte etwas mehr Pep vertragen. So plätschert er vor allem im letzten Drittel so vor sich hin. Wegen der guten Darsteller ist der Film trotzdem sehenswert.

Kino-Info: Das Filmstudio Glückauf war am Donnerstagabend spärlich gefüllt.

Kinostart: 10.5.2018
Drama
110 Min.
FSK: 0
26

 

 
Rampage - Big meets Bigger

Rampage - Big meets Bigger 

Regie: Brad Peyton. Darsteller: Dwayne Johnson (Davis Okoye), Naomie Harris (Dr. Kate Caldwell), Malin Akerman (Claire Wyden), Jeffrey Dean Morgan (Harvey Russell), Jake Lacy (Brett Wyden), Joe Manganiello (Burke), P.J. Byrne (Nelson)

Inhalt: Mit Menschen ist Davis Okoye in seinem Leben noch nie besonders gut zurechtgekommen. Ganz anders sieht es mit Tieren aus. Besonders zu Gorilla George hat der Primatenforscher eine tiefe Bindung aufgebaut. Geschockt muss Davis eines Tages feststellen, dass George Opfer eines illegalen Gen-Experiments geworden ist. Der einst liebevolle und normal große Gorilla ist zu einem temperamentvollen Riesen mutiert, der bei der kleinsten Provokation sofort um sich schlägt. Doch damit nicht genug: Wie Davis erfahren muss, ist zwei anderen Tieren genau das gleiche angetan worden. Gemeinsam mit der Gentechnikerin Dr. Kate Caldwell sucht Davis fieberhaft nach einer friedlichen Lösung durch ein Gegenmittel.

Mein Eindruck: Zu "Rampage" von Regisseur Brad Peyton ("San Andreas") gibt es nicht viel zu sagen. Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Videospiel von Atari. In dem Game wurden Menschen zu Riesentieren mutiert, hier trifft es Tiere, die sich durch genmanipuliertes Material in Riesentiere mit bestimmten Fähigkeiten verwandeln ("Ja is klar, der Wolf fliegt!"). Primatenforscher Dwayne Johnson muss Chicago vor dem Untergang bewahren, denn die Riesenviecher werden durch ein Signal dorthin gelockt. Die Handlung geht aber erst im letzten Drittel so richtig ab. Massenzerstörung ist ja nichts Neues, hat man schon zigmal gesehen. "Rampage" hat mir aber trotzdem gefallen, weil der Film schlicht und ergreifend unterhaltsam ist. Immer wieder werden haarsträubende Situationen mit coolen Sprüchen ausgelockert, die vorzugsweise von The Rock kommen. Trotz der platten Handlung ist der Streifen nie langweilig, man wird als Zuschauer bei Laune gehalten. Auch Jeffrey Dean Stanton, bekannt als Negan aus "Walking Dead", hat als verschrobener Geheimagent seine Momente. Als weibliche Hauptrolle ist Naomie Harris ("Moonlight") leider nur Beiwerk, ihre Rolle gibt einfach nicht viel her. Fazit: Wenn man sich auf den Film einlässt kann man Spaß haben - so wie ich. Noch ein Wort zu 3D: nett, aber nicht zwingend notwendig.

Kino-Info: Kino 5 - das mit den harten Sitzen - war am Start-Donnerstag halbwegs gefüllt.

Kinostart: 10.5.2018
Abenteuer, Action
108 Min.
FSK: 12
25

 

 
Feinde - Hostiles

Sneak: Feinde - Hostiles 

Regie: Scott Cooper. Darsteller: Christian Bale (Capt. Joseph J. Blocker), Rosamund Pike (Rosalee Quaid), Rory Cochran (Master Sgt. Thomas Metz), Wes Studi (Chief Yellow Hawk), Jesse Plemons (Lt. Rudy Kidder), Ben Foster (Philip Wills)

Inhalt: New Mexico, 1892: Der verdiente Offizier Joseph Blocker erhält den Auftrag, den kranken Cheyenne-Häuptling Yellow Hawk, der die vergangenen sieben Jahre im Gefängnis verbrachte, in dessen Stammesland nach Montana zu begleiten. Der letzte Wunsch des als unerbittlich bekannten Indianers ist es, zu Hause zu sterben. Blocker und Yellow Hawk haben eine gemeinsame Vergangenheit, weswegen Blocker den Auftrag nur äußerst widerwillig annimmt. Gemeinsam mit einigen Soldaten und der Familie des Häuptlings bricht die Truppe auf. Unterwegs stoßen sie auf die junge Witwe Rosalie Quaid, deren gesamte Familie kaltblütig von Komantschen umgebracht wurde. Die traumatisierte Frau schließt sich ihnen an und die Gruppe setzt ihren gefährlichen Weg quer durch das unwegsame Land und eine extrem feindselige Umgebung fort.

Mein Eindruck: Die dritte Sneak in diesem Jahr brachte einen Western, den ich mir auch so im Kino angeschaut hätte - immerhin 3 Wochen vor Kinostart.

"Feinde - Hostiles" von Regisseur Scott Cooper ("Black Mass") ist ein intensiver Neo-Western, der von starken Schauspielern geprägt wird. Allen voran Hauptdarsteller Christian Bale ("The Big Short"), der als Armee-Captain Blocker eine tolle Darstellung ablegt. Kurz vor seiner Pensionierung soll er ausgerechnet einen seiner größten Feinde, den Häuptling Yellow Hawk, in sein Stammesland begleiten. Er würde den Indianer am liebsten sofort töten, doch sein Pflichtbewusstsein läßt ihn die Mission ausführen. Auf dem langen Weg nach Montana muss sein Trupp einiges durchmachen, und auch Blocker durchläuft einige Veränderungen. Der Streifen von Scott Copper ist geprägt von Ruhe und Langsamkeit. Es gibt lange Einstellungen, keine überhasteten Kamerafahrten und viel Zeit, um die Situation zwischen Weißen und Indianern in sich aufzunehmen. Natürlich gibt es immer wieder kleine Actionszenen, die das raue Leben in der Zeit widerspiegeln - so wie das 'Intro' mit dem Indianerüberfall auf das Siedlerhaus. Der Film wird getragen von den guten Darstellern. Neben Bale brilliert Rosamund Pike ("Gone Girl") als traumatisierte Farmersfrau und auch Wes Studi ("Avatar") gibt eine zurückhaltende Performance als Yellow Hawk. Für mich ist der Streifen ein Tick zu ruhig ausgefallen, "Feinde - Hostiles" hatte leider einige Längen. Auf jeden Fall war es mal wieder angenehm, einen Western im Kino zu sehen, das gibt es auch nicht oft.

Kino-Info: Die Sneak-Preview war am Montagabend halbwegs gefüllt. Dieses Mal gab es nix zu gewinnen, nach ein paar Trailern fing sofort der Film an.

Kinostart: 31.5.2018
Western, Abenteuer
134 Min.
FSK: 16
24

 

 
Im April 2018 kommt ein weiterer 5 Sterne Film dazu: Der dritte Teil der Avengers, Infinity War, hat mich komplett überzeugt. Sehr gut war auch Stevens Spielbergs "Ready Player One" und das Indie-Drama "Lady Bird" von Greta Gerwig. Die Krawall-Orgie "Pacific Rim: Uprising" fällt - wie erwartet - durch.
Avengers: Infinity War

2018  

Avengers: Infinity War

Ready Player One

  Wind River
Lady Bird   I, Tonya
A Quiet Place   Three Billboards
Gringo   Black Panther
Pacific Rim: Uprising      
 
Avengers: Infinity War

Avengers: Infinity War 

Regie: Anthony Russo, Joe Russo. Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark / Iron Man), Chris Evans (Steve Rogers / Captain America), Mark Ruffalo (Bruce Banner / Hulk), Chris Hemsworth (Thor), Scarlett Johansson (Natasha Romanoff / Black Widow), Josh Brolin (Thanos), Don Cheadle, Benedict Cumberbatch, Tom Holland, Chadwick Boseman, Chris Pratt, Zoe Saldana, Karen Gillan, Tom Hiddleston, Paul Bettany, Elizabeth Olsen, Anthony Mackie

Inhalt: Während die Avengers immer wieder damit beschäftigt waren, die Welt vor Gefahren zu beschützen, mit denen ein einzelner Held alleine nicht fertig wird, ahnten sie nicht, dass die größte Bedrohung in der Dunkelheit des Alls wartete: Thanos, eines der mächtigsten Wesen im Universum! Um noch mehr Macht zu bekommen, will er alle sechs Infinity-Steine sammeln. Die Artefakte würden ihm gottgleiche Kraft verleihen – die er einsetzen will, um auf einen Schlag die Hälfte der Weltbevölkerung zu vernichten. Iron Man, Captain America, Thor, Black Widow und die restlichen Avengers erkennen, dass sie ihre Differenzen hinter sich lassen müssen, um überhaupt eine Chance gegen den galaktischen Zerstörer zu haben. Doch um die Welt zu retten, braucht die Heldentruppe noch weitere Unterstützung.

Mein Eindruck: Die Avengers sind zurück. Teil 1 war der Brecher, Teil 2 hat mir leider nicht so toll gefallen. Aber mit Teil 3 sind sie wieder zurück in der Spur. Es gibt keinen Marvel-Film, der so viele Superhelden vereint wie "Infinity War". Trotz des Überangebots funktioniert der Film. Der Kampf gegen den mächtigen Thanos entwickelt sich zum Überlebenskampf für die Erde, die Menschheit und die Avengers selber. Nur vereint haben Tony Stark und Co. überhaupt eine Chance gegen den unbarmherzigen Weltenzerstörer.

Hier gibt es keinen Spoileralarm, denn ich werde nicht mehr von der Handlung verraten. Am Ende des Film hat man genug Gesprächsstoff - das ist ja wohl klar. Außerdem gibt es (natürlich) wieder eine Szene nach dem Abspann, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Für mich ist der Streifen eine Erfüllung: Bombastische Kämpfe, Superhelden en masse, Drama, Humor, Tragik - alles drin was der Marvel-Fan braucht. Man sollte allerdings die Vorgängerfilme wie "First Avenger: Cicil War", "Black Panther" und "Thor - Tag der Entscheidung" kennen, damit man alle Feinheiten mitbekommt. Zum Thema 3D kann ich nichts sagen, denn ich habe die platte 2D-Version gesehen. Für mich reicht 2D immer aus, denn da muss man nicht die doofe Brille tragen.

Kino-Info: Am Start-Donnerstag war die 19 Uhr-Vorsdtellung in Kino 7 gut gefüllt.

Kinostart: 26.4.2018
Sci-Fi, Action, Comic
149 Min.
FSK: 12
23

 

 
Lady Bird

Lady Bird 

Regie: Greta Gerwig. Darsteller: Saoirse Ronan (Lady Bird McPherson), Laurie Metcalf (Marion McPherson), Tracy Letts (Larry McPherson), Lucas Hedges (Danny O'Neill), Timothée Chalamet (Kyle Scheible), Beanie Feldstein (Kulie Steffans)

Inhalt: Christine McPherson ist eine Teenagerin, die ihre Mutter Marion liebt - und mächtig von ihr genervt ist. Die konservative katholische Highschool und das Leben in der Kleinstadt allgemein gehen Christine, die sich selbst Lady Bird nennt, mächtig auf den Zeiger. Oft denkt sie daran, ihre nordkalifornische Heimatstadt Sacramento endlich zu verlassen. Sie will auf ein College an der Ostküste, doch dafür hat Lady Birds Familie nicht genug Geld und die Noten der jungen Frau sind zu schlecht. Innerhalb eines sehr prägenden Jahres verbringt sie viel Zeit mit ihrer besten Freundin Julie und lernt gleich zwei junge Männer kennen, zu denen sie sich stark hingezogen fühlt: Den aus gutem Hause stammenden Danny und das verdammt coole Bandmitglied Kyle.

Mein Eindruck: Frances McDormand hat in diesem Jahr den Oscar als beste Schauspielerin für "Three Billboards" gewonnen. Ihre Konkurrentinnen waren allesamt ebenbürtig. Margot Robbie hat mir in "I, Tonya" sehr gut gefallen und jetzt muss ich zugeben, dass Saoirse Ronan in "Lady Bird" den Preis ebenfalls verdient hätte. 2002 macht die Teenagerin Christine, die sich selber Lady Bird nennt, ihren Abschluss an der Highschool. Leider ist ihre Familie arm, und ihr Traum, an eine renommierte Ostküsten-Uni zu kommen, scheint unerreichbar. Die Handlung hört sich wenig spektakulär an, man sollte aber den Film nicht unterschätzen. Regisseurin Greta Gerwig, eine Ikone des Independent-Films ("Frances Ha", Maggies Plan"), erzählt in ruhigen Bilder die Story einer jungen Frau, die ihr Leben noch vor sich hat. Lady Bird versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Ziel durchzusetzen, auch wenn finanzielle Mittel oder gesellschaftliches Ansehen fehlen. Saoirse Ronan ist die absolute Top-Besetzung, die zurecht für den Oscar nominiert war. Gewonnen hat sie übrigens den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin. Auch Laurie Metcalf, die man eher auf TV-Serien wie "Rosanne" kennt, liefert als Lady Birds Mutter Marion eine starke Vorstellung ab, die ihr ebenfalls eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin einbrachte. Meine Erwartungshaltung war nicht so hoch, jetzt bin ich mit dem Film sehr zufrieden: Top!

Kino-Info: In Kino 5 war am frühen Montagabend sehr wenig los.

Kinostart: 19.4.2018
Komödie
95 Min.
FSK: 16
23

 

 
A Quiet Place

A Quiet Place 

Regie: John Krasinski. Darsteller: Emily Blunt (Evelyn Abbott), John Krasinski (Lee Abbott), Millicent Simmonds (Regan Abbott), Noah Jupe (Marcus Abbott), Cade Woodward (Beau Abbott), Leon Russom (Mann im Wald)

Inhalt: Die Welt ist von rätselhaften, scheinbar unverwundbaren Kreaturen eingenommen worden, die durch jedes noch so kleine Geräusch angelockt werden und sich auf die Jagd begeben. Eine Familie mit 3 Kindern gelang es bisher zu überleben. Der Preis hierfür ist jedoch hoch: Ihr gesamter Alltag ist darauf ausgerichtet, sich vollkommen lautlos zu verhalten, denn das kleinste Geräusch könnte ihr Ende bedeuten.

Mein Eindruck: "A Quiet Place" ist ein ungewöhnlicher Film. John Krasinski ist als Schauspieler bekannt durch die TV-Serie "The Office" oder durch Filme wie "13 Hours" oder "Promised Land". In "A Quiet Place" fungiert er als Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion. Als Sahnehäubchen spielt Emily Blunt, mit der er im wahren Leben verheiratet ist, seine Filmfrau. Neben den 3 Kinderdarstellern (plus Baby) sieht man nur noch eine weitere Person in diesem minimalistischen Endzeitfilm. Soll heißen: Die komplette Handlung beschränkt sich auf die Familie, die auf dem Land lebt und sich da ein Leben aufgebaut hat, dass nur aus Stille besteht. In mehreren Etappen wird die Handlung vorangetrieben, und je länger der Film geht, je mehr Spannung  wird erzeugt. Man kann im Trailer schon ahnen, dass es ziemlich heftig wird. Ich bin überrascht, dass mir der Film so gut gefallen hat. Die guten Darsteller sorgen dafür, dass man mit den Personen mitfiebert. In vielen anderen Horror-Filmen sind einem die Schauspieler völlig egal, da wartet man nur darauf, wie und wann sie abgeschlachtet werden. Der Titel ist natürlich Programm: Gerade in der Anfangssequenz hört man so gut wie nichts: Keiner redet, die Umwelt ist leise, es gibt kaum irgendwelche Töne, weil die Erde fast menschenleer ist. Später kommen natürlich Musik und Effekte dazu, aber im Grunde ist "A Quiet Place" ein sehr ruhiger Film...oder auch nicht. :-)

Kino-Info: Kino 4 war am Start-Donnerstag erstaunlich gut besucht. Nur die VIP-Plätze sind leer geblieben...fast...

Kinostart: 12.4.2018
Thriller, Horror
90 Min.
FSK: 16
22

 

 
Gringo

Gringo 

Regie: Nash Edgerton. Darsteller: Joel Edgerton (Richard Rusk), Charlize Theron (Elaine Markinson), David Oyelowo (Harold Soyinka), Sharlto Copley (Mitch Rusk), Amanda Seyfried (Sunny), Harry Treadaway (Miles), Thandie Newton (Bonnie Soyinka)

Inhalt: Eben noch war Harold Soyinka ein unbescholtener US-Bürger mit glücklichem Privatleben und gutem Job in der Pharmaindustrie. Doch als er während eines Businesstrips nach Mexiko erfährt, dass seine Bosse Richard und Elaine einen intriganten Coup planen und seine Frau Bonnie ihn betrügt, hat er schlagartig nichts mehr zu verlieren. Harold inszeniert seine eigene Entführung und fordert ein hohes Lösegeld. Der vermeintlich geniale Plan geht allerdings mächtig nach hinten los, denn Harold ist ohne es zu wissen tief in schmutzige Deals verstrickt.

Mein Eindruck: "Gringo" ist eine schwarze Komödie im Tarantino-Stil. Regie führte Nash Edgerton, der ältere Bruder von Joel Edgerton, der nebenbei die Hauptrolle spielt. Joel Edgerton ist mir in letzter Zeit öfters aufgefallen: Er spielte neben Jennifer Lawrence in "Red Sparrow" und er war der Ork-Cop in dem Netflix-Streifen "Bright". Hier kann er sich als egozentrischer und knallharter Geschäftsmann Richard Rusk richtig austoben. An seiner Seite spielt Charlize Theron ("Atomic Blonde") ein richtiges Miststück, die der Karriere wegen über Leichen geht. Unser Held, Harold Soyinka (David Oyelowo), ist ein treuer und loyaler Mitarbeiter, der sich für die Firma aufopfert, aber von seinen Bossen gnadenlos abserviert wird. Während einer Geschäftsreise nach Mexiko überschlagen sich die Ereignisse. Unsere Protagonisten bekommen es mit einem mächtigen Drogendealer zu tun, zwei amerikanische Billig-Touristen spielen auch noch eine Rolle und selbst die beiden mexikanischen Hotelbesitzer wollen groß abkassieren. Da passt Einzelkämpfer Mitch, Bruder vom fiesen Richard, gut ins Bild, denn er soll Harold aus Mexiko rausholen. Skurrile Action, coole Dialoge und stetige Wendungen machen "Gringo" zu einem ordentlichen Streifen. Wegen der guten Schauspieler ist der Film sehenswert. Und wir werden vom Kartell-Boss aufgeklärt, welches das beste Album der Beatles ist...

Kino-Info: Der Film wird nach einer Woche aus den Kinos verschwinden. Am Montagabend verirrten sich 3 Leute in Kino 8.

Kinostart: 5.4.2018
Schwarze Komödie
111 Min.
FSK: 16
21

 

 
Ready Player One (3D)

Ready Player One (3D) 

Regie: Steven Spielberg. Darsteller: Ty Sheridan (Parzival / Wade), Olivia Cooke (Art3mis / Samantha), Ben Mendelsohn (Sorrento), Lena Waithe (Aech / Helen), T.J. Miller (I-ROk), Simon Pegg (Ogden Morrow), Mark Rylance ( Anorak / Halliday)

Inhalt: 2045 steht die Welt am Rande des Zusammenbruchs. Doch die Menschen finden Erlösung in dem gigantischen virtuellen Universum OASIS, das der geniale, exzentrische James Halliday entwickelt hat. Als Halliday stirbt, hinterlässt er sein ungeheures Vermögen der ersten Person, die jenes Easter Egg findet, das er irgendwo in der OASIS versteckt hat. Ein junger Held namens Wade Watts findet erste Hinweise, und schon gerät er in eine halsbrecherische, realitätsverändernde Schatzjagd durch ein ebenso fantastisches wie geheimnisvolles Universum voller Entdeckungen und Gefahren.

Mein Eindruck: Steven Spielberg ist noch mit "Die Verlegerin" in den deutschen Kinos, jetzt kommt er mit einem ganz anderen Film daher. "Ready Player One" ist ein actionreiches Sci-Fi-Abenteuer, dass zumeist in einer virtuellen Realität spielt. Von da her lässt es Spielberg ordentlich krachen und Genre-Freunde kommen voll auf ihre Kosten. Das liegt vor allem daran, dass es über 100 Anspielungen auf Filme, Games oder Musik vorwiegend der 80er Jahre gibt. Den DeLorean, den unser Held fährt, den hat man schon im Trailer gesehen. Im Laufe der 140 Minuten sieht man noch u.a. Freddy Krueger, Chucky die Mörderpuppe, King Kong oder das Set von Shining. Manches nur sehr kurz, anderes lang und breit. Mir hat der Trip in die OASIS gut gefallen, denn hier kommt endlich mal die 3D-Technik richtig zum Einsatz. Das extrem harte Autorennen am Anfang des Films ist ein rasanter Trip, den man als Zuschauer gerne noch mal sehen möchte. Die Handlung schwächelt gerade am Ende, aber damit kann ich gut leben. "Ready Player One" ist eine knallbunte Wundertüte, die man gerne mal auspackt.

Kino-Info: Am Start-Donnerstag war Kino 1 ordentlich gefüllt, ich hätte aber mehr Zuschauer erwartet.

Kinostart: 5.4.2018
Abenteuer, Sci-Fi
140 Min.
FSK: 12
20

 

 
Pacific Rim: Uprising (3D)

Pacific Rim: Uprising (3D) 

Regie: Steven S. DeKnight. Darsteller: John Boyega (Jake Pentecoast), Scott Eastwood (Nate Lambert), Cailee Spaeny (Amara Namani), Birn Gorman (Dr. Hermann Gottlieb), Charlie Day (Dr. Newton Geiszler), Tian Jing (Liwen Shao), Max Zhang (Marshal Quan)

Inhalt: Sieben Jahre sind seit der Vernichtung der Kaijus vergangen. Jake Pentecost schlägt sich als Dieb und Schwarzmarkthändler in der Unterwelt durch. Doch die Menschheit braucht ihn im Angesicht einer nie zuvor gesehenen Bedrohung. Seine Schwester Mako führt ein neues Team junger Jaeger-Piloten an, zu dem auch Jake stoßen soll. Gemeinsam mit seinem Rivalen Lambert und der jungen Hackerin Amara wird Jake Teil der wichtigen Verteidigungstruppe.

Mein Eindruck: 2013 lief "Pacific Rim" in den deutschen Kinos. Mir hat der Film nie so zugesagt. 5 Jahre später kommt Teil 2 auf die große Leinwand, dieses Mal unter der Regie von Steven S. DeKnight, der sich bislang mehr als Schreiber oder Produzent diverser TV-Serien hervorgetan hat. Der Streifen setzt einige Jahre nach Teil 1 an und bringt eine neue Generation Jaeger-Piloten hervor. Um es kurz zu machen: Ich habe das im Kino bekommen, was ich erwartet hatte: Hirnloses Geballer, gigantische Zerstörung und eine überschaubare Handlung. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mir diesen CGI-Overkill im Kino anzutun, aber aus Mangel an Alternativen ist es doch dazu gekommen. Klar, die Action ist tricktechnisch gut gemacht, aber man hat so was schon viel zu oft gesehen - die Transformers lassen grüßen. Natürlich ist "Pacific Rim: Uprising" in 3D. Einige Kampfsequenzen sind ganz nett, aber wie meistens hätte ich drauf verzichten können. Immerhin kann ich mich zu 2 Sternen durchringen, denn im Vergleich zu "Red Sparrow" ist der Streifen halbwegs unterhaltsam.

Kino-Info: Ostermontag war das kleine Kino 8 nachmittags relativ gut gefüllt.

Kinostart: 22.3.2018
Action, Sci-Fi
111 Min.
FSK: 12
19

 

 
Der März 2018 hat Höhen und Tiefen. "I, Tonya" bekommt überraschend die Höchstwertung (5 Sterne), während der neue Jennifer Lawrence Streifen "Red Sparrow" total versackt (1 Stern). Marvel's "Black Panther" hat mir gut gefallen, der neue "Tomb Raider" war ganz okay. Bruce Willis als Rächer im "Death Wish" Aufguss kommt nicht aus den Puschen.
I, Tonya

2018  

Wind River

Black Panther

  I, Tonya
Mollys Game   Three Billboards
Tomb Raider   Black Panther
Death Wish      
Red Sparrow      
 
Red Sparrow

Red Sparrow 

Regie: Francis Lawrence. Darsteller: Jennifer Lawrence (Dominika Egorova), Joel Edgerton (Nate Nash), Matthias Schoenaerts (Vanya Egorov), Charlotte Rampling (Matron), Jeremy Irons (General Korchnoi), Mary-Louise Parker (Stephanie Boucher), Ciaran Hinds (Zakharov)

Inhalt: Dominika Egovora war bis zu ihrem Unfall eine umjubelte Ballerina. Als ihre Mutter erkrankt, lässt sich Dominika auf einen gefährlichen Deal ein, um Zugang zu den besten Ärzten zu erhalten: Sie wird zur neuesten Rekrutin des Geheimdienst-Programms der "Sparrow School". Die Ausbildung ist brutal und bringt Dominika an ihre körperlichen und psychischen Grenzen, macht aus ihr jedoch den gefährlichsten Sparrow aller Zeiten. Von nun an kann Dominika nicht nur ihren messerscharfen Verstand, sondern vor allem auch ihren Körper dazu nutzen, gegnerische Ziele zu verführen und auszuschalten.

Mein Eindruck: Der neue Film von Regisseur Francis Lawrence ("Die Tribute von Panem") ist für mich der totale Rohrkrepierer. Selten hab ich mich im Kino so gelangweilt wie bei "Red Sparrow". Fast alles an dem Streifen hat mich genervt, auch viele Kleinigkeiten. Der Film spielt in Russland, warum müssen alle Schauspieler den gleichen dämlichen russischen Akzent haben? Die Amerikaner haben ja auch keinen. Dann die Ausbildung als "Sparrow" in der Huren-Schule. Tut mir leid, aber ich fand die ganze Sache nur lächerlich. Dann wird einem untergejubelt, dass der Kalte Krieg viel schlimmer ist als früher, das ist mir ehrlich gesagt neu. Und als Sahnehäubchen: Die wichtigen Geheiminformationen wurde auf Disketten ausgetauscht. Ich war mir gar nicht bewusst, dass der Film in den 80ern spielt! Jennifer Lawrence ist als Schauspielerin sehr gut dabei, sie feiert mit all ihren Film kommerzielle und schauspielerische Erfolge. Persönlich ist sie nicht mein Fall, von da her haben mich ihre freizügigen Nacktszenen auch nur gelangweilt. Das größte Problem an "Red Sparrow": Jedes Klischee, dass mit Russland zu tun hat, wird gnadenlos bedient. Der Streifen kommt nicht aus den Pötten, ist mit 141 Minuten viel zu lang. Meistens passiert nix und die tolle Auflösung, wer der Informant ist, war mir so was von egal...  Kurz gesagt: Der rote Spatz kann mir gestohlen bleiben.

Kino-Info: Am Donnerstagabend vor Karfreitag ist das Kino gut besucht, und der Film geht schon in die vierte Woche.

Kinostart: 1.3.2018
Thriller, Drama
141 Min.
FSK: 16
18

 

 
I, Tonya

I, Tonya 

Regie: Craig Gillespie. Darsteller: Margot Robbie (Tonya), Sebastian Stan (Jeff), Allison Janney (LaVona), Julianne Nicholson (Diane Rwalinson), Paul Walter Hauser (Shawn), Bobby Cannavake (Martin Maddox), Caitlin Carver (Nancy Karrigan)

Inhalt: Sie war die berühmteste Person der Welt - nach Bill Clinton. Als erste Amerikanerin vollzog Tonya Harding innerhalb eines Wettbewerbs gleich zwei sogenannten Dreifach-Axel - einer der anspruchsvollsten Sprünge im Eiskunstlauf. Ihr Name wird jedoch für alle Zeiten mit dem schlecht geplanten und stümperhaft durchgeführten Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung bleiben, das ihre Erzrivalin trainingsunfähig machen und Tonya den Sieg in den amerikanischen Meisterschaften sichern sollte - doch es kam anders.

Mein Eindruck: Ich bin von mir selber überrascht: Ein Film über Eiskunstlauf und ich vergebe 5 Sterne - wie kann das sein? Ganz einfach, die 'Mockumentary' von Regisseur Craig Gillespie ("The Finest Hours") hat mich auf der ganzen Linie überzeugt. Das liegt vor allem an den beiden Frauen-Rollen. Die Australierin Margot Robbie ("The Wolf of Wall Street") gibt als Tonya Harding eine Oscar-würdige Darstellung (die leider nicht mit einem Oscar belohnt wurde). Sie geht in der Rolle der trashigen, ehrgeizigen Eisläuferin vollkommen auf. Allison Janney hat für die Darstellung in dem Streifen den Oscar gewonnen, und das zu recht. Ich kenne keine schlimmere, härtere und unbarmherzigere Frau und Mutter als LaVona Harding. Ihre Darstellung ist schlichtweg brillant. Da kann Sebastian Stan, bekannt als der Winter Soldier aus "Captain America", nicht mithalten, obwohl er auch sehr gut spielt. Craig Gillespies Film basiert auf Interviews, die die Hauptakteure gegeben haben. Deshalb wird in "I, Tonya" nicht immer die Wahrheit gezeigt, was die Sache aber sehr interessant macht. Einige Dinge laufen so bescheuert ab, das würde man nie im Leben glauben. Von da her erinnert der Film an eine böse Satire der Coen-Brüder - die könnten sich so was schräges ausdenken. Im Nachspann sieht man kleine Ausschnitte aus den Original-Interviews...die Umsetzung im Film ist nicht übertrieben! Sehr gelungen sind nebenbei die Eislaufszenen, die aus verschiedenen Blickwinkeln die Schönheit und Härte des Sports gut wiedergeben. "I, Tonya" ist für mich die Überraschung des Jahres: 5 Sterne!

Kino-Info: Am Montagabend ist das Eulenspiegel spärlich gefüllt.

Kinostart: 22.3.2018
Drama, Sport, Bio
120 Min.
FSK: 12
17

 

 
Tomb Raider (3D)

Tomb Raider (3D) 

Regie: Roar Uthaug. Darsteller: Alicia Vikander (Lara Croft), Dominic West (Lord Richard Croft), Walton Goggins (Mathias Vogel), Daniel Wu (Lu Ren), Kristin Scott Thomas (Ana Miller), Nick Frost (Max)

Inhalt: Vor sieben Jahren verschwand Lord Richard Croft, der Vater der mittlerweile 21-jährigen Lara Croft, doch noch immer hat sie nicht die Kontrolle über dessen global agierendes Wirtschaftsimperium übernommen, sondern lebt als Fahrradkurierin in London. Eines Tages beschließt Lara dann jedoch, den vermeintlichen Tod ihres Erzeugers aufzuklären. Dafür reist sie zu seinem letzten bekannten Aufenthaltsort, einer kleinen Insel vor der Küste von Japan. Dort hatte dieser ein geheimnisvolles Grabmal untersucht.

Mein Eindruck: Lara Croft ist bereits in zwei Filmen aufgetreten: In "Tomb Raider" (2001) und "Die Wiege der Sonne" (2003) spielte Angelina Jolie die Grabräuberin. Mir haben die Filme nicht so zugesagt, sie waren ganz nett, aber so richtig gut waren die auch nicht. Einzig Angelina Jolie war damals der große Hingucker. 2018 kommt ein Reboot daher, dieses Mal mit einer ganz anderen Lara Croft. Die schwedische Oscar-Gewinnerin Alicia Vikander versucht sich jetzt als Amazone. Körperlich hat sich einiges getan: Sie ist klein, drahtig und hat nicht die Körbchengröße ihrer Vorgängerin. Außerdem startet der neue Film als Intro, man könnte den locker "Lara Croft begins" betiteln. Am Anfang ist sie noch weit entfernt von der großen Abenteurerin, sie arbeitet mehr schlecht als recht als Fahrradkurierin und ist ziemlich pleite. Erst die Suche nach ihren verschollenen Vater macht sie zu dem, was der Zuschauer kennt und erwartet. Ich hatte mich auf den Film gefreut, kann aber nicht sagen, dass dieser der große Wurf ist. Die Hauptdarstellerin ist kein Thema, die hat mir sehr gut gefallen. Auch Dominic West ("The Wire") kann als Laras Vater einige Akzente setzen. Der Rest der Crew ist nur Beigabe, selbst Walton Goggings ("The Hateful Eight") hinterlässt als Schurke keinen bleibenden Eindruck. Es gibt einige gut gemachte Action-Sequenzen, leider aber auch einige langatmige Sequenzen, die den Film ausbremsen. Alles in allem ist der neue "Tomb Raider" ein durchschnittlicher Streifen geworden, der noch viel Luft nach oben hat. In weiteren Teilen - sollten welche kommen - muss mehr drin sein.

Kino-Info: Das große Kino 1 war am Start-Donnerstag nur mäßig gefüllt.

Kinostart: 15.3.2018
Action, Abenteuer
112 Min.
FSK: 12
16

 

 
Molly's Game

Molly's Game 

Regie: Aaron Sorkin. Darsteller: Jessica Chastain (Molly Bloom), Idris Elba (Charlie Jaffey), Kevin Costner (Larry Bloom), Michael Cera (Spieler X), Jeremy Strong (Dean Keith), Chris O'Dowd (Douglas Downey), Graham Greene (Richter Foxman)

Inhalt: Molly Bloom hat in ihrem Leben schon viel gewonnen, aber auch schon ziemlich viel verloren. Die ehemalige Skifahrerin musste ihre sportliche Karriere wegen einer Rückenverletzung vorzeitig beenden. Molly überlegt sich, wie sie nun auf andere Art Geld verdienen kann und zieht von Colorado nach Kalifornien, wo sie als persönliche Assistentin für Dean Keith arbeitet, der Pokerspiele für Prominente ausrichtet. Still und leise wird Molly zum eigentlichen Kopf des Geschäfts. Als ihre Kollegen und allen voran ihr Chef versuchen, sie aus dem Geschäft zu halten, zieht Molly nach New York, wo sie Pokerspiele mit noch exklusiveren Gästen organisiert.

Mein Eindruck: Ich werde langsam ein Fan von Jessica Chastain. Letztes Jahr hat mich die nordkalifornische Schauspielerin in "Die Erfindung der Wahrheit" total überzeugt, jetzt gibt sie als Poker-Prinzessin Molly Bloom eine weitere Glanzvorstellung. Der Film ist komplett auf sie zugeschnitten, sie steht immer im Mittelpunkt der Handlung. Das Drehbuch kommt von Aaron Sorkin, einem der renommiertesten Schreiber in Hollywood. Weil er den Film nicht verbocken wollte hat er zum ersten Mal auch Regie geführt. Ich kann nur sagen: Sein Erstling kann sich sehen lassen. Es geht zwar in erster Linie um Poker, das Spiel an sich tritt in den Hintergrund. Viel interessanter ist die Motivation der Leute und natürlich die geschickte Vorgehensweise von Molly Bloom. Es gelingt ihr durch Willenskraft, Durchhaltevermögen, Raffinesse und Klugheit eine bemerkenswerte Karriere hinzulegen, die seinesgleichen sucht. Ohne je beim Poker mitgespielt zu haben erwirtschaftet sie sich ein Millionen-Vermögen. Leider wird sie schließlich vom FBI in die Zange genommen. Der Film springt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her und vermittelt einen Eindruck von einer Erfolgsfrau. Die weiteren Rollen sind prominent besetzt: Als ihr Anwalt fungiert Idris Elba ("Zwischen zwei Leben"), ihr Vater wird von Kevin Costner ("Der mit dem Wolf tanzt") gespielt. Auch Michael Cera ("Scott Pilgrim") gefällt als ausgeschlafener Spieler X - der wohl, wie ich gelesen habe, im wahren Leben Tobey Maguire sein soll. Mir hat "Molly's Game" sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich den Film noch im Kino erwischt hab.

Kino-Info: Der Film ist wohl ein Flop im Kino. In der Abendvorstellung am Montag sitzen gerade mal 3 Leute (incl. mir).

Kinostart: 8.3.2018
Drama
140 Min.
FSK: 12
15

 

 
Death Wish

Death Wish 

Regie: Eli Roth. Darsteller: Bruce Willis (Paul Kersey), Vincent D'Onofrio (Frank Kersey), Elisabeth Shue (Lucy Kersesy), Camila Morrone (Jordan Kersey), Dean Norris (Det. Kevin Raines), Beau Knapp (Knox), Kimberly Elise (Det. Leonore Jackson)

Inhalt: Als Chirurg in einer Notaufnahme in Chicago sieht Dr. Paul Kersey jeden Tag, was Gewalt und Verbrechen anrichten können. Nachdem seine Frau Lucy und Tochter Jordan im Familienheim überfallen werden, ist Paul zum ersten Mal auch persönlich betroffen. Während Jordan schwer verletzt überlebt, erliegt Lucy ihren Wunden. Paul hofft auf die Polizei, doch die kommt bei der täglich anwachsenden Zahl neuer Fälle kaum noch mit den Ermittlungen hinterher und macht keine wirklichen Fortschritte. Paul ist so gefrustet, dass er selbst zur Waffe greift und auf nächtlichen Streifzügen einen Kriminellen nach dem anderen niederstreckt. Schon bald machen Internetvideos von ihm die Runde und Fernsehsender, Radiostationen und Zeitungen werden auf ihn aufmerksam.

Mein Eindruck: Ich hab zwei Probleme mit der Neuverfilmung von "Ein Mann sieht rot" aus dem Jahre 1974: Bruce Willis und die FSK 18 Freigabe. Beides ist sehr enttäuschend. Ich sehe Bruce Willis als Schauspieler sehr gerne, muss aber leider sagen, dass er in der Rolle des Racheengels eine Fehlbesetzung ist. In keiner Weise nimmt man ihm die Transformation von Chirurg in einen Rächer, der Selbstjustiz begeht, ab. Willis hat auch nicht die schauspielerische Klasse, das Seelenleben bzw. seine Zerrissenheit seiner Rolle ordentlich darzustellen. Regie bei "Death Wish" führt Eli Roth. Der hat vor Jahren schon mit Filmen wie "Hostel" die Kinogänger geschockt. Da ist es nur konsequent, dass sein neustes Werk die FSK 18 Freigabe erhalten hat. Leider ist davon so gut wie nichts zu sehen. Ich will Gewalt bestimmt nicht verherrlichen, aber ich habe FSK 16 Filme gesehen, die zigmal härter sind als dieser Streifen. Die Freigabe kam wohl wegen der Szene mit dem Kopf, der etwas platt gedrückt wird - um es mal salopp zu sagen. Alle anders Szenen habe ich nicht als hart empfunden, da wird in "The Walking Dead" im TV wesentlich mehr gezeigt als hier. Der Grund für seine Rache ist auch schlecht gemacht: Man hätte die Wut auf die Täter viel besser schüren können, wenn man die Tat an sich härter gestaltet hätte. So kann man nur erahnen, was Frau und Tochter an dem Abend zugestoßen ist. Auch das Ende hat mir nicht gefallen, es passt sich aber dem Film an, den ich nur als Flop bezeichnen kann.

Kino-Info: Am Start-Donnerstag ist Kino 5 nur mäßig gefüllt.

Kinostart: 8.3.2018
Action, Thriller
109 Min.
FSK: 18
14

 

 
Black Panther (3D)

Black Panther (3D) 

Regie: Ryan Coogler. Darsteller: Chadwick Boseman (T'Challa / Black Panther), Michael B. Jordan (Erik Killmonger), Lupita Nyong'o (Nakia), Danai Gurira (Okoye), Martin Freeman (Everett K. Ross), Letitia Wright (Shuri), Forest Whitaker (Zuri), Angela Bassett (Ramonda), Andy Serkis (Ulysses Klaue), Daniel Kaluuya (W'Kabi)

Inhalt: T'Challa alias Black Panther ist auf dem Rückweg in seine afrikanische Heimat Wakanda. Er bereitet sich darauf vor, seinen rechtmäßigen Platz als König des isolierten, aber technologisch höchst fortschrittlichen Staates einzunehmen. Der Söldner Erik Killmonger will ihm die Regentschaft jedoch streitig machen und sucht sich für sein Vorhaben Unterstützung beim zwielichtigen Waffenschieber Ulysses Klaue. Um das Erbe seines Vaters und seine Position als König zu bewahren, tut sich der Held mit CIA-Agent Everett K. Ross zusammen.

Mein Eindruck: Vorwort: Normalerweise freue ich mich auf Marvel-Filme und schaue sie mir direkt am Kino-Start-Tag an. "Black Panther" hat mich gar nicht in seinen Bann gezogen, der Trailer hat mich auch kaum neugierig gemacht. Meine Erwartungshaltung war dementsprechend sehr niedrig.

Nach dem Kino: Nachdem ich den Film gesehen habe bin ich sehr erfreut. Für mich ist "Black Paanther" ein sehr guter Streifen, der sich allerdings von der üblichen Marvel-Machart ziemlich unterscheidet. Black Panther ist zwar ein Superheld, der Hintergrund seines Schaffens ist viel vielschichtiger. Als schwarzer König eines scheinbar mittellosen afrikanischen Staates hat er viele Probleme zu bewältigen: Er muss den Tod seines Vaters verarbeiten, sich gegen Konkurrenten um den Thron messen und schlimme Dinge aus der Vergangenheit verarbeiten. T'Challa (Chadwick Boseman) hat zwar Superkräfte, doch diese werden ihm durch technischen Fortschritt gegeben. So fungiert seine Schwester Shuri (Letitia Wright) als eine Art Q, die ihren Bruder mit der neusten Waffentechnologie ausstattet. "Black Panther" ist bis auf wenige Ausnahmen mit Afroamerikanern besetzt. Abgesehen von der Südkorea-Sequenz spielt der Film in Wakanda. Der Look, die Ausstattung, selbst die Technologie ist afrikanisch inspiriert, was durch die Musik von Kendrick Lamarr unterstützt wird. Obwohl der Held ein Mann ist stehen die Frauen im Mittelpunkt - und haben starke Auftritte. Schwester Shuri hatte ich bereits erwähnt, Lupita Nyong'o ("12 Years a Slave") spielt seine Freundin Nakia, die als Spionin für Wakanda unterwegs ist. Auch Danai Gurica (Michonne aus "Walking Dead") als General Okoye hinterlässt einen starken Eindruck. 3D war nicht schlecht - wie bei Marvel immer - aber ist nicht wirklich zwingend. Natürlich sollte man bis zum Schluss sitzen bleiben, denn es kommt natürlich wieder was. Kurzum: Der schwarze Panther hat mich überzeugt.

Kino-Info: Kino 7 ist auch nach 2 Wochen Spielzeit um 20:15 Uhr ordentlich gefüllt.

Kinostart: 15.2.2018
Sci-Fi, Action, Comic
135 Min.
FSK: 12
13

 

 
Im Februar 2018, der gegen Ende sehr frostig war, hab ich mit 5 Filmen keinen Ausfall gehabt. Höchstwertung gibt es für Taylor Sheridans "Wind River". Auch Guillermo del Toros "Shape of Water" hat mich überzeugt. Marvels "Black Panther", der am 15.2. gestartet ist, kriegt seine Bewertung erst im März.
Wind River

2018  

Wind River

Shape of Water

  Three Billboards
Wunder   Shape of Water
Die Verlegerin   Die dunkelste Stunde
Alles Geld der Welt      
 
Die Verlegerin

Die Verlegerin 

Regie: Steven Spielberg. Darsteller: Meryl Streep (Kay Graham), Tom Hanks (Ben Bradlee), Sarah Paulson (Tony Bradlee), Bob Odenkrik (Ben Bagdikian), Tracy Letts (Fritz Beebe), Bradley Whitford (Arthur Parsons), Bruce Greenwood (Paul McNamara)

Inhalt: In den 1970er Jahren übernimmt Kay Graham die Washington Post und wird so zur ersten Zeitungsverlegerin der USA. Schon bald darauf bekommt sie die volle Last dieser Aufgabe zu spüren: Post-Chefredakteur Ben Bradlee und sein Reporter Ben Bagdikian haben vom Whistleblower Daniel Ellsberg geheimes Wissen über die so genannten Pentagon Papers, in Erfahrung gebracht. Die beiden Vollblutjournalisten wollen die Informationen um jeden Preis veröffentlichen, trotz aller etwaigen rechtlichen Konsequenzen. Kay Graham bangt dagegen um die Sicherheit und die finanzielle Zukunft ihrer Angestellten. Ihre Position als Verlegerin, amerikanische Patriotin und Geschäftsfrau bringt sie in eine moralische Zwickmühle.

Mein Eindruck: Steven Spielberg, Meryl Streep und Tom Hanks - was soll das schiefgehen? In "Die Verlegerin" (im Original "The Post") stehen die beiden Topdarsteller Streep und Hanks zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera. Streep spielt die Verlegerin der Washington Post, Kay Graham, mit deutlicher Zurückhaltung. Graham wurde Chef der Zeitung durch den Selbstmord ihres Mannes, sie ist keine Führungspersönlichkeit und sie tut sich schwer mit der Bürde, so viel Verantwortung zu tragen. Hanks hingegen ist ein Pressemann mit Leib und Seele, der sein Ding durchzieht, auch wenn es nicht immer leicht ist. Für Tom Hanks ist es seine fünfte Zusammenarbeit mit Spielberg nach "Der Soldat James Ryan", "Catch me if you can", "Termninal" und "Bridge of Spies". Regisseur Steven Spielberg liefert mit "Die Verlegerin" ein solides Drama ab, das - wie in letzter Zeit häufig - auf wahren Begebenheiten beruht. Der Film ist gut gemacht, keine Frage, aber so richtig hat er mich nicht gepackt. Irgendwie läuft alles seltsam glatt ab: Die Nixon Regierung setzt alles dran, die Veröffentlichung zu verbieten, doch da man weiß, wie es ausgeht, hält sich die Spannung in Grenzen. Trotzdem ist "Die Verlegerin" ein lohnenswerter Streifen, denn man sich im Kino geben kann.  

Kino-Info: Am Start-Donnerstag ist Kino 3 mäßig besucht.

Kinostart: 22.2.2018
Drama
115 Min.
FSK: 6
12

 

 
Alles Geld der Welt

Alles Geld der Welt 

Regie: Ridley Scott. Darsteller: Michelle Williams (Gail Harris), Christopher Plummer (J. Paul Getty), Mark Wahlberg (Fletcher Chase), Romain Duris (Cinquanta), Charlie Plummer ( John Paul Getty III), Timothy Hutton (Oswald Hinge)

Inhalt: Im Sommer 1973 wird der 16-jährige John Paul Getty III., Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten John P. Getty, in Rom entführt. Die Kidnapper sind Mitglieder der Mafia und verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld. Doch der reichste Mann der Welt sperrt sich: Er wittert hinter der Entführung eine Inszenierung, außerdem fürchtet er Nachahmer. Schließlich hat Getty insgesamt 14 Enkel! Als die Entführer ein abgeschnittenes Ohr schicken und ankündigen, John Paul "stückweise" freizulassen, falls nicht bald gezahlt werde, beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit. John Pauls Mutter Gail engagiert einen ehemaligen CIA-Vermittler, um ihren Sohn zu befreien - zur Not auch ohne die Hilfe des Schwiegervaters.

Mein Eindruck: Eins vorweg: Ridley Scott hat Kevin Spacey aus dem Film herausgeschnitten und ihn durch Christopher Plummer ersetzt. Das nenne ich einen Glücksgriff, denn Plummer geht in der Rolle des Öl-Magnaten Getty auf und bietet eine Meisterleistung. Ein Oscar ist vielleicht auch drin.

"Alles Geld der Welt" erzählt die Geschichte einer spektakulären Entführung aus den 70ern. Der Enkel des Milliardärs Jean Paul Getty wird in Italien entführt. Die Entführung zieht sich über Monate hin, weil Getty das Lösegeld (Anfangs 17 Millionen Dollar) nicht bezahlen will. Regisseur Ridley Scott ("Alien Covenant") erzählt die packende Geschichte in gewohnter Manier. Mit viel Aufwand lässt er die 70er Jahre wieder aufleben. Kleidung, Autos, Umgebung - das Leben in den 70er wird uns in tollen Bildern präsentiert. Neben dem brillanten Christopher Plummer gibt Michelle Williams ("Manchester by the Sea") als Gail Harris eine Galavorstellung. Auch Mark Wahlberg gefällt in einer Nicht-Action-Rolle als ehemaliger FBI-Agent. Trotz aller Vorteile bin ich mit dem Film nicht so recht zufrieden. Es liegt vielleicht daran, dass ich den Ausgang der Entführung kannte und das deswegen die Spannung etwas raus war. Auch kam mir der Streifen mit einer Lauflänge von 132 Minuten um einiges zu lang vor. Ich kann es nicht so genau sagen, aber "Alles Geld der Welt" hat mich nicht so in seinen Bann gezogen. Herausragend - und da wiederhole ich mich - ist Christopher Plummer. Man bekommt einen Eindruck von dem reichsten Mann der Welt, der wohl auch der geizigste war. "Wie viel Geld brauchen Sie noch, um sich sicher zu fühlen?" fragt Fletcher Chase seinen Chef J. Paul Getty. Seine Antwort: "Mehr." Damit ist alles gesagt.

Kino-Info: Nach ewigen Zeiten war ich mal wieder im Duisburger UCI. Die Abendvorstellung am Dienstag war spärlich besucht.

Kinostart: 15.2.2018
Drama, Krimi, Thriller
132 Min.
FSK: 12
11

 

 
Wind River

Wind River 

Regie: Taylor Sheridan. Darsteller: Jeremy Renner (Cory Lambert), Elizabeth Olsen (Jane Banner), Graham Greene (Ben), Gil Birmingham (Martin), Martin Sensmeier (Chip), Julia Jones (Wilma), Jon Bernthal (Matt), Kelsey Asbille (Natalie)

Inhalt: In der schroffen Wildnis des Indianer-Reservats 'Wind River' findet US Wildlife Agent Cory Lambert den vergewaltigten Körper eines jungen Mädchens. Der Mord erinnert ihn an den gewaltsamen Tod seiner eigenen Tochter. Zur Untersuchung des Falls schickt das FBI die frisch aus der Ausbildung kommende Agentin Jane Banner. Doch die ist nur ungenügend auf die rauen Wetterbedingungen und die Isolation durch den vorherrschenden Winter vorbereitet und engagiert Lambert als Fährtensucher und Führer, um ihr bei den Ermittlungen zu helfen. Gemeinsam dringen sie tief in eine Gegend, die stark von latenter Gewalt und den Elementen geprägt ist.

Mein Eindruck: Taylor Sheridan war für die Drehbücher von "Sicario" und "Hell or High Water" verantwortlich. Mit "Wind River" beschließt er seine 'American Frontier Trilogy', allerdings ist er hier nicht nur als Drehbuchautor, sondern auch als Regisseur tätig. Sein Erstlingswerk hat mir außerordentlich gut gefallen, dafür gibt's die Höchstwertung. Bei "Wind River" stimmt einfach alles. Ein absoluter Glücksfall ist Jeremy Renner (Hawkeye aus Avengers) als Jäger. Seine zurückhaltende, stoische Art charakterisiert einen gebrochenen Mann, der den Tod seiner Tochter nicht verkraftet hat. Allerdings ist er in seinem Job der Beste, was vor allem für die junge FBI-Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen - Scarlett Witch aus Avengers) ein Glücksfall ist. Ohne ihn könnte sie in der schroffen, eiskalten Umgebung keinen Blumentopf gewinnen. Neben den Top-Darstellern steht die Landschaft im Vordergrund. Im Indianer-Reservat Wind River (gibt es übrigens wirklich) in Wyoming hat man ein hartes Leben und Fehler werden tödlich bestraft. Die Aufklärung des Mordes ist nicht wirklich spektakulär, wobei es am Ende doch einige überraschende Szenen gibt. Als die FBI-Agentin an die Trailertür klopft gibt es einen famosen Schnitt - mehr will ich nicht verraten. Kurzum: "Wind River" hat mich komplett überzeugt und ist momentan der beste Film des Jahres.

Kino-Info: Dafür, dass der Film im Essener Cinemaxx nur um 18:35 Uhr läuft, ist Kino 14 gut gefüllt.

Kinostart: 8.2.2018
Krimi, Thriller
110 Min.
FSK: 16
10

 

 
Shape of Water - Das Flüstern des Wassers

Shape of Water - Das Flüstern des Wassers 

Regie: Guillermo del Toro. Darsteller: Sally Hawkins (Elisa Esposito), Michael Shannon (Richard Strickland), Richard Jenkins (Giles), Octavia Spencer (Zelda Fuller), Michael Stuhlbarg (Dr. Robert Hoffstetler), Doug Jones (Amphibian Man)

Inhalt: USA in den 60ern. Die stumme Elisa ist während des Kalten Krieges in einem Hochsicherheitslabor der amerikanischen Regierung angestellt, wo sie einsam und isoliert ihrer Arbeit nachgeht. Doch als sie und ihre Kollegin und Freundin Zelda ein streng geheimes Experiment entdecken, das in dem Labor vorangetrieben wird, ändert sich Elisas Leben für immer. Sie freundet sich mit dem mysteriösen Fischwesen an, das dort in einem Tank gefangen gehalten wird. Ihre Gefühle für die Kreatur werden immer intensiver und zusammen mit ihrem Nachbarn Giles fasst sie schließlich den Entschluss, den Amphibienmann aus den Händen der Regierung zu befreien.

Mein Eindruck: "Shape of Water" könnte bei der Oscar-Verleihung Anfang März abräumen, denn der Film ist für 13 Academy Awards nominiert. Ich persönlich glaube, dass er zum Besten Film des Jahres gewählt wird - nur mal so am Rande. Regisseur Guillermo del Toro ("Pans Labyrinth") hat einen Film geschaffen, der Lovestory, Drama, Fantasy und Thriller in einem vereint. Visuell ist der ein Fest. Die Optik der 60er Jahre ist top, erinnert eher an europäische Filme wie z.B. die von  Marc Caro & Jean-Pierre Jeunet ("Delikatessen"). Die Darsteller haben mir allesamt gut gefallen. Hauptdarstellerin Sally Hawkins, die einen Golden Globe für "Happy Go Lucky" gewonnen hat, überzeugt auf der ganzen Linie. Michael Shannon, der mir im Laufe der Zeit immer besser gefällt, seit er mir in "Boardwalk Empire" zum ersten Mal aufgefallen ist, gibt als Bösewicht eine Galavorstellung. Richard Jenkins ("Ein Sommer in New York") als schwuler Nachbar, Octavia Spencer ("Hidden Figures") als Elisa Freundin Zelda und Michael Stuhlbarg ("A Seriuos Man") als russischer Spion runden die gute Besetzung ab. Der Film ist natürlich nicht jedermanns Sache, weil er doch sehr speziell ist, aber ich habe mich gut unterhalten.

Kino-Info: Am Start Donnerstag war Kino 4 die Zuschaueranzahl sehr übersichtlich.

Kinostart: 15.2.2018
Lovestory, Drama, Fantasy
123 Min.
FSK: 16
9

 

 
Wunder

Wunder 

Regie: Stephen Chbosky. Darsteller: Julia Roberts (Isabel), Owen Wilson (Nate) Jacob Tremblay (Auggie), Izabela Vidovic (Via), Mandy Patinkin (Mr. Tushman), Noah Jupe (Jack Will), Bryce Gheisar (Julian), Danielle Rose Russell (Miranda)

Inhalt: Auggie Pullman ist humorvoll, schlau und liebenswert, hat eine tolle Familie und ist dennoch seit seiner Geburt ein Außenseiter. Denn er hat aufgrund eines Gendefektes ein stark entstelltes Gesicht. Er wird zu Hause von seiner Mutter Isabel unterrichtet. Als er jedoch zehn Jahre alt wird, diskutieren seine Eltern darüber, ihn nicht vielleicht doch am üblichen Schulbetrieb teilnehmen zu lassen, weshalb er kurz darauf in die fünfte Klasse an der Beecher Prep geht. Dort lernt er trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sich mit seinem Äußeren zu arrangieren und findet schnell neue Freunde.

Mein Eindruck: "Wunder" ist ein Märchen und ein so genannter Feel-Good-Movie. Was da im Film passiert ist einfach zu schön um wahr zu sein. Natürlich hat der zehnjährige Auggie die Arschkarte gezogen: Sein stark entstelltes Gesicht macht ihn zum Außenseiter in der Schule, die anderen Kinder haben sogar Angst ihn zu berühren, weil sie dadurch die Pest bekommen. Trotz aller Schwierigkeiten steuert der Film auf ein Happy-End zu, dass man als Zuschauer gut findet und das zum Film passt wie die Faust aufs Auge. Auggie, der sehr gut von Jacob Tremblay gespielt wird, meistert alle Widrigkeiten, findet neue Freunde und geht schließlich gerne zur Schule. Auch seine Schwester Via (Izabela Vidovic) leidet und hat ihre eigenen Probleme, die aber auch direkt mitgelöst werden. Publikumsliebling Julia Roberts trägt natürlich auch dazu bei, dass der Streifen erfolgreich läuft. Owen Wilson hält sich als Auggies Vater zurück, hat aber immer wieder die Lacher auf seiner Seite. Wenn man sich auf "Wunder" einlässt, dann sieht man einen schönen Film, der zwar traurig ist, der aber durch seine Dynamik den Zuschauer am Ende glücklich im Kinosaal zurücklässt.

Kino-Info: In der frühen Nachmittagsvorstellung in Kino 10 war nicht viel los.

Kinostart: 25.1.2018
Drama
114 Min.
FSK: ohne
8

 

 
Januar 2018 kann sich mit 7 Filmen sehen lassen. Dummerweise hat mir nur ein Film richtig gut gefallen, ausgerechnet der mit dem bescheuertsten Titel: "Three Billboards outside Ebbing, Missouri". Liam Neeson hat als "The Commuter" total enttäuscht. Kurios: Von den 7 Filmen sind 2 Sneaks und eine Vorpremiere - das ist für meine Verhältnisse ungewöhnlich.
Three Billboards outside Ebbing, Missouri      

Die dunkelste Stunde

     
Jumanji - Willkommen im Dschugel      
Downsizing      
Nur Gott kann mich richten      
No Way Out - Gegen die Flammen      
The Commuter      
 
Downsizing

Downsizing 

Regie: Alexander Payne. Darsteller: Matt Damon (Paul Safranek), Christoph Waltz (Dusan Mirkovic), Hong Chau (Ngoc Lan Tran), Kristen Wiig (Audrey Safranek), Rolf Lassgård (Dr. Jorgen Asbjørnsen), Udo Kier (Konrad), Jason Sudeikis (Dave Johnson)

Inhalt: Die Ressourcen der Erde neigen sich dem Ende zu und der Planet platzt aus allen Nähten. Um das Problem der Überbevölkerung zu lösen, haben norwegische Wissenschaftler eine Methode entwickelt, mit der sie Menschen schrumpfen und somit ihre Bedürfnisse und ihren Konsum enorm verringern können. Ein 12 Zentimeter kleiner Mensch verbraucht schließlich weniger Wasser, Luft und Nahrung als ein großer. In der Hoffnung auf ein glücklicheres und finanziell abgesichertes Leben in einer besseren Welt, entscheiden sich Durchschnittsbürger Paul Safranek und seine Frau Audrey ihr stressiges Leben in Omaha hinter sich zu lassen und ihr großes Glück in einer neuen "geschrumpften" Gemeinde zusuchen. Eine Entscheidung, die ein lebensveränderndes Abenteuer bereithält.

Mein Eindruck: Ich hab ein Problem mit dem neuen Film von Alexander Payne ("Sideways"): Er entsprich so gar nicht dem, was ich erwartet habe und was der Trailer angedeutet hat. Von da her habe ich enttäuscht das Kino verlassen. Matt Damon und Kristen Wiig sind das Ehepaar Safranek, die sich schrumpfen lassen wollen. Doch seine Frau bekommt kalte Füße und Paul muss alleine in seiner Villa in Leisureland leben. Einige Zeit später entdeckt Paul, dass Leisureland nicht so perfekt ist, wie in der Werbung vorgegaukelt wird. Auch bei den Kleinen gibt es die Kluft zwischen Arm und Reich, viele Menschen (vorwiegend Arbeiter) leben am Rande von Leisureland in Elendsvierteln. Das ist natürlich nicht lustig. Etwas Comedy bringt Christoph Waltz in den Film ein, denn seine Darstellung des russischen Allrounders Dusan ist wie gewohnt gut. Eine nette Nebenrolle hat Udo Kier als Capitän seiner eigenen Yacht. "Downsizing" ist mehr Drama als Komödie - und das hatte ich so nicht erwartet. Der Film ist sozialkritisch, übertreibt aber oftmals und ist nicht wirklich bissig. Deswegen vergebe ich nur 2 1/2 Sterne, mehr kann ich momentan nicht verantworten. Kann sein, dass mir der Streifen in eine paar Jahren, wenn ich den mir noch mal anschaue, besser gefällt. Aber im Moment eben nicht.

Kino-Info: Nach knapp 2 Wochen ist die Abendvorstellung in Kino 5 spärlich besucht.

Kinostart: 18.1.2018
Drama, Sci-Fi, Komödie
136 Min.
FSK: ohne
7

 

 
No Way Out - Gegen die Flammen

Sneak: No Way Out - Gegen die Flammen 

Regie: Joseph Kosinski. Darsteller: Josh Brolin (Eric Marsh), Miles Teller (Brendan McDonough), Jeff Bridges (Duane Steinbrink), Jennifer Connelly (Amanda Marsh), Taylor Kitsch (Christopher MacKenzie), James Badge Dale (Jesse Steed)

Inhalt: Eric Marsh ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele und bildet sein 19-köpfiges Team gerade zur renommierten Hotshot-Crew aus. Diese Elite-Einheit macht sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hände schmutzig und kämpft an vorderster Front gegen das Feuer. Als sich der mit Drogenproblemen kämpfende Brandon McDonough bei Marshs Einheit bewirbt, gibt dieser ihm eine Chance. McDonough wird schnell ein unverzichtbares Mitglied der eingeschworenen Truppe. Mit der Unterstützung des Chefs der örtlichen Feuerwache, Duane Steinbrink, und hartem Training, schafft es das Team um den erfahrenen Marsh zur offiziellen Hotshot-Crew zu avancieren und bekämpft fortan Waldbrände in der ganzen Region an vorderster Front - bis es zu jenen tragischen Ereignissen kommt, die alles für immer verändern.

Mein Eindruck: Ich hatte von "No Way Out" bislang nur einen Trailer gesehen und war nicht gerade angetan davon. Immerhin hab ich einen Film gesehen, der erst Anfang Mai im Kino anläuft. Das bringt mich leider auch nicht weiter.

Der Streifen von Regisseur Joseph Kosinski ("Oblivion") ist handwerklich top. Die Darsteller sind gut, die Story kümmert sich um die Charaktere, die Feueraufnahmen sind gut gelungen. Da es sich um eine wahre Geschichte handelt muss man mit dem traurigen Ende leben. So weit, so gut. Trotz vieler Vorteile ist der Film nicht meiner. Irgendwie nervte mich die ganze Zeit diese 'Hotshot'-Sache. Auf Biegen und Brechen will Chief Marsh (Josh Brolin) seine Feuerwehrleute zu Elitekämpfern ranziehen. Hey, jetzt sind wir Hotshots, jetzt dürfen wir endlich die richtig gefährlichen Sachen machen! Miles Teller, der in "Whiplash" eine starke Darstellung abgeliefert hat, spielt hier einen geläuterten Junkie, der durch die Geburt seines Kindes zum Gutmenschen mutiert. Natürlich weist ihm Chief Marsh den Weg - hat er selber auch ein dunkle Vergangenheit. Das ist zu viel für mich. Auch die anderen Männer der Einheit sind zwar raue Typen, aber herzensgut und fürsorglich. Hier fällt keiner aus der Rolle, hier ziehen alle an einem Strang. All das stößt bei mir übel auf. Gerade am Ende wird einiges  - ich will nichts verraten - zu patriotisch abgehandelt, das hat mir den Rest gegeben. Es war toll, einen Film zu sehen, der erst in ein paar Monaten anläuft, aber "No Way Out - gegen die Flammen" ist  leider nicht auf meiner Wellenlänge.

Kino-Info: Die Sneak im großen Kino 6 war ganz gut besucht. Dieses Mal gab es ein richtiges Quiz mit 3 Fragen.

Kinostart: 3.5.2018
Drama, Biographie
133 Min.
FSK: 12
6

 

 
Die dunkelste Stunde

Die dunkelste Stunde 

Regie: Joe Wright. Darsteller: Gary Oldman (Winston Churchill), Kristin Scott Thomas (Clemmie), Ben Mendelsohn (King George VI), Lily James (Elizabeth Layton), Ronald Pickup (Neville Chamberlain), Stephen Dillane (Viscount Halifax)

Inhalt: Mai 1940: Das anfängliche Kriegsglück der Nazis stürzt die britische Regierung in eine existenzielle Krise, Premierminister Chamberlain tritt zurück. Nur dem reichlich unpopulären Winston Churchill traut man zu, die scheinbar ausweglose Lage in den Griff zu bekommen. Er übernimmt das Amt, sieht sich aber bald von Öffentlichkeit und Regierungsmitgliedern bedrängt, mit den scheinbar unaufhaltsamen Nazis über einen Friedensvertrag zu verhandeln. Doch durch seine außerordentliche Weitsicht und Integrität gelingt es Churchill dennoch, an seiner Überzeugung festzuhalten und für die Freiheit seiner Nation zu kämpfen.

Mein Eindruck: Im Mai 2017 lief der Film "Churchill" in den deutschen Kinos. Die Hauptrolle spielt Brian Cox. Die Kritiken waren nicht gerade berauschend, ich habe den Film bis heute nicht gesehen. Im Januar 2018 kommt ein weiterer Streifen über Winston Churchill auf die große Leinwand: "Die dunkelste Stunde" zeigt, wie Churchill Premierminister wird und wie die ersten Wochen seiner Amtszeit verlaufen. Diesen Film kann ich empfehlen, vor allem wegen dem Hauptdarsteller, der alle an die Wand spielt: Gary Oldman ist als Churchill kaum wieder zu erkennen. Er spielt den charismatischen Staatsmann voller Leidenschaft und Hingabe. Ich bin mir sicher, dass er Anfang März den Oscar als bester Hauptdarsteller gewinnen wird - den Golden Globe hat er bereits eingesackt. Er steht auch im Mittelpunkt des Film, alles dreht sich um ihn. Deswegen bleiben die anderen guten Darsteller leider blass, sie kommen gegen ihn einfach nicht an. "Die dunkelste Stunde" von Regisseur Joe Wright ("Abbitte") ist für 6 Oscars nominiert, er als Regisseur leider nicht. Hier und da hat der Film ein paar Längen, aber allein wegen Gary Oldman kann ich "Die dunkelste Stunde" nur empfehlen.

Kino-Info: Die 15 Uhr Vorstellung im Astra war sehr gut besucht.

Kinostart: 18.1.2018
Drama, Krieg
125 Min.
FSK: 6
5

 

 
The Commuter

The Commuter 

Regie: Jaume Collet-Serra. Darsteller: Liam Neeson (Michael MacCauley), Vera Farmiga (Joanna), Patrick wilson (Alex Murphy), Jonathan Banks (Walt), Sam Neill (Captain Hawthorne), Elizabeth McGovern (Karen MacCauley), Andy Nyman (Tony)

Inhalt: Seit 10 Jahren pendelt der Versicherungsmakler Michael MacCauley jeden Tag aus seinem beschaulichen Vorort nach Manhattan und zurück. Doch als er nach einem harten Tag mal wieder in den ewig gleichen Zug einsteigt, ist alles anders. Die Fremde Joanna setzt sich zu ihm und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er für sie einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas sehr Wertvolles zu transportieren scheint. Michael erhält nur zwei Hinweise: Einen falschen Namen und den Zielbahnhof des Unbekannten. Als er zögert, macht Joanna ihm unmissverständlich klar: Sie hat nicht nur das Leben der Passagiere in ihrer Hand, sondern auch das von Michaels Familie.

Mein Eindruck: Filme von Liam Neeson sehe ich ganz gerne. In den letzten Jahren hat er ordentliche Action-Filme rausgehauen, allen voran "96 Hours". Jetzt liefert er seine vierte Zusammenarbeit mit Regisseur Jaume Collet-Serra ab ["Unknown Identity" (2011), "Non-Stop" (2014) and "Run All Night" (2015)]. Leider ist "The Commuter" ein richtig schlechter Film geworden. Fangen wir mit dem Titel an, der selten dämlich ist. Commuter bedeutet Pendler. Im Grunde ein sehr passender Titel, aber hier wäre die deutsche Übersetzung angebracht gewesen. Der Film spielt bis auf wenige Ausnahmen im Zug. Liam Neeson muss eine bestimmte Person finden, was durchaus hätte spannend sein können. Stattdessen gestaltet sich die Suche sehr langatmig. Immer wieder gibt es Komplikationen, die er meistern muss (gähn). Seine Feinde, kurz nur 'die' genannt, verfolgen ihn auf Schritt und Tritt und wissen immer wie durch Zauberhand, was er vorhat und wie man ihn manipulieren kann. Später muss man sich fragen, was diese ganze 'Such-die-Person-Sache' überhaupt bringen sollte? Ich möchte nicht mehr darauf eingehen, weil ich die Story nicht komplett verraten will. Im Schlußdrittel steigert sich die Action, allerdings mit wenig erbaulichen Spezialeffekten. Die Auflösung ist total vorhersehbar und die letzte Szene ist so was von 08/15, da fehlen mir die Worte. Fazit: "The Commuter" ist alles andere als ein spannender Film, er versagt auf den ganzen Linie.

Kino-Info: Kino 6 war zum Start der zweiten Kinowoche gut gefüllt. Dieses Mal haben wir uns mal die VIP-Sitze gegönnt...he he...

Kinostart: 11.1.2018
Thriller, Action
105 Min.
FSK: 12
4

 

 
Nur Gott kann mich richten

Sneak: Nur Gott kann mich richten 

Regie: Özgur Yildirim. Darsteller: Moritz Bleibtreu (Ricky), Edin Hasanovic (Rafael), Kida Khodr Ramadan (Latif), Birgit Minichmayr (Diana), Peter Simonischek (Vater), Ben Münchow (Jimbo), Franziska Wulf (Elena), Alexandra Maria Lara (Valerie)

Inhalt: Vor Jahren hat Ricky nach einem missglückten Überfall für seinen Bruder Rafael und Kumpel Latif den Kopf hingehalten. Latif möchte sich auf ganz besondere Weise bei Ricky für seine Zeit im Knast erkenntlich zeigen: Er bietet ihm ein scheinbar sicheres letztes Ding an, mit Aussicht auf viel Geld. Nach anfänglichem Zögern schlägt Ricky ein und holt auch seinen Bruder Rafael an Bord. Alles läuft reibungslos, bis die Polizistin Diana auftaucht und die Pläne der Jungs durchkreuzt.

Mein Eindruck: Die erste Sneak im Neuen Jahr war für mich keine Offenbarung. Erst kam die Panne (siehe unten) und dann gab es noch einen deutschen Film. Deutsche Filme sind nicht so mein Fall und "Nur Gott kann mich richten" hätte ich mir bestimmt nicht im Kino angesehen. Immerhin ist der Streifen von Regisseur Özgur Yildirim ("Chick") kein Totalausfall, aber ein Highlight auch nicht. Positiv war für mich vor allem Moritz Bleibtreu als Ricky. Mit dem Schauspieler kann ich leben, er spielt den geläuterten Knastbruder sehr gut. Auch die übrigen Besetzung, von denen ich kaum einen kenne, hat überzeugt. Generell bringt der Streifen die Gangster-Atmosphäre in Frankfurt gut rüber, auch wenn es von Klischees nur so strotzt. Leider gibt es ein paar Nachteile. Die Story ist wenig originell, das hat man so schon in vielen anderen Filmen gesehen. Im letzten Drittel wird es arg unrealistisch, die Dinge überschlagen sich und alles wirkt sehr konstruiert. Beispiel: Die erfahrene Polizistin Diana sackt sich die Tasche mit den Drogen ein - das kann ich noch nachvollziehen. Dann zieht sie in 'Verkleidung' durch die Frankfurter Drogenszene und versucht mal eben 2,5 kg Heroin an den Mann zu bringen. Wie dämlich ist das denn? Auch wenn die Frau verzweifelt ist, so eine hirnrissige Aktion kann ja nur schief gehen. Fazit: "Nur Gott kann mich richten" ist ein knallharter deutscher Gangsterfilm mit vielen fragwürdigen Aktionen. Mein Ding ist er nicht.

Kino-Info: Eine Sneak-Preview mit kleiner Panne. Als endlich Werbung und Trailer vorbei waren sah man "The Great Showman" auf der Kinoleinwand. Der Film ist bereits am 4.1. angelaufen. Nach ein paar Minuten wurde der gestoppt und der richtige Film wurde gezeigt - wieder mit 4 Trailern im Schlepptau. So ging der Film nach 21 Uhr endlich los. Grmpf.

Kinostart: 25.1.2018
Thriller
101 Min.
FSK: 16
3

 

 
Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Three Billboards outside Ebbing, Missouri 

Regie: Martin McDonagh. Darsteller: Frances McDormand (Mildred), Woody Harrelson (Sheriff Willoughby), Sam Rockwell (Dixon), Lucas Hedges (Robbie), John Hawkes (Charlie), Kathryn Newton (Angela), Abbie Cornish (Anne), Caleb Landry Jones (Red Welby)

Inhalt: Die Tochter von Mildred Hayes wurde vor Monaten ganz in der Nähe ihres Zuhauses vergewaltigt und ermordet, aber noch immer tut sich in dem Fall nichts. Von einem Hauptverdächtigen fehlt jedenfalls noch jede Spur und so langsam glaubt Mildred, dass die örtliche Polizei einfach ihre Arbeit nicht richtig macht. Darum lässt sie eines Tages an der Straße, die in ihren Heimatort Ebbing, Missouri führt, drei Werbetafeln mit provokanten Sprüchen aufstellen, die sich an Polizeichef William Willoughby richten. Klar, dass die Situation nicht lange friedlich bleibt.

Mein Eindruck: Schon witzig: Gestern im Kino als Vorpremiere gesehen, heute mit 4 Golden Globes ausgezeichnet. "Three Billboards outside Ebbing, Missouri" von Martin McDonagh ("Brügge sehen und sterben") ist eine sehr schwarze Komödie mit einem ernsten Hintergrund und unglaublich guten Darstellern. So wundert es mich nicht, dass Frances McDormand (beste Hauptdarstellerin) und Sam Rockwell (bester Nebendarsteller) einen Golden Globe gewonnen haben. Frances McDormand ist und bleibt für mich immer Marge Gunderson aus dem Kultfilm "Fargo" - das ist die Rolle ihres Lebens. Allerdings gibt sie hier als Mildred Hayes eine sehr starke Vorstellung einer zu allen entschlossenen Frau und Mutter. Wie sie mit dem Pfarrer oder den Polizisten umgeht, dass ist schon sehenswert. Auch der Zahnarzt hat bei ihr nichts zu lachen. Einer ihrer Gegner ist der tumbe Dorfpolizist Dixon, den Sam Rockwell gnadenlos gut darstellt. Auch nicht zu verachten ist Woody Harrelson als Sheriff, der die sehr gute Besetzung abrundet. Da der Film erst Ende Januar im Kino anläuft habe ich recht wenig über den Streifen gewusst. So konnte ich mich recht unvoreingenommen dem Werk von Martin McDonagh hingeben - es hat sich gelohnt! Einziger Wehrmutstropfen für mich ist der Titel des Films: Zu lang, irgendwie nichts sagend und wer kann schon was damit anfangen, ohne irgendwelche Hintergrundinfos? Na ja, durch die Globes ist er jetzt schon bekannter geworden. 

Kino-Info: Die Vorpremiere im Eulenspiegel ist am Sonntag-Abend gut besucht.

Kinostart: 25.1.2018
Schwarze Komödie
116 Min.
FSK: 12
2

 

 
Jumanji - Willkommen im Dschungel (3D)

Jumanji - Willkommen im Dschungel (3D) 

Regie: Jake Kasdan. Darsteller:  Dwayne Johnson (Spencer), Kevin Hart (Fridge), Jack Black (Bethany), Karren Gillan (Martha), Bobby Cannavale (Van Pelt), Nick Jonas (Alex), Rhys Darby (Nigel), Alex Wolff (Young Spencer), Madison Iseman (Young Bethany)

Inhalt: Als vier Highschool-Kids eine alte Spielkonsole zusammen mit einem ihnen unbekannten Videospiel namens Jumanji entdecken und ausprobieren, werden sie sofort in die Dschungelwelt des Spiels gezogen und genau zu den Avataren, die sie auswählen: Der bescheidene Spencer wird zum Abenteurer Dr. Smolder Bravestone, Football-Spieler Anthony "Fridge" Johnson zum Zoologen und Waffenspezialisten Moose Finbar, It-Girl Bethany zum Kartografen/Kryptografen Shelly Oberon und die unsportliche Außenseiterin Martha zur Kämpferin Ruby Roundhouse. Um das Spiel zu gewinnen, müssen sie in ihren neuen Körpern allerlei gefährliche Abenteuer überstehen.

Mein Eindruck: Der erste Film im Neuen Jahr ist aus dem alten: Da am Donnerstag nichts interessantes für uns angelaufen ist, haben wir uns für die Neuauflage von "Jumanji" entschieden. Der Trailer war ja ganz pfiffig, der Film allerdings nicht so. Das ist leider ein wiederkehrendes Problem: Der Kinotrailer verrät zu viel von der Story und präsentiert die besten Gags. Wenn man dann im Kino sitzt gibt es kaum was Neues oder Überraschendes. Obwohl der Streifen vor Gags nur so strotz wurde im Kinosaal kaum gelacht - das sagt eigentlich alles. Im Gegensatz zum Ursprungs-Jumanji aus dem Jahr 1995 ist die Neuverfilmung zeitgemäß aufgepeppt worden. Das ehemalige Brettspiel hat sich selbst in ein Konsolen-Game transformiert, die Spieler werden jetzt in das Spiel reingezogen, das Spiel kommt nicht mehr zu den Spielern in der Jetzt-Zeit. Mit Dwayne The Rock Johnson, Kevin Hart und Jack Black hat man namhafte Schauspieler am Start, die ihre Rollen gewohnt abspulen. Der Film ist flott inszeniert und führt die Avatare von Level zu Level. 3D ist ganz nett, aber nicht wirklich nötig. "Jumanji" ist halt nettes Popkorn-Kino ist, wer mehr erwartet, ist fehl am Platze.

Kino-Info: Kino 6 ist Anfang des neuen Jahres gut gefüllt.

Kinostart: 21.12.2017
Abenteuer, Action, Fantasy, Komödie
119 Min.
FSK: 12
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